DE2043943B2 - Farbumkehrverfahren - Google Patents
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Description
, -S χ
,Sx / \
[i C = C C
/'■Ν' NC— NK
CH., I ,/ I
C2H5 O C2H5
"-N
R"
C = C
C = S
-N
i
R2
enthält, worin bedeuten:
X ein Sauerstoff-, Schwefel- oder Selenatom ode/die Gruppe
NP J
Thiazol-, Benzthiazol-, Naphthothiazol-, Oxazol-, Benzoxazol-, Naphthoxazol-, Selenazol-, Benzselenazol-, Naphthoselenazol-,
Indolenin-, Benzimidazol-, Naphthimidazol-, 2-Chinolin- oder 2-Pyridinringes erforderlichen Atome und
R1, R^ r.
und R1 jeweils ein Wasserstoffatom, einen Methyl-,
Äthyl-, n-Propyl-, η-Butyl-, Isobutyl-, n-Amyl-, 2-Methoxyäthyl-2-Hydroxyäthyl-,
Allyl-, Benzyl-, Phenyl-, Carboxymethyl-, Carboxyäthyl-, Sulfomethyl-, Sulfopropyl-, -»n
Sulfobutyl-, 4-Carboxyphenäthyl-, 4-Sulfophenäthyl-, Phenäthyl-, 4-Carboxyphenyl-
oder 4-Sulfophenylrest.
oder
C ■---= C
C2H5
C = S
C=^C
C = S
N-
C —
H,C
H,C
C -= C
Sx
C-N
CH,
Die Erfindung betrifft ein Farbumkehrverfahren zur Herstellung eines positiven Farbbildes aus einem
lichtempfindlichen, farbphotographischen, spektral sensibilisierten, mehrschichtigen, siiberhalogenidhaltigen
Aufzeichnungsmaterial.
In einem farbphotographischen lichtempfindlichen Mehrschichtenmaterial, das auf einem Träger eine
rotempfindliche, eine grünempfindliche und eine blcuempfindliche Emulsionsschicht aufweist, besitzt die
Farbe, die durch die Umsetzung des Oxydationsproduktes eines aromatischen primären Amins als Farbentwicklermittel und eines Farbbildners oder -kupplers
gebildet wurde, die Fähigkeit zum Absorbieren von anderem Licht in gewissem Ausmaß als dem zu
absorbierenden Licht. Beispielsweise absorbiert ein Magentafarbstoff bis zu einem gewissen Ausmaß blaues
und rotes Licht außer dem zu absorbierenden grünen Licht. In ähnlicher Weise absorbieren ein gelber
Farbstoff und ein Cyanfarbstoff bis zu einem gewissen Ausmaß jeweils anderes Licht als blaues bzw. rotes
Licht. Eine derartige unerwünschte und unnötige Absorption durch den Farbstoff neigt zu einer
Herabsetzung des Farbkontrastes und daher zu einem
Dunkelwerden der erhaltenen Farbe und zu einer
Erniedrigung der Sättigung.
Die Erniedrigung der Farbsättigung durch die unnötige Absorption des Farbstoffes kann bis zu einem
gewissen Ausmaß durch das Hervorbringen eines Zwischenbildeffektes unterbunden werden. Der Zwischenbildeffekt ist eine Erscheinung, bei welcher die
Bildung eines Farbbildes in einer photographischen Emulsionsschicht einen Einfluß auf die Bildung eines
Farbbildes in einer anderen photographischen Emulsionsschicht in einem farbphotographischen lichtempfindlichen Mehrschichtenmaterial ausübt, und durch
einen derartigen Zwischenbildeffekt kann der Farbkontrast erhöht werden.
Der den Farbkontrast steigernde Zwischenbildeffekt kann in folgender Weise definiert werden. Eine
gegenüber rotem Licht empfindliche Silberhalogenidemulsion, die für die Bildung eines Cyanfarbbildes nach
der Entwicklung vorgesehen ist, wird auf eine Filmunterlage aufgebracht, worauf eine gegenüber
blauem Licht empfindliche Silberhalogenidemulsion, die für die Bildung eines Gelbfarbbildes nach der Entwicklung vorgesehen ist, auf die rotempfindliche Emulsions-
schicht aufgebracht wird. Die so erhaltene Probe wird in
zwei Teile geschnitten. Ein Teil davon (Probe I) wird mit rotem Licht allein einer Keilbelichtung unterworfen,
während der andere Teil (Probe II) mit rotem Licht in dem gleichen Belichtungsausmaß und dann mit blauem
Licht belichtet wird, wobei der gleiche photographische Effekt wie vorstehend erhalten wird. Dabei wird ein
Keilbild nur in der unteren rotempfindlichen Emulsionsschicht der Probe I gebildet, und außerdem wird ein
Keilbild auch in der oberen blauempfindlichen Schicht und in der unteren rotempfindlichen Schicht der Probe
II gebildet. Nach der Entwicklung werden die Kontraste der in den rotempfindlichen Schichten von Probe I und
Probe Il gebildeten Cyanfarbbilder durch Bestimmung deren Dichten festgestellt. Wenn der Kontrast des
Cyanfarbbildes der Probe I höher ist als der Kontrast des Cyanfarbbildes der Probe II, ist der Zwischenbildeffekt
aufgetreten. In einem farbphotographischen lichtempfindlichen Mehrschichtenmaterial mit einer rotempfindlichen
Schicht, einer grünempfindlichen Schicht und einer blauempfindlichen Schicht auf einem Träger
können die Kontraste des Gelbfarbbildes und des Magentafarbbildes ebenfalls durch derartige Zwischenbildeffekte
gesteigert werden. Der hier verwendete Ausdruck »Zwischenbildeffekt« bezeichnet eine Erhöhung
des Farbkontrastes, wie vorstehend beschrieben.
