DE201350C - - Google Patents

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DE201350C
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cleaning
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B08CLEANING
    • B08BCLEANING IN GENERAL; PREVENTION OF FOULING IN GENERAL
    • B08B9/00Cleaning hollow articles by methods or apparatus specially adapted thereto
    • B08B9/02Cleaning pipes or tubes or systems of pipes or tubes
    • B08B9/027Cleaning the internal surfaces; Removal of blockages
    • B08B9/04Cleaning the internal surfaces; Removal of blockages using cleaning devices introduced into and moved along the pipes
    • B08B9/053Cleaning the internal surfaces; Removal of blockages using cleaning devices introduced into and moved along the pipes moved along the pipes by a fluid, e.g. by fluid pressure or by suction
    • B08B9/055Cleaning the internal surfaces; Removal of blockages using cleaning devices introduced into and moved along the pipes moved along the pipes by a fluid, e.g. by fluid pressure or by suction the cleaning devices conforming to, or being conformable to, substantially the same cross-section of the pipes, e.g. pigs or moles

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  • Fluid Mechanics (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 201350 KLASSE 64b. GRUPPE
FRIEDRICH LANGENBERG in BERLIN.
Vorrichtung zum Reinigen von Bierleitungen u. dgl.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 29. Oktober 1907 ab.
Vorliegende Erfindung.bezieht sich auf einen Apparat zum Reinigen von Bierleitungen u. dgl., welcher sich leicht und schnell handhaben läßt und dabei sehr billig ist. Vornehmlich ist derselbe dazu bestimmt, die bisherigen teuren Dampfapparate zur Reinigung von Bierdruckleitungen zu ersetzen.
Auf. der beiliegenden Zeichnung sind zwei Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes ίο dargestellt, und zwar in
Fig. ι ein Längsschnitt der ersten Ausführungsform, in
Fig. 2 eine Gesamtseitenansicht dieser Ausführungsform, in
Fig. .3 ein senkrechter Längsschnitt der zweiten Ausführungsform und in
Fig. 4 ein Schnitt nach A-B der Fig. 3.
Im Hohlzylinder 1 ist eine Kugel 2 (z. B. aus Glas) von gleichem Durchmesser untergebracht. Am rechten Ende des Zylinders 1 . befindet sich ein Flüssigkeitseinlaß 3, welcher durch einen gewöhnlichen Hahn oder aber durch Drehen des Zylinders 1 in Richtung des Pfeiles 11 um 3 als Drehpunkt geschlossen wird und also ganz geschlossen ist, wenn der Zylinder 1 mit seiner Längsachse senkrecht aufgerichtet ist. Alsdann ist das Wasserleitungsrohr 13 gegen das Innere des Zylinders 1 hin abgeschlossen, und man kann aus dem Hahn 9 etwa im Behälter 1 vorhandene Flüssigkeit ablassen, um Hahn 9 dann wieder zu schließen. Dabei ist die Kugel 2 auf den Boden des aufrechtstehenden Zylinders 1 gesunken. -
Jetzt gießt man nach Öffnen des Hahnes io Reinigungslauge, auflösende Reinigungskörper in Pulver oder Brockenform o. dgl. durch den Trichter 8 in das Innere des Zylinders i. Dabei kann Trichter 8 gleichzeitig als Meßgefäß ausgebildet sein. (Ist Zylinder ι nicht um 3 drehbar, sondern bei 3 nur ein einfacher Hahn angeordnet, so muß natürlich der Trichter 8 auf dem obenliegenden Teil des Zylindermantels angeordnet sein. In diesem Falle muß auch die Kugel durch geeignete Mittel in die Anfangslage gebracht werden.)
Verschließt man den Hahn 10 und kippt den Behälter 1 um 3 in der dem Pfeil 11 entgegengesetzten Drehrichtung in seine etwa wagerechte Ruhelage (die durch eine Rast bei 3 oder eine Stützkrampe unter 1 gebildet wird) zurück, bzw. öffnet man den Hahn bei 3, so dringt das Wasserleitungswasser durch Rohr 13 und den jetzt offenen Hahn 3 gegen die Kugel 2 und treibt diese langsam nach links hin. Dabei wird die in 1 befindliche Reinigungslauge o. dgl. durch den Stutzen 4 und den sich daran anschließenden Gummischlauch 14 in die zu reinigende Flüssigkeitsleitung (ζ. Β. Bierleitungsrohr 33) abgeführt und durch diese hindurchgedrückt, Und zwar vom Behälter 1 aus durch die Öffnung 5 nach den Leitungen 4, 14 und 33.
