DE21129C - Elektrisches Logg - Google Patents
Elektrisches LoggInfo
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 42: Instrumente.
Gegenstand der Erfindung ist ein Logg, das infolge geeigneter Einrichtung und unter Anwendung
von Elektricität die Anzahl der Umdrehungen des rotirenden Körpers an Bord des Schiffes anzeigt.
In der beiliegenden Zeichnung ist:
Fig. ι eine Ansicht des Loggs.
Fig. 2 und 3 sind axiale Längsschnitte, um 90° zu einander versetzt.
Fig. 4 ist eine Endansicht des rotirenden Körpers, des Rotators,
Fig. s ein Stück der Fig. 3, vergröfsert,
Fig. 6 ein Längsschnitt des Verbindungsstückes zwischen dem Rotator und der Leine,
mit dem das Logg geschleppt wird,
Fig. 7 ein Querschnitt der Fig. 1 und 6 in der Linie 1-1,
Fig. 8 eine Vorderansicht der Frictionsrollen, Fig. 9 eine solche der Unterlagsscheibe.
Der rotirende Körper, der Rotator, ist ein hohles, am besten cylindrisches, an beiden Enden
geschlossenes Rohr α aus Metall und mit den wie gewöhnlich geformten Schraubenblättern
ax auf der Mantelfläche ausgerüstet.
Das vordere Ende des Rotators a besitzt einen centralen Zapfen α5, der durch die hintere
Wand k des Verbindungsrahrnens k1 hindurchreicht
und sich in derselben leicht drehen kann. Damit der sich nicht drehende Rahmen k k1
den sich drehenden Rotator in axialer Richtung mitnimmt, ist auf den Hals «5 des letzteren ein
mit drei Frictionsrollen j ausgerüsteter Ring/2 aufgeschoben und durch Scheibe i und Mutter h,
die auf den Theil a1 des Zapfens «5 geschraubt
ist, gesichert. Die sich um die Schrauben oder Stifte p drehenden Rollen / rollen bei dem
vom Rahmen k kl ausgeübten Zug gegen die
Rückseite der genügend grofs zu haltenden Scheibe i. Es sei hier gleich erwähnt, dafs in
das vordere Ende des Zapfens a5 ein durch
das Hartgummihütchen a6 isolirter Platincontact^·3
eingesetzt ist. Das vordere Ende des Rahmens k1
trägt eine Oese, in die der metallene Carabinerhaken ο der Schleppleine /, die an Bord des
Schiffes geht, eingehakt ist.
Auf dem Schiff befindet sich die Batterie und ein nach bekannter Weise eingerichteter Apparat,
der die Anzahl der zu erfolgenden Unterbrechungen bezw. Schliefsungen des elektrischen
Stromes angiebt. Von der Batterie gehen zwei Leitungsdrähte mn innerhalb der Schleppleine /
nach dem Logg. Der vom Zinkpol abgehende Draht η steht in metallischer Verbindung mit
dem Carabinerhaken ο und dem Rotator a. Diese Verbindung wird durch das Wasser perfect
gemacht. Der vom Kupferpol abgehende Draht m ist, soweit er in der Schleppleine ι
liegt, isolirt (durch Guttapercha oder auf eine andere bekannte Weise) und am Ende an einen
Platindraht tnl angelöthet, so dafs nur der letztere
der Einwirkung des Seewassers ausgesetzt ist. So lange nämlich der positive Strom vom
Kupferpol, selbst unter Wasser, durch Platin, ein sehr schwer oxydirbares Metall, geleitet
wird, wird das Platin polarisirt und giebt keine Elektricität ab, vorausgesetzt, dafs nur eine Zelle,
oder, wenn mehrere benutzt werden, diese auf Qualität verbunden, in Anwendung kommt.
Werden mehrere Zellen auf Itensität verbunden, so verliert das Platin seine Polarität, das einhüllende
Wasser wird zersetzt und die Elektricität aus der Leitung abgegeben. Dies ist der
Grund, warum überall da, wo eine Isolirung der positiven Leitung unter Wasser durch Umhüllung
unbequem oder gar nicht anzubringen ist, diese Leitung nur aus Platin hergestellt
wird. Die negative, an den Zinkpol gehende Leitung bedarf keiner Isolirung, da der von ihr
geführte Strom nicht oxydirend wirkt.