Ein derartiger Zwischenbildeffek l ist in der Farbenphotographie
eine allgemeine bekannte Erscheinung. So ist z. B. in W. T. Hanson & Horton »Journal of the
Optical Society of America«, 42, Seiten 663 bis 669 (1952) und A. Thiels »Zeitschrift für wissenschaftliche
Photographic Pl.jtophysik und Photochemie« 47,
Seiten 106 bis 118 und Seiten Ή6 bis 255 (1952), beschrieben, daß der Farbkontrast, der bei Belichtung
eines photographischen lichtempfindlichen Mehrschichtenmaterials mit monochromatischem Licht erhalten
wird, höher ist als im Falle einer Belichtung dieses Materials mit weißem Licht, und daß somit die
Farbsättigung im ersteren Fall höher ist als im letzteren Fall.
Es ist bekannt, daß der Zwischenbildeffekt für die Erhöhung des Farbkontrastes wichtig ist, jedoch war die
Art und Weise zur Erhöhung dieses Zwischenbildeffektes nicht ausreichend bekannt. Obgleich es z. B. bekannt
war, daß ein derartiger Zwischenbildeffekt durch die Verwendung eines Kupplers hervorgerufen wird, der
zum Freisetzen von entwicklungshemmenden Substanzen bei der Kupplung, beispielsweise Benztriazol- oder
Mercaptoverbindungen, fähig ist, oder bei Verwendung einer Verbindung, beispielsweise von Hydrochinon, die
zur Freisetzung einer Hemmsubstanz bei der Entwicklung, z. B. von Jodionen, fähig ist, sind derartige
Verbindungen gewöhnlich instabil und werden leicht zersetzt oder bewirken eine beachtliche Desensibilisierung,
wodurch deren Auswahl begrenzt ist. Demgemäß wurde es bisher als schwierig angesehen, den Kontrast
durch den Zwischenbildeffekt zu erhöhen ohne nachteilige Einflüsse auf die photographischen Eigenschaften
auszuüben.
Photographische farbkupplerhaltige Aufzeichnungsmaterialien, die in den lichtempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschichten
einen Nullmethinmerocyaninfarbstoff enthalten, sind z. B. in der DE-AS 11 31 991 und
in der FR-PS 15 01484 beschrieben. Diese Aufzeichnungsmaterialien
sind jedoch für ein Negativfarbverfahren vorgesehen, wobei ein Farbnegativbild durch eine
Farbnegativentwicklung unmittelbar nach der Belichtung mit einem positiven Lichtbild erhalten wird. Dabei
wird insbesondere eine Erhöhung der Blauempfindlichkeit angestrebt.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung eines farbphotographischen, spektral sensibilisierten, mehrschichtigen,
silberhalogenidhaltigen Aufzeichnungsmaterials, mit dem farbige Kopien mit einer höheren
Farbsättigung als bisher hergestellt werden können, wobei die unerwünschte Absorption der jeweiligen
Bildfarbstoffe unter Ausnutzung des Zwischenbilc'jffektes korrigiert und ausgeglichen wird, ohne daß eine
Abnahme der photographischen Empfindlichkeit eintritt.
Zur Lösung dieser Aufgabe verwendet man ein Aufzeichnungsmaterial das in wenigstens einer Schicht
einen Nullmethinmerocyaninfarbstoff der allgemeinen Formel (I)
\
C = C
C = C
U=C
R1
enthält, worin bedeuten:
X
X
C=S
N
R2
R2
ein Sauerstoff-.. Schwefel- oder Selenatom oder
die Gruppe
R',
die zur Vervollständigung eines Thiazolin-, Thiazol-, Benzthiazol-, Naphthothiazol-, Oxazol-,
Benzoxazol-, Naphthoxazol-, Selenazol-, Benzoselenazol-, Naphthoselenazol-, lndolenin-,
Benzimidazol-, Naphthimidazol-, 2-Chinolin- oder 2-Pyridinringes erforderlichen Atome und
und RJ jeweils ein Wasserstoffatoip, einen Methyl-,
■"' Äthyl-, n-Propyl-, η-Butyl-, Isobutyl-, n-Amyl-,
2-Methoxyäthyl-2-Hydroxyäthyl-, Allyl-, Benzyl-, Phenyl-, Carboxymethyl-, Carboxyäthyl-,
Sulfomethyl-, Sulfopropyl-, Sulfobutyl-, 4-Carboxyphenäthyl-, 4-Sulfophenäthyl-, Phenäthyl-,
4' 4-Carboxyphenyl- oder 4-Sulfophenylrest.
Beispiele für die durch Z vervollständigten heterocyclischen Ringe sind:
-,o 4-Methylthiazolin,4-Phenylthiazolin,
Thiazol, 4-Methylthiazol, 4-Phenylthiazol,
5-Methylthiazol, 4,5-Dimethylthiazol,
Benzthiazol, 4-Chlorbenzthiazol,
S-Chlorbenzthiazol.ö-Chlorbenzthiazol,
7-Chlorbenzthiazol, 5-Methylbenzthiazol,
7-Chlorbenzthiazol, 5-Methylbenzthiazol,
6-Brombenzthiazol, 5-Phenylbenzthiazol,
5-Methoxybenzthiazol,
6-Methoxybenzthiazol, 5-]odbenzthiazol,
5-Äthoxybenzthiazol,
bo 6-Hydroxybenzthiazol,
bo 6-Hydroxybenzthiazol,
5-Carboxyäthylbenzthiazol,
6-Sulfobenzthiazol,
Naphtho[l,2]-thiazol, Naphtho[2,l]-thiazol,
5-Methoxynaphtho[2,l]-thiazol,
„5 7-Sulfoäthylnaphtho[l,2]-thiazoI,
„5 7-Sulfoäthylnaphtho[l,2]-thiazoI,
4-Methyloxazol, 5-Methyloxazol,
4-Phenyloxazol, 4-Äthyloxazol,
4,5-Dimethyloxazol, Benzoxazol,
5-Chlorbenzoxazol, 5-Methylbenzoxazol,
5-Phenylbenzoxazol, 5,6-Dimethylbenzoxazol,
5-Methoxybenzoxazol, S-Hydroxybenzoxazol.ö-Sulfobenzoxazol,
6-Carboxyäthylbenzoxazol, Naphtho[l,2]-oxazol,Naphtho[2,l]-oxazol,
^MethylselenazoH-Phenylselenazol, Benzselenazol.S-Chlorbenzselenazol,
5-Methoxybenzselenazol, 5-Hydroxybenzselenazol,
Tetrahydrobenzselenazol, Naphtho[l,2]-selenazol,
Naphtho[2,l} selenazol, 33-Dimethylindolenin,
33-DiäthyIindole nin, 3,3,7-Trimethylindolenin,
3-ÄthylbenzimidazoI, 3-Phenylbenzimidazol, 5-Chlorbenzimidazol.
l^-Diäthyl-S.e-dichlorbenzimidazoI,
3-Äthylnaphtho[2,l]-imidazol, 3-Phenylnaphtho[l,2]-imidazoI,
Chinolin, 3-Methylchinolin, 5-Methylchinolin, 7-Methylchinolih«
S-Methylchinolin.ö-Chlorchinolin,
S-Methoxychinolin.e-Hydroxychinolin,
Pyridin und 5-Methylpyridin.
