DE211474C - - Google Patents

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DE211474C
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    • A43D8/32Working on edges or margins
    • AHUMAN NECESSITIES
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    • A43D95/00Shoe-finishing machines
    • A43D95/26Devices for applying wax

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  • Grinding And Polishing Of Tertiary Curved Surfaces And Surfaces With Complex Shapes (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

P · S- ι S1 >'"' ΰ
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 211474 KLASSE 71 c. GRUPPE
Maschine zur Bearbeitung von Schuhwerk. Patentiert im Deutschen Reiche vom 28. September 1906 ab.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Maschinen zum Bearbeiten von Schuhwerk, bei welchen das Werkstück (der Schuh) so verschoben und gedreht wird, daß der Bearbeitungspunkt der Bearbeitungswerkzeuge um den Schuh (oder einen Teil des Schuhes) relativ zu dem letzteren herumwandert. Beispiele solcher Maschinen sind Rahmeneinstechmaschinen, Nähmaschinen für Wendearbeit, Doppelsteppstichnähmaschinen, Zwickmaschinen, Maschinen zum Nageln von Schuhwerk mittels Holznägeln, Sohlenschnittfräsmaschinen, Putzmaschinen und dergleichen.
Der Hauptzweck der vorliegenden Erfindung besteht darin, bei einer Maschine dieser Art eine Einrichtung zu treffen, welche die selbsttätige Bearbeitung des Schuhes ohne Mitwirkung des Arbeiters ermöglicht, der weiter nichts zu tun hat, als den Schuh auf eine Stütze zu bringen und ihn nach Vollendung der Bearbeitung wieder abzunehmen.
Bei den bekannten, gebräuchlichen Maschinen zum Bearbeiten von Schuhwerk, bei denen das Werkstück verschoben und gedreht werden muß, wird der Schuh vielfach vom Arbeiter mit der Hand während der Bearbeitung gehalten oder auf einen frei beweglichen, mit der Hand zu bedienenden Ständer aufgesetzt. In beiden Fällen wird das Werkstück durch den Arbeiter gehandhabt, um die verschiedenen Teile desselben in richtiger Stellung den Werkzeugen der Maschine darzubieten. Die dem Schuh durch den Arbeiter erteilten Bewegungen bestehen aus in der Querrichtung und aus in der Längsrichtung erfolgenden .Kippbewegungen (Drehungen um die Längsachse des Schuhes und um die Querachse des Schuhes bzw. um hierzu parallele Achsen), durch welche der betreffende zu bearbeitende Sohlenteil in die erforderliche Ebene gegenüber dem Werkzeuge gebracht wird, und aus seitlichen Drehbewegungen um eine annähernd senkrechte Achse, durch welche die Kante der Sohle parallel der Vorschublinie gestellt wird. Nun sind Schnittkantenpoliermaschinen bereits bekannt, bei denen dem Schuhträger eine selbsttätige Kippbewegung um eine wagerechte, quer zum Werkstück gelagerte. Achse erteilt wird. Bei diesen Maschinen ist jedoch keine Vorrichtung zum Kippen des Schuhträgers um seine Längsachse vorhanden. Die vorhegende Erfindung schafft nun eine Maschine zur Bearbeitung von Schuhwerk, bei welcher eine Stütze zur Aufnahme des Werkstückes und eine Vorrichtung zur Hervorbringung einer relativen Bewegung der Stütze und des die Werkzeuge tragenden Teiles des Maschinengestelles angewandt sind, Welche derartig bewegt werden, daß der Schuh in die richtige Stellung gegenüber den Werkzeugen gelangt, während der Arbeitspunkt des Werkzeuges oder der Werkzeuge um den Schuh herum fortwandert. Die relative Bewegung der Schuhstütze und des die Werkzeuge tragenden Teiles des Maschinengestelles kann entweder dadurch hervorgebracht werden, daß das Maschinengestell bewegt wird, oder dadurch, daß die Schuh stütze bewegt wird, oder endlich durch kombinierte Bewegung beider Teile. Die Be-. wegung besteht aus Kippbewegungen um die Längsachse und um die Querachse sowie aus Drehbewegungen um eine senkrechte Achse. Bei einer Maschine, bei welcher der Schuh vom
Arbeiter gehandhabt wird, gehen die wagerechte wie die senkrechte Drehachse der Kippbewegung ungefähr durch den Arbeitspunkt, so daß keine Verschiebung des Schuhes gegenüber den Werkzeugen eintritt. Auch bei der mechanischen Führung des Werkstückes gemäß der vorliegenden Erfindung wird eine solche Lage der Drehachsen gewählt. Es werden daher der Handarbeit gleichwertige, aber noch gleichmäßigere Resultate erzielt.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt, welche zum Zusammennähen des Oberleders und der Sohle eines Wendeschuhes oder zum Annähen des Oberleders und der Brandsohle an den Rahmen eines Rahmenschuhes geeignet ist.
Fig. i, 2, 3 und 4 stellen die vollständige Maschine in Vorderansicht, rechter und linker Seitenansicht und im Grundriß dar.
Fig. 5 zeigt in Seitenansicht und in größerem Maßstabe die Näheinrichtung und die Lagerung derselben.
Fig. 6 und 7 zeigen in Vorderansicht und im Grundriß die .Schuhstütze mit daran angebrachtem, aufgezwicktem Schuh und die Lagerung der Stütze.
Fig. 8 ist ein wagerechter Schnitt nach der Linie x-x in Fig. 6.
