DE210682C - - Google Patents

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DE210682C
DE210682C DENDAT210682D DE210682DA DE210682C DE 210682 C DE210682 C DE 210682C DE NDAT210682 D DENDAT210682 D DE NDAT210682D DE 210682D A DE210682D A DE 210682DA DE 210682 C DE210682 C DE 210682C
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thioindigo red
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P5/00Other features in dyeing or printing textiles, or dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form
    • D06P5/12Reserving parts of the material before dyeing or printing ; Locally decreasing dye affinity by chemical means

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE Bn. GRUPPE
KALLE & CO. AKT.-GES. in BIEBRICH a. Rh.
Verfahren zur Herstellung von Reserven unter Thioindigorot, Indigo und Schwefelfarbstoffen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. Mai 1906 ab.
Bedruckt man Gewebe mit verdickten Nitroverbindungen der aromatischen Reihe und überflatscht die derartig präparierten Stoffe mit einer alkalischen Thioindigorotdruckfarbe, trocknet und dämpft, so entwickelt sich an den bedruckten Stellen bei dem nach dem Dämpfen erfolgten Auswaschen die Farbe des Thioindigorot nicht. Auf Grund dieser Beobachtung ist ein Verfahren zur Herstellung
ίο von Reserven unter Thioindigorot ausgearbeitet worden. Da es bislang nicht gelungen ist, das Thioindigorot im Ätzdruck zu verwenden oder mit Schwefel zu reservieren, so ist durch die vorliegende Erfindung für den mehrfach genannten Farbstoff ein neues Verwendungsgebiet geschaffen.
Durch geeignete Auswahl der Nitroverbindungen bzw. durch geeignete Zusätze kann man auf Grund des neuen Verfahrens nicht nur Weiß- sondern auch Buntreserven herstellen. Aber nicht nur Thioindigorot, sondern auch andere Farbstoffe, welche im Druck in Form ihrer. Leukoverbindung fixiert und erst nachträglich entwickelt werden, können nach dem gleichen Verfahren im Reservedruck verwendet werden, so z. B. Indigo oder die sogenannten Schwefelfarbstoffe. Die besten Resultate erzielt man mit solchen Nitroverbindungen, die in Wasser bzw. der gewählten Verdickung genügend leicht löslich sind. .
I. Weißreserven unter Thioindigorot.
Druckfarbe:
ioo g o-nitrotoluolsulfosaures Natrium werden in einer Verdickung von 800 g Gummilösung 1:1 und
100 g Wasser gelöst
40
45
1000 g.
Man bedruckt den Stoff mit dieser Farbe, trocknet und überflatscht mit einer alkalischen, Thioindigorot enthaltenden Druckfarbe, trocknet, dämpft darauf kurze Zeit bei höherer Temperatur und wäscht, eventuell nach vorausgegangener Passage durch Bichromatlösung, aus. Man erzielt eine sehr schöne Weißreserve; das o-nitrotoluolsulfosaure Natrium kann durch andere entsprechende Nitroverbindungen ersetzt werden.
II. Gelbreserve unter Indigo oder Schwefelfarbstoffen.
Druckfarbe:
75 g p-nitrotoluolsulfosaures Natrium werden in einer Verdickung von
825 g Gummilösung 1:1 und
100 g Wasser gelöst
1000 g.
Man bedruckt hiermit den Stoff, trocknet und überflatscht mit einer Indigo oder Schwe-
felfarbstoff enthaltenden alkalischen Druckfarbe, trocknet, dämpft darauf kurze Zeit bei höherer Temperatur und wäscht aus.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Reserven unter Thioindigorot, Indigo und Schwefelfarbstoffen, darin bestehend, daß man die Gewebe mit passend verdickten aromatisehen Nitroverbindungen,, welche in Wasser bzw. den Verdickungsmitteln genügend löslich sind, bedruckt, trocknet und hierauf mit einer alkalischen, Thioindigorot, Indigo oder Schwefelfarbstoff enthaltenden Farbe überflatscht, dämpft und wäscht.
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