DE241920C - - Google Patents

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DE241920C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01CCHEMICAL OR BIOLOGICAL TREATMENT OF NATURAL FILAMENTARY OR FIBROUS MATERIAL TO OBTAIN FILAMENTS OR FIBRES FOR SPINNING; CARBONISING RAGS TO RECOVER ANIMAL FIBRES
    • D01C3/00Treatment of animal material, e.g. chemical scouring of wool

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 29 b. GRUPPE
CLAUDIUS SEIGNOL in LYON.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. April 1910 ab.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Behandlung von Schappe und anderen Seidenabfällen und bezweckt die Zerstörung von Haaren aller Art, Nägeln und hornartigen Bestandteilen, die in ihnen enthalten sein können. Die Zerstörung dieser tierischen Fremdkörper wird ohne Veränderung der Seidenabfälle nach vorliegender Erfindung wie folgt bewirkt:
ίο i. Man stellt in der Wärme eine Lösung von Schwefelalkalien her, beispielsweise benutzt
. man 5 kg technisches Natriumsulfid auf 51 Wasser und füllt hierauf mit Wasser nach bis auf genau 10 1 Lösung auf. Dieser Lösung gibt man eine geringe Menge pflanzliches öl bei, beispielsweise Baumwollöl, Erdnußöl, Olivenöl, Rüböl u. dgl., etwa 1 bis 2 Prozent, zu dem Zweck, ein übermäßiges Auskochen der Seide während der Behandlung zu verhindern. Die
Zugabe von Öl bewirkt ferner eine Bindung des freien Natrons, welches fast stets im Natriumsulfid enthalten ist, unter Bildung einer Seife, die weniger ätzt als das freie Alkali. Die Gesamtmenge des zu verwendenden Öles ist allerdings niemals ganz an Natron gebunden. Es schwimmt also auf der Oberfläche des Bades, imprägniert die Seidenabfälle und schützt sie so auch mechanisch während der Behandlung.
In Ausführung des Verfahrens kann man sich beliebiger Alkalisulfide bedienen; Die besten Ergebnisse werden jedoch erzielt, wenn man als Alkalisulfid kalziniertes Natriumsulfid, unter Umständen geschmolzenes, verwendet. Dieses Produkt kann in um die Hälfte geringeren Mengen als die gewöhnlichen oder reinen Sulfide zur Verwendung gelangen. Da es außerdem nur sehr wenig freies Ätznatron enthält, so kann bei Verwendung dieses Produktes die Zugabe von Öl sehr verringert, gegebenenfalls sogar ganz fortgelassen werden.
2. Von dieser Lösung gießt man etwa I1Z2 1 in kochendes Wasser, so daß man eine schwache, etwa i- bis 2'/2 prozentige Lösung von Alkalisulfid erhält. Bei einer Temperatur von 70° bis 80° C. taucht man die Schappe oder die Seidenabfälle schnell in das Bad, welches man unter Zuhilfenahme einer Heizschlange oder auf sonst geeignete Weise auf einer Temperatur von 50 bis 70 ° erhält. Man setzt das Material in der Regel etwa 1 Stunde der Behandlung aus; diese kann jedoch natürlich je nach der Art der zu entfernenden Haare oder anderen Verunreinigungen verkürzt oder verlängert werden. Man könnte die Behandlung auch in der Kälte vornehmen. In diesem Falle wäre es erforderlich, den Sulfidgehalt des Bades zu erhöhen,. etwa so, daß er sich auf 5 bis 10 Prozent beläuft und außerdem die Dauer der Einwirkung des Bades je nach der Art der zu behandelnden Schappe auf 12 bis 48 Stunden zu verlängern. Eine derartige Behandlung des Gutes in der Kälte weist den Vorteil auf, daß sie, wenngleich sie langwieriger ist, sich einfacher gestaltet. Sie gestattet auch, wenigstens bis zu einem gewissen Grade, die in der Schappe
enthaltenett Seidenwürmer und -puppen zu entfernen, dergestalt, daß sie bei dem der Behandlung nachfolgenden Waschen fast vollkommen verschwinden.
Nachdem die in der Schappe enthaltenen Produkte genügend erweicht sind, was man durch Proben feststellen kann, entfernt man ' das Gut schnell aus dem Bad und taucht es in warmes Wasser von 60 bis 8o.° C.; man rührt gut durch, um die mehr oder weniger durch die Behandlung angegriffenen Verunreinigungen zu zerstören und wäscht hierauf mit kaltem Wasser gründlich durch, um die verwendeten Sulfide und die vollkommen zerkleinerten Verunreinigungen zu entfernen. Man kann auch, um das Waschen mit kaltem Wasser und jede Handarbeit zu vermeiden, die Schappe in ein geeignet zusammengesetztes Auskochbad tauchen und hierauf auswaschen. Zum Schluß werden die Seidenabfälle ausgerungen und in der übliehen Weise verwendet.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zur Befreiung von Schappe und anderen Seidenabfällen von Haaren, Nägeln, Horn, Gelatine und anderen Verunreinigungen tierischer Herkunft, dadurch gekenn- , .zeichnet, daß das zu behandelnde Gut der Einwirkung schwacher Alkalisulfidlösungen, insbesondere von Lösungen von getrocknetem und geschmolzenen Natrumsulfid in Anwesenheit geringer Mengen von Öl unterworfen, hierauf schnell in warmem Wasser gewaschen und schließlich in kaltem Wasser durchgespült wird, um die letzten Spuren der Sulfide und die zerkleinerten Verunreinigungen zu entfernen.
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US4993303A (en) * 1989-02-28 1991-02-19 John Clark Hornette

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FR416063A (fr) 1910-10-11
FR12891E (fr) 1910-12-08
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