Fig. 9 und 10 sind Grundrisse einiger Teile der Steuervorrichtung zur Hervorbringung der Berichtigungsbewegungen in zwei Lagen.
Fig. 11 ist eine Vorderansicht dieser Teile der Steuervorrichtung und
, Fig. 12 eine Seitenansicht derselben, von links in Fig. 10 gesehen.
Fig. 13 ist eine Ansicht anderer Maschinenteile, von rechts gesehen.
Fig. 14 ist ein Grundriß und
Fig. 15 ,eine Schnittdarstellung nach Linie y-y (Fig. 13) von denselben Teilen.
Fig. 16 zeigt im einzelnen einige der in Fig. 13 dargestellten Teile, jedoch in anderer Lage,
Fig. 17 ist ein Grundriß eines Teiles der Maschine, welcher hauptsächlich die Vorrichtung erkennen läßt, durch welche der Antrieb der Berichtigungsbewegungen gemäß der Schuhgröße eingestellt werden.
Fig. 18 ist eine Ansicht eines Teiles der Maschine von links gesehen, welche im besonderen die Daumenscheibe zeigt, durch die das Getriebe bewegt wird, dessen Einfluß auf die Steuervorrichtung durch Einstellung entsprechend der Schuhgröße verändert werden kann. Fig. 19 ist eine Ansicht der Kupplungsvorrichtung zur Bewegung der Daumenwelle von rechts gesehen.
Fig. 20 ist. ein wagerechter Schnitt nach Linie z-z der Fig. 19.
Fig. 21 ist eine Vorderansicht dazu.
Fig. 22 bis 24 stellen Einzeldarstellungen der genannten Kupplungsvorrichtung dar.
Fig. 25 und 26 erläutern einen Teil der Vorrichtung zum Schließen des Hauptventiles der pneumatischen Bewegungsvorrichtung.
Fig. 27 ist ein Schema der pneumatischen Vorrichtungen.
Allgemeine Beschreibung.
Die in den Zeichnungen dargestellte Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes umfaßt eine Nähvorrichtung, eine Stütze, welche die gewöhnlichen hölzernen Leisten aufnimmt, auf denen Rahmen- oder Wendeschuhe aufgezwickt werden, eine Vorschubvorrichtung, die den Schuh nach jedem Stich weiter transportiert, und eine selbsttätige Vorrichtung zur Veränderung der relativen Lage der Näheinrichtung und des Schuhes beim Nähen des letzteren. Da die Wirkung dieser selbsttätigen Vorrichtung darin besteht, diese relative Lage, welche beim Vorschieben des Werkstückes infolge der unregelmäßigen Schuhform stets wieder unrichtig wird, richtigzustellen, so- soll diese Vorrichtung im nachstehenden »Berichtigungsvorrichtung« heißen. . .
Nähvorrichtung.
Die in den Zeichuungen dargestellte Nähvorrichtung ist dieselbe, welche bei der wohlbekannten Goodyear-Rahmeneinstech- und Wendenähmaschine, die beispielsweise im britischen Patent 13366/1888 dargestellt ist, Anwendung findet. Auf diese britische Patentschrift möge hinsichtlich der Bauart und Wirkungsweise dieses Teiles der Maschine Bezug genommen werden. Die Vorrichtung umfaßt unter anderem einen Rißführer 1 und eine Rückenführung 2 zum Führen des Werkstückes.
Die Schuhstütze.
Die Schuhstütze (Fig. 6)'ist geeignet, Leisten verschiedener Größen aufzunehmen, und besitzt den üblichen Leistenzapfen 3, der bei 4 drehbar ist und durch eine Feder 5 vorwärts gedrückt wird, und eine Spitzenauflage 6, die auf einem drehbaren Arm 7 befestigt ist, welcher für Schuhe verschiedener Länge eingestellt und durch eine Klemmschraube 8 gesichert werden ■. kann.
110 Vorschubvorrichtung.
Der Schuh wird durch eine Vorschubahle 9 üblicher Form vorgeschoben, welche einen Teil der Näheinrichtung bildet und in den Grund des Risses einsticht, der zur Aufnahme der Naht dient. Die Vorschubvorrichtung wirkt ■ auf diese Weise unmittelbar auf den Schuh, und hierin liegt ein wesentlicher Unterschied gegenüber solchen Schuhmaschinen, bei denen der Vorschub auf die Schuhstütze wirkt, weil dadurch jede Unregelmäßigkeit im Werkstücktransport vermieden wird, welche vom Totgang
in den Vorrichtungen zur Bewegung der Schuhstütze oder von Unregelmäßigkeiten in der Schuhform herrühren könnte. Ferner wird dadurch der Mechanismus wesentlich vereinfacht. Um den freien Vorschub des Werkstückes durch die Ahle 9 zu gestatten, ist die Schuhstütze auf einer frei beweglichen Haltevorrichtung angebracht. Der Rahmen 10 der Schuhstütze ist auf einer senkrechten Spindel 11 befestigt, die im Ende eines Armes 12 drehbar und verschiebbar ist, der bei 13 an dem Ende eines Armes 14 gelagert ist. Letzterer ist bei 15 (Fig. 2, 3 und 7) an einem Bock 16 des Maschinengestelles angelenkt. Diese Bauart gestattet eine freie Ver-Schiebung der Schuhstütze in jeder wägerechten Richtung. Eine Feder 17 (Fig. .6), welche mit einem Hebel 18 verbunden ist, der gegen einen Stellring 19 an der Spindel 11 drückt, bewegt den Leisten und die Sohuhstütze nach aufwärts, um den Schuh in Berührung mit dem Rißführer zu erhalten. Die Rückenführung 2 wirkt genau so wie bei der gewöhnlichen Nähmaschine.
