DE206483C - - Google Patents

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DE206483C
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    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10DSTRINGED MUSICAL INSTRUMENTS; WIND MUSICAL INSTRUMENTS; ACCORDIONS OR CONCERTINAS; PERCUSSION MUSICAL INSTRUMENTS; AEOLIAN HARPS; SINGING-FLAME MUSICAL INSTRUMENTS; MUSICAL INSTRUMENTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G10D1/00General design of stringed musical instruments
    • G10D1/12Zithers, e.g. autoharps

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Stringed Musical Instruments (AREA)

Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
Patentschrift
ig 206483 KLASSE 51 b. GRUPPE
JULIAN von TRZEBINSKI in POSEN.
Es ist bekannt, zu den horizontal oder vertikal gerichteten Saiten eines Streichinstrumentes einen Streichrahmen, der vor jeder einzelnen Saite Violinbogenhaare in Bündeln ausgespannt hält, auf und ab bzw. hin und her zu bewegen, sowie die Haare mittelbar durch Tasten gegen die Saiten zu drücken. Bei diesen Instrumenten erfolgt jedoch die Rahmenbewegung entweder nicht ausschließlieh willkürlich oder aber unter Erzeugung großer Reibungen, die die Rahmenbewegung erschweren. Auch geschieht das Andrücken der Haare gegen die Saiten entweder nur unvollkommen, indem jeweilig nur wenige und nicht alle Haare der einzelnen Bündel dem Druck ausgesetzt sind, oder aber die Wirkungsweise ist durch Verwendung von Federn den Übelständen, welche von der allmählichen Erschlaffung der Federspannkraft ausgehen, unterworfen.
Diesen Vorrichtungen gegenüber greifen an den Streichrahmen des Erfindungsgegenstandes Rollenzüge an, welche abweichend von dem Bekannten nicht nur für den Aufzug, sondern auch für den Niedergang vorgesehen sind und die Rahmenbewegung ohne besonderen Kraftaufwand vollkommen willkürlich gestalten.
Die Mittel zum Andrücken der Haare an die Saiten beeinflussen im Gegensatz zu dem Bekannten die Haare eines jeden einzelnen Bündels in der Gesamtheit und stehen untereinander in Verbindung, wodurch besondere Federeinschaltungen zur Rückbewegung der Teile und die hiermit verknüpften Nachteile fortfallen. Die Einrichtung besteht darin, daß in Querlage zu den Haaren jeweilig Wellen angeordnet sind, welche einzeln zwischen Tragarmen und gegen die Violinbogenhaare dreh-40
bar Druckrollen halten und am Vorderende in bekannter Weise mit Tasten verbunden sind.
Um gleichzeitig den Nachklang der Saiten regeln zu können, sind am Rückende der Wellen Nocken vorgesehen und über diesen zu den Saiten herabreichende und an einem verschiebbaren Balken drehbar gelagerte Dämpfer aufgehängt, welche durch Hebelbelastung gegen die Saiten gedrückt werden und bei Drehung der Wellen einzeln oder bei Verschiebung des Lagerbalkens in ihrer Gesamtanzahl die Saiten freigeben, indem die Nocken die Dämpfer hierbei jeweilig stützen. Die Verschiebung des Lagerbalkens erfolgt durch eine Welle, welche am Rückende mit dem Balken durch eine Nase und am Vorderende in gleich. bekannter Weise, wie die übrigen Wellen, mit einer Taste in Verbindung steht, die wiederum durch einen Hebelmechanismus vom Sitz des Spielers aus zu bewegen ist. Zwar ist auch die Anordnung von Dämpfern bei Streichinstrumenten mit Tasten nicht neu, jedoch sind diese in der Regel an Federn aufgehängt, welche neben ihrer Unregelmäßigkeit in der Wirkungsweise dadurch leicht stören, daß bei der Gesamtbewegung die Dämpfer federnd gegen die Saiten schlagen.
Der Streichrahmen des Erfindungsgegenstandes ist außerdem nachspannbar vorgesehen; auch sind die Resonanzbodenkammern zur Erhöhung der durch die Rahmendurchführung beeinträchtigten Klangwirkung mehrfach abgeteilt und die Teilwände mit Schällöchern versehen.
In der Zeichnung ist der Gegenstand beispielsweise zur Darstellung gebracht.
Fig. ι zeigt das Streichklavier im Querschnitt und .
Fig. 2 in Aufsicht, während
Fig. 3 eine vordere Teilansicht von dem Instrument veranschaulicht.
Fig. 4 stellt in gedrängter Anordnung und etwas vergrößertem Maßstabe herausgezeichnet die Druckvorrichtung für die mittlere Saite im Querschnitt und Vorderansicht und
Fig. 5 die Dämpfer in Rückansicht in ihren verschiedenen Stellungen dar.
ίο Der Streichrahmen ι, welcher in Querlage zu den Saiten 2 durch den doppelten Resonanzboden 3 und durch. Schlitze 4 der seitlichen Gestellteile 5 sowie durch den gleichfalls geschlitzten Mittelfuß 6 reicht, ist mit Gleitklötzen 7 ausgerüstet, die über die an den Außenseiten der Gestellteile 5 befestigten Führungsleisten 8 greifen. Pedale 9, 10 dienen
