DE207267C - - Google Patents

Info

Publication number
DE207267C
DE207267C DENDAT207267D DE207267DA DE207267C DE 207267 C DE207267 C DE 207267C DE NDAT207267 D DENDAT207267 D DE NDAT207267D DE 207267D A DE207267D A DE 207267DA DE 207267 C DE207267 C DE 207267C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
water
mass
garlic
slime
treated
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT207267D
Other languages
English (en)
Publication of DE207267C publication Critical patent/DE207267C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41MPRINTING, DUPLICATING, MARKING, OR COPYING PROCESSES; COLOUR PRINTING
    • B41M1/00Inking and printing with a printer's forme
    • B41M1/26Printing on other surfaces than ordinary paper
    • B41M1/28Printing on other surfaces than ordinary paper on metals

Landscapes

  • Printing Plates And Materials Therefor (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Λ* 207267"-KLASSE 15 b. GRUPPE
JEAN GSCHWIND. in BASEL. ■
insbesondere von Aluminiumpostkarten.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 7. Februar 1908 ab.
Bei den bis jetzt -bekannten Verfahren zum Behandeln der Oberfläche von Aluminiumgegenständen, um dieselben beschreib-, bedruck- und beklebbar zu machen, werden diese Gegenstände meist in dünnflüssige, hauptsächlich Ätznatron o. dgl. enthaltende Bäder gebracht, um durch die Einwirkung des Ätzalkalis die Auflösung der obersten Aluminium-' schicht oder eine Anätzung der Oberfläche zu
ίο erzielen. Diese Verfahren haben aber den Nachteil, daß die Ätzung grobkörnig ausfällt, was besonders das Beschreiben derart präparierter Flächen sehr erschwert, und daß sie ferner eine nur teilweise oder nur stellenweise Ätzung nicht gestatten.
Bei dem Verfahren nach der Erfindung wird die Ätzung durch Auftragen einer gallertartigen, nicht ausfließenden Masse erzielt, die es ermöglicht, die Behandlung auf bestimmte Stellen zu beschränken und durch langsame Einwirkung, bedingt durch die Zusammensetzung der Masse,, eine mikroskopisch feinkörnige, gleichmäßige Ätzung der behandelten Stellen zu erreichen. Nach diesem Verfahren wird auf die anzuätzende Aluminiumoberfläche, nachdem dieselbe in bekannter Weise, z. B. mit Benzin, von Fett und sonstigen an derselben haftenden Unreinigkeiten befreit worden ist, eine dünne Schicht einer Masse auf-
3°'getragen, welche z.B. wie folgt zusammengesetzt ist. 500 g Natron- oder Kalilauge von 33° Βέ. werden gemischt mit 200 g flüssigem Natron- oder Kaliwasserglas und mit 150 g Alaun, der vorher in möglichst wenig Wasser gelöst worden ist. Dieser Mischung werden 500 g Wasser, 150 g mit etwas Wasser zu einem Brei angerührte Magnesia und 100 g durch Auspressen von zerkleinertem und zerquetschtem Knoblauch gewonnener Knoblauchschleim· zugesetzt; schließlich wird das Ganze vorsichtig erwärmt, bis es eine durchsichtige, glasige Gallerte bildet.
Statt des flüssigen Wasserglases kann auch das feste Produkt verwendet werden; dasselbe muß dann zuerst in Wasser zu einer Konzentration von 30° Be. gelöst werden. Die so erhaltene Masse wird vorzugsweise warm verwendet oder vor jedem Gebrauch wieder erwärmt, um das Verteilen derselben auf den zu behandelnden Flächen zu erleichtern. Durch die Einwirkung - dieser Masse auf die AIuminiumoberfläche tritt infolge ihres Gehaltes an Ätzkali oder Ätznatron eine Lösung der obersten Metallschicht unter Bildung von Aluminat und Wasserstoff ein. Das in der Masse infolge des Alaunzusatzes bereits vorhandene Alkalialuminat bewirkt in Verbindung mit der Magnesia und dem Knoblauchschleim die Bildung einer Gallerte, so daß nach dem Auftragen sich alsbald ein elastisches Hautchen bildet, welches das Entweichen des sich entwickelnden Wasserstoffes verhindert; es entstehen folglich zahlreiche kleine Wasserstoffbläschen, welche die weitere Wasserstoffentwicklung und folglich auch die auflösende Wirkung des Ätzalkalis hemmen. Infolgedessen