Berichtigungsvorrichtung.
Die relativen Berichtigungsbewegungen, die ■dem Schuh und der Nähvorrichtung erteilt werden, sind dreierlei Art:
1. die Drehbewegungen um eine senkrechte Achse, durch welche die Sohlenkante in der Nähe der Nadel im wesentlichen parallel zur Vorschubrichtung gehalten wird, wie auch die Umrißlinie des Schuhes sein mag;
2. die Drehung um die Querachse (bzw. eine Parallelachse) des Leistens, durch- welche eine Berichtigung für die Längswölbung oder den »Sprung« der Schuhsohle erreicht wird;
3. die Drehung um die Längsachse bzw. eine parallele Achse, durch welche eine Berichtigung für die seitliche Wölbung der Sohle erreicht wird.
Bei der dargestellten Maschine werden sowohl der Nähvorrichtung als auch der Schuhstütze Berichtigungsbewegungen erteilt, indem die beiden Kippbewegungen nach 2 und 3 des vorigen Absatzes der Nähvorrichtung und die-Drehbewegung nach 1. des vorigen Absatzes der Schuhstütze erteilt wird. Die verschiedenen Berichtigungsbewegungen werden durch Daumenscheiben auf einer quer laufenden Daumenwelle 20 (Fig. i, 2 und 3) hervorgebracht.
Die Drehbewegung.
Die Drehbewegung wird durch einen Daumen 21 (Fig. i, 2, 4 und 18) hervorgebracht, welcher auf einen Daumenhebel 22 wirkt, der auf einer schwingenden Welle 23 sitzt. Ein Arm 24 ist gleichfalls an der Welle 23 befestigt und an seinem oberen Ende mit einer Gelenkstange 25
(s. Fig. 2 und 18) verbunden, welche frei an ihrem hinteren Ende in einem Loch 26 des Maschinenrahmens verschiebbar ist; die Auswärtsbewegung wird durch einen Anschlagstift
27 an der Gelenkstange begrenzt. Eine Treibkette
28 (Fig. 3, 7, 8 und 18) ist an einem Ende mit der Gelenkstange 25 verbunden, läuft um ein doppeltes Kettenrad 29, das auf dem Zapfen 15 drehbar ist, und ist am anderen Ende mit einem Gewicht 30 durch eine Schnur 31 verbunden, die über eine Schnurrolle 32 (Fig. 1, 2 und 3) läuft. Das Kettenrad 29 ist durch eine zweite Kette mit einem Kettenrad 33 verbunden (Fig. 6, 7 und 8), welches auf dem Zapfen 13 festsitzt, um den der Arm 12 drehbar ist. Das obere Ende dieses Zapfens ist durch Kettenräder und eine Kette 34 mit einer Scheibe 35 verbunden, die lose auf der Spindel 11 gelagert und durch einen verschiebbaren Stift 36 mit dem Rahmen 10 der Schuhstütze verbunden ist. Die Kettenradverbindungen, welche soeben beschrieben sind, sind so gewählt, daß die Bewegung der Stütze in irgendeiner wagerechten Richtung keine Drehung derselben gegenüber der Näheinrichtung erzeugt. Eine Drehung des Daumens 21 dagegen bringt eine Drehung der Schuhstütze hervor, indem der Daumenhebel 22 beständig durch das Gewicht 30 gegen den Daumen 21 gedrückt wird, so daß die Bewegung in beiden Richtungen von der Daumenform abhängt. Der verschiebbare Stift 36 gestattet das Heben und Senken der Schuhstütze unabhängig von der Scheibe 35 und ermöglicht durch Ausheben aus dem Loch 37, in welchem sein unteres Ende steht, eine Trennung der Schuhstütze von ihrem Antrieb, so daß erstere vom Arbeiter frei gedreht werden kann.
Kippbewegungen.
Die Kippbewegungen werden beide der Näheinrichtung erteilt. Die ganze Nähvorrichtung wird (Fig. 1, 2, 3, 5 und 17) von einem Joch 38 getragen, das mit seinen Endzapfen 39 in einem gegabelten Träger 40 gelagert ist. Letzterer ist an einer wagerechten, .schwingbaren Welle 41 angebracht, die in Lagerblöcken 42 am Maschinengestell liegt. Infolge dieser Bauart kann die Nähvorrichtung in zwei Richtungen um Achsen gekippt werden, die im wesentlichen in der Ebene der Schuhsohle liegen, so daß Berichtigungen sowohl für den Sprung als auch für die seitliche Wölbung der Sohle gemacht werden können. Da diese Achsen im wesentlichen durch das Ende der Rißführung 1 gehen (vgl. besonders Fig. 5), so. verursachen die Kippbewegungen keine wesentliche Verschiebung der wirksamen Enden der Nähwerkzeuge.
Die Kippbewegungen, welche der Nähvorrichtung erteilt werden, erhalten nicht nur die Stichbildungsvorrichtungen in der gewünschten Lage gegenüber dem Schuh, sondern erhalten auch die Vorschubvorrichtung in solcher Stellung gegenüber dem Schuh, daß er immer in
einer: Ungefähr der Sohlenfläche parallelen Richtung wirkt. Die Wirkung der Vorschub^ vorrichtung ist daher gleichmäßig und ändert sich nicht an den verschiedenen Schuhteilen, mit der Ausnahme, daß eine Einstellung der Vorschublänge durch den Arbeiter möglich ist.
Hierin ist ein wesentlicher Vorteil der Erfindung zu erblicken.
