DE2016759B2 - Muenzstapler mit zwei muenzkanaelen - Google Patents
Muenzstapler mit zwei muenzkanaelenInfo
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Description
- Die Erfindung betrifft einen Münzstapler mit zwei nebeneinander angeordneten, durch eine Trennwand voneinander getrennten Münzkanälen, wobei die einfallenden Münzen übereinanderliegend zunächst in den ersten Münzkanal gelangen und durch eine Hebelmünzsperre, deren Hebelenden mit je einer Nase durch Schlitze in die beiden Münzkanäle ragen, am Weiterfallen gehindert werden, bis eine weitere Münze, die über die oberste Münze des ersten Münzkanals und über die obere Kante der Trennwand hinwegrollend in den zweiten Münzkanal gelangt und hier herabfallend die Hebelmünzsperre auslösend betätigt, so daß diese Münze gemeinsam mit der anderen Münze den Münzstapler verläßt.
- Bei derartigen bekannten Münzstaplern besteht die Hebelmünzsperre aus einem Bügel, dessenBügelschenkel als einarmige Hebel ausgebildet sind. Der Bügel ist um eine Achse derart schwenkbar gelagert, daß die als Nasen ausgebildeten Enden der Bügelschenkel durch Schlitze in die beiden Münzkanäle eingreifen.
- Bei dieser bekannten Konstruktion besteht der Nachteil, daß die Nase desjenigen Bügelschenkels, die in den zweiten Münzkanal eingreift und die für das Verschwenken des Bügels beim Auftreffen der letzten Münze zu sorgen hat, zwar vom Rand der Münze zurückgedrängt wird, jedoch insbesondere dann, wenn mehr als zwei Münzen die Auslösung hervorrufen sollen, in Prägungsvertiefungen auf der Flachseite der Münze hängenbleiben kann und somit das einwandfreie Funktionieren gestört ist. Dies hängt unter anderem mit der Einstückigkeit der Hebelmünzsperre zusammen.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei Münzstaplern der eingangs erwähnten Gattung eine Konstruktion zu finden, die mit Sicherheit selbst bei Verwendung von mehr als zwei Münzen ein Auslösen der Münzsperre gewährleistet.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Hebelmünzsperre aus einem Sperrbügel mit einer durch einen der Schlitze in den ersten Münzkanal greifenden Sperrbügelnase an dem einen Bügelschenkel und einem den Sperrbügel sperrenden Arretierungshebel besteht, mit einer durch einen der Schlitze in den zweiten Münzkanal hineinragenden Nase, und daß die weitere in den zweiten Münzkanal fallende Münze durch Aufschlag auf die Nase des Arretierungshebels den Sperrbügel zur Freigabe aller Münzen auslöst.
- Die Erfindung hat wegen des Aufbaues der Hebelmünzsperre aus zwei Hebeln, die in gegenseitigem Eingriff stehen, den Vorteil der Feinfühligkeit und genauen Justierbarkeit, wodurch mit Sicherheit ein Auslösen der Münzsperre erreicht wird.
- In weiterer Ausgestaltung des Erfindungsgedankens werden sowohl die beiden Bügelschenkel des Sperrbügels als auch der Arretierungshebel als zweiarmige Hebel ausgebildet.
- Diese Konstruktion hat den Vorteil, daß der Schwerpunkt sowohl des Sperrbügels als auch des Arretierungshebels in oder in die Nähe der jeweiligen Schwenkachse gelegt werden kann. Dadurch werden Betrugsmöglichkeiten auf ein Mindestmaß reduziert, weil Versuche, durch Erschütterung ein vorzeitiges Auslösen der Hebelmünzsperre zu erreichen, unmöglich gemacht werden, da die Erschütterungskräfte im wesentlichen durch die jeweiligen Schwerpunkte geleitet werden und demnach ein Verschwenken der Hebel verhindern.
- Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
- Die Erfindung sei an Hand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt F i g. 1 einen Aufriß auf einen Münzstapler, Fig. 2 einen Querschnitt durch den Münzstapler nach der Linie II-II der F i g. 1, Fig. 3 einen Teilschnitt durch den Münzstapler nach der Linie III-III der F i g. 1 und Fig. 4 einen weiteren Teilschnitt nach der Linie IV-IV der Fig. 1.
- Nach dem Einwerfen der Münze durch den Einwurfschlitz und nach der an sich bekannten Überprüfung gelangen die Münzen 1 über den Schrägeinlauf 2 in den ersten Münzkanal 3 des Münzstaplers 10, wobei sich drei Münzen, wie aus Fig.1 ersichtlich, übereinanderstapeln. Die unterste Münze wird am Weiterfallen durch eine Sperrbügelnase 4 des Sperrbügels 5 gehindert.