Die gemäß der Erfindung verwendeten Nullmerocyaninfarbstoffe sind nachstehend beispielsweise dargestellt,
wobei jedoch keine Beschränkung auf die aufgeführten Beispiele vorgesehen ist.
Verbindung |4|
(J
j C C C S
-' N CN ·'
i ■'/ \
CWU (J
Verbindung (5l
CH,C()(JH
c == s
C:H5 (J'
Verbindung (6|
C-N7 C2H5
Verbindung (I)
Ν'
Verbindung (7)
- C C ■■-■ S
C-N--// ! O CH,COOH
CH3
/ \ C C = S
C== C
C2H5
C2H,
'■■
O C2H5
C3H^SO3HNIC2H5),
Verbindung (2)
Verbindung (8)
S,
C = C
C2H5 O
Nc-
C=S
I! c == c c = s
N7 ' C — N7
O C2H5
(CH2)3SO3 f VCH2SC
Verbindung (3)
C = S Verbindung (9)
Cl
Cl
C2H5
C2H5 Il C = C
N-
I
C2H,
C2H5
\ C = S
CH,
Verbindung (K))
\
Verbindung (III
1l,(
C N
CIh O H
C C C S
C \
O CH.
werden, indem man unter Erhitzen das quarternäre
Ammoniumsalz der nachstehenden allgemeinen Formel
C SRJ
worin R' und 7. die im Zusammenhang mil Formel (I) angegebene Bedeutung besitzen, R' einen Alkyl- oder
Arylrest darstellt und X9 ein Säureanion bedeutet, und
die Ketomethylenverbindung der nachstehenden allgemeinen Formel (III)
(Mh
Verbindung 1121
CH,
CII, N
C C
C N
) CIh
Verbindung 1131
S
C C C S
N CN
CMI- O (Hi (H CH.
Verbinduna (Mi
COOH
Cl
ei
CH,
C = C C = S
-Nx '--C-N'
i /' I
CH5 O /\
Die vorstehend angegebenen Merocyaninfarbstoffe können nach allgemein bekannten Arbeitsweisen
synthetisiert werden.
So kann der Merocyaninfarbstoff der allgemeinen Formel (I), wie vorstehend angegeben, hergestellt
C N
R:
worin X iod R: die gleiche Bedeutung wie bei der
allgemeinen Formel (I) besitzen, in Gegenwart einer organischen Base. z. B. Triethylamin, in einem alkoholischen
Lösungsmittel umsetzt.
Beispielsweise können die gemäß der Erfindung verwendeten Merocyaninfarbstoffe mühelos nach den
Vorschriften von F. M. Hamer, »The Cyanine Dyes and Related Compounds«. Seite 511. herausgegeben von
John Wiley & Sons Co., sowie anhand den US-PS 24 93 748 und 25 19 001 synthetisiert werden.
Der Merocyaninfarbstoff gemäß der Erfindung kann einem farbphotographischen lichtempfindlichen Mehrschichtenmateial
einverleibt werden, indem man den Farbstoff in wenigstens eine der aus Silberhalogenidemuisionsschichten
bestehenden Schichten des farbphotographischen lichtempfindlichen Materials und der den
Süberhalogenidemulsionsschichten benachbarter
Schichten, beispielsweise der Gelbfilter, Lichthofschutz-Zwischen-
oder Schutzschicht einverleibt.
Die Menge des gemäß der Erfindung verwendeten Merocyaninfarbstoffs hängt von der Art dis farbphotographischen
lichtempfindlichen Mehrschichtenmaterials und der Entwicklungsweise dieses Materials ab, wobei
jedoch im Falle der Einverleibung des Merocyaninfarbstoffs in eine Süberhalogenidemulsionsschich· eines
farbphotographischen lichtempfindlichen Mehrschichtenmaterials die Menge desselben zweckmäßig 6 bis
600 mg je MoI Silberhalogenid beträgt, und im Falle der
Einverleibung in eine der Silberhaloger idemulsionsschicht benachbarte silberhalogenidfreie Gelatineschicht
zweckmäßig 6 bis 600 mg je 100 g 'Gelatine. Als Lösungsmittel für den Mercocyaninfarbs.toff können
derartige Lösungsmittel verwendet werden, die keine nachteiligen Einflüsse auf die photographischen Silberhalogenidemuisionen
ausüben, z. B. Wasser, Methanol und Aceton.
Für die Erzielung des Zwischenbildeffekts gemäß der
Erfindung wird das farbphotographische lichtempfindliche Mehrschichtenmaterial bei üblicher Temperatur,
d. h. 20 bis 300C, behandelt, wobei es jedoch auch bei
einer höheren Temperatur, d.h. bei 30 bis 800C oder
noch höher, behandelt werden kann.
Das Farbumkehrverfahren wird in zwei Systeme klassifiziert, nämlich in das »farbphotographische
System der Kuppler-in-Entwicklerart«, bei welchem die
Farbbilder durch aufeinanderfolgendes Entwickeln eines belichteten farbphotographischen lichtempfindlichem
Materials in Farbentwicklerlösungen, die jeweils diffusionsfähige Kuppler für die Kupplung in jeweils
einer unterschiedlichen Farbe enthalten, erhalten vrrden, und in das »farbphotographische System der
Kuppler-in-Emulsionsschicht-Art«, bei welchem jeder
diffusionsbeständige Kuppler, der für die Kupplung in der jeweiligen unterschiedlichen Farbe vorgesehen ist.
jeweils in eine Schicht eines farbphotographischen lichtempfindlichen Mehrschichtenmaterials einverleibt
ist, und Farbbilder durch Behandlung des lichtempfindlichen Materials in einer keine Kuppler enthaltenden
Farbentwicklerlösung erhalten werden.