Der Draht m1 läuft nun durch eine isolirte
Klemme am Haken o, ferner durch ebensolche Oesen am Rahmen^1 und ein axiales, mit Hartgummi
oder anderem isolirenden Material ausgefüttertes Loch des Querriegels k2 am Rahmen
bis zur Feder m2. Diese aus Platin hergestellte Feder m2 ist zwischen den zwei Querriegeln k2 und
ihren beiden Deckplatten derart befestigt, dafs der Draht m1 mit dem festen Ende der Feder ;«2
metallisch verbunden ist, während das freie Ende derselben einen Contactstift »z3 trägt, der
sich vermöge der Federkraft der Feder m2 fest in die centrale Vertiefung des oben erwähnten
Platincontactes gs des Rotatorzapfens a5 legt
und dort metallische Verbindung besitzt. Da beim Gebrauch des Loggs der Rahmen k k\
abgesehen von seiner fortschreitenden Bewegung, stillsteht, der Rotator α ax sich aber um
seine Achse dreht, so war es nothwendig, den stillstehenden Contact m3 auf die beschriebene
Art gegen den rotirenden Contact g 3 des Rotators
zu pressen, um einer metallischen Leitung sicher zu sein. Mit dem Platincontact g3 auf
der Rückseite verbunden, geht der Platindraht g2
in einer axialen Bohrung des Zapfens β5 ins
Innere des Rotators, wo er, auf die im Rotator befestigte Platte cG isolirt aufgeschraubt, in den
Contact gl endigt. Die Bohrung im Zapfen«5
wird um den Draht g2 herum mit isolirendem und in Wasser unlöslichem Material, wie Guttapercha,
ausgefüllt, um auch hier den positiven Strom vollständig von dem Rotator zu isoliren.
Der Rotator selbst enthält nun den Apparat, um den elektrischen Strom nach einer bestimmten
Anzahl von Umdrehungen zu schliefsen und zu öffnen. Er ist dazu durch zwei Scheidewände
a2 und a3 in drei Abtheilungen getrennt. In der mittleren hängt an einer in der Achse
des Rotators liegenden Welle a' ein Gewicht b,
wodurch die erstere in ihrer Lage festgehalten wird, wenn der Rotator um seine Achse sich
dreht, d. h. das Gewicht und die Welle a1
nehmen an der rotirenden Bewegung nicht Theil. Die in der vorderen Abtheilung befindliche
Kurbel «4, die auf dem durch die Scheidewand
a2 reichenden Zapfen der Welle α1 befestigt
ist, wird demnach ebenfalls, in Bezug zur Drehung des Rotators, stillstehen.
In der vorderen Abtheilung ist die Platte c*
an den AVänden des Rotators befestigt. Diese
Platte ce trägt einen Satz Räder, die, von c1
anfangend, mit c3 in c4 und i5 greifen, und
dieses letztere Rad c5 sowie seine Welle in Umdrehung setzen, sobald die das erste
Rad c2 treibende Schraube ohne Ende c1, die
in der Achse des Rotators liegt, sich dreht. Diese Drehung wird aber hervorgebracht dadurch,
dafs die auf der Schraubenwelle cl befestigte Kurbel c gegen die feststehende Kurbel al
trifft und damit ebenfalls festgehalten wird, .während sich das übrige Räderwerk mit der
Platte ce, auf der es montirt ist, und dem Rotator
herumdreht. Das Uebersetzungsverhältnifs zwischen cx und c5 kann nun beliebig gewählt
werden; es sei ζ. Β. ι : ioo, so werden ioo Umgänge
des Rotators einen Umgang des Rades ch
hervorrufen.
An der Seite des Rades c5, Fig. 2, steht ein
Stift c7 hervor, der mittelst des Stiftes d\ der
an der Seite eines auf der Welle des Rades c%
losen Schwungrades d in demselben Abstand vom Centrum wie c1 angebracht ist, das Schwungrad
d mit herumnimmt. Auf der anderen Seite des Schwungrades d steht ein ähnlicher Stift d2
hervor. Dieser letztere wird nun bei jeder Umdrehung des Schwungrades d, das angeordnet
ist, um die Zeit des elektrischen Contactes zu verlängern, die Feder e erst zurückdrücken,
dann aber, nach Ueberwindung des todten Punktes, selbst von der Feder e gedrückt werden
und dadurch dem Schwungrad einen weiteren kleinen Impuls geben, so dafs dasselbe
jetzt mit Leichtigkeit den federnden Hebel /, der auf der Platte c6 befestigt ist, heben und
mit seinem Contact/1 für eine Zeit lang gegen den Contact g1 pressen kann. Dadurch ist
der elektrische Strom geschlossen. Sobald das Schwungrad d weitergeht, verläfst der Stift d2
den Hebel f, und der Strom wird unterbrochen.