- Der Sperrbügel 5 ist U-förmig gestaltet und besitzt zwei Bügelschenkel 6, 7, von denen der eine Bügelschenkel 6 die Sperrbügelnase 4 trägt, die durch einen Schlitz 8 in den ersten Münzkanal 3 des Münzstaplers 10 greift.
- Der Sperrbügel 5 ist mittels einer Schwenkachse 11, die durch die beiden Bügelschenkel 6, 7 greift, in zwei Bügelwangen 12, 13 einer Befestigungsplatte 14 gelagert, wobei ein Halteböckchen 15, das an der Befestigungsplatte gelagert ist, für eine sichere Lage der Schwenkachse 11 sorgt.
- Die Befestigungsplatte 14 ist mittels einer Schraube 16 an der Vorderwand 9 des Münzstaplers 10 in der Höhe verstellbar in drei Bohrungenl7 gehalten, wobei die Sperrbügelnase 4 jeweils in einen der drei Schlitze 8 in der Vorderwand 9 eingreift. Auf diese Weise kann man - je nachdem, in welche der drei Bohrungen 17 die Befestigung der Befestigungsplatte 14 vorgenommen wird - erreichen, daß entweder erst bei vier wie gemäß F i g. 3 oder schon bei drei, zwei oder einer Münze der Auslösevorgang erfolgt.
- Benachbart an demjenigen Bügelschenkel 7, der nicht die Nase aufweist, ist auf der Schwenkachse 11 ein Arretierungshebel 18 schwenkbar gelagert und durch einen Stellring 19 gegen Abrutschen gesichert.
- Der Arretierungshebel 18 weist am oberen Ende eine Nase 20 auf, die durch einen Schlitz 21 in der Vorderwand 9 hindurchgreift. Am unteren Ende des Arretierungshebels 18 ist ein Arretierabsatz 22 vorgesehen, der in der Arretierungsstellung über einen Sperrstift 23 greift, der in den beiden Bügelschenkeln 6, 7 gelagert ist.
- Wenn die Befestigungsplatte 14 nicht in der untersten Bohrung 17, sondern in eine der oberen Bohrungen 17 befestigt wird, greift die Nase 20 des Arretierungshebels 18 in entsprechende Schlitze 21, die - ähnlich wie die Schlitze 8 - oberhalb des untersten Schlitzes 21 in der Vorderwand 9 vorgesehen sind.
- Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende: Werden nacheinander wie im vorigen Beispiel vier Münzen durch den Einwurfschlitz eingeworfen, so gelangen diese nacheinander über den Schrägeinlauf 2 in den ersten Kanal 3 des Münzstaplers 10, bis die unterste auf der Sperrbügelnase 4 aufschlägt und zum Stillstand kommt. Auf diese Weise stapeln sich in dem ersten Kanal 3 drei Münzen 1 übereinander, und die vierte Münze 1 rollt dann über die oberste Münze und die Oberkante der Trennwand 24 in den zweiten Kanal 25 und fällt hier bis zum Auftreffen auf die Nase 2(1 des Arretierllebels IX, der dadurch um seine Schwenkachse 11 im Uhrzeigersinn verschwenkt wird, so daß der Arretierabsatz 22 den Sperrstift 23 freigibt. wobei durch das Gewicht der drei im vorderen Kanal 3 übereinanderliegenden Münzen aus dem ersten Kanal 3 herausfailen. Hierbei kann die Sperrbügelnase 4 nicht mehr so lange zurüekschwenken, bevor nicht die letzte der drei Münzen die Nase verlassen hat. Dies hängt damit zusammen, daß sich die drei Münzen beim Herabfallen berühren und keinen Raum zwischen sich im Bereich der Sperrbügelnase 4 freigeben. Gleichzeitig hiermit fällt auch die vierte, im zweiten Kanal 25 befindliche Münze durch diesen Kanal hindurch, weil der Arretierungshebel 18 die Möglichkeit hat, im Bereich seiner Nase 20 sich so weit zu verschwenken, daß er dieser vierten Münze den freien Durchfall gestattet.
- Nachdem alle vier Münzen den Münzstapler 10 verlassen haben, kehren sowohl der Arretierungshebel unter der Wirkung seines Eigengewichts als auch der Sperrbügel 5 in ihre ursprünglichen Lagen zurück, indem der Arretierabsatz des Arretierhebels 18 hinter den Sperrstift 23 greift; damit ist der Münzstapler für den Einwurf der nächsten Münze bereit.
