DE201399C - - Google Patents

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DE201399C
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DE
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cord
lacing
upper leather
slack
binding
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D11/00Machines for preliminary treatment or assembling of upper-parts, counters, or insoles on their lasts preparatory to the pulling-over or lasting operations; Applying or removing protective coverings
    • A43D11/08Machines for temporary lacing of shoe parts or for cutting-away the lacing strips after lasting
    • A43D11/085Lacing machines

Landscapes

  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-JVi 201399 KLASSE 71c. GRUPPE
UNITED SHOE MACHINERY COMPANY in BOSTON und PATERSON.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 1. März 1908 ab.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Maschinen zum Verschnüren der mit Schnürlöchern versehenen Oberlederteile von Schnürstiefeln vor dem Aufziehen auf den Leisten, besonders nach der im österreichischen Patent 29905 beschriebenen Art.
Die Maschine besitzt eine Anzahl von Schlingenmachernadeln, und zwar so viel, als es zu verschnürende Schnürlöcherpaare im Oberleder gibt, eine Anzahl Schlingenmacherfinger, welche mit den Schlingenmachernadeln zusammen die Bindeschnur in Schlingen verwandeln und letztere in richtiger Stellung halten, bis das Oberleder auf die Schlingenmachernadeln gebracht worden ist, worauf eine Speisenadel die Bindeschnur durch die von den Schlingenmacherfmgern und Schlingenmachernadeln gehaltenen Schlingen hindurchführt. Das Oberleder wird dann durch die Vorwärtsbewegung der Schlingenmacherfinger von den Schlingenmachernadeln entfernt, und die Enden der Bindeschnur werden zwecks Bildung eines Knotens einer Knüpfvorrichtung dargeboten.
In den bekannten Maschinen wurde das ver-. schnürte Oberleder, nachdem es von den Schlingenmachernadeln entfernt wurde, von den von den Schnurgreifern gehaltenen Enden der Bindeschnur getragen und hing während des Verknüpf ens frei an der Knüpfvorrich-. tung. Durch das Eigengewicht des Oberleders und durch etwa auftretende Reibungswiderstände wurde' der in der Verschnürung befindliche Betrag an schlaffem Faden größtenteils aus der Verschnürung herausgezogen. Die unteren Schnürlöcher kamen hierdurch ganz nahe zueinander, während sich ein übermäßig großer Betrag an schlaffem Faden auf den oberen Teil des Oberleders verteilte. Es ist erklärlich, daß die Schiingenspannung eines derart verschnürten Oberleders eine ungleichmäßige war, und der Arbeiter mußte die Schiingenspannung regeln, bevor er das Oberleder auf den Leisten aufbrachte.
Zweck der Erfindung ist, dies zu vermeiden und die Maschine so auszubilden, daß der schlaffe Faden gleichmäßig auf die ganze Verschnürung verteilt wird. Dies wird erreicht, indem eine Vorrichtung die Bindeschnur in der Nähe der untersten Schnürlöcher des Oberleders erfaßt und dieselbe während des Verknüpfens der Schnurenden festhält. Hierdurch wird verhindert, daß der in der Nähe der unteren Schnürlöcher befindliche schlaffe Faden aus der Verschnürung herausgezogen wird, wenn das verschnürte Oberleder von den Schlingenmachernadeln abgestreift wird. Zweckmäßig hält die Vorrichtung, welche den in der Nähe der unteren Schnürlöcher befindlichen Teil der Bindeschnur erfaßt, die Bindeschnur noch fest, nachdem die Knüpfvorrichtung die Schnurenden freigegeben hat. Die durch das Herabfallen des Oberleders hervorgebrachte Kraft bewirkt dann, daß die genannte Vorrichtung einen bestimmten Betrag an schlaffem Faden abzieht, der sich auf die
Unteren Teile der Verschnürung verteilt. Dies ist besonders für unter dem Namen »Blücher« bekanntes Schuhwerk von großer Wichtigkeit, da die untersten Schnürlöcher derartigen Schuhwerkes weiter voneinander entfernt sind als die oberen Schnürlöcher.
