DE217458C - - Google Patents

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DE217458C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F26DRYING
    • F26BDRYING SOLID MATERIALS OR OBJECTS BY REMOVING LIQUID THEREFROM
    • F26B25/00Details of general application not covered by group F26B21/00 or F26B23/00
    • F26B25/005Treatment of dryer exhaust gases
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F26DRYING
    • F26BDRYING SOLID MATERIALS OR OBJECTS BY REMOVING LIQUID THEREFROM
    • F26B21/00Arrangements for supplying or controlling air or other gases for drying solid materials or objects
    • F26B21/30Controlling, e.g. regulating, parameters of gas supply
    • F26B21/33Humidity
    • F26B21/333Humidity by condensing the moisture in the drying medium, which may be recycled, e.g. using a heat pump cycle

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  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES Λ
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVi 217458 KLASSE 82«. GRUPPE
bei der Zuckerfabrikation.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 7. März 1908 ab.
Die in der Zuckerfabrikation notwendigen, im Kalkofen erzeugten Saturationsgase müssen, nachdem sie zuweilen zur Vorwärmung des im Kalkofen selbst zur Anwendung kommenden Rohmaterials benutzt worden sind, vor ihrer Verwendung zum Saturieren einer Reinigung und Abkühlung unterworfen werden, was gewöhnlich dadurch erreicht wird, daß man die Gase durch einen Wascher schickt, in welchem sie ihre mechanischen Verunreinigungen zurücklassen und gleichzeitig auch die überschüssige Hitze, die besonders für die Kohlensäurepumpe nachteilig ist, verlieren.
Die vorliegende Erfindung will dagegen diese Hitze, die bisher nur lästig war, in anderer und günstigerer Weise ausnutzen, und zwar dadurch, daß die^ aus dem Kalkofen kommenden Gase nach Abscheidung der mechanischen Verunreinigungen durch die zu trocknenden Schnitzel geleitet werden, so daß also die Wärme der Saturationsgase die Schnitzel trocknung bewirkt, worauf die jetzt mit Wasserdampf gesättigten Saturationsgase vor ihrer Verwendung zum Saturieren von diesem Wasserdampf wieder befreit werden. Hierbei ist zu beachten, daß es an sich keineswegs unbekannt ist, heiße Ofengase direkt zur Trocknung verschiedener Materialien zu benutzen. Indessen liegt hier insofern ein besonderer Fortschritt vor, als Gase zur Benutzung kommen, die nach . der Trocknung noch einem besonderen Zwecke, nämlich der Saturation, dienen und die man bisher unter Preisgabe ihrer Wärme in besonderen Apparaten abgekühlt hat. Durch vorliegende Erfindung wird nun nicht nur die Wärme der Gase für die Fabrikation selbst ausgenutzt, sondern die Gase werden bei der gewählten Art ihrer Verwendung zum Trocknen auch gleichzeitig in denjenigen Zustand übergeführt, der für ihre Benutzung zum Saturieren notwendig ist. Dies bedeutet für die Fabrikation einen erheblichen ökonomischen Vorteil, wenn man berücksichtigt, daß bisher für die Schnitzeltrocknung entweder eine besondere Feuerung oder eine besondere Dampfquelle vorhanden sein mußte. Das neue Verfahren macht hierbei auch den bisher üblichen Wascher für die Saturationsgase überflüssig, da die zu trocknende Schnitzelmasse selbst den Körper darstellt, durch welchen die Gase von ihren noch zurückgehaltenen Verunreinigungen befreit werden, und da die Gase den Trocknungsapparat mit einer Temperatur verlassen, die ihre Verwendung in der Saturation ohne weiteres gestattet.
Die Durchführung des Verfahrens geschieht zweckmäßig in der Weise, daß die aus dem Kalkofen kommenden Gase zunächst von den mechanischen Verunreinigungen befreit werden, indem sie beispielsweise durch ein entsprechend . gestaltetes Filter geschickt werden und nunmehr durch Rohrleitungen dem in beliebiger Weise ausgestalteten Trockenapparat zur Schnitzeltrocknung zugeführt werden, derart, daß weder bei der Filtration noch bei der Trocknung der Zutritt von Luft, der eine Verdünnung der Gase bewirken könnte, mög-
lieh ist. Infolge Einwirkung dieser heißen Gase in dem Trockenapparat wird, wie üblich, das in der Schnitzelmasse enthaltene Wasser nach und nach verdampft, und die sich bildenden Wasserdämpfe werden zusammen mit den Gasen am besten durch die schon jetzt in der Zuckerfabrik übliche Kohlensäurepumpe abgesogen. Ehe sie indessen zum Saturieren gelangen, werden sie zweckmäßig durch einen
ίο Kondensator geschickt, in welchem die mitgenommenen Wasserdämpfe zur Kondensation gebracht und die Saturationsgase also von diesen befreit werden. Zweckmäßig wird dieser Kondensator zwischen Kohlensäurepumpe und Trockenapparat eingeschaltet, so daß die Pumpe nur das Volumen der nicht mit Wasserdampf beschwerten Gase zu befördern hat. Nachdem auf diese Weise die Gase einerseits in der Schnitzelmasse vollständig gereinigt worden sind, andererseits durch Ausübung der Trocknung ihre überschüssige Wärme verloren haben, können sie durch die Pumpe ohne weiteres zum Saturieren verwendet werden. Wie schon erwähnt, wird durch Anwendung dieses Verfahrens in der Zuckerindustrie insofern eine erhebliche Ersparnis herbeigeführt, als für die Schnitzeltrocknung die Schaffung einer besonderen Feuerungsanlage oder einer besonderen Dampfquelle, wie bisher üblich, überflüssig wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Abkühlung und Reinigung der im Kalkofen erzeugten Saturationsgase bei der Zuckerfabrikation, dadurch gekennzeichnet, daß die Gase nach Abscheidung der mechanischen Verunreinigungen durch die zu trocknenden Schnitzel geleitet und vor ihrer Verwendung zum Saturieren von dem aufgenommenen Wasserdampf wieder befreit werden.
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