Der Merncyaninfarbstoff gemäß der Erfindung kann unter Erzielung von guten Ergebnissen auf beide Arten
der Frirbürnkchrvcrfärireri /ui Anwendung gelangen.
Außerdem kann der Merocyaninfarbstoff gemäß der
Erfindung in einem farbphotographischen Diffusionsiibertragungsverfahren zur Anwendung gelangen, bei
welchem die Diffusion einer Entwicklerlösung, von Kupplern oder Farbstoffen in Übereinstimmung mit
dem Silberbild von der lichtempfindlichen Schicht zu
einer Aufnahmeschicht stattfindet, wobei die lichtempfindliche Schicht in einer Berührung mit der Bildempfangsschicht
während der Entwicklung steht, wie dies in den US-PS 25 59 643, 26 98 798 und 32 27 551 beschrieben
ist. Weiterhin kann der Merocyaninfarbstoff gemäß d' ]· Erfindung bei Silberfarbbleichverfahren verwendet
werden, wobei ein Farbbild erhalten wird, indem der Farbstoff in den Bereichen, in welchen Silberbild
vorhanden ist, gebleicht wird, wie dies in den US-PS 20 20 775 und 24 10 025 beschrieben ist.
Bei der Herstellung eines für das erfindungsgemäße Farbumkehrverfahren geeigneten Aufzeichnungsmaterials
ist es zweckmäßig und erwünscht, eine rotempfindliche, eine grünempfindliche und eine blaiempfindliche
Silberhalogenidemulsion auf einen Träger in der angegebenen Reihenfolge aufzubringen und das Cyan-.
Magenta- und Gelbfarbbild in der rot. grün- bzw. blauempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschicht
während der Entwicklung zu bilden.
Beispiele für solche Silberhalogenidemulsionen sind
Emulsionen, die Silberbromid, Silberjodid, .Silberchlorid,
Silberchloridbromid, Silberbromidjodid oder Silberchlorjodbromidjodid
enthalten. Insbesondere ist ein Jodidgehalt von 1 bis 10 Mol.-% von Vorteil.
Ferner können die photographischen Silberhalogenidemulsionen nach einer bekannten Arbeitsweise
chemisch sensibilisiert sein, z. B. durch eine instabilen
Schwefel enthaltende Verbindung, z. B. Natriumthiosulfat
oder Allylthiocarbazid, durch eine Goldverbindung, z. B. Gold(I)-Komplexsa!z von Thiocyanat durch ein
Polyalkylenoxydderivat oder durch eine Kombination hiervon. Die gemäß der Erfindung verwendete photographische
Silberhalogenidemulsion kann auch durch einen Cyaninfarbstoff, z.B. Ι,Γ-Diäthylcyaninjodid,
U'-Diäthyl-iJ-methylcarbocyaninbromid oder Anhydro-5,5'-diphenyI-9-äthyI-3,3'-di-(2-sulfäthyl)-benzoxazolcarbocyaninhydroxyd
oder durch eine Kombination hiervon spektral sensibilisiert sein. Überdies kann die
gemäß der Erfindung verwendete photographische Silberhalogenidemulsion eine Verbindung enthalten, die
zum Freisetzen eines Entwicklungsinhibitors fähig ist, z. B. 2-Jod-5-pentadecylhydrochinon oder 2-MethyI-5-(I
-phenyl-5-teirazolyllhio)-hydrochinon; sie kann auch
einen Stabilisator, z. B. 4-Hydroxy-6-methyl-l,3,3a-7-tetraazainden,
Benzimidazol oder l-PhenyI-5-mercaptotetrazol,
ein Härtungsmittel z. B. Formaldehyd oder Mucobromsäure und ein Benetzungsmittel, z. B. Saponin
oder Natriumalkylbenzolsulfonat, enthalten.
Die Erfindung wird nachstehend anhand von Beispielen näher erläutert. In den folgenden Beispielen
werden zwei Arten von farbphotographischen Systeverwendet, nämlich eines der sogenannten
in men
Kuppler-in-Entwickler-Art und eines der sogenannten
Kuppler-in-Emulsionsschicht-Art.
Farbphotographisches System der
K tippler-in-Ent wickler-Art
K tippler-in-Ent wickler-Art
Auf einen Cellulosetriacetatträger wurden die folgenden Schichten in der angegebenen Reihenfolge
aufgebracht:
Erste Schicht: rotempfindliche Gelatine-Silberbromidjodidemulsionsschicht
von hoher Empfindlichkeit mit einem Silberhalogenidauftrag der einem Silbeigehalt
von I 5 mg/dm2 entsprach.
Zweite Schicht: grünempfindliche Gelatine-Silberbromidjodidemulsionsschicht
von hoher Empfindlichkeit mit einem Silberhalogenidauftrag der einem Silbergehalt von 15 mg/dm? entsprach.
Dritte Schicht: Gelbfilterschicht aus in Gelatine dispergiertem gelben kolloidalen Silber mit einem
Silbergehalt von 2,5 mg/dm2.
Vierte Schicht: blauempfindliche Gelatine-Silberbromidjodidemulsionsschicht
von hoher Empfindlichkeit mit einem Silberhalogenidauftrag der einem Silbergehalt
von 20 mg/dm2 entsprach.
Einen Farbkuppler enthielt keine der Schichten.