Die Kippbewegungen der Welle 41 werden durch eine Daumenscheibe 43 hervorgebracht, die (vgl. Fig. 1 und 3) auf der Welle 20 sitzt und
. gegen einen Hebel 44 wirkt, der auf der Welle 23 drehbar ist und durch eine Kuppelstange 45 mit einem Arm 46 verbunden ist. Letzterer ist auf einer Achse 47 befestigt. Diese trägt einen,Arm 48, der am vorderen Ende durch ein Universalgelenk mit einer Gelenkstange 49 verbunden ist. Die Stange 49 ist durch ein Universalgelenk (Kreuzgelenk oder Kugelgelenk) 50 mit dem Träger 40 verbunden. Die an der Welle 41 sitzenden Teile haben etwas Übergewicht nach der linken Seite, wodurch der Hebel 44 .gegen die Daumenscheibe gedrückt wird, so daß die -Bewegungen in beiden Richtungen von der Daumenform abhängen.
Die Kippbewegungen um die Querachse des Jochs 38 werden durch eine Kurvenscheibe 51 auf der Welle 20 hervorgebracht (Fig. 1, 3 und 4), welche gegen einen Daumenhebel 52 wirkt, der auf der Welle 23 drehbar und durch eine Gelenkstange 53 mit einem Arm 54 auf einer schwingenden Welle 55 verbunden ist. Ein zweiter Arm 56 an der schwingenden Welle ist durch eine Kette 57, die über Leitrollen 58 geführt ist, mit dem Joch 38 verbunden. Ein Gegengewicht 59 hängt an dem Arm 56 und gleicht die Gewichte des Joches und der Nähvorrichtung zum Teil aus.
Di e Antriebsvorrichtung.
Die Nähvorrichtung und die Berichtigungsvorrichtung werden durch geeignete Verbindungen von einer Kraftwelle 60 (Fig. 1, 2, 3 und 4) in Bewegung gesetzt, welche ununterbrochen durch einen geeigneten Kraftantrieb gedreht wird. Die Kurvenscheibenwelle 61 der Nähvorrichtung ist durch eine Treibkette 62 mit einem Rad 63 verbunden, das konzentrisch zu den Drehzapfen 39 des Joches 38 gelagert ist. Ein Riemen 64 ist über Leitrollen 65, die an Armen 66 an der schwingenden Welle 41 _ gelagert sind, geführt und verbindet das Rad 63 mit einer doppelten Scheibe 67, die auf der Welle 41 gelagert ist. Die Scheibe 67 ist durch einen zweiten Riemen 68 mit einem Kupplungsglied 69 auf der Hauptwelle 60 verbunden, das durch einen gegabelten Arm 70 und eine Zugstange 71 mit einem Trethebel 72 an der Vorderseite der Maschine Verbindung hat. Auf diese Weise kann die Nähvorrichtung mit Hilfe des Trethebels 72 angelassen und abgestellt werden, und die Kraftverbindungen sind so angeordnet, daß sie durch die Berichtigungsbewegungen, die der Nähvorrichtung erteilt werden, nicht beeinflußt werden. .
Die Daumen welle 20 und die Berichtigungsdaumen, die darauf sitzen, werden durch eine Schnecke 73 (Fig. 1, 19, 20 und 21) bewegt, welche lose auf der Kraftwelle 60 drehbar ist und in ein Schneckenrad 74 auf der Daumenwelle 20 eingreift. Das Schneckenrad wird mit der Kraftwelle von Zeit zu Zeit durch eine Kupplung 75 verbunden.
Steuervorrichtung. . ^.
Die Berichtigungsvorrichtung wirkt gemäß der vorliegenden Erfindung nicht beständig, doch besitzt ihre Wirkung ein festes Zeitverhältnis gegenüber den Wirkungen der Nähvorrichtung. Sie steht .unter der Einwirkung einer Steuervorrichtung, durch welche die Berichtigungsbewegungen zeitlich direkt in Beziehung mit dem Fortschreiten der Näharbeit gebracht werden; die verschiedenen Berichtigungsbewegungen treten nicht in solchen-Zeitabständen ein, welche durch die Vollendung einer bestimmten Anzahl von Arbeitskreisläufen der Nähvorrichtung bestimmt werden,, sondern hängen von der Form des Schuhes ab und treten in Zeitabständen ein, welche davon abhängen, go ob gewisse Punkte des Schuhes bei der Bearbeitung erreicht werden. Diese Wirkungsweise ist von außerordentlichem Wert hinsichtlich der vorliegenden Erfindung, denn sie macht nicht nur den Vorschub des Schuhwerkes mittels einer unmittelbar auf das Werkstück wirkenden Einrichtung möglich, sondern ist auch wesentlich hinsichtlich der Anordnung, durch welche die Maschine für Schuhe verschiedener Größe eingestellt werden kann. Man erkennt, daß, wenn die Berichtigungsbewegungen so eingestellt wären, daß sie nach der Bildung einer bestimmten Anzahl von Stichen durch die Nähvorrichtung eintreten, jede Veränderung in der Länge der Stiche oder in der Entfernung zwischen entsprechenden Teilen verschiedener Schuhe das Verhältnis zwischen der Berichtigungseinrichtung und der Vorschubeinrichtung stören würde, so daß die Berichtigungsbewegungen nicht rechtzeitig eintreten würden. In der vorliegenden Anordnung jedoch ist die Länge der Stiche unwesentlich, und der Arbeiter kann nach Belieben die Einstellung der Vorschubvorrichtung verändern, ohne daß irgendeine andere Verstellung der Maschine erforderlich wird.
