DE2010551C3 - - Google Patents
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- DE2010551C3 DE2010551C3 DE702010551A DE2010551A DE2010551C3 DE 2010551 C3 DE2010551 C3 DE 2010551C3 DE 702010551 A DE702010551 A DE 702010551A DE 2010551 A DE2010551 A DE 2010551A DE 2010551 C3 DE2010551 C3 DE 2010551C3
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- B01J—CHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
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- B01J20/18—Synthetic zeolitic molecular sieves
- B01J20/186—Chemical treatments in view of modifying the properties of the sieve, e.g. increasing the stability or the activity, also decreasing the activity
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Description
25
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Halogenieren von kristallinen Aluminosilicaten durch Behandeln
von kristallinen Aluminosilicaten mit halogenierten Kohlenwasserstoffen.
Es ist bekannt. Halogen in Aluminiumoxyd, wie γ-, η-, jo
0- oder χ-Aluminiumoxyd, einzuführen und das so
erhaltene halogenierte Aluminiumoxyd als Katalysatorträger zu verwenden. Die Katalysatoren, die als Träger
dieses Aluminiumoxyd enthalten, in das Halogen eingeführt wurde, finden weitverbreitete Verwendung J5
für Kohlenwasserstoffumwandlungsverfahren, da sie beispielsweise eine wirksame Erhöhung der katalytischer!
Aktivität und eine verlängerte Katalysatorlebensdauer zeigen. Die Einführung von Halogen in Aluminiumoxyd,
auf das als aktive Metallkomponente Platin -to aufgetragen ist, wurde in der japanischen Patentveröffentlichung
2 069/1954 beschrieben. Nach bekannten Verfahren wird das Halogen eingeführt, indem ein
Metallhalogenid, wie Aluminiumchlorid sublimiert wird, so daß es an der Oberfläche des Aluminiumoxyds <r>
festgehalten wird oder indem ein gasförmiges anorganisches Halogenid wie Bortrifluorid oder Fluorwasserstoff
verwendet wird, indem gleichzeitig Platin und Chlor durch Verwendung von Chloroplatinsäure in
einer solchen Menge eingeführt werden, daß ein geeigneter Chlorgehalt erzielt wird, oder indem ein
Halogenmethan wie Tetrachlorkohlenstoff in Gegenwart eines nicht reduzierenden Gases mit Aluminiumoxyd
in Berührung gebracht wird. Durch Reaktion zwischen der Oberfläche des Aluminiumoxyds und dem
Halogenmethan wird das elementare Halogen gebunden oder absorbiert.
Das technisch und praktisch überlegene Merkmal dieser Verfahren ist die Methode, die unter Verwendung
eines Halogenmethans durchgeführt wird. Es ist jedoch 6(i
bei diesem Verfahren erforderlich, Aluminiumoxyd mit einer sehr großen Oberfläche zu verwenden oder die
Kontakttemperatur in beträchtlichem Maß zu erhöhen, damit, beispielsweise durch Verwendung von Tetrachlorkohlenstoff,
eine wesentliche Menge Halogen eingeführt wird. Andererseits geht bei erhöhter Temperatur das zunächst eingeführte Chlor durch die
Bildung von Aluminiumchlorid oder anderen flüchtigen Chloriden verloren. Es ist daher äußerst schwierig.
durch Anwendung dieses Verfahrens einen Chlorgehall von beispielsweise mehr als 10 Gewichtsprozent zu
erzielen.
Trotz zahlreicher Versuche existieren, wie e; wähnt.
nur wenige wirksame Verfahren z'.m Einführen von elementarem Halogen in Kieselsäure-Aluminiumoxyd-Materialien.
Dies liegt an der Schwierigkeil, die gewünschte Menge des Halogens in Keiselsäure-Aluminiumoxyd-Materialien
einzuführen, ideren Gehalt an
Kieselsäure zur Verwendung als Katalysatorträger ausreicht, da das Halogenierungsmitjel nur gegenüber
der Aluminiumoxydkomponente, nicht jedoch gegenüber der Kieselsäurekomponente reaktionsfähig ist.
Diese Mehtode des In-Berührung-Bringens mit einem Halogenmethan, wie Tetrachlorkohlenstoff, ist daher
zur wirksamen Einführung von Halogen in Kiesclsäuie-Aluminiumoxyd
nicht befriedigend.
Andererseits hat man in neuerer Zeit kristallinen Aluminosilicaten Aufmerksamkeit zugewendet, die als
Basis ein Gerüst enthalten, in dem die S1O4- und
AIO-t-Tetraeder regelmäßig entsprechend einem Atomverhältnis
O/(Si+Al) =2 angeordnet sind und in dessen
Struktur die negative Ladung des Gerüstes durch das Kation abgesättigt ist. Die kristallinen Aluminosilicate
finden zahlreiche verschiedene Anwendungen, beim Trocknen von Gasen und Flüssigkeiten, der selektiven
Trennung von Gasgemischen, der Trennung von Kohlenwasserstoffgemische^ als Katalysatorträger.
Katalysator, lonenaustauschser und dergleichen.
Obwohl das Aluminosilicat als solches beträchtlich gute Wirkungen zeigt, wenn es für die erwähnten
Anwendungszwecke eingesetzt wird, ist es wünschenswert, zur Verbesserung der Eigenschaften in der bereits
für Aluminiumoxyd bekannten Weise