Dieses so hergestellte Aufzeichnungsmaterial wurde den folgenden Behandlungen unterworfen:
| Behandlung | Dauer |
| . | (Minuten) |
| Härtung | 1 |
| Wasserwäsche | 2 |
| Negativentwicklung | 4 |
| Wasserwäsche | 3 |
| Umkehrrotblitzbelichtung | Bütz |
| Cyanfarbentwicklung | 4 |
| Wasserwäsche | 3 |
| Umkehrblaublitzbelichtung | Blitz |
| Gelbfarbentwicklung | 4 |
| Wasserwäsche | 3 |
| Umkehrweißblitzbelichtung | |
| Magentafarbentwiklung | 4 |
| Wasserwäsche | 3 |
| Silberbleiche | 3 |
| Fixierung | 3 |
| Wasserwäsche | 4 |
| Trocknung | bis trocken |
Die Temperaturen der vorstehend angegebenen Behandlungsbäder betrugen stets 27° C und die Zusammensetzungen
der Bäder sind nachstehend aneegeben:
Il
Härtungsbad
Natriunihexametaphosphat Natriumbisulfit
Natriumpyrophosphat(IO H)O)
Natriumsulfat
Kaliumbromid
Natriumhydroxyd
37°/oige wäßrige Formaldehydlösung
mit Wasser aufgefüllt auf
Kaliumbromid
Natriumhydroxyd
37°/oige wäßrige Formaldehydlösung
mit Wasser aufgefüllt auf
Negativem w icklcrlösiin^:
N-Melhyl-p-aminophenolsiilfat
Natriumsulfat
Hydrochinon
Natriumhydroxyd
Natriumcarbonat ■ H..O ö.i %ige wäßrige Kaliumjodidlösung
Kaliumbromid
Natriumlhydrochininmonosulfonat Kaliumthiocyanat
0,5% 6-Nitrobenzoindazolnitrat
mit Wasser aufgefüllt
Cyanfarbentvincklerlösung
Kaliumbromid
I %ige wäßrige 6-Nitrobenzoimidazolnitratlösung
0,1 %ige wäßrige Kaliumjodidlösung
Natriumsiulfit
Natriumsulfat
Kaliumthiocyanat
4-Amino-3-methyi-N-äthyl-N-(jS-hydro
>;yäthyl)-anilinsulfat Natriumhydroxyd
1 -Hydroxy-N-(2-propionamidophenetyl)-2-naphthamid 2,4-Dichlor-l-naphthol
2-Methyl-2,4-pentandiol Polyoxyäthylenmethylphenyläther
Monobenzyl-p-aminophenolhydrochlorid
p-Aminophenolhydrochlorid mit Wasser aufgefüllt auf
Gelbfarbentwicklerlösung
Natriumsuif.it
Kaliumbromid
0,1 %ige wäßrige Kaliumjodidlösung
1 %ige wäßrige 6-Nitrobenzoimidazolnitratlösung
Natriumsulfat
Ν,Ν-Diäthyl-p-phenyIendiaminhydrochlorid
Natriumhydroxyd
2-Methyl-2,4-pentandiol 2- Benzoyl^'-methoxyacetanilid
Diäthylhydroxylamin Polyoxyäthylenmethylphenyläther
mit Wasser aufgefüllt auf
Magentafarbentwi-klerlösung
2,0 g
5.0 g
15.0 g
100.0 g
2,0 g
0,1 g
17,0 1 I
ml
5.0 g
79,Og
2.0 g
1.0 g
41.0g
12,5 ml 3.6 g 4,0 g 2.0 g
5,0 ml 1 1
2,9 g 3.0 ml
11,0 ml
10,0 g
60,0 g
1,2 g
2,5 g
3.4 g
1.5 g 0,2 g
10,0 ml
0.5 g
0.4 g 0.12 g
i0,0g 0,65 g
29,0 ml
10,0 ml 64,0 g
3,0 g 2,4 g 20,0 ml 1,8 g 03 ml
0,8 g 11
| konz. Schwefelsaure | 2,0 ml |
| Trinatriumphosphat · I2H2O | 40,0 g |
| Natriumsulfit | 5.0 g |
| Kaliumthiocyanar | 1.2 g |
| 0,1 °/oige wäßrige Kaliumjodidlösung | 7,5 ml |
| Kaliumbromid | 0,6 g |
| 4-Amino-3-methyl-N-(/?-methyl- | |
| sulfonamidoäthyl)-anilinsulfat | 2.0 g |
| 70%ige wäßrige Athylendiamin- | |
| lösung | 6,0 ml |
| Natriumhydroxyd | 0.3 g |
| l-(2.4.6-Trichlorphenyl)- | |
| 3(4-nitroanilin)- | |
| 5-pyrazolon | 1,7 g |
| 2-Methyl-2,4-pentandol | 10,0 ml |
| Natriumsulfat | 50,0 g |
| Polyoxy ä thy len methyl phenyl- | |
| äther | 0,5 g |
| mit Wasser aufgefüllt auf | 1 I |
Bleichlösung
Kaliumferricyanid
Kaliumbromid
mit Wasser aufgefüllt auf
Fixierlösung
Natriumthiosulfat
Natriumsulfit
mit Wasser aufgefüllt auf
100 g 30 g
125g t I
Farbenphotographisches System der Kuppler-in-Emulsionsschicht-Art
Auf einen Cellulosetriacetatträger wurden die folgenden Schichten in der angegebenen Reihenfolge
aufgebracht:
Erste Schicht: Lichthofschutzschicht aus in Gelatine dispergiertem grauen kolloidalen Silber mit einem
Silbergehalt von 3 mg/dm2.
Zweite Schicht: Zwischenschicht aus Gelatine mit einem Gelatinegehalt von 3,4 mg/dm2.
Dritte Schicht: rotempfindliche Gelatine-Silberbromidjodidemulsionsschicht
von hoher Empfindlichkeit, die einen Cyankuppler enthielt (als Kuppleremulsion, hergestellt durch Dispergieren in Gelatine einer Lösung
von l-Hydroxy-4-chlor-N-dodecyl-2-naphthamid in Trikresylphosphat) mit einem Si!berha!ogenidauftrng, der
einem Silbergehalt von 10 mg/dm2 entsprach.
Vierte Schicht: wie die zweite Schicht.
Fünfte Schicht: grünempfindliche Gelatine-Silberbromidemulsionsschicht
von hoher Empfindlichkeit, die einen Magentaentwickler enthielt (als Kuppleremulsion,
hergestellt durch Dispergieren in Gelatine einer Lösung von 1 -(2,6- Dichlor-4-methoxy-phenyl)-3-{3-[<x-(2,4-ditert.-amylphenoxy)-propionamido]-benzamido}
5-pyrazolon in Dibutylphthalat) mit einem Silberhalogenidauftrag,
der einem Silbergehalt von 15 mg/dm2 entsprach.