Die Spindel 11, auf welcher die Stütze angebracht ist, ist unterhalb des Armes 12 (Fig. 1, 6, 7 und 8) verlängert und mit einem festen Arm 76 versehen, dessen gegabeltes Ende einen senkrechten Teil 77 eines Trägers umfaßt, welcher konzentrisch zur Spindel 11 lose auf
einer Muffe drehbar ist, die am Arm 12 hervorragt. An dem Träger 77 ist ein Steuerglied (Musterscheibe) 78 befestigt, welches die Form einer einer Schuhsohle ähnlichen Platte besitzt, die mit einer Reihe nach unten vorspringender Stifte 79 versehen ist. . Letztere wirken als Anschläge, um die Berichtigungsvorrichtung absetzend in Bewegung zu setzen. Die Verbindungen zwischen dem Steuerorgan 78 und der Kupplung 75 sind aus Konstruktion- und Bequemlichkeitsrücksichten teilweise pneumatisch, indem die Kupplung 75 durch einen pneumatischen Zylinder bewegt wird, dessen Luftzufuhrventil intermittierend durch die Anschlage 79 geöffnet wird. Das freie Glied 80 der· Kupplung 75 .(Fig. 19, 20, 21 und 27) wird durch eine Feder 81 für gewöhnlich außer Eingriff mit dem umlaufenden Glied gehalten (Fig. 19 und 20), ist aber durch einen Gabelhebel 82 mit dem Kolben 83 (Fig. 27) eines Luftzylinders 84 verbunden, der durch ein Rohr 85 mit dem Hauptluftventilgehäuse 86 verbunden ist. Letzteres ist einerseits durch ein Rohr 87 mit einer geeigneten Druckluftquelle verbunden. Das Luftventil 88 hält in seiner normalen, in Fig. 27 dargestellten Lage den Zylinder 84 offen, indem die Auslaß Öffnungen 89 im Ventilgehäuse 86 freigegeben werden, und läßt gleichzeitig die komprimierte Luft durch Ausgänge 90 nach außen entweichen. Wenn der Luftventilkolben nach links aus der Stellung der Fig. 27 herausbewegt wird, schließt er die Ausgänge 90 und verbindet das Rohr 85 mit dem Innern des Ventilgehäuses, so daß komprimierte Luft dem Zylinder 84 zufließt und dadurch die Kupplung 75 eingerückt wird und die Daumenwelle 20 und die damit verbundenen. Mechanismen in Tätigkeit- gesetzt werden.
Das Ventil 88 ist mit einem Ventilhebel 91 (Fig. 6, 8, 9, 10, 13 und 14) verbunden, welcher bei 92 auf einem Stützarm 93 gelagert ist, der seinerseits bei 94 an dem Arm 95 drehbar ist, welcher zu einem später zu beschreibenden Zweck gleichfalls drehbar ist. Der Stützarm 93 besitzt einen seitlichen Vorsprung 97, welcher gegen die Kante der Steuerscheibe oder des Kontrollorgans drückt. Eine Feder 98 (Fig. 6) schwingt den Arm 93 zu diesem Zweck auswärts. Durch diese Anordnung wird der Ventilhebel 91 für gewöhnlich in solcher Lage gehalten, daß die Anschläge 79 gegen eine Klinke 99 treffen (Fig. 9), welche bei 100 am Ventilhebel angelenkt ist und für gewöhnlich durch eine Feder 101 und einen Anschlagstift 102 in der Stellung Fig. 9 gehalten wird. In dieser Stellung erfaßt die Klinke 99 eine Falle 103, die am Arm 93 angelenkt ist, und in dieser Weise wird der Ventilhebel 91 in solcher Lage gehalten, daß eine Feder 104 (Fig. 13, 14 und 27), die mit der
6a Luftventilspindel 105 verbunden ist, das Ventil nicht öffnen kann. Durch das Zusammentreffen der Klinke 99 mit einem der Anschläge 79 jedoch wird die Klinke so gedreht, daß sie die Falle 103 freigibt, und der Ventilhebel 91 dann in die Lage Fig. 10 schwingen kann. Er gestattet dabei, daß die Feder 104 das Luftventil öffnet, d. h. Druckluft aus dem Ventilgehäuse .86 durch das Rohr 85 in den Zylinder 84 übertreten kann. Infolgedessen rückt der Luftkolben 83 die Kupplung 75 ein, und die Daumenwelle 20 wird in Bewegung gesetzt. Wenn der Ventilhebel 91 in die in Fig. 10 dargestellte Lage schwingt, so tritt eine aufwärts gerichtete Verlängerung 96 des Hebels 91 in die Bahn der Anschläge 79, und dadurch wird der Durchgang des nächstfolgenden Anschlages hinter der Klinke 99 verhindert, bis der Ventilhebel 91 sich wieder in der in Fig. 9 dargestellten Lage befindet. Diese Hemm Vorrichtung sorgt dafür, daß jeder Anschlag 79 je eine besondere Bewegung des Luftventils hervorrufen muß.