Es ist nun leicht einzusehen, dafs und wie diese Stromschliefsungen und Stromunterbrechungen
durch einen Empfangsapparat bekannter und entsprechender Construction in Verbindung
mit einer Uhr sichtbar gemacht oder bleibend aufgezeichnet werden können, und wie sich aus
diesen Angaben die Anzahl der Umdrehungen des Rotators und daraus wieder die Geschwindigkeit
des Schiffes ergiebt.
Wird die Schleppleine an einen festen Punkt angebracht, festes Land, Leuchtschiff u. s. w.,
so kann durch den Apparat die Geschwindigkeit eines Flusses, der Strömung u. s. w. bestimmt
werden.
Die hintere Abtheilung «8 des Rotators bleibt
leer, damit der Rotator, der auf dem vorderen schwereren Ende von der Schleppleine getragen
ist, auch am hinteren Ende so viel Auftrieb bekommt, dafs seine Achse sich beim Gebrauch
des Loggs im Wasser horizontal stellt.
Es können Einzelheiten in der Construction des Apparates geändert werden, ohne aus dem
Rahmen der Erfindung herauszutreten. So kann das Gewicht b mit der Welle ax z. B. so geändert
werden, dafs es als Kugel oder Cylinder erscheint, die passend mit der Kurbel c oder der Welle c1
in Verbindung gebracht werden, so dafs sie im Innern des Rotators bei dessen Drehung herumrollen.
Auch der Strombrecher mag eine andere, vielleicht schon bekannte Einrichtung bekommen.
Claims (2)
1. An einem elektrischen Logg der hermetisch geschlossene Rotator aax, der einen Apparat
enthält, um den elektrischen Strom nach einer gewissen Anzahl von Umgängen des Rotators zu schliefsen und zu unterbrechen,
in Combination mit dem Antifrictionsapparat des Verbindungsrahmens kk1,
der Schleppleine /, einer elektrischen Batterie und einem Apparate, der die Anzahl der
Umdrehungen des Rotators angiebt.
2. Das im Rotator α ά* frei oder rollend aufgehängte
Gewicht b, welches, wenn der erstere sich dreht, dem Räderwerk f'i2c3
«4 und £5 und dem Schwungrad d, der
Feder e und dem Hebel f die Bewegung ertheilt und dadurch den Contact zwischen
/1^1 schliefst oder aufhebt.
Die Herstellung der elektrischen Leitung zwischen dem Rotator und dem positiven (Kupfer-) Pol der Batterie vermittelst des Platincontactes g3 am vorderen Ende des Rotators und des Contactes w3, der durch die mit dem Leitungsdraht der Schleppleine / in Verbindung stehende Feder m? in metallischer Berührung mit dem rotirenden Contact g* gehalten wird, sowie die zwischen dem Rotator und dem negativen (Zink-) Pol der Batterie durch den in der Schleppleine / liegenden, mit dem Carabines haken o, dem Rahmen k k1 und dem Rotator verbundenen Draht m1 unter Mitwirkung des Wassers.
Die Herstellung der elektrischen Leitung zwischen dem Rotator und dem positiven (Kupfer-) Pol der Batterie vermittelst des Platincontactes g3 am vorderen Ende des Rotators und des Contactes w3, der durch die mit dem Leitungsdraht der Schleppleine / in Verbindung stehende Feder m? in metallischer Berührung mit dem rotirenden Contact g* gehalten wird, sowie die zwischen dem Rotator und dem negativen (Zink-) Pol der Batterie durch den in der Schleppleine / liegenden, mit dem Carabines haken o, dem Rahmen k k1 und dem Rotator verbundenen Draht m1 unter Mitwirkung des Wassers.
Der Antifrictionsapparat, welcher besteht aus dem Ring j'3, der auf den in dem
Stück k des Rahmens kl sich drehenden Hals «5 des Rotators aufgeschoben ist, aus
der auf a1 aufgeschraubten Scheibe i und den am Ring/2 drehbar befestigten Rollen/
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE21129C true DE21129C (de) |
Family
ID=297833
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT21129D Active DE21129C (de) | Elektrisches Logg |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE21129C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3043702A (en) * | 1958-09-20 | 1962-07-10 | Leitz Ernst Gmbh | Optical glass |
| DE1243142B (de) * | 1962-02-13 | 1967-06-29 | Graphische Maschinen Und Appba | Papierschneidemaschine |
-
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- DE DENDAT21129D patent/DE21129C/de active Active
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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| DE1243142B (de) * | 1962-02-13 | 1967-06-29 | Graphische Maschinen Und Appba | Papierschneidemaschine |
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