Sechste Schicht: Gelbfilterschicht aus in Gelatine dispergiertem gelben kolloidalen Silber mit einem
SiFDergehait von 2Ji mg/dm2.
Siebte Schicht: blauempfindliche Gelatine-Silberbromidjodidemulsionsschicht
von hoher Empfindlichkeit,
die einen Gelbkuppler enthielt (als Kuppleremulsion, hergestellt durch Dispergieren in Gelatine einer Lösung
von 2-Benzoyl-2'-chlor-5'-tridecanoyloxyacctanilid in DibiHylphthalat) rnit einem Silberhalogenidauftrag der
einem Silbergehali: von 15 mg/dm2 entsprach.
Achte Schicht: Schutzschicht aus Gelatine mit einem Gelatinegehalt von 8,9 mg/dm2.
Dieses so hergestellte Aufzeichnungsmaterial wurde den folgenden Behandlungen unterworfen:
Behandlung
Härtung
Wasserwäsche
Erste Entwicklung
Wasserwäsche
Umkehrbelichtung
7i.vei!e Entv/icklüMt
Wassei wäsche
Bleichen
Wasserwäsche
Fixieren
Wasserwäsche
Trocknung
Dauer
(Minuten)
0,5
0,5
bis trocken
Die Temperaturen der vorstehend angegebenen Behandlungsbäder betrugen stets 3O0C und die Zusammensetzungen
der Bäder sind nachstehend angegeben:
| Härtungsbad | 5,4 ml |
| Schwefelsäure (1 : 1) | 150.0 g |
| Natriumsulfat | 20.0 g |
| Natriumacetat | |
| 30%ige wäßrige Methylglyoxal- | 40,0 ml |
| löüung | |
| 37%ige wäßrige Formaldehyd | 20,0 ml |
| lösung | 1 1 |
| mit Wasser aufgefüllt auf | |
| Erste Entwicklerlösung | 2,0 g |
| N-Methyl-p-aminophenolsulfat | 90,0 g |
| Natriumsulfit | 8,0 g |
| Hydrochinon | 52,5 g |
| Natriumcarbonat · H2O | 5,0 g |
| Kaliumbromid | 1.0 g |
| Kaliumthiocyanat | 1 I |
| mit Wasser aufgefüllt auf | |
| Zweite Entwickkrlösung | 5,0 ml |
| Benzylalkohol | 5,0 g |
| Natriumsulfit | 2,0 g |
| Hydroxylaminhydrochlorid | |
| 3-Methyl-4-amino-N-äthyl- | |
| (0-methylsulfonamidoäthyl)- | 1,5g |
| anilinsulfat | 1,0 g |
| Kaliumbromid | 30 g |
| Trinatriumphosphat | 0,5 g |
| Natriumhydroxyd | |
| 70%ige wäßrige Äthylendiamin- | 7 ml |
| iösung | 1 1 |
| mit Wasser aufgefüllt auf | |
Bleichlösung
Kaliumferricyanid
Natriumacetat
Eisessig
Kaliumbromid
mit Wasser aufgefüllt auf
Fixierlösung
Natriumthiosulfat
Natriumacetat
Natriumsulfit
Kaliumalaun
mit Wasser aufgefüllt auf
lOOg 40 g 20 ml 30 g
t I
150 g
70 g
iOg
20 g
I I
Entsprechend den vorstehenden Ausführungen wurden zwei Proben von farbphotographischen lichtemp
findlichcn Auf/eichnungsmaterialien der Kuppler-inEntwickler-Art
hergestellt. Eine davon wurde als Kontrollprobe \ erwendet und der anderen Probe wurde
die vorstehend angegebene Verbindung 11 zu den 3 Silberhalogenidemulsionsschichten (erste, zweite und
vierte Schicht) in einer Menge von 40 mg Mol Silberhalogenid zugegeben.
Jede dieser Proben einer Belichtung mit rotem Licht und einer Belichtung mit weißem Licht ( = rotes Licht +
grünes Licht + blaues Licht) unterworfen. Bei den vorstehend angegebenen Belichtungen war das Belichtungsausmaß
mit rotem Licht in beiden Fällen gleich, während dk. Belichtungsausmaße mit der grünen und
blauen Komponente in dem weißen Licht so geregelt wurden, daß sie den gleichen photographischen Effekt
wie bei der Rotbelichtung allein bewirkten.
Die so belichteten Proben wurden nach den vorstehend beschriebenen Entwicklungsverfahren entwickelt.
Nach der Entwicklung wurde die Dichte der Cyanfarbe in den Pro. en als Funktion des Delichiungsausmaßes
mit rotem Licht erhalten. Durch das Verhältnis der -/-Werte der Kennkurven der Cyanfarbbilder
im Falle der Belichtung mit rotem Lieh; allein und im Falle der Belichtung mit weißem Licht (, .·/·,'») wurde
der Zwischenbildeffekt bewertet. Außerdem konnte der Zwischenbildeffekt durch den Unterschied Δ log E der
Empfindlichkeit ermittelt werden, die bei der Dichte von D= 0.6 erhalten wurde:/! log E =(iog £bei D=0.6 eines
Cyanfarbbildes bei Belichtung mit weißem Licht) -(log f bei D= 0,6) eines Cyanfarbbildes bei Belichtung
mit rotem Licht). Mit anderen Worten wenn der Zwischenbildeffekt bei dem Cyanfarbbild größer ist.
wird das Verhältnis γ^'γν, gröücr und auch der Wen von
Δ log E wird größer. Die erhaltenen Ergebnisse sind in
der nachstehenden Tabelle I zusammengefaßt.
Verbindung Menge
AlogE
(mg/mol Silberhalogenid aller drei
Schichten zusammen)
Schichten zusammen)
(Keine 0
Kontrolle)
1.25
0.2!
Aus der vorstehenden Tabelle I ist ersichtlich daß durch die Einverleibung der Verbindung 11 das
Verhältnis γιι/yw und der Wert Δ log £ erhöht wurden
und daher der Zwischenbildeffekt vergrößert wurde.
