DE205017C - - Google Patents

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DE205017C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B17/00Sulfur; Compounds thereof
    • C01B17/02Preparation of sulfur; Purification
    • C01B17/06Preparation of sulfur; Purification from non-gaseous sulfides or materials containing such sulfides, e.g. ores

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 205017 KLASSE 12«. GRUPPE
Dr. EMIL FLEISCHER in DRESDEN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 21. April 1907 ab.
Das neue Verfahren benutzt die an sich bekannte Reaktion, nach der durch Einwirkung von schwefliger Säure auf. Schwefelwasserstoff Schwefel niedergeschlagen wird, wobei die beiden Gase durch Einwirkung von Luft und Dampf auf erhitzte Schwefelmetalle gewonnen werden.
Diese Reaktion wird für die Gewinnung von Schwefel aus durch Hitze zersetzbaren
ίο mehrfachen Schwefelmetallen dadurch nutzbar gemacht, daß in einem Schachtofen durch Röstung die schweflige Säure und gleichzeitig eine genügende Hitze erzeugt wird, um einen Teil des Schwefels zu destillieren und mit eingeführtem Dampf Schwefelwasserstoff zu erzeugen.
Nach dem eben Gesagten kann der Dampf entweder gleichzeitig mit der Luft zugelassen werden oder an der- Stelle des Reaktionsgefäßes, an welcher die Bildung der schwefligen Säure durch Aufzehrung des Sauerstoffs der eingeleiteten Luft nahezu vollendet ist.
. Aus dem Röstofen entweicht hiernach ein heißes Gemisch von schwefliger Säure und Schwefelwasserstoff. Gerade die Anwesenheit von Schwefelwasserstoff und eventuell auch die von überschüssigem Dampf unterscheidet hiernach die Abgase dieser Röstung von denen der üblichen Röstverfahren für Schwefelmetalle.
Für die Einwirkung der schwefligen Säure auf Schwefelwasserstoff nach der Formel
SO2 + 2H2S = 3S + 2H2O
ergibt sich, daß die Dampfmenge, welche zur Bildung der genügenden Menge H2 S notwendig ist, verhältnismäßig sehr groß sein muß. Theoretisch würde etwa x/3 des Schwefelmetalls durch den Sauerstoff der Luft zu schwefliger Säure und 2J3 durch Wasserdampf auf Schwefelwasserstoff geröstet werden müssen. Dazu würden 3 Vol. Sauerstoff oder etwa 15 Vol. Luft gehören auf 4 Vol. Wasserdampf. Diese Wasserdampfmenge entspricht ungefähr der Sättigung der Luft mit Wasserdampf bei ungefähr 65 ° C. Die Dampfmenge kann also durch Leiten von Luft durch 65 ° heißes Wasser erhalten werden, falls man nicht durch ein Dampfstrahlgebläse den Dampf zuführen will. Im letzteren Falle kann man ihn auch an einer höheren Stelle des Röstofens, als der Eintritt der Luft gelegen ist, eintreten lassen. Da mehrfach geschwefelte Metalle dem vorliegenden Verfahren unterworfen werden, so erfolgt zunächst die Ausscheidung des Schwefels aus dem entstandenen Schwefeldampf durch eine erste Abkühlung des Gasgemisches. Diese Abkühlung muß über 100 ° bleiben, um zu verhindern, daß der zweite Prozeß vor sich geht. Ist die Kühlung unter 100 ° gegangen, dann findet die Reaktion zwischen schwefliger Säure und Schwefelwasserstoff statt, wenn für die Gegenwart von flüssigem Wasser gesorgt wird. Dies kann entweder durch Kondensation eines anfänglich miteingeblasenen Dampfüberschusses beschafft werden oder aber durch nachträglich in den zweiten Kühler zügeführtes Wasser.
Das Verfahren kann hiernach in einer Vorrichtung, wie sie in der beiliegenden Zeichnung angegeben ist, ausgeführt werden.
Ein Röstofen α wird durch einen Rumpf b mit Schwefelmetallen beschickt. Unter dem Rost c des Ofens wird Luft und Dampf durch die Röhren d und / zugeführt. Unten im Ofen wird sich schweflige Säure, oben Schwefelwasserstoff bilden, und aus den mehrfach geschwefelten Metallen wird der Schwefel verdampfen. Die übergehenden Gase kühlen sich in dem ersten Kühler g etwas ab, und der sich ausscheidende flüssige Schwefel kann bei i abgezogen werden. In einem zweiten Kühler Ii, der einem Gloverturm ähnlich sein kann, findet die Reaktion zwischen der schwefligen Säure und dem Schwefelwasserstoff statt, nachdem die Kühlung auf unter 100 ° vorgeschritten ist.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Verfahren zur Gewinnung von Schwefel aus durch Hitze zersetzbaren mehrfachen Schwefelmetallen, wie Doppel-Schwefeleisen, gekennzeichnet durch gleichzeitige Destillation eines Teiles ihres Schwefels und Umsetzung des übrigen Schwefels zu schwefliger Säure und Schwefelwasserstoff durch gleichzeitige Röstung, mit Luft und Dampf in einem Schachtofen, derart, daß die durch die Röstung entstehende Hitze während des Aufsteigen s durch das frische Material für die genannten Vorgänge nutzbar gemacht wird, worauf durch Kühlung der freie Schwefeldampf niedergeschlagen und die schweflige Säure und der Schwefelwasserstoff in Gegenwart von flüssigem Wasser zur gegenseitigen Zersetzung gebracht werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der durch die Hitze der Röstung entstehende Schwefeldampf zunächst durch eine geringere, den Wasserdampf noch nicht kondensierende Abkühlung aus den Röstgasen niedergeschlagen wird und darauf durch Weiterkühlung bis zur Kondensation des noch vorhandenen Wasserdampfes oder durch Zusetzen von flüssigem Wasser die Einwirkung der schwefligen Säure auf den Schwefelwasserstoff unter Schwefelabscheidung herbeigeführt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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