DE205017C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE205017C DE205017C DENDAT205017D DE205017DA DE205017C DE 205017 C DE205017 C DE 205017C DE NDAT205017 D DENDAT205017 D DE NDAT205017D DE 205017D A DE205017D A DE 205017DA DE 205017 C DE205017 C DE 205017C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- sulfur
- roasting
- sulphurous acid
- hydrogen sulphide
- vapor
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01B—NON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
- C01B17/00—Sulfur; Compounds thereof
- C01B17/02—Preparation of sulfur; Purification
- C01B17/06—Preparation of sulfur; Purification from non-gaseous sulfides or materials containing such sulfides, e.g. ores
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Geology (AREA)
- Inorganic Chemistry (AREA)
- Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 205017 KLASSE 12«. GRUPPE
Dr. EMIL FLEISCHER in DRESDEN.
Das neue Verfahren benutzt die an sich bekannte Reaktion, nach der durch Einwirkung
von schwefliger Säure auf. Schwefelwasserstoff Schwefel niedergeschlagen wird, wobei die beiden Gase durch Einwirkung von
Luft und Dampf auf erhitzte Schwefelmetalle gewonnen werden.
Diese Reaktion wird für die Gewinnung von Schwefel aus durch Hitze zersetzbaren
ίο mehrfachen Schwefelmetallen dadurch nutzbar
gemacht, daß in einem Schachtofen durch Röstung die schweflige Säure und gleichzeitig
eine genügende Hitze erzeugt wird, um einen Teil des Schwefels zu destillieren und mit
eingeführtem Dampf Schwefelwasserstoff zu erzeugen.
Nach dem eben Gesagten kann der Dampf entweder gleichzeitig mit der Luft zugelassen
werden oder an der- Stelle des Reaktionsgefäßes, an welcher die Bildung der schwefligen
Säure durch Aufzehrung des Sauerstoffs der eingeleiteten Luft nahezu vollendet ist.
. Aus dem Röstofen entweicht hiernach ein heißes Gemisch von schwefliger Säure und
Schwefelwasserstoff. Gerade die Anwesenheit von Schwefelwasserstoff und eventuell auch
die von überschüssigem Dampf unterscheidet hiernach die Abgase dieser Röstung von denen
der üblichen Röstverfahren für Schwefelmetalle.
Für die Einwirkung der schwefligen Säure auf Schwefelwasserstoff nach der Formel
SO2 + 2H2S = 3S + 2H2O
ergibt sich, daß die Dampfmenge, welche zur Bildung der genügenden Menge H2 S notwendig
ist, verhältnismäßig sehr groß sein muß. Theoretisch würde etwa x/3 des Schwefelmetalls
durch den Sauerstoff der Luft zu schwefliger Säure und 2J3 durch Wasserdampf
auf Schwefelwasserstoff geröstet werden müssen. Dazu würden 3 Vol. Sauerstoff oder etwa
15 Vol. Luft gehören auf 4 Vol. Wasserdampf. Diese Wasserdampfmenge entspricht ungefähr
der Sättigung der Luft mit Wasserdampf bei ungefähr 65 ° C. Die Dampfmenge kann also
durch Leiten von Luft durch 65 ° heißes Wasser erhalten werden, falls man nicht durch
ein Dampfstrahlgebläse den Dampf zuführen will. Im letzteren Falle kann man ihn auch
an einer höheren Stelle des Röstofens, als der Eintritt der Luft gelegen ist, eintreten lassen.
Da mehrfach geschwefelte Metalle dem vorliegenden Verfahren unterworfen werden, so
erfolgt zunächst die Ausscheidung des Schwefels aus dem entstandenen Schwefeldampf
durch eine erste Abkühlung des Gasgemisches. Diese Abkühlung muß über 100 ° bleiben, um
zu verhindern, daß der zweite Prozeß vor sich geht. Ist die Kühlung unter 100 ° gegangen,
dann findet die Reaktion zwischen schwefliger Säure und Schwefelwasserstoff statt, wenn für die Gegenwart von flüssigem
Wasser gesorgt wird. Dies kann entweder durch Kondensation eines anfänglich miteingeblasenen
Dampfüberschusses beschafft werden oder aber durch nachträglich in den zweiten Kühler zügeführtes Wasser.
Das Verfahren kann hiernach in einer Vorrichtung, wie sie in der beiliegenden Zeichnung
angegeben ist, ausgeführt werden.