Gemäß der Erfindung ist die Maschine auch mit einer neuartigen Vorrichtung versehen, die es ermöglicht, die von der Vorratsrolle abzuziehende Fadenmenge zu vergrößern. Der durch diese Vorrichtung abgezogene Mehrbetrag an Faden verbleibt nach erfolgter Verschnürung des Oberleders schlaff. Zweckmäßig ist diese Vorrichtung so angeordnet, daß sie mit Leichtigkeit in wirksame oder unwirksame Lage gebracht werden kann.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Fig. ι ist eine Vorderansicht der Maschine, Fig. 2 ein Grundriß der Fig. 1. Fig. 3 ist eine Einzelansicht der zur Bildung von schlaffem Faden dienenden Vorrichtung.
Die Bindeschnur wird von der Speisenadel 38 an den Schlingenmachernadeln 1 vorbeibewegt und dem Schnurgreifer 75 dargeboten. Die Speisenadel kehrt sodann in ihre Anfangslagezurück und bewegt hierbei die Bindeschnur in die Lage, damit sie in die Haken der später nach vorwärts bewegten Nadeln 1 eintreten kann. Nachdem die Speisenadel die in Fig. I dargestellte Stellung eingenommen hat, wird das Oberleder aufgebracht und die Maschine angelassen. Die Speisenadel bewegt sich zunächst nach vorwärts und zieht die Bindeschnur durch die von den Nadeln 1 gehaltenen Schlingen. Sodann ermöglicht die Nadel 38 dem Schnurgreifer 74, das Ende der Bindeschnur zu erfassen. Nachdem dies geschehen, wird die Bindeschnur von dem Messer 84 abgeschnitten, und die Nadel 38 kehrt in ihre Anfangslage zurück. Nunmehr bewegen sich die Schlingenmacherfinger nach vorwärts und streifen das Oberleder von den Nadeln ι ab. Die Schnurgreifer 73, 74 übergeben die Enden der Bindeschnur durch Vermittlung geeigneter Zwischenvorrichtungen einer Knüpfvorrichtung 98, 99, welche die Enden der Bindeschnur zusammenknüpft. Die Einzelheiten des Arbeitsganges der Maschine sind in der genannten Patentschrift eingehend beschrieben.
Das verschnürte Oberleder wurde in der bisher bekannten Maschine zunächst von den Schnurgreifern festgehalten. Die Schnurenden wurden dann der Knüpfvorrichtung zugeführt, und während des Verknüpfens hing das von den Schnurenden getragene Oberleder frei herunter. Die Folge davon war, daß der gesamte schlaffe Faden aus der Verschnürung herausgezogen wurde. Dies soll gemäß der Erfindung vermieden werden, damit die Schiingenspannung" auch in dem unteren Teil des Oberleders eine gleichmäßige ist. i
Der Schlingenmacherfinger, der die zwischen den beiden untersten Ösenpaaren hindurchgeführte Bindeschnur ergreift, ist mit einem fingerartigen Fortsatz 70 versehen, welcher die Bindeschnur, nachdem das verschnürte Oberleder von den Schlingenmachernadeln entfernt ist, noch festhält. Während die Enden der Bindeschnur zusammengeknüpft werden, verbleibt der zwischen den beiden untersten Ösenpaaren befindliche Teil der Bindeschnur noch auf dem Fortsatz 70 des Schlingenmacherfingers 2, so daß der in dem unteren Teil der Verschnürung vorhandene Betrag an schlaffem Faden nicht abgezogen werden kann. Sobald die Knüpfvorrichtung die Enden der Bindeschnur freigibt, wird das Oberleder durch sein Eigengewicht herunterfallen, und die von dem Fortsatz 70 erfaßte Bindeschnur gleitet dann auf den senkrechten Teil 71 und trifft hierauf mit dem gebogenen Teil 72 des Fortsatzes 70 zusammen; das herabfallende Oberleder kommt hierdurch plötzlieh zum Stillstand, und die hierdurch hervorgebrachte Kraft bewirkt, daß ein bestimmter Betrag an schlaffem Faden in den unteren Teil der Verschnürung gezogen wird. Unmittelbar hierauf gleitet die Bindeschnur von dem Teil 72 herunter, und das verschnürte Oberleder fällt aus der Maschine heraus.