- Man kann nicht nur drei, sondern auch mehr Münzen im ersten Kanal 3 stapeln, indem der Münzstapler entsprechend länger und mit mehr Schlitzen 8. 21 ausgerüstet wird. Eine Grenze in dieser Beziehung ist nur dadurch gegeben, daß das Gewicht der übereinanderliegenden Münzen im ersten Kanal nicht so groß werden darf, da sonst das Gewicht der letzten in den zweiten Kanal 25 hineinfallenden Münze nicht ausreicht, um beim Herabfallen den Arretierungshebel zu verschwenken. weil dann nämlich die Reibung zwischen dem Arretierungsabsatz und dem Sperrstift größer ist als das Schwenkmoment des Arretierungshebels, das von der Wucht der herabfallenden Miinze ausgeübt wird.
Claims (7)
1. Münzstapler mit zwei nebeneinander angeordneten, durch eine Trennwand
voneinander getrennten Münzkanälen. wobei die einfallenden Münzen übereinanderliegend
zunächst in den ersten Münzkanal gelangen und durch eine Hebelmünzsperre. deren
Hebelenden mit je einer Nase durch Schlitze in die beiden Münzkanäle ragen, am Weiterfallen
gehindert werden, bis eine weitere Münze, die über die oberste Münze des ersten
Münzkanals und über die obere Kante der Trennwand hinwegrollend in den zweiten Münzkanal
gelangt und hier herabfallend die Hebelmünzsperre auslösend betätigt. so daß diese
Münze
gemeinsam mit den anderen Münzen den Münze stapler verläßt, d a d u r c h be
k e n n zei ch n et, daß die Hebelmünzsperre aus einem Sperrbügel (5) mit einer
durch einen der Schlitze (8) in den ersten Münzkanal (3) greifenden Sperrbügelnase
(4) an dem einen Bügelschenkel (6) und einem den Sperrbiigel (5) sperrenden Arretierungshebel
(18) besteht. mit einer durch einen der Schlitze (21) in den zweiten Münzkanal (25)
hineinragenden Nase (20), und daß die weitere in den zweiten Münzkanal (25) fallende
Münze durch Aufschlag auf die Nase (20) des Arretierungshebeis (18) den Sperrbügel
(5) zur Freigabe aller Münzen auslöst.
2. Münzstapler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bügelschenkel
(6, 7) des Sperrbügels (5) und der Arretierungshebel (18) als doppelarmige Hebel
ausgebildet sind.
3. Münzstapler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Sperrbügel
(5) mittels einer Schwenkachse (l1), die durch die beiden Bügelschenkel (6. 7) greift,
in zwei Bügelwangen (12, 13) an einer Befestigungsplatte (14) gelagert ist.
wobei ein Halteböckchen (15), das an der Befestigungsplatte (14) gelagert
ist, für eine sichere Lage der Schwenkachse (11) sorgt.
4. Münzstapler nach Anspruch 3. dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsplatte
(14) mittels einer Schraube (16) an der Vorderwand (9) in einer von drei Bohrungen
(17) in der Höhe verstellbar gehalten wird. wobei die Sperrnase (4) jeweils in einen
von drei Schlitzen (8) eingreift.
die in der Vorderwand vorgesehen sind.
5. Münzstapler nach Anspruch 3. dadurch gekennzeichnet, daß der Arretierunashebel
(18) benachbart zu demjenigen Bügelschenlcel (7). der nicht die Sperrbügelnase (4)
aufweist, auf der Schwenkachse (11) schwenkbar gelagert und durch einen Stellring(19)
gegen Abrutschen gesichert ist.
6. Münzstapler nach Anspruch 5. dadurch gekennzeichnet, daß in der
Ruhestellung der Hebelmünzsperre die am oberen Ende des Arretierungshebels vorgesehene
Nase (20) durch einen Schlitz (21) der Vorderwand (9) hindurchgreift.
hingegen am unteren Ende des Arretierungshebels (18) ein Arretierabsatz
(22) vorgesehen ist, der in der Arretierstellung über einen Sperrstift(23) greift.
der in den beiden Bügelschenkeln (6. 7) gelagert ist.
7. Münzstapler nach einem der Ansprüche 1 bis 6. dadurch gekennzeichnet,
daß nicht nur drei, sondern mehrere Münzen im ersten Kanal (3) dadurch stapelbar
sind, daß der Münzstapler (10) entsprechend länger und mit entsprecllend mehr Schlitzen
(8, 21) ausgerüstet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702016759 DE2016759C2 (de) | 1970-04-04 | Münzstapler mit zwei Münzkanälen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702016759 DE2016759C2 (de) | 1970-04-04 | Münzstapler mit zwei Münzkanälen |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2016759A1 DE2016759A1 (de) | 1971-10-07 |
| DE2016759B2 true DE2016759B2 (de) | 1971-10-07 |
| DE2016759C2 DE2016759C2 (de) | 1976-02-19 |
Family
ID=
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2016759A1 (de) | 1971-10-07 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
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