DE20991C - Mechanischer Scheibenständer mit selbsttätiger Treffer-Markirung - Google Patents
Mechanischer Scheibenständer mit selbsttätiger Treffer-MarkirungInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F41—WEAPONS
- F41J—TARGETS; TARGET RANGES; BULLET CATCHERS
- F41J5/00—Target indicating systems; Target-hit or score detecting systems
- F41J5/24—Targets producing a particular effect when hit, e.g. detonation of pyrotechnic charge, bell ring, photograph
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 12. Mai 1882 ab.
Der Apparat, welcher zum Zweck des Schiefsens mit Feuerwaffen construirt' ist und
welcher die Treffer ohne menschliche Beihülfe auf eine für den Schützen sichtbare oder hörbare
Weise anzeigt, ist folgendermafsen construirt :
Auf einem Eisengestell A ist bei α ein senkrecht'
stehender Hebel B gelagert, welcher an seinem oberen Ende eine trichterförmige Erweiterung
b hat; das untere Ende ist durch Gewichte derart belastet, dafs der Hebel nach
beendeter Schwingung in seine ursprüngliche Lage zu stehen kommt. Vor diesem Hebel B
ist bei W das Scheibenbild angebracht, und zwar derartig, dafs ein bestimmter Theil des
Scheibenschwarz horizontal oder mit einer kleinen Abweichung vor den trichterförmigen Theil b
zu stehen kommt.
Die Projectile, welche in diesen bestimmten Theil des Schwarzen einfallen, treffen dieses
Stück b und theilen ihm von ihrer Geschwindigkeit etwas mit, wodurch der Hebel B in
Schwankung geräth. An einer Verlängerung R des Gestells A ist eine Stange D in Zapfen d
gelagert, welche an ihrem längeren Theil irgend ein Bild e, Fahne etc., und an ihrem kürzeren
Theile ein Gegengewicht/ trägt. Diese Stange D wird in ihrer horizontalen Lage dadurch erhalten,
dafs das Gegengewicht f, welches immer schwerer sein mufs als das Signal, in seiner
oberen Stellung durch den kleinen Sperrhaken g erhalten wird.
Hat nun, wie oben gesagt, ein einschlagendes Projectil den Hebel B in Schwankung gebracht,
so zieht die erste Bewegung desselben vermittelst des Stängelchens h den Sperrhaken g
an sich und läfst das Gegengewicht nach abwärts sinken, wodurch die Figur nach aufwärts,
den Schützen sichtbar, gelangt.
Eine weitere Einrichtung dieses Scheibenstandes besteht nun darin, dafs in der Mitte
des Trefferkopfes b sich eine kreisförmige Oeffnung befindet, welche besonders centrisch in
das Scheibenbild einfallende Projectile durchläfst, wodurch dieselben auf einen zweiten Hebel
C gelangen, der im allgemeinen ähnlich dem ersten beschaffen und in einiger Entfernung
hinter den ersten ebenfalls auf dem Gestell A in Zapfen i gelagert ist. Dieser Hebel C hat
den Zweck, ein anderes Signal den Schützen zu geben, und zwar ist dies hier ein Böller.
Dieser Böller ist als Hinterlader behandelt, besteht aus einem Rohr E, welches auf einem
Stück Holz oder Eisen montirt ist. Das Rohr ist in dem Bolzen K drehbar und setzt sich in
seiner geraden Stellung auf die Stofsplatte F auf. Ein Verschlufshebel G dient zur Fixirung
des Rohres in dieser Stellung und ist an einer Achse H angebracht, welche einen schraubenförmigen
Theil χ trägt, welch letzterer wieder bei Drehung des Hebels G vermittelst des
kleinen Hebels k zur Spannung der Schlagfeder / dient.
Zur Ladung werden Patronen verwendet, welche mit Rand- oder Centralzündimg versehen
sind, und ist dieser schraubenförmige Theil χ derart eingerichtet, dafs seine obere Fläche den
Hebel k nicht eher ganz freiläfst, bis nicht der Verschlufshebel G in seine richtige Lage eingeführt
ist. Hinter dem Apparat A befindet sich eine senkrechte Stange M, welche auf
einem Hebel N sitzt, der in dem Punkt O
drehbar und auf der anderen Seite mit einem Gegengewicht P versehen ist.