Kurz nachdem die Kupplung in dieser Weise eingerückt ist und bevor sie eine Umdrehung vollendet hat, wird das Luftventil wieder geschlossen und die Anschlagvorrichtung in die ursprüngliche Stellung zurückgeführt, und zwar durch einen Daumen 106, der gegen einen Ansatz 107 an der Ventilspindel 105 trifft. Der Daumen 106 ist auf einer Welle 108 (Fig. 2, 13, 14 und 26) befestigt, welche im Maschinengestell gelagert und mit einer lose aufgesteckten Rolle 109 versehen ist, welche mittels eines Riemens mit einer Rolle auf der Hauptwelle 60 (Fig. 2) verbunden ist. Die Rolle 109 ist bestrebt, die Welle 108 ununterbrochen zu drehen, aber die Welle wird für gewöhnlich still gehalten, so daß der unwirksame Teil des Daumens 106 dem Ansatz 107 gegenüberliegt, und zwar wird sie still gehalten durch einen Haken. 110 (Fig. 2 und 26), welcher am Gestell angelenkt ist und für gewöhnlich gegen einen Vorsprung in an der Welle 108 durch eine Feder 112 gezogen wird (Fig. 26).. - ■ ·
Der Haken 110 ist durch eine Gelenkstange 113 mit einem Hebel 114 (Fig. 21 und 25) verbunden, welcher am Maschinenrahmen in. solcher Stellung angelenkt ist, daß er von einem Anschlag 115 (Fig. 21) am Kupplungsgliede 80 erfaßt werden kann. Hierdurch wird kurz nach Beginn der Drehung des Kupplungsgliedes 80 die Welle 108 freigegeben und sie macht eine Umdrehung, während welcher sie die Ventileinrichtung wieder in die Normallage einstellt. Darauf wird sie wieder durch den Haken 110 festgestellt.
Die Kupplung 75 ist so gebaut, daß sie, während das Ventil einmal bewegt wird, eine Umdrehung macht und dann anhält. Das Kupplungsglied 80 treibt die Schnecke 73, indem Nasen 116 (Fig. 19, 20, 21, 22, 23 und 24) mit der Schnecke in Eingriff kommen, welche eine Längsverschiebung des Kupplungsgliedes 80 ohne Unterbrechung der Verbindung mit
der Schnecke gestatten. Das Kupplungsglied 80 ist ferner mit einem Anschlagarm 117 versehen, der einen mittleren Teil 118 mit geraden Seiten (Fig. 23 bis 24) besitzt. Eine damit zusammenwirkende Platte 119 ist am Maschinengestell befestigt und mit einer ringförmigen Lagerfläche 120 und einer Vertiefung versehen, welche eine geradlinige Aussparung 121 in der Mitte und schräge Seitenflächen 122 besitzt. Für gewöhnlich liegt der Anschlagarm 117 in der Vertiefung der Platte 119, wobei der Teil 118 im Ausschnitt 121 liegt und das Kupplungsglied 80 und die Schnecke 73 gegen unbeabsichtigte Drehungen sichert.
Wenn der pneumatische Mechanismus das Kupplungsglied 80 nach der rechten Seite verschiebt, so wird der Teil 118 des Anschlagarmes aus dem Ausschnitt 121 herausgezogen, und gleichzeitig werden die Zähne an den Kupp-
ao lungsgliedern in Eingriff gebracht. Bei der nun entstehenden Drehung des Gliedes 80 steigt der Anschlagarm 117 auf der schrägen Fläche 122 der Scheibe 119 auf und sichert einen vollen Eingriff der Kupplungszähne. Nachdem das Luftventil geschlossen ist, wird der Eingriff der Kupplungsglieder während einer vollen Umdrehung aufrecht erhalten, indem der Anschlagarm auf der Fläche 120 bleibt, bis der Anschlagarm wieder die Vertiefung erreicht, worauf er durch die Feder 81" in diese hineingedrückt wird und die Kupplung ausrückt. Der Teil 118 des Anschlagarmes fällt in den Ausschnitt 121 ein und sichert das Stillstehen des Gliedes 80 und der Schnecke.
Beim Herumnähen um die Spitze eines spitzen Schuhes muß der Schuh beständig gedreht werden, um die richtige Lage des Schuhes und der Nähvorrichtung aufrecht zu erhalten. Zu diesem Zweck ist ein Hilfsmechanismus zur Bewegung des Ventils 88 angebracht, welcher unabhängig vom Steuerorgan 79 wirkt (s. Fig. 13, 14, 15, 16 und 27). Die Ventilspindel 105 ist mit dem Ventilhebel 91 durch Schieber 123 und 124 verbunden, welche Lager am Gestellarm 95 besitzen. Der Schieber 123 besitzt ein hakenförmiges Ende, über welches ein am Schieber 124 angelenkter Haken 125 greift, der durch einen federnden Drücker 156 (Fig. 15) aufwärts gedrückt wird. Das Hilfsluftventil 126 (Fig. 5 und 27) ist durch ein Rohr 127 mit der Druckluftquelle verbunden und wird bei jeder Drehung der Welle 61 durch einen auf dieser sitzenden Daumen 128 geöffnet. Dabei tritt Luft durch einen Schlauch 129 in einen am Gestellarm 95 sitzenden Zylinder 130. Der Kolben 131 dieses Zylinders wird in normaler Lage durch einen Sperrhebel 132 gehalten, welcher eine verstellbare Zapfen- und Schlitzverbindung 133 mit dem Gestellarm 95 hat (s. Fig. 15). Das obere Ende dieses Hebels ruht auf einem Ansatz 134, gegen welchen er durch einen federnden Drücker 135 gehalten wird. Ein Kipphebel 136 ist am Gestellarm 95 angelenkt, erfaßt den Hebel 132 und trägt eine Daumenrolle, gegen welche ein Daumen 137 (Fig. 1, 2 und 14) auf der Daumenwelle 20 wirkt. Der Daumen 137 hat eine erhöhte Stelle, die so gelegen ist, daß sie, wenn die Nähvorrichtung die Schuhspitze erreicht, gegen die Rolle am Hebel 136 trifft, so daß der Sperrhebel 132 von dem Vorsprung 134 herüntergedrückt wird und der Druckluftkolben 131 den Sperrhebel und den Haken 125 in die Stellung Fig. 16 niederdrückt. Das Hauptventil 88 wird, wenn so freigegeben, sofort durch die Feder 104 geöffnet, und die Kupplung 75 75 · wird in Tätigkeit gesetzt. Danach wird das Hilfsluftventil bei jedem Stich wieder geöffnet, und die Daumen wellenkupplung 75 bleibt in ununterbrochener Bewegung, bis ~ die Schuhspitze fertig bearbeitet ist und der Daumen 137 sich genügend weit gedreht hat, um zu gestatten, daß der Kipphebel 136 in seine normale Lage zurückkehrt, den Hebel 132 freigibt und die Verbindung zwischen dem Hauptluftventil und dem Steuerorgan wieder herstellt.