Entsprechend den vorstehenden Ausführungen wurden 37 Proben von farbphotographischen Aufzeichnungsmaterialien
der Kuppler-in-Entwickler-Art hergestellt.
Eine davon wurde als Kontrollprobe verwendet, während den übrigen Proben jeweils zur blauempfindlichen
Silberhalogenidemulsionsschicht (vierte Schicht) die in der nachstehenden Tabelle Il angegebenen
Verbindungen in der dort angegebenen Menge zugegeben wurden.
Die so erhal'enen Proben wurden, wie in Beispiel 1 beschrieben, der Belichtung und Entwicklung unterworfen
und es wurde ebenfalls wie in Beispiel 1 die Dichte gemessen, wobei das Verhältnis γώγ* ermittelt wurde.
Um die Einflüsse der in Tabelle II angegebenen Verbindungen auf die Empfindlichkeit der blauempfindlichen
Schicht zu bestimmen, wurden die Proben nr.it blauem Licht belichtet und anschließnd farbentwickelL
Nun wurde die Dichte des Gelbfarbbildes gemessen. Durch die Änderung des Empfindlichkeitswertes E
(ausgedrückt durch einen relativen Wert, wobei derjenige der Kontrollprobe, erhalten bei D= 0,6, als
100 ί-.'stgesetzt wurde) wurde das Ausmaß der Empfindlichkeit der blauen Schicht, um welches diese
durch den Zusatz der Verbindung vermindert war, bestimmt. Dabei zeigt ein niedrigerer Empfindlichkeitswert, daß die einverleibte Verbindung die Empfindlichkeit
der blauempfindlichen Emulsionsschicht stärker verringert. Die ^»»-Werte und die Empfindlichkeitswerte £ die auf diese Weise erhalten wurde, sind in der
nachstehenden Tabelle II aufgeführt, worin auch die Ergebnisse unter Verwendung der nachstehend angegebenen
Vergleichsverbindungen angegeben sind.
Verbindung X
CH1
Verbindung Y
CH1
C2H;
Verbindung Z
CJ
/VS
CH5
CH5
jo Bei der nachstehend angegebenen Tabelle II wurde
die Entwicklungsverfahren in den Versuchsreihen 1 bis getrennt ausgeführt. Damit die Versuchsreihen 1 bis
miteinander verglichen werden konnten, wurde jeden der Versuche ein Vergleichsversuch zugeführt, wöbe
j-, die Ergebnisse des Vergleichsversuches zu Beginn jede
Versuchsgruppe angegeben sind. Da jeder der Ve gleichsversuche in diesen Versuchsgruppen nahezu d
gleichen Ergebnisse lieferte, konnten diese Versuch gruppen direkt miteinander verglichen werden.
| Tabelle II | Verbindung | Menge | )'Ä /» | E |
| Versuchs | (mg/Mol Silber | (relative Empfind | ||
| reihe | halogenid der blau- | lichkeit der blau- | ||
| empfindlichen | empfindlichen | |||
| Schicht) | Schicht) | |||
| (Keine | 0 | 1,15 | 100 | |
| I | Kontrolle) | |||
| 1 | 6 | 1,20 | 102 | |
| 1 | 60 | 1.45 | 100 | |
| 1 | 200 | 1,68 | 97 | |
| 1 | 600 | 1,80 | 99 | |
| 2 | 100 | 1,28 | 95 | |
| 2 | 200 | 1,35 | 90 | |
| 3 | 100 | 1,32 | 91 | |
| 3 | 200 | 1,50 | 72 | |
| 4 | 100 | 1,31 | 95 | |
| 4 | 200 | 1,59 | 85 | |
| 5 | 100 | 1.30 | 90 | |
| S | 200 | 1.45 | 75 | |
909 544,
Fortsetzung
Versuchs- Verbindung
reihe
Menge r„/y„
(mg/Mol Silberhalogenid der blauempfindlichen Schicht)
Aus der vorstehenden Tabelle Il ist ersichtlich, daB
durch die Einverleibung der Verbindungen 1 bis 14, gemäß der Erfindung der Wert von yn/yw erhöht
werden konnte, ohne die Empfindlichkeit E zu erniedrigen, und demgemäß war auch der /wischenbildeffekt
erhöht.
Bei Verwendung der Verbindung X war der Wert von
γ/ι/γ\ν in ähnlicher Weise erhöht, jedoch war die
Empfindlichkeit stark verringert. Auch bei Verwendung der Merocyaninfarbstoffe Kund Zwaren die Werte von
γκ/γν nahezu die gleichen wie diejenigen des Kontrollversuchs.
Daher konnten die Verbindungen Y und Z nicht den Effekt einer Erhöhung des Zwischenbildeffektes
zeigen, wie dies gemäß der Erfindung der Fall war. Wie vorstehend beschrieben, besaßen die Verbindungen
1 — 14 gemäß der Erfindung zudem den Vorteil, daß der
Zwischenbildeffekt ohne wesentliche Verminderung der Empfindlichkeit erhöht werden konnte.
(relaiive Empfindlichkeit der blauempfindlichen
Schicht)
| 2 | (Keine | 0 | 1.18 | 100 |
| Kontrolle) | ||||
| 6 | 100 | 1.35 | 98 | |
| 6 | 200 | 1,62 | 100 | |
| 7 | 100 | 1.28 | 105 | |
| 7 | 200 | 1,39 | 108 | |
| 8 | 100 | 1,20 | 101 | |
| 8 | 200 | 1,32 | 96 | |
| 9 | 100 | 1,25 | 80 | |
| 9 | 200 | 1,38 | 65 | |
| 10 | 100 | 1,30 | 92 | |
| 10 | 200 | 1,60 | 78 | |
| 11 | 100 | 1,58 | 96 | |
| Il | 200 | 1,75 | 93 | |
| 3 | (Keine | 0 | 1,13 | 100 |
| Kontrolle) | ||||
| 12 | 100 | 1,28 | 92 | |
| 12 | 200 | 1.41 | 78 | |
| 13 | 100 | 1,30 | 99 | |
| 13 | 200 | 1.55 | 96 | |
| 14 | 100 | 1.30 | 78 | |
| 14 | 200 | 1.53 | 66 | |
| X | 100 | 1,28 | 55 | |
| X | 200 | 1,35 | 21 | |
| Y | 100 | i ,10 | 103 | |
| Y | 200 | 1,12 | 96 | |
| Z | 100 | 1,18 | 100 | |
| Z | 200 | U4 | 98 |
Entsprechend den vorstehenden Ausführungen wurden 16 Proben von farbphotographischen Aufzeichnungsmaterialien
der Kuppler-in-Emulsionsschicht-Art hergestellt. Eine davon wurde als Kontrollprobe
verwendet und den übrigen wurde die Verbindung 1 oder 7 zu eine der Schichten wie Schutzschicht (achte
Schicht), blauempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschicht (siebte Schicht), Gelbfilterschicht (sechste
Schicht) und Zwischenschicht (vierte Schicht) in der in
der nachstehenden Tabelle III angegebenen Menge zugegeben.