Rollt nun die Kugel 2 über die zweiflüglige Ventilklappe 7, 6, welche um Scharnier 15 drehbar ist, so drückt sie den in den Behälter 1 hineinragenden Flügel 6 allmählich nieder und schließt die Öffnung 5. Das aus
Rohr 13 weiter zufließende frische Wasserleitungswasser spült nun durch die unter dem hochgekippten Flügel 7 (vgl. die punktierte Lage) frei gewordene Öffnung hindurch weiter, bis man den Behälter 1 wieder hochkippt.
Bezüglich der zweiflügligen Ventilklappe 7, 6 ist noch folgendes zu bemerken:
Wenn die Kugel 2 zwischen den beiden Flügeln 6, 7 liegt und sich nunmehr das ganze System 6, 7, 2 um Scharnier 15 dreht, so ist dies unter gewissen Bedingungen mit einer geringen Hebung der Kugel verbunden. Dies kann zur Vermeidung von Klemmungen z. B. dadurch verhindert werden, daß die Ventilklappe 6, 7 so ausgebildet ist, daß die Kugel 2 mit ihrem Mittelpunkt in eine durch den Drehpunkt 15 gelegte Senkrechte zur Längsachse des Zylinders 1 gelangen kann, ehe die Klappe 6 von ihr beeinflußt wird.
Eine zweite Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes ist in den Fig. 3 und 4 dargestellt. Dieselbe bezieht sich lediglich auf den Teil der Vorrichtung, welchen in der ersten Ausführungsform die zweiflüglige Ventilklappe 6, 7 bildete.
An das Ende des Zylinders 1 ist mittels einer geeigneten Flanschverbindung der erweiterte Zylinder 19 angeschlossen.
Der Zylinder ig ist durch die Stirnwand 21 fest verschlossen. Durch diese reicht nach außen der Stutzen 22, auf welchen der Gummischlauch 23 gesteckt wird.
Innerhalb des Zylinders 19 ist der Stutzen 22 knieförmig umgebogen zu einem Stutzen 24, welcher ebenfalls offen ist.
Der Stutzen 24 ist (in Fig. 3 von links her) keilförmig eingeschnitten und. in diesen keilförmigen Einschnitt paßt die messerförmige Verschlußscheibe 25 mit ihrer Schneide 27 hinein. Die Scheibe 25 ist bei 26 drehbar um die Achse 28 (Fig. 4), welche mit der Schelle 29 am Stutzen 22 befestigt ist, pendelt also um 28. Vorn an der Scheibe 25 ist senkrecht zu ihrer Fläche die Platte 30 befestigt. Gegen diese rollt die Kugel 2 und drückt dieselbe in Richtung des Pfeiles 31 zurück, wobei der Durchfluß 24, 22, 23 ganz geöffnet wird, während bisher nur ein kleiner Schlitz bzw. ein Loch in der Platte 25 das langsame Durchströmen der Reinigungslauge o. dgl. ermöglichte.
Der Absatz bzw. die Rippen 32 im Behälter 19 gewährleisten das richtige Zurücklaufen der Kugel 2 in den Zylinder 1 beim Wiederaufrichten desselben.
Dieser Reinigungsvorgang erfordert also eine sehr geringe Arbeit und Wartung, er spielt sich fast selbsttätig ab.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Vorrichtung zum Reinigen von Bierleitungen u. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß das an dem einen Ende eines zylindrischen Behälters eintretende Druckwasser eine Kugel von gleichem Durchmesser vorschiebt, die das in dem Behälter befindliche Reinigungsmittel durch eine am anderen Ende des Behälters vorgesehene kleinere öffnung hinausdrückt, während nach dem Austritt des Reinigungsmittels eine größere öffnung für das Druckwasser freigegeben wird, indem die Kugel einen in den Behälter hineinragenden Arm einer die Öffnung verschließenden Drehklappe zurückdrückt.
2. Vorrichtung zum Reinigen von Bierleitungen u. dgl. nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das die Kugel umschließende Rohr (1) an dem Flüssigkeitsaustrittsende zu einer Kammer (19) erweitert ist, in welcher die Kugel über eine schräge Fläche gegen den mit dem Abschlußmittel verbundenen Arm geleitet wird.
3. Vorrichtung zum Reinigen von Bierleitungen u. dgl. nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Abflußstutzen nach innen durch die Kammerwand durchgeführt und innen knieförmig umgebogen ist und das abgebogene Ende des Stutzens durch eine pendelnd aufgehängte Scheibe verschlossen wird, die in der Verschlußlage nur eine kleine Durchtrittsöffnung für das Reinigungsmittel freiläßt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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