DE480512C - Verfahren zur Ausnutzung der Brueden von Verdampfungsapparaten zum Eindicken von Loesungen oder zum Trocknen fester Stoffe - Google Patents

Verfahren zur Ausnutzung der Brueden von Verdampfungsapparaten zum Eindicken von Loesungen oder zum Trocknen fester Stoffe

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Publication number
DE480512C
DE480512C DESCH60238D DESC060238D DE480512C DE 480512 C DE480512 C DE 480512C DE SCH60238 D DESCH60238 D DE SCH60238D DE SC060238 D DESC060238 D DE SC060238D DE 480512 C DE480512 C DE 480512C
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DE
Germany
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steam
pressure
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broths
evaporation apparatus
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Expired
Application number
DESCH60238D
Other languages
English (en)
Inventor
Otto Hermann Hartmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Schmidtsche Heissdampf GmbH
Original Assignee
Schmidtsche Heissdampf GmbH
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Publication date
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D1/00Evaporating

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description

  • Verfahren zur Ausnutzung der Brüden von Verdampfungsapparaten zum Eindicken von Lösungen oder zum Trocknen fester Stoffe Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Ausnutzung der Brüden von Verdampfungsapparaten, welche zum Eindicken von Lösungen oder zum Trocknen fester Stoffe dienen und mit unter höherem als atmosphärischem Druck stehendem Abdampf der Hoch4ruckstufe einer Dampfmaschine beheizt werden.
  • Zur Erzeugung destillierten Wassers, hauptsächlich für Kesselspeisung, ist es bekannt, mit unter höherem als atmosphärischem Druck stehendem Abdampf der Hochdruckstufe einer Dampfmaschine den Destillierapparat zu beheizen und den gewonnenen Destillationsdampf als Betriebsdampf in der Niederdruckstufe zu verwenden, wobei zum Ausgleich der Schwankungen in der Belastung und damit ion dem Dampfverbrauch der Hochdruckstufe der Ab dampf derselben unter Einschaltung eines Drosselgliedes dem Destillationsdampf vor seinem Eintritt in die Niederdruckstufe beigemischt wird. Auch ist es bekannt, in derartige Brüdendampfleitungen Wasserabscheider einzubauen. Um demgegenüber zum Unterschied von aus der Destillation von Speisewasser gewonnenem Dampf die mehr oder weniger stark verunreinigten Brüden von Verdampfungsapparaten zum Eindicken von Lösungen oder zum Trocknen fester Stoffe als Betriebsdampf von höherer als atmosphärischer Spannung, und zwar vollkommen unabhängig von den Belastungsschwankungen der Hochdruckmaschine, verwenden zu können, kennzeichnet sich das Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung durch die Vereinigung einer mit einer Eintrittsspannung von wenigstens 25 Atm. arbeitenden Hocildruck-Gegendruck-Maschine, einer Vorrichtung zur Reinigung der durch den Abdampf der Hochdruck-Gegendruck-Maschine erzeugten Brüden und eines Heißwasserwärmespeichers, der ebenso wie die Verdampfungsapparate unter höherem als atmosphärischem Druck steht und dessen Dampf dann unabhängig von den Belastungsschwankungen der Hochdruckmaschine als Betriebsdampf weitere Verwendung finden kann. Je nach dem Anwendungsfall ist dem Heißwasserwärmespeicher eine chemische Reinigungsvorrichtung oder eine mechanische Reinigungsvorrichtung in Form eines Filters vorzuschalten, oder unter Umständen sind beide Formen der Reinigungsvorrichtung notwendig. Eine vorteilhafte Ausführungsform ist hierbei die, daß das Filter zum Abscheiden der Unreinigkeiten aus dem zugeführten Brüdendampf im Speicher selbst vorgesehen ist.
  • Es ist bei Dampfkraftanlagen an sich bekannt, zum Ausgleich der Schwankungen im Niederdrucknetz Heißwasserspeicher als Dampfspeicher einzubauen, welche indessen in diesem Fall mit dem Abdampf der Hochdruckmaschinen betrieben werden. Demgegenüber gelangt bei dem Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung in den Heißwasserspeicher nicht der Abdampf der Hochdruckmaschine, sondern der mittelbar durch diesen Abdampf erzeugte Brüden nach vorheriger Entfernung der für seine Eigenschaft als Betriebsdampf schädlichen Verunreinigungen durch geeignete : Reinigungsvorrichtungen.