Einstellung für verschiedene Schuhgrößen.
Bei Schuhen derselben Fasson, aber verschiedener Größe haben die Kurven des Sohlen-Umrisses und die Wölbung der Sohle im wesentlichen gleichen Charakter, und die Dimensionsverhältnisse sind immer dieselben. Man kann daher bei der Bearbeitung von Schuhen verschiedener Größe Berichtigungsbewegungen derselben Art und derselben Größe anwenden, jedoch muß die Zeit, zu welcher diese Bewegungen eintreten,-je nach der Länge des Schuhes verschieden sein. Damit ,dies geschehen kann, sind gemäß der vor hegenden Erfindung die durch die Anschläge des Steuerorganes zu verstellenden, auf das Ventil wirkenden Vorrichtungen in der Richtung, in welcher der Schuh und das Steuerorgan vorgeschoben werden, beweglich, und eine Einrichtung ist getroffen, die diese Bewegung von Null bis zu einem Maximum einzustellen gestattet. Das Resultat dieser Bewegung besteht darin, die Zeitabstände des Antreffens der Anschläge gegen die Klinke entsprechend zu verlängern, so daß das Steuerorgan genau so arbeitet, als wenn seine Länge vergrößert oder ein Steuerorgan 'von größerer Länge an seiner Stelle eingesetzt wäre. Man kann daher das für die kleinste Schuhgröße bestimmte Steuerorgan auch für alle größeren Werkstücke derselben Form benutzen.
, Der Tragarm 95 (Fig. i, 2, 6, 13 und 17) ist bei 138 am Maschinenrahmen angelenkt und durch eine Gelenkstange 139 mit einem Segmenthebel 140 verbunden, der bei 141 am Maschinengestell angelenkt ist. Der Hebel 140 ist durch eine Kuppelstange 142 mit einem Daumen-
hebel 143 (Fig. 17 und 18) verbunden-, gegen den eine Schraubenflächenscheibe 144 auf der Daumenwelle 20 wirkt. Während die. Welle 20 beim Fortschreiten der Näharbeit gedreht wird, wird der Hebel 140 allmählich nach links geschwungen. Die Kuppelstange 139 ist mit dem Hebel 140 durch einen Block 145 verbunden (Fig. 7 und 8), der in das genutete Ende des Hebels 140 eingreift und längs des letzteren bewegt werden kann. Durch einen Sperrstift 146, welcher in Löcher des Hebels einfällt, wird die Stellung des Blockes gesichert. Die Stellung des Blockes 145 am .Hebel 140 bestimmt die Größe der dem Arm 95 erteilten Bewegung, so daß die Maschine für verschiedene Schuhgrößen durch bloßes Einstellen der Kuppelstange 139 nach dem Herausziehen der Sperrklinke 146 eingerichtet werden kann.
Einstellung fü.r die Fasson.
Obgleich, wenn Schuhe von durchaus abweichender Fasson genäht werden sollen, die Daumenscheiben oder das Steuerorgan 78, 79 oder beide ausgewechselt werden müssen, sind doch verschiedene Einrichtungen getroffen, welche eine Einstellung der Maschine zur Bearbeitung verschiedener Fassons ermöglichen, vorausgesetzt, daß diese Fassons sich nur hinsichtlich der Größe der erforderlichen Berichtigungsbewegungen unterscheiden. Die Daumenhebel 44 und 52 (Fig. ι und 3), durch welche der Näheinrichtung die Kippbewegungen erteilt werden, sind mit den Kuppelstangen 45 und 53 durch verschiebbare Blöcke 147 ver-
bunden, und durch Änderung der Einstellung dieser Blöcke kann die Größe der durch die Daumenscheiben hervorgebrachten Kippbewegungen geändert werden. Diese Einstellungen genügen, wenn verschiedene Schuhfassons nur hinsichtlich der Wölbung der Schuhsohle in der Längs- und Querrichtung sich unterscheiden. In anderen Fällen kann es ausreichen, das Steuerorgan 78, 79 auszuwechseln, ohne die Kurvenscheiben zu verändern.
Wirkungsweise.