Claims (1)

  1. werden die mit der Masse bestrichenen Flächen äußerst gleichmäßig und -fein angeätzt, -was durch die Wirkung von Ätzalkali allein niemals erreicht werden kann. Die Masse wird dann mit kaltem Wasser weggespült, und die behandelten Flächen werden in heißem Sägemehl rasch getrocknet, um die Bildung von Flecken . zu vermeiden. Die angeführten Mischungsverhältnisse können innerhalb gewisser Grenzen schwanken, ebenso kann statt Knoblauchschleim irgendein anderer Pflanzenschleim verwendet werden; Knoblauchschleim eignet sich jedoch für diesen Zweck ganz besonders, weil er außer größer Klebkraft noch die Eigenschaft besitzt, langsam einzutrocknen.
    :,. Pate ν T-A χ s PK υ cn': " . '.;;
    ' Verfahren zum Beschreib-, Bedruck- und Beklebbarmachen von Äluriiiniumgegenständen, insbesondere von Aluminiumpostkarten, dadurch gekennzeichnet, daß auf die zu behandelnden Stellen, nachdem dieselben von Fett und sonstigen anhaftenden Unreinigkeiten befreit worden sind, eine aus etwa 500 g Ätzalkalilauge von 33° Be.,, 200 g Wasserglas von 30° Be,, 150 g Alaun, 500 g Wasser, 150 g Magnesia und 100 g Pflanzenschleim bestehende gallertartige Masse aufgetragen und nach erfolgter Einwirkung mit Wasser abgespült wird.
DENDAT207267D Active DE207267C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE207267T

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE207267C true DE207267C (de)

Family

ID=5793628

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT207267D Active DE207267C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE207267C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1006869B (de) * 1954-11-24 1957-04-25 Karl Weidner Feuersichere Dokumenten-Metallfolie

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1006869B (de) * 1954-11-24 1957-04-25 Karl Weidner Feuersichere Dokumenten-Metallfolie

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE207267C (de)
DE1155771B (de) Verfahren zur Herstellung von nichtionogenen Polyoxycarbonsaeure-N-alkylamiden
DE494805C (de) Druckverfahren fuer Papier u. dgl. ohne Druckfarben
DE919459C (de) Verfahren zum Waschen und Mittel zur Durchfuehrung des Verfahrens
DE295623C (de) Abänderung des verfahrens zur herstellung von basenaustauschenden stoffen, welche kieselsäure enthalten
DE198455C (de)
DE383621C (de) Verfahren zur Herstellung photographischer UEberzuege
DE200539C (de)
AT133483B (de) Verfahren zur Bereitung von Seifenbädern.
DE241920C (de)
DE321232C (de) Verfahren zum Leimen, Wasserfestmachen, Appretieren usw. von Papier, Gewebe u. dgl.
AT140562B (de) Verfahren zur elektrolytischen Abscheidung von Nickel.
DE590927C (de) Verfahren zur Ausfuehrung von Basenaustauschreaktionen
DE495057C (de) Verfahren zum Wasserdichtmachen und zur Erhoehung der Widerstandsfaehigkeit von Papier und aehnlichen Stoffen
DE155399C (de)
AT217483B (de) Ätzmittel und Zusatzmittel hiefür
DE600311C (de) Verfahren zum Nasspolieren von Massenartikeln
DE94861C (de)
DE648447C (de) Verfahren zum Wasserfestmachen von Wollfasern
DE561857C (de) Verfahren zur Herstellung von Versilberungsmitteln fuer Anreibeversilberung
AT59165B (de) Verfahren zur Befreiung der in der Seidenbeschwerung verwendeten Phosphatbäder von Zinn und anderen verunreinigenden Metallen.
DE272043C (de)
AT69847B (de) Verfahren zur Vorbereitung von mit einem Deckgrund und darüberliegender belichteter Schicht versehenen Druckplatten für das Ätzen.
DE730724C (de) Verfahren zum Mercerisieren
DE461603C (de) Verfahreh zur Herstellung von lichtempfindlichen Schichten mittels Diazoverbindungen