  • Der Druck im Wärmespeicher wird stets über dem atmosphärischen gehalten. Die Entlüftung des Speichers läßt sich in bekannter Weise ermöglichen, gegebenenfalls kann das Eindringen von Luft in den Speicher überhaupt verhütet werden. Durch das unmittelbare Einführen der gereinigten Brüden in den Wasserraum des Speichers wird der Druckabfall vermieden, der bei Zwischenschaltung einer Wärmeaustauscheinrichtung im Wärmer speicher sonst, eintreten würde.
  • Bei dem Verfahren nach der Erfindung ist es möglich, selbst mehrstufige Verdampfungsprozesse zum Eindicken von Lösungen oder zum Trocknen fester Stoffe in sehr wirtschaftlicher Weise unter hohen Temperaturen durchzuführen. Man kann beispielsweise ohne Schwierigkeiten eine mehrstufige Verdampfungsanlage mit einem Temperaturgefälle von I80" auf I33° entsprechend Drücken von 10 und 3 Atm. abs. anwenden. Dadurch ergeben sich kleinere, sehr leistungsfähige Heizflächen in den Verdampfungsapparaten. Letztere erhalten entsprechend kleinere Abmessungen und werden wohlfeiler in der Herstellung.
  • Auch wird die Abführung des Eindampfgutes selbst aus dem letzten Verdampfapparat wesentlich vereinfacht. Vor dem Eintritt in die Verdampfanlage kann bei dieser Anordnung aus dem Heizdampf eine recht beträchtliche Arbeit gewonnen werden, und auch hinter dem Wärmespeicher ist noch ungefähr die gleiche Arbeit in einer KondXensationsmaschine zu gewinnen, wenn die Abwärme nicht für Heizzwecke verwendet wird.
  • In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. A ist eine mit einer Eintritts spannung von wenigstens 25 Atm. arbeitende Hochdruck-Gegendruck-Maschine. Der Abdampf dieser Maschine geht durch die Leitung a zu einer Heizschlange b eines Verdampfungsapparates B.
  • Die in diesem bei der Eindickung von Lösungen oder beim Trocknen fester Stoffe mit einem Druck von einigen Atmosphären entstehenden Brüden werden durch eine Leitung c, in welche ein chemischer Reiniger D eingeschaltet ist, dem Wasserraum des Wärmespeichers C mit Hilfe eines gelochten Rohres d zugeführt. Durch Leitung e wird der im Wärmespeicher entstehende Dampf zu einer Verbrauchsstelle, z. B. einer Kondensationsdampfkraftmaschine E, geleitet. Im Wärmespeicher ist um das Dampfzuleitungsrohr d ein Filter F eingebaut, das die im Reiniger D noch nicht ausgeschiedenen mechanischen Verunreinigungen zurückhält. Diese Verunreinigungen lassen sich durch Leitung f mit Absperrventil g abziehen. Durch Ventil h kann der Wärmespeicher entlüftet werden.
  • PATENTANSPRCHE: I. Verfahren zur Ausnutzung der Brüden von Verdampfungsapparaten zum Eindicken von Lösungen oder zum Trocknen fester Stoffe, die mit unter höherem als atmosphärischem Druck stehendem Abdampf der Hochdruckstufe einer Dampfmaschine beheizt werden, gekennzeichnet durch die Vereinigung einer mit einer Eintrittsspannung von wenigstens 25 Atm. arbeitenden Hochdruck-Gegendruck-iMaschine, einer Vorrichtung zur Reinigung der durch den Ab dampf der Hochdruck-Gegendruck-Maschine erzeugten Brüden und eines ebenfalls unter höherem als atmosphärischem Druck stehenden Heißwasserwärmespeichers, dessen Dampf dann unabhängig von den Belastungsschwankungen der Hochdruckmaschine als Betriebsdampf weiter Verwendung findet.

Claims (1)

  1. 2. Wärmespeicher für das Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Speicher ein Filter zum Abscheiden von Unreinigkeiten aus dem zugeführten Brüdendampf vorgesehen ist.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE915815C (de) * 1943-03-27 1954-07-29 Huels Chemische Werke Ag Verfahren zur Ausnuetzung des in Turbinen nicht genutzten Waermegefaelles durch Verdampferanlagen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE915815C (de) * 1943-03-27 1954-07-29 Huels Chemische Werke Ag Verfahren zur Ausnuetzung des in Turbinen nicht genutzten Waermegefaelles durch Verdampferanlagen

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