Ein Röstofen α wird durch einen Rumpf b mit Schwefelmetallen beschickt. Unter dem
Rost c des Ofens wird Luft und Dampf durch die Röhren d und / zugeführt. Unten im
Ofen wird sich schweflige Säure, oben Schwefelwasserstoff bilden, und aus den mehrfach geschwefelten
Metallen wird der Schwefel verdampfen. Die übergehenden Gase kühlen sich in dem ersten Kühler g etwas ab, und der
sich ausscheidende flüssige Schwefel kann bei i abgezogen werden. In einem zweiten Kühler Ii,
der einem Gloverturm ähnlich sein kann, findet die Reaktion zwischen der schwefligen
Säure und dem Schwefelwasserstoff statt, nachdem die Kühlung auf unter 100 ° vorgeschritten
ist.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:i. Verfahren zur Gewinnung von Schwefel aus durch Hitze zersetzbaren mehrfachen Schwefelmetallen, wie Doppel-Schwefeleisen, gekennzeichnet durch gleichzeitige Destillation eines Teiles ihres Schwefels und Umsetzung des übrigen Schwefels zu schwefliger Säure und Schwefelwasserstoff durch gleichzeitige Röstung, mit Luft und Dampf in einem Schachtofen, derart, daß die durch die Röstung entstehende Hitze während des Aufsteigen s durch das frische Material für die genannten Vorgänge nutzbar gemacht wird, worauf durch Kühlung der freie Schwefeldampf niedergeschlagen und die schweflige Säure und der Schwefelwasserstoff in Gegenwart von flüssigem Wasser zur gegenseitigen Zersetzung gebracht werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der durch die Hitze der Röstung entstehende Schwefeldampf zunächst durch eine geringere, den Wasserdampf noch nicht kondensierende Abkühlung aus den Röstgasen niedergeschlagen wird und darauf durch Weiterkühlung bis zur Kondensation des noch vorhandenen Wasserdampfes oder durch Zusetzen von flüssigem Wasser die Einwirkung der schwefligen Säure auf den Schwefelwasserstoff unter Schwefelabscheidung herbeigeführt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE205017C true DE205017C (de) |
Family
ID=467295
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT205017D Active DE205017C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE205017C (de) |
-
0
- DE DENDAT205017D patent/DE205017C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP0067439B1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur stufenweisen Anreicherung von Deuterium und/oder Tritium in einem für den Isotopenaustausch von Deuterium und Tritium mit Wasserstoff geeigneten Stoff | |
| DE3003635C2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Entarsenierung arsenhaltiger Materialien | |
| DE2717303C2 (de) | Verfahren zur Wiedergewinnung von Metallen, insbesondere Vanadium, aus dem bei der Verbrennung von Öl anfallenden Ruß | |
| DE1592324A1 (de) | Verfahren zur Reinigung eines hauptsaechlich aus Ammoniak bestehenden Gases | |
| DE205017C (de) | ||
| DE2537451C2 (de) | Verfahren zum Umsetzen des in Koksofengasen enthaltenen Ammoniaks in Stickstoff und Wasser und des Schwefelwasserstoffs zu Schwefel | |
| DE452784C (de) | Gewinnung von Zink aus oxydischen Erzen | |
| DE2102662A1 (de) | Verfahren und Anlage zur Gewinnung von Deuterium | |
| DE759365C (de) | Herstellung konzentrierter Salpetersaeure aus Stickoxyden, Sauerstoff bzw. solchen enthaltenden Gasen und Wasser | |
| DE298042C (de) | ||
| DE1174079B (de) | Verfahren zur Gewinnung von Feinzink durch Mehrfachdestillation | |
| DE217458C (de) | ||
| DE2207491C3 (de) | Verfahren zur Verringerung des Pyritschwefelgehalts in Kohle | |
| DE911973C (de) | Verfahren zur Umsetzung von Kohlenoxyd mittels Wasserdampfs zu Kohlendioxyd und Wasserstoff | |
| DE690708C (de) | Verfahren zur Herstellung von Kalksalpeter aus den Destillationsgasen fester Brennstoffe | |
| DE589084C (de) | Gewinnung von Schwefel aus eisensulfidhaltigen Stoffen durch Chlorierung | |
| DE818799C (de) | Verfahren zur Gewinnung von reinem Schwefel aus seiner Verunreinigungen enthaltenden Loesung in einem organischen Loesungsmittel | |
| DE300383C (de) | ||
| AT155029B (de) | Verfahren zur Darstellung von schwerem Wasser. | |
| AT133138B (de) | Verfahren zur Herstellung von Kupfervitriol. | |
| DE2028684C3 (de) | Verfahren zum Aufschließen von Anodenschlamm aus der Kupferelektrolyse | |
| DE149559C (de) | ||
| DE846463C (de) | Verfahren zur Aufarbeitung kadmiumhaltiger Rueckstaende | |
| DE295709C (de) | ||
| DE374777C (de) | Verfahren zur Herstellung von Ammoniak durch Zersetzung von Nitriden |