DE209442C - - Google Patents

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DE209442C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B42BOOKBINDING; ALBUMS; FILES; SPECIAL PRINTED MATTER
    • B42DBOOKS; BOOK COVERS; LOOSE LEAVES; PRINTED MATTER CHARACTERISED BY IDENTIFICATION OR SECURITY FEATURES; PRINTED MATTER OF SPECIAL FORMAT OR STYLE NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; DEVICES FOR USE THEREWITH AND NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; MOVABLE-STRIP WRITING OR READING APPARATUS
    • B42D9/00Bookmarkers; Spot indicators; Devices for holding books open; Leaf turners
    • B42D9/04Leaf turners
    • B42D9/08Leaf turners having radial arms, one per leaf, operated successively
    • B42D9/082Leaf turners having radial arms, one per leaf, operated successively actuated by hand

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  • Toys (AREA)

Description

KAIS
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVI 209442 -KLASSE 51 e. GRUPPE
Notenblattwender mit Luftdruckbetrieb. Patentiert im Deutschen Reiche vom 20. Juni 1907 ab.
Die Erfindung betrifft einen Notenblattwender einfacher Bauart, welcher an einem Pianino oder ähnlichen Instrument oder auch an einem Notenständer angebracht werden kann und mit den Füßen bewegt wird, so daß die Hände stets zum Spielen frei bleiben. Die Anordnung ist so getroffen, daß die Notenblätter rasch umgedreht und auch zurückgedreht werden können.
ίο Fig. ι ist die Vorderansicht .eines Pianinos mit einem Notenblattwender nach der Erfindung.
Fig. 2 ist ein Grundriß des Wendemechanismus, teilweise im Schnitt.
Fig. 3 und 4 zeigen verschiedene Stellungen des Wendemechanismus im Grundriß.
Fig. 5 ist ein senkrechter Schnitt; dabei sind einzelne Teile fortgelassen.
Fig. 6 ist ein Schnitt nach der Linie 6-6. der Fig. 2.
Fig. 7 ist ein Teilgrundriß ; er zeigt die zur Verwendung kommenden Wendearme.
Fig. 8 ist das Schaubild einer Deckplatte mit einer Vorrichtung zum Halten der Noten. Fig. 9 zeigt eine Ausführung eines Blatthalters,
Fig. 10 eine andere Austührungsforin eines solchen.
Fig. 11 zeigt die Drucklufteinrichtung.
Fig. 12 stellt einen Teil der hinteren Stütze für die Noten dar.
Fig. 13 zeigt einen anderen Teil der hinteren Stütze im Schnitt.
Fig. 14 stellt eine Gelenkverbindung der Glieder der genannten Stütze dar, und
Fig. 15 zeigt eine andere Gelenkverbindung derselben. ,^
An der Grundplatte 10, welche bei 11 eine Aussparung hat, sind eine innere und eine äußere halbkreisförmige Seitenwand 12 und 13 aus Metall angebracht. Von der Rückwand 14, an welche die Wände 12 und 13 anstoßen, geht eine weitere kreisbogenförmige Wand aus, deren obere Kante eine Führung 15 bildet, die zwischen den AVänden 12 und 13 ver- läuft und von der Platte 14 aus nach abwärts geneigt ist. An die Platte 14 schließt sich eine unterhalb der Grundplatte 10 verlaufende Platte 16 an, auf welcher die Wände 12, 13 und 15 sitzen. Aus der Platte 16 ragt eine Säule 17, an der eine Anzahl drehbarer Arme 18 angeordnet ist, deren freie Enden mit Greifern zum Erfassen der Notenblätter versehen.sind. Die entsprechende Vorrichtung für den ersten dieser Arme besteht aus zwei Drähten 19 (Fig. 5 und 10); dagegen sind die anderen Arme nur mit einem einzigen Draht 20 versehen (Fig. 9), der an der Innenseite des Blattes angreift, während über die Außenseite unten eine Blattfeder 21 greift. Diese Blatt-. greifer sind an den Armen 18 drehbar befestigt, so daß dieselben, wenn sie nicht gebraucht werden, auf die Grundplatte niedergesenkt werden können.
Die Arme 18 sind übereinander zwischen einer Büchse 22 und einer Scheibe 23 auf der Säule 17 gelagert, wie aus Fig. 6 ersichtlich. Übet der Büchse 22 sind schwingbare Wendearme angeordnet, und zwar je ein solcher für je einen Arm 18; diese Wendearme 24 liegen
übereinander und werden nachgiebig gegen-
' einander und gegen die geneigte Führung 15 mittels einer Feder 25 gepreßt, die die Büchse 22 umgibt und mit dem obersten Arm 24 in Eingriff steht.