. zur Bewegung des Streichrahmens 1 und sind mit ihm durch Zugseile 11 bzw. 12 o. dgl., welche über Rollen 13 bzw. 14 geleitet sind, verbunden. Diese Verbindungen sind derartig, daß sich der Streichrahmen 1 durch Niedertreten des linken Pedale"s 9 aufwärts und durch Treten des rechten Pedales 10 abwärts bewegt. Der Streichrahmen 1 trägt in geringem Abstande nach rechts von jeder Saite Violinbogenhaare 15, die durch Wirbel 16 nachspannbar sind. Um das Durchbiegen des oberen und unteren Rahmenteiles zu verhüten, sind letztere durch Bügel 17 überspannt und mit diesen in der Mitte durch Spannschrauben 18 verbunden.
Neben den Haaren 15 befinden sich (rechts) in einiger Höhe über den Saiten 2 Wellen 19 mit nach unten gerichteten Kurbeln 20 mit Druckrollen 21 (Fig. 4). Die Wellen 19 tragen
• außerdem an ihren Vörderendeii horizontal nach rechts gerichtete Kurbeln 22 und an den Hinterenden schräg nach unten (links) zeigende Nocken 23 (Fig. 5 in Rückansicht). Über letzteren sind an einem geschlitzten Balken 24 um Zapfen 25 drehbare und zu den Saiten 2 herabreichende Dämpfer 26 aufgehängt, während Zugstangen „27 die Kurbeln 22 mit den unter diesen um 28 drehbar angeordneten, sowie unter Einfluß von Federn 29 stehenden Tasten 30 verbinden. Beim Niederdrücken der letzteren findet eine Rechtsdrehung der Welle 19 statt, ' wodurch die Druckrollen 21 die Haare 15 gegen die zugehörigen Saiten 2 pressen (Fig. 4) und die Nocken 23 gleichzeitig die Dämpfer 26 jeweilig von den Saiten abheben (Fig. 5 in Rückansicht). Die Arme der Dämpfer 26 sind über ihre Drehachse in Schräglage nach oben links verlängert (Fig. 3 ; Fig. 5 in Rückansicht) und die Enden der Verlängerungen durch Gewichte 31 belastet, welche die Dämpfer 26 von links gegen die Saiten 2 drücken.
Der Balken 24 ruht mit Spielraum für seine Verschiebung in den Gestellteilen 5 und steht auf der linken Seite unter Einfluß einer Nase 32, die hier an einer Außenwelle 33, welche (wie die übrigen Wellen 19) mit einer Taste 34 in Verbindung steht, befestigt ist. Die Taste ist durch einen Draht 35, .welcher bei den übrigen Tasten 30 etwas verkürzt ist und zur Führung der Tastenvorderenden dient (Fig. 1), mit einem um Drehpunkt 36 beweglichen Hebel 37 verbunden (Fig. 3). Letzterer ruht mit seinem freien Ende über einer Nase 38, welche an einem bei 39 drehbar aufgehängten Hebel 40 befestigt ist, so daß bei Drehung des letzteren nach links durch Bewegungsübertragung eine Verschiebung des Lagerbalkens 24 nach rechts eintritt, wobei die Nocken 23 die Dämpfer 26 abstützen und letztere in ihrer Gesamtheit, wie in Fig. 5 in Rückansicht gezeichnet ist, die Saiten 2 freigeben. Die Teilwände der Resonanzbodenkammern sind mit und die Schallöffnungen mit 42 bezeichnet. . Das Streichklavier kann auch in der bei vielen Instrumenten bekannten Weise für elektrischen oder ^Federantrieb eingerichtet sein.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Streichklavier mit zu den Saiten auf und ab beweglichem Streichrahmen und Tasten, dadurch gekennzeichnet, daß an den Streichrahmen (1) unterhalb der Re- go sonanzböden (3) Rollenzüge (11, 13 bzw. 12,14) nicht nur, wie bekannt, für den Aufgang, sondern auch für den Niedergang angreifen, sowie daß zum Andrücken der Haare (15) an die Saiten Druckrollen (21) tragende Kurbelwellen (19) angeordnet sind, welche auf3erdem am Hinterende Nocken (23) für die Dämpfer (26) tragen, die an einem verschiebbaren Balken (24) aufgegehängt sind und durch Hebelbelastung an die Saiten gedrückt werden.
2. Streichklavier nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verschiebung des Balkens (24) eine Welle (33) in gleicher Weise wie die Wellen (19) mit einer Taste (34) verbunden ist und am Rückende eine Nase (32) trägt, die mit dem Balken (24) gleitbar in Verbindung steht, Während von der Taste (34) aus ein Hebelmechanismus (36, 37, 38, 39, 40) zur Bewegung durch das Knie zum Sitz des Spielers führt.
3. Streichklavier nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ober- und Unterteile des Streichrahmens (1) durch Bügel (17) überspannt sind, von welchen Spannschrauben (18) in die Rahmenteile greifen. ■ ."
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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