Wenn die Teile der Maschine sich in der in Fig. i, 2 und 3 gezeichneten Lage befinden, so zieht der Arbeiter die Schuhstütze nach vorwärts, setzt einen Leisten mit dem Schuh darauf,' drückt die Schuhstütze nieder . und setzt den Rißführer in den Riß ein. Nunmehr drückt der Arbeiter den Trethebel nieder, und die Nähvorrichtung beginnt zu nähen und den Schuh vorzuschieben. Während die Arbeit fortschreitet, setzen die Anschläge am Steuerorgan nacheinander die Berichtigungsvorrichtung in kurze Tätigkeit, um die notwendigen • Stellungsberichtigungen zu erzeugen, bis die Schuhspitze erreicht ist. An dieser Stelle tritt nun die Hilfsventileinrichtung in Wirksamkeit, und beim Nähen der Spitze wird die Stütze im wesentlichen mit ununterbrochener Bewegung gedreht. Die Anschläge kommen dann wieder in Wirkung, und der Nähvorgang wird fortgesetzt, bis das Ende der Naht erreicht ist. Dann läßt der Arbeiter den Trethebel los, und die Näharbeit wird unterbrochen. Der Schuh wird dann abgenommen, und der Arbeiter bewegt erforderlichenfalls den Ventilmechanismus einige Male mit der Hand, um die Drehung der Daumen zu vollenden und sie wieder in die Anfangslage zu bringen. Nachdem alle Schuhe derselben Größe genäht worden sind, stellt der Arbeiter die Kuppelstange 131 neu ein und näht die Schuhe der nächst folgenden Größe.
Wenn irgendwelche Ungenauigkeit oder ein Fehler im Werkstück vorkommt und es notwendig ist, die schlechte Stelle mit der Hand nachzunähen, so kann die Berichtigungsvorrichtung durch Abschließen der Druckluft oder durch Entfernung der Einrichtung zum Öffnen des Ventiles vom Steuerorgan außer Wirkung gesetzt werden. Dann kann der verschiebbare Stift 36 angehoben werden, um die Stütze freizu geben und ein Rückdrehen des Schuhes bis zur gewünschten Stelle zu gestatten. Dann schleift der Stift 36 unwirksam auf der Scheibe 35 und fällt, wenn der Schuh wieder bis zur Unterbrechungsstelle der Naht von Hand vorwärts gedreht ist, wieder in das Loch 37 ein, und die normale Tätigkeit der Maschine kann wieder begonnen werden.
Wie bereits eingangs erwähnt, ist das Anwendungsgebiet der Erfindung nicht auf Nähmaschinen beschränkt, sondern sie ist auf Maschinen jeder Art anwendbar, bei denen der Schuh durch einen geübten Arbeiter geführt werden muß.

Claims (10)

Patent-Ansprüche:
1. Maschine zur Bearbeitung von Schuhwerk,, deren Werkzeugträger und Werkstückstütze gegeneinander beweglich sind, um den Arbeitspunkt um das Werkstück herumzuführen, dadurch gekennzeichnet, daß die Lage des Werkstückes und des Werkzeuges beim Herumführen des Arbeitspunktes dadurch berichtigt wird, daß Werkzeugträger (38) und Werkstückstütze (10) no Kippbewegungen (43, 44, 45, 46, 48, 49, 41 und 51, 52, 53, 54, 56, 58, 39) um Achsen (41 und 39) erhalten, die genau oder nahezu genau durch den Arbeitspunkt gehen.
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Berichtigungskippbewegungen (43, 49, 41 und 51, 57, 58, 39) dem Werkzeugträger (38) erteilt werden.
.
3. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch die der Werkstückstütze (10) erteilte Bewegung (11, 12, 13, 15) die Berichtigungsbewegungen (43, 49,
41 und 51, 57, 39 und 21, 34, 11) eingeleitet (77, 78, 91, 88, 83, 75, 73, 20) werden.
4. Maschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung - (20) zur Erzeugung der Berichtigungsbewegungen (43, 49, 41 und 51, 57, 39 und 21, 34, 11). ' durch eine mit der Schuhstütze (10) in Zusammenhang (11, 76, 77) stehende Steuervorrichtung (78, 79) von Zeit zu Zeit in Tätigkeit gesetzt wird.
5. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Berichtigungsbewegungen das Werkstück so gegenüber den Werkzeugen einstellen, daß die Fläche des in Bearbeitung befindlichen Sohlenteiles parallel zur Vorschublinie liegt.
6. Maschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuervorrichtung (78, 79) in gewissen, von der der Schuhform entsprechend gewählten Gestalt · und Anordnung der Steuervorrichtung abhängigen Zeitabständen. die Vorrichtung (20) zur Erzeugung der Berichtigungsbevvegungen (43, 49, 41 und 51, 57^ 39 und 21, 34, 11) einrückt (75).
7: Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuervorrichtung (78, 79) die Werkstückkante parallel zur Vorschublinie hält. "
8. Maschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der von der Steuervorrichtung (78, 79) zu steuernde Maschinenteil (91) eine von der ersteren unabhängige, selbsttätige (20, 144, 143, 142, 140, 139, 95, 138) und einstellbare (146) Bewegung ausführt, deren Einstellung es ermöglicht, ohne Auswechselung der Steuervorrichtung Werkstücke .verschiedener Größe zu bearbeiten.
9. Maschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Bearbeitung der Schuhspitze die Drehung der Schuhstütze (10). durch einen Hilfsmechanismus (126) unabhängig von der Steuervorrichtung (78, 79) hervorgebracht wird.
10. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schuhstütze (10) von ihrem Antrieb gelöst (36, 37) werden kann, damit der Arbeiter durch Führung des Schuhes von Hand schlechte Arbeitsstellen ausflicken kann.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE918545C (de) * 1940-11-04 1954-09-30 United Shoe Machinery Corp Selbsttaetig arbeitende Schuhmaschine

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DE918545C (de) * 1940-11-04 1954-09-30 United Shoe Machinery Corp Selbsttaetig arbeitende Schuhmaschine

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