Jeder Wendearm 24 ist an seinem freien Ende mit einer Kerbe 26 zur Aufnahme eines Fingers 27 versehen, der vom freien Ende des Armes 18 nach unten ragt. Die Arme 18 werden durch eine Sperrplatte 28 gehalten, die an einer Welle 29 schwingbar befestigt und an einem an der Rückwand 14 befestigten Träger 30 gelagert ist.- Am Ende der Welle 29 ist ein Sperrglied 31 befestigt, welches verhindert, daß die Platte 28 sich zu weit abwärts bewegt; dieselbe wird aber nach abwärts gerichtet nachgiebig festgehalten oder in ihre abwärts gerichtete Stellung durch . eine die Welle um-
f gebende Schraubenfeder 32 bewegt, wobei das eine Ende der Feder an- der Platte 28 und das andere an einem Anschlag.des Sperrgliedes 31 befestigt ist. Das dem Sperrglied 31 gegenüberliegende Ende der Welle 29 ist nach auswärts und dann nach vorn (33) gebogen; der Teil 33 der Welle ragt unter die Arme 24 und greift an deren unterstem an. Er wird durch eine Feder 34 nach abwärts gepreßt; diese Feder 34, welche die Welle 29 umgibt, ist mit ihrem einen Ende an dem gebogenen Teil der Welle und mit ihrem anderen Ende an dem Träger 30 befestigt.
Wie Fig. 5 zeigt, ist auf der Säule 17 ein Zahnrädchen 35 drehbar angeordnet, von dem ein Arm 36 ausragt, an welchem ein aufwärts gerichteter Finger 37 nachgiebig befestigt ist. Dieser Finger 37 ist an einer im Arm 36 drehbar sitzenden Welle 38 befestigt und wird in einer Stellung nachgiebig durch eine die Welle umgebende Schraubenfeder 39 festgehalten.
Ein Ende der Feder ist mit der Welle, das andere mit dem Arm 36 verbunden. Die Welle mit dem Finger 37 kann sich nur in einer Richtung drehen, wie im folgenden noch des näheren beschrieben wird. Das innere Ende 40 der Welle 38 ist nach auswärts gebogen, um. den Wendearm 36 zu umgreifen. Wie aus Fig. 3 ersichtlich, ist der genannte Wendearm mit einem Langloch versehen, in welchem die Welle und die Feder angeordnet sind. Ein Daumen 41 ist an dem freien Ende des Wendearmes 36 vorgesehen, der dazu bestimmt ist, die Welle 29' zu bewegen.
Mit dem Zahnrädchen 35 steht eine Zahnstange 42 in Eingriff, welche mittels einer Stange 43 mit dem Kolben des Zylinders 44 verbunden ist. An den Zylinder 44 schließt sich eine Röhre 45 an, welche durch eine biegsame Leitung 46 Preßluft aus einer Pumpe zuführt, die in bekannter Weise mit dem Fuß betrieben werden kann (Fig. 11).
Auf der Säule 17 ist ferner noch ein Zahnrädchen 53 angeordnet, mit welchem ein Arm 54 mit einem nach oben ragenden Finger 55 fest verbunden ist. Das Rädchen 53 steht mit einer Zahnstange 56 in Eingriff, die mittels der Stange 57 mit einem Kolben 58 eines zweiten Zylinders 59 verbunden ist. Zwischen dem Kolben 58 und dem inneren Ende des Zylinders 59 ist eine Feder 60 vorgesehen, welche den Kolben nach einer Seite drückt. Der KoI-ben in dem Zylinder 44 wird "gleichfalls durch eine Feder nach einer Seite gedrückt. Mit dem Innern des Zylinders 59 steht eine Röhre 61 in Verbindung, welche durch eine biegsame Leitung 62 mit einer Röhre 63 verbunden ist, die in dem unteren Deckel eines zweiten mit dem Fuß zu betreibenden Preßluftzylinders 64 mündet.
Wenn die Bestandteile in der Grundplatte 10 eingebaut sind, werden die Seitenwände 12 80 ' und 13 und die Teile innerhalb derselben durch eine Platte 68 (Fig. 8) überdeckt, welche an ihrer Rückseite einen Draht 69 hat, der von vorn über den mittleren Teil der Noten greift. Dieser Draht 69 wird abwärts gedreht, um die Notenblätter auf den Halter legen zu können; der Draht wird mittels einer Blattfeder 70, \velche an der Innenseite der Platte 68 befestigt ist, in aufrechter Stellung erhalten; dabei steht die Feder 70 mit einem nach auswärts gebogenen Finger 71 in Eingriff, der an einem wagerechten Teil 72 des Drahtes 69 angeordnet ist; dieser Teil 72 ist an der Unterseite der Platte in passender Weise drehbar gelagert. · ■
Die Noten werden an ihrer Rückseite durch einen Träger unterstützt, der aus zusammenlegbaren Leisten 73, 74 (Fig. 13 und 14) besteht. Die Leiste 73 ist an der Rückwand 14 angelenkt oder an einem oberen Ansatz derselben (Fig. 5). Ein Draht 79 ist an der oberen Leiste 74 der Stütze ausschwingbar angebracht (Fig. 12) ; dieser Draht 79 greift über den Mittelteil der Noten oberhalb des Drahtes 69. Der Haltedraht 79 hat am oberen Ende einen Daumen 80, der durch eine Öffnung in dem oberen Ende der Stütze geht und durch eine flache Feder 81 gegen die Notenblätter gepreßt wird.
