DE20392C - Neuerungen an dem unter Nr. 17126 patentirten Abdampfofen für mit Wasser getränkte oder in Wasser aufgelöste Substanzen - Google Patents

Neuerungen an dem unter Nr. 17126 patentirten Abdampfofen für mit Wasser getränkte oder in Wasser aufgelöste Substanzen

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DE20392C
DE20392C DE188220392D DE20392DD DE20392C DE 20392 C DE20392 C DE 20392C DE 188220392 D DE188220392 D DE 188220392D DE 20392D D DE20392D D DE 20392DD DE 20392 C DE20392 C DE 20392C
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water
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DE188220392D
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J. SWIECIANOWSKI und ST. AdAMCZEWSKI in Warschau (Russ. Polen)
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D1/00Evaporating
    • B01D1/14Evaporating with heated gases or vapours or liquids in contact with the liquid
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D1/00Evaporating
    • B01D1/04Evaporators with horizontal tubes

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 62: Salinenwesen. ,
in Wasser aufgelöste Substanzen.
Zusatz-Patent zu No. 17126 vom 20. Mai 1881.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 18. Mai 1882 ab. Längste Dauer: 19. Mai 1896.
Bei dem im Haupt-Patent beschriebenen Abdampf-Ofen für mit Wasser getränkte oder in Wasser aufgelöste Substanzen erfolgt die Entfernung des Wassers in zwei Operationen, und zwar wird das zu behandelnde Material zunächst ,eingedampft und dann getrocknet. Das Trocknen der eingedampften Substanzen wird in treppenartig gestalteten Trockenräumen unter Anwendung erhitzter Luft und Gase bewirkt, wobei die letzteren entweder in die Feuerung oder den Schornstein geleitet wurden.
In manchen Fällen enthalten nun die abgehenden Gase werthvolle Bestandtheile, welche auf diese Weise nicht gewonnen werden können, anderentheils ist es auch nach dem beschriebenen System nicht zu vermeiden, dafs infolge der grofsen Ausdehnung des Trockenraumes eine Menge Wärmeverluste entstehen.
Durch die vorliegenden Neuerungen sollen nun diese Uebelstände vermieden werden.
Bei diesen Neuerungen liegt der Trockenraum direct oberhalb des Abdampfraumes, derselbe ist ebenso wie dieser geschlossen und wird in doppelter Weise erwärmt; einestheils durch erhitzte Luft, anderentheils durch einen unterhalb des die zu trocknenden Substanzen aufnehmenden Behälters angeordneten Kanal, durch welchen die von dem Abdampfraum kommenden Gase etc. geleitet werden. Aufserdem ist Vorkehrung getroffen, die letzteren durch einen Waschapparat zu leiten, um die in demselben befindlichen Gase zu absorbiren.
Auf beiliegender Zeichnung ist ein nach den angedeuteten Principien eingerichteter Abdampf-Ofen mit .nur einem Abdampfgefäfs und einem Trockenraum dargestellt. Bei Ausführung im . Grofsen enthält der Ofen eine Reihe neben einander angeordneter Abdampfgefäfse, mit ihren zugehörigen Feuerungen und Trockenräumen in analoger Weise für continuirlichen Betrieb mit einander verbunden, wie dies im Haupt-Patent beschrieben wurde.
Auf der Zeichnung stellt Fig. 1 einen Verticalschnitt nach A-A, Fig. 2 einen Verticalschnitt nach B-B dar. Fig. 3, 4, 5 und 6 sind Horizontalschnitte nach CCDD EE und F F.
Das Abdampfgefäfs α aus Blech oder anderem Material ist in dem unteren Theil des Ofens in einer vollständig geschlossenen Kammer angeordnet und mit Rührwerken b versehen, welche von Hand oder mechanisch bewegt werden, Fig. 2, 5 und 6. Dasselbe wird durch das Rohr d beschickt, während ein Schieber f gestattet, es zu entleeren. Die Wandungen dieses Gefafses werden nicht direct von den Feuergasen bestrichen, die letzteren nehmen vielmehr folgenden Weg: Von der Feuerung g streichen sie durch den Kanal h und gelangen durch den Kanal i, welcher in dem das Gefäfs α umgebenden Mauerwerk angeordnet ist> nach dem
Schornstein k, wie dies durch ungefiederte Pfeile angegeben ist.
Sind mehrere Abdampfgefäfse neben einander oder auch im Kreise zu einem ringförmigen Ofen angeordnet, so fällt der Kanal fort und die Gase nehmen den im Haupt-Patent beschriebenen Weg. Die Verdampfung wird ferner noch, wie dies auch im Haupt-Patent beschrieben, durch erhitzte Luft begünstigt, welche in den Abdampfraum geleitet wird. Die Erhitzung derselben erfolgt durch die Röhrensysteme m m1, welche unmittelbar oberhalb des den Kanal h abdeckenden Gewölbes angeordnet sind..