Die Maschine ist ferner mit einer neuartigen, zur Bildung von schlaffem Faden dienenden Vorrichtung ausgerüstet. Zweckmäßig ist diese Vorrichtung in der Nähe des erwähnten Fortsatzes 70 des Schlingenmacherfingers 2 angeordnet, damit die Bindeschnur nicht unnötigerweise zwischen den Ösen und den Schlingenbildungsorganen hin und her ioo bewegt werden muß. Diese Vorrichtung' befindet sich auf dem Werkstückschutzschild 52 und besteht aus einem von der Platte 57 hervorstehenden Finger 56. Eine durch einen Schlitz der Platte 57 hindurchgeführte Schraube 58 hält den Finger 56 in seiner Lage. Eine am unteren Ende der Platte 57 angebrachte Aussparung trifft mit einem Stift 59 zusammen, wodurch die tiefste Lage des Fingers 56 bestimmt wird. Wird der Finger 56 in die in Fig. 3 angedeutete Lage bewegt, so wird die Bindeschnur über den Finger 56 gezogen, wenn die Speisenadel sich vorwärts bewegt, um> die Bindeschnur durch die durch die Schnurlöcher gezogenen Schlingen hindurchzuführen; auf diese Weise wird der in der Verschnürung verbleibende Betrag an schlaffem Faden um die zwischen dem linken Schlingenmacherfinger 2 und dem Finger 56 befindliche Fadenmenge vergrößert. Ist es nun nicht wünschenswert, diesen Mehrbetrag an schlaffem Faden von der Vorratsrolle ab-
zuziehen, so wird der Finger 56 aus seiner wirksamen Stellung herausbewegt, indem die Platte 57 nach aufwärts geschoben wird, bis ihre Aussparung den Stift 59 nicht mehr berührt ; die Platte 57 wird sodann um i8o° um die i Schraube 58 herumgedreht, so daß der Finger 56 in eine Lage gelangt, in der er die Bindeschnur während der Vorwärtsbewegung der Speisenadel nicht erfassen kann.
In den Zeichnungen sind der Deutlichkeit wegen.noch verschiedene Vorrichtungen dargestellt, die aber nicht näher beschrieben sind, da sie keinen Gegenstand der vorliegenden Erfindung bilden.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    I. Maschine zum Verschnüren der mit Schnürlöchern versehenen Oberlederteile von Schnürstiefeln vor dem Aufziehen auf den Leisten, bei welcher mehrere Nadeln eine Reihe von Schlingen durch die Schnürlöcher eines Oberleders hindurchführen und eine Schnurspeisevorrichtung ein Bindeende durch diese Schlingen hindurchzieht und eine Knüpfvorrichtung die Schnurenden zusammenknüpft, dadurch gekennzeichnet, daß eine besondere Vorrichtung vorgesehen ist, die verhindert, daß die in dem unteren Teil der Verschnürung befindliche schlaffe Bindeschnur aus der Verschnürung herausgezogen wird.
  2. 2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß einer der Schlingen- ' macherfinger (2) mit einem Fortsatz (70, 71, 72) versehen ist, der die schlaffe Bindeschnur in der Nähe der beiden untersten Ösenpaare festhält.
  3. 3. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Finger (56) in die Bewegungsbahn der Speisenadel gebracht werden kann, so daß, während die Speisenadel die Bindeschnur durch die von den Schlingenmachernadeln gehaltenen Schlingen hindurchführt, ein Mehrbetrag an schlaffem Faden von " der Vorratsrolle abgezogen wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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