Bei Beginn des Betriebes befinden sich die Teile der Vorrichtung in der Stellung, wie sie aus den Fig. 2, 5 und 6. zu ersehen ist. Die Arme 24 ruhen dabei auf dem oberen Teil der geneigten Führung 15, wobei die unteren Arme 24 etwas unter dem darüber befindlichen vorragen. Der Finger 27 des Armes 18, welcher die Drähte 19 trägt, greift -in die Kerbe des untersten Armes 24 ein, während die Finger der anderen Arme 18 der Reihe nach mit den Kerben der anderen Wendearme in Eingriff stehen. Das Ende der Platte 28 kann sich genügend nach abwärts bewegen, um mit dem
untersten Arm 24 ■ an seiner Vorderseite in Eingriff zu kommen. Wenn dann durch Druckluft der Kolben in dem Zylinder 44 bewegt und durch die Zahnstange 42 das Zahnrädchen 35 und mit ihm- der Arm 36 gedreht ■ wird, · so bewegt der Daumen 41 desselben durch seinen Eingriff mit dem nach innen gebogenen Teil 33 der Welle 29 die die Platte 28 tragende Welle genügend nach aufwärts, um den untersten Arm 24 freizugeben, und durch ,weiteres Bewegen des Armes 36 wird der genannte unterste Arm 24 so weit bewegt, daß er das Blatt auf die linke Seite umlegt. Während der erste oder unterste Arm 24' nach außen bewegt wird, wird sich der nächst darüber befindliche an der geneigten Führung abwärts bewegen, und wenn der Arm 36 in seine Anfangsstellung zurückkehrt, wird der Finger 37 entgegen dem Druck der Feder 39 abwärts gedreht, welche dem genannten Finger ermöglicht, unter dem untersten Arm 24 hindurchzutreten, worauf er sich durch Federkraft wieder nach aufwärts bewegt und mit der Rückseite des genannten untersten Armes in Eingriff kommt. Dieser Vorgang wiederholt sich jedesmal, wenn ein Notenblatt gewendet wird. Wenn die Noten zurückgeblättert werden sollen, tritt die Druckluftvorrichtung 64 in Wirkung, welche mittels des Kolbens 58 das Zahnrädchen 53 . durch die Zahnstange 56 dreht, wodurch sich Arm 54 dreht und die verschiedenen Wendearme in ihre Anfangsstellung zurückbringt.
Jeder der Zylinder 44 und 59 hat einen festen Kopfteil 82, während der übrige Teil von diesem abnehmbar ist; er steht mit dem festen Kopfteil 82 mittels eines Bügels 83 in Verbindung, der mit dem Teil 82 gelenkig verbunden ist und über den Hauptteil des Zylinders greift. Infolge dieser Einrichtung kann der Zylinder leicht zur Reinigung und Ausbesserung des Kolbens entfernt werden.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Notenblattwender mit Luftdruckbetrieb, dadurch gekennzeichnet, daß ein mittels Luftdruck durch einen Zahnstangentrieb in Drehung versetzter Transportarm (36) mittels eines federnd nachgiebigen Nockens (41) einen Wendearm (24) und durch diesen einen ein Notenblatt haltenden Mitnehmerarm (iS) dreht, während die Rückdrehung der Wendearme (24) durch einen besonderen ebenfalls mittels Luftdruck durch einen Zahnstangentrieb in Drehung versetzten Transportarm (54) erfolgt.
2. Notenblattwender nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das äußere Ende der Wendearme (24) in deren Ruhestellung durch eine schräge Führung etwas angehoben ist, um einen sicheren Eingriff des federnden Nockens (41) mit jedem einzelnen Wendearm zu gewährleisten.
3. Notenblattwender nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Wendearme in ihrer Ruhestellung durch eine federnde Platte gesperrt werden, welche durch den Transportarm (36) jeweils so weit angehoben wird, daß dieselbe dem untersten Wendearm (24) den Durchgang freigibt, die darüber befindlichen aber festhält.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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