Die Luft tritt, wie aus Fig. ι durch halbgefiederte Pfeile ersichtlich gemacht, zunächst in das Rohrsystem m, Fig. 4, gelangt alsdann durch den oberen Theil des Kanals, Fig. 1, nach dem Rohrbündel mx und tritt nun durch den verticalen Kanal / nach dem Abdampfraum. Ein zweites Rohrbündel η und η1 dient zum Erhitzen der für den Trockenraum dienenden Luft; der Weg dieser Luft ist durch ganzgefiederte Pfeile angedeutet. Der horizontale Kanal 0 ist durch eine horizontale Scheidewand und geeignete verticale Einsätze so eingerichtet, dafs er für die getrennte Leitung beider Luftströme dienen kann, wie dies aus Fig. 1 ersichtlich ist.
Die Luft für den Trockenraum streicht somit durch die Rohre n, dem unteren Theil des Kanals o, Rohr nx nach dem verticalen Kanal q, um durch diesen in den Trockenraum befördert zu werden, Fig. 2 und 6.
Die in den Abdampfraum gelangte erhitzte Luft vermischt sich mit den beim Abdampfen entstandenen Gasen und wird, wie ebenfalls durch halbgefiederte Pfeile angedeutet, durch den Kanal r geleitet, der unterhalb der Trockenpfanne oder Darre ί angeordnet ist. Aus diesem Kanal r gelangen die Gase entweder in den Schornstein k, wenn Klappe 1 geöffnet ist, oder aber in die Feuerung g, oder in das Wasch- oder Absorptionsgefäfs G.
Die in dem Gefäfs α eingedampften Substanzen werden nach Oeffnung des Schiebers f aus dem Gefäfs entfernt, fallen in die Grube t, um .von dem Elevator H wieder nach oben befördert zu werden; durch das Rohr u erfolgt alsdann die Beschickung der Trockenpfanne oder Darre s, welche in dem geschlossenen oberen Theil des Ofens angeordnet ist und, wie beschrieben, durch heifse Luft und von dem Abdampfen herrührende Dämpfe erwärmt wird. Das zu trocknende Material wird durch einen Krätzer, Fig. 2, bearbeitet, und durch die Oeffnung υ mit Schieber endlich entfernt, nachdem es nach Wunsch getrocknet ist.
Die sich in dem Trockenraum bildenden Dämpfe werden entweder in den Schornstein geleitet oder durch einen besonderen Ventilationsschlot w entfernt. Es bleibt noch zu bemerken, dafs auch die Zuleitungsrohre d und ν mittelst Schieber verschlossen werden können.
Wie schon erwähnt, gelangen die Gase aus Kanal r bei geöffneter Klappe 1 in den Schornstein. Wird Klappe 1 aber so gestellt, dafs der Verbindungskanal nach dem Schornstein k abgesperrt ist, so gelangen die Gase durch Kanal x, ,je nach dem Stande der Klappe 2, entweder in den zur Feuerung führenden Kanal ζ oder durch Rohr g nach der Pumpe P. Durch die letztere werden die Gase in das Absorptions- oder Waschgefäfs G und durch die in demselben befindliche Flüssigkeit getrieben. Die so gewaschenen Gase können nun entweder durch Kanal ζ in die Feuerung oder in den Schornstein k geleitet werden, je nachdem sie noch brennbare Bestandtheile enthalten oder nicht.
Der Inhalt des Waschgefäfses G richtet sich, nach der Beschaffenheit der in dem Apparat behandelten Substanzen. Sollen z. B. Fäcalien eingedampft und getrocknet werden, so wird man verdünnte Schwefelsäure zur Absorption des Ammoniaks anzuwenden haben.
Die zu trocknenden Substanzen und Materialien können auch in einer mit Schnecken versehenen Darre getrocknet werden. Ferner kann man die Darre auch neben anstatt über dem Abdampfgefäfs anordnen. In gleicher Weise ist die specielle Anordnung des Wasch- und Absorptionsgefäfses gleichgültig, da diese selbst nicht den Gegenstand des Patentes bildet.
Es kann sowohl directe Feuerung als auch Gasfeuerung angewendet werden.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. An Abdampföfen für mit Wasser getränkte oder in Wasser aufgelöste Substanzen die Combination des Abdampfgefäfses α mit der Kanalheizung h, der Trockenpfanne oder Darre ί und dem Kanal r, sowie in Verbindung hiermit die Anordnung der Röhren m ml und η η' zur Erhitzung von Luft für den Abdampf- und Trockenprocefs.
2. An Abdampföfen für mit Wasser getränkte oder in Wasser aufgelöste Substanzen die Combination des Abdampfgefäfses α und des Kanals r mit dem Wasch- oder Absorptionsgefäfs G und event, der Pumpe P, zum Zweck, die beim Abdampfen sich bildenden Gase absorbiren lassen bezw. waschen zu können.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DE188220392D 1881-05-20 1882-05-18 Neuerungen an dem unter Nr. 17126 patentirten Abdampfofen für mit Wasser getränkte oder in Wasser aufgelöste Substanzen Expired DE20392C (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
DE17126T 1881-05-20
DE20392T 1882-05-18

Publications (1)

Publication Number Publication Date
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DE188220392D Expired DE20392C (de) 1881-05-20 1882-05-18 Neuerungen an dem unter Nr. 17126 patentirten Abdampfofen für mit Wasser getränkte oder in Wasser aufgelöste Substanzen

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