Diese Stange M wird durch das Gegengewicht P immer nach aufwärts gedruckt und
wird in ihrer bestimmten Lage dadurch erhalten, dafs sie sich bei Q gegen den Hebel C anstemmt.
Geräth nun dieser Hebel in Schwankung, so verläfst er bei Q die Stange M; das
Gegengewicht wird dadurch frei und fällt nach abwärts.
Eine Schnur JR, welche das Gewicht P mit
dem Abziehhebel £ verbindet, überträgt diese Bewegung auf denselben und löst die Schlagfeder
bei dem Böller aus, und der Zündstift schlägt die Patrone los.
Der Hebel C ist weiter noch mittelst eines Stengelchens mit dem Sperrhaken g verbunden,
so dafs bei der Schwankung des Hebels C nicht nur der Böller, sondern auch die Figur, Fahne
u. s. w. functionirt.
Die Construction des Kopfes b ist derartig getroffen, dafs das Einfallen selbst von starken
Bleiprojectilen denselben nicht beschädigen kann, und zwar ist dies dadurch erreicht, dafs derselbe
möglichst schneidig nach der Schufsrichtung gemacht ist, was sowohl von dem äufseren Kranz als von dem inneren Rohr gilt.
Der Zwischenraum ist mit Holz oder einer anderen Substanz ausgefüllt, welche den Zweck
hat, den Stofs möglichst abzuschwächen. Haben die beiden Signale functionirt, so müssen dieselben
wieder eingerichtet werden, und geschieht dies durch den Zieler auf die Weise, dafs derselbe
nicht nothwendig hat, sich hinter das Scheibenbild zu begeben. Er zieht mit einer
Hand an der Schnur r, Fig. i, die um eine Rolle u geht, und hebt dadurch das Gegengewicht
/, bis es durch den Sperrhaken g in seiner Lage wieder erhalten wird, dreht sodann
den Verschlufshebel G, Fig. 4 bis 6, und hebt durch diese Bewegung mittelst der Schnur X
das Gegengewicht P so lange, bis die sich gleichzeitig senkende Stange M durch den Hebel
C arretirt wird. Dann wird das Rohr E an sich gezogen, wodurch gleichzeitig ein dort
angebrachter Patronenzieher die abgeschossene Patrone aus dem Rohr zieht, fügt die neu geladene
Hülse ein und schliefst sodann den Böller. Der Apparat ist wieder in dem Zustand,
um von neuem fimctioniren zu können. Ein weiterer wichtiger Bestandtheil des Apparates
ist auch das Messer Z, welches derartig an dem Gestell A befestigt ist, dafs es als
Schutz für den Hebel B und C gegen alle zu kurz einfallenden Projectile dient; dasselbe, ist
der Schufslinie zu schneidig geformt und verbreitert sich gegen den Hebel B, wie auf Fig. 3
ersichtlich.
Zu erwähnen ist noch, dafs dieses Messer nicht nur steif, sondern auch etwas federnd
oder überhaupt dem Projectil etwas ausweichend montirt werden kann.
Claims (3)
1. Der mit einem durchdringbaren Körper ausgefüllte
Trefferkopf, welcher aus einer auf dem schwingenden Hebel B angebrachten Erweiterung b besteht.
2. Das am Gestell A zum Schutz der Hebel B und C befestigte Messer Z.
3. Der vor der Scheibe angeordnete Hinterladerböller,
bestehend aus dem im Bolzen K drehbaren Rohr £ in Verbindung mit dem
Verschlufshebel G, welcher mit der Zugstange M hinter der Scheibe verbunden ist,
und -welcher, wenn er mittelst des Hebels k gedreht wird, durch die Achse H mit
schraubenförmigem Theil i die Schlagfeder / spannt, wobei der schraubenförmige Theil i
ein vorzeitiges Losgehen der Patrone verhütet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE20991C true DE20991C (de) |
Family
ID=297701
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT20991D Active DE20991C (de) | Mechanischer Scheibenständer mit selbsttätiger Treffer-Markirung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE20991C (de) |
-
0
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