Die so erhaltenen Proben wurden mit den folgenden jeweils vier verschiedenen Lichtarten belichtet. Dabei
wurde jede der Proben mit rotem Licht, grünem Licht, blauem Licht oder weißem Licht ( = rotes Licht +
grünes Licht + blaues Licht) getrennt belichtet. Das
BelichtungsausmaB der roten, grünen oder blauen
Komponente des weißen Lichtes war das gleiche wie dasjenige der Rot-, Grün- oder Blaubelichtung allein,
während die Belichtungsausmaße des roten, grünen und blauen Lichtes jeweils so geregelt wurden, daß sie stets
den gleichen photographischen Effekt bewirkten.
Die so belichteten Proben wurden nach dem vorstehend beschriebenen Entwicklungsverfahren des
farbphotographischen Systems der Kuppler-in-Emulsionsschicht-Art
entwickelt Nach der Entwicklung wurde das y-Wert-Verhältnis y«/)>ivder Kennkurven der
Cyanfarbbilder bei Belichtung mit rotem und weißem
Licht, das y-Wert-Verhältnis yc/yivder Kennkurven der
Magentafarbbilder bei Belichtung mit grünem und weißem Licht und das γ-Wert-Verhältnis γβ/γ\ν der
Kennkurven der Gelbfarbbilder bei Belichtung mit blauem und weißem Licht gemessen. Die dabei
erhaltenen Ergebnisse sind in der nachstehenden Tabelle III aufgeführt. Aus diesen Ergebnissen ist es klar
ersichtlich, daß durch das Einverleiben der Verbindung 1 oder 7 die Verhältnisse ynfyw, γρ/γ\ν und γβ/γν stark
vergrößert wurden, d. h. die Zwischenbildeffekte wurden stark erhöht.
Die Verbindung enthaltende Verbindung
Schicht
Menge
Ya Ifw
Yb IYw
Achte Schicht:
Schutzschicht
Schutzschicht
Siebte Schicht:
blauempfindliche Schicht
blauempfindliche Schicht
Sechste Schicht:
Geibfilterschicht
Geibfilterschicht
Vierte Schicht:
Zwischenschicht
Zwischenschicht
| (Keine | 0 mg | 1,25 | ,18 | 1,05 |
| Kontrolle) | ||||
| 1 | 6 mg/100 g Gelatine | 1,28 | ,21 | 1,05 |
| I | 60 mg/100 g Gelatine | 1,41 | ,29 | 1,08 |
| 1 | 200 mg/100 g Gelatine | 1,50 | ,30 | 1,11 |
| 1 | 600 mg/100 g Gelatine | 1,65 | ,31 | 1,15 |
| 7 | 100 mg/100 g Gelatine | 1,40 | ,25 | 1,12 |
| 1 | 100 mg/Mol Silberhalogenid | 1,38 | ,33 | 1,12 |
| I | 200 mg/Mol Silberhalogenid | 1,57 | ,35 | 1,11 |
| 7 | 100 mg/Mol Silberhalogenid | 1,31 | ,25 | 1,08 |
| 7 | 200 mg/Mol Silberhalogenid | 1,48 | ,29 | 1,10 |
| ; | 100 mg/100 g Gelatine | 1,35 | ,24 | 1,07 |
| 1 | 200 mg/100 g Gelatine | 1,51 | ,27 | 1,13 |
| 7 | 100 mg/100 g Gelatine | 1,32 1 | ,21 | 1,07 |
| 7 | 200 mg/100 g Gelatine | 1,43 | ,27 | 1,09 |
| I | 100 mg/100 g Gelatine | 1,39 | ,22 | 1,07 |
| I | 200 mg/100 g Gelatine | 1,49 | ,25 | 1,08 |
Mit anderen Merocyaninfarbstoffen gemäß der 45 Ergebnisse erhalten. Auch bei Anwendung anderer
allgemeinen Formel (I) als den in den vorstehenden Entwicklungsverfahren, als den in den Beispielen
Beispielen verwendeten, wurden nahezu ähnliche beschriebenen wurden fast gleiche Ergebnisse erhalten.
Claims (2)
1. Farbumkehrverfahren zur Herstellung eines positiven Farbbildes aus einem lichtempfindlichen, ·
farbphoiographischen, spektral sensibilisierten, mehrschichtigen, siiberhalogenidhaltigen Aufzeichnungsmaterial, dadurch gekennzeichnet,
daß man ein Aufzeichnungsmaterial verwendet, das in wenigstens einer Schicht einen Nullmethinmero- ι η
cyaninfarbstoff der allgemeinen Formel (I)
2. Farbumkehrverfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Nullmeihinmerocyaninfarbstoff Verbindungen der folgenden Formeln
vorliegen:
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|---|---|---|---|
| JP44070681A JPS4834168B1 (de) | 1969-09-05 | 1969-09-05 |
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ID=13438618
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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| US4517284A (en) * | 1981-11-26 | 1985-05-14 | Konishiroku Photo Ind. Co., Ltd. | Light-sensitive silver halide photographic material |
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Free format text: KOHLER, M., DIPL.-CHEM. DR.RER.NAT., PAT.-ANW., 8000 MUENCHEN |
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| 8235 | Patent refused |