DE209647C - - Google Patents
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- DE209647C DE209647C DENDAT209647D DE209647DA DE209647C DE 209647 C DE209647 C DE 209647C DE NDAT209647 D DENDAT209647 D DE NDAT209647D DE 209647D A DE209647D A DE 209647DA DE 209647 C DE209647 C DE 209647C
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 209647 KLASSE Ud. GRUPPE
Hebelvorrichtung für Umsteuerungen. Patentiert im Deutschen Reiche vom 18. Dezember 1906 ab.
Gegenstand der Erfindung ist eine Hebelvorrichtung für Umsteuerungen, bei welcher
mit Betätigung nur eines Handgriffes die Verstellung der getrennten Ein- und Auslaßsteuer-5
organe bzw. des Verteilungs- und Expansionsschiebers nacheinander besorgt werden, und
zwar so, daß die beiden Hebel während des Umsteuerns gegeneinander gesperrt sind und
nach Lösung der Verbindung der Auslaßsteuerhebel stehenbleibt, während der Einlaßsteuerhebel
behufs Füllungsverstellung allein weiterbewegt wird. Erreicht wird dies dadurch, daß
während der Umsteuerung derjenige Punkt des Einlaßsteuerhebels, welcher die Bewegung
an die Steuerung abgibt, mit dem festen Drehpunkt des Auslaßsteuerhebels zur Deckung
kommt, also stillsteht; infolgedessen wird nur die Auslaßsteuerung umgestellt. Sodann löst
man die Verbindung der beiden Hebel, ohne den Handgriff loszulassen und bewegt den
Einlaßhebel allein weiter, um die Füllung zu verändern, wobei die Kompression und Vorausströmung
unverändert bleiben. Da die Ein- und Auslaßorgane nicht gleichzeitig bewegt werden, so wird die zur Verstellung erforderliche
Kraft wesentlich vermindert.
Fig. ι und 2 zeigen zwei verschiedene Anwendungsarten
der Hebel vorrichtung, Fig. 3 einen Schnitt derselben und Fig. 4 die Sperrvorrichtung
in größerem Maßstabe.
An dem feststehenden Drehbolzen a des Steuerbockes b ist der Umsteuerhebel c, a, d
drehbar gelagert und um dessen Punkt d, der mit Drehung des Hebels c, a, d seine Lage
ändert, wiederum drehbar der Expansionshebel e, d,f.
In Fig. ι ist zunächst angenommen, daß die beiden Hebel durch eine Sperrklinke miteinander
verbunden sind.
Bewegt man z. B. den Handgriff f na.ch.fv,
so bringt man die starr verbundenen Hebel in die Stellung f v, dv, a, cv und hat durch
die Steuerstange i die Auslaßsteuerung (oder den Verteilungsschieber) für Vorwärtsgang eingestellt,
während der Punkt β des Expansionshebels, welcher sich mit α deckt, und
damit auch die Einlaßsteuerstange k stehengeblieben ist.
In dieser Stellung denke man sich den Umsteuerhebel c, a, d festgehalten, was durch bekannte
Mittel, wie Gewichte, Federn oder Sperrklinken, geschehen kann. Fig. 4 zeigt
zu diesem Zwecke einen selbsttätig durch Federdruck einfallenden Sperrbolzen I. Dieser
kann jedoch erst einfallen, wenn der Maschinist durch Andrücken des Hebels g an
den Handgriff/ den Sperrhebel h anzieht und dadurch den Riegel M aus N aushebt, wobei
gleichzeitig die Sperrklinke h dem Sperrbolzen I Platz macht, so daß dieser in die Verlängerung
des Hebels c, a, d einspringt und den Umsteuerhebel festhält, während der Expansionshebel
e, d,f jetzt frei ist und vom Maschinisten (oder dem Geschwindigkeitsregler)
behufs Füllungsverstellung beliebig verschoben und in einer der Einkerbungen η mittels
Klinke m durch Loslassen des Hebels g festgestellt werden kann; wenn die Verstellung
durch den Geschwindigkeitsregler erfolgt, so werden die Einkerbungen η durch ein Blech
abgedeckt (nicht gezeichnet), damit die Sperrklinke nicht unbeabsichtigterweise einfallen
kann.
Die in den Fig. ι und 2 gezeigte Hebelvorrichtung
ist die gleiche, jedoch sind bei Fig. ι die Einkerbungen η nach außen hin
angeordnet und bei Fig. 2 nach innen. Da die Hebelvorrichtung für verschiedene bekannte
Umsteuerungen (z. B. Exzenter- oder Daumensteuerungen mitStellschrauben, Nockensteuerungen
mit getrennten Ein- und Auslaßnocken usw.) angewendet werden soll, so wird es das eine Mal wünschenswert sein, die Expansionsbewegung
im gleichen Sinne an die Umsteuerungsbewegung anzureihen, wie dies bei Fig. 1 gedacht ist, oder umgekehrt wie
bei Fig. 2.
Erwähnt sei noch, daß der Punkt e des Expansionshebels sich mit dem festen Drehpunkt
α nicht genau zu decken braucht. Unter Umständen, je nach der zu betätigenden
Steuerung, wird man den Hebelarm d, e kürzer oder länger machen als d, a, so daß
beim Umsteuern der Punkt e nicht vollständig stillsteht, sondern eine Bewegung macht, die
kleiner ist als diejenige des Punktes c, und zwar entweder im gleichen oder entgegengesetzten
Sinne, je nachdem Punkt e (bei gesperrten Hebeln) auf der Seite a, c oder auf der Seite
a, d zu liegen kommt.
Claims (1)
- Patent-An Spruch:Hebelvorrichtung für Umsteuerungen, bestehend aus zwei getrennten, beim Umsteuern miteinander gekuppelten Hebeln zur hintereinandergeschalteten Bewegung der Ein- und Auslaßorgane oder im Sonderfall des Verteilungs- und Expansionsschiebers von Umkehrmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß ein beweglicher Punkt (e) des einen Hebels (Expansionshebel e, d, f) genau oder angenähert mit dem feststehenden Drehpunkt (a) des anderen Hebels (Umsteuerhebel c, a, d) zusammenfällt, solange die beiden Hebel durch eine Sperrvorrichtung fg, h, M, N) starr verbunden sind, während nach Lösung der Verbindung der Unsteuerhebel feststeht und der Expansionshebel unabhängig im gleichen Sinne oder im entgegengesetzten Sinne weiterbewegt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE209647C true DE209647C (de) |
Family
ID=471598
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT209647D Active DE209647C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE209647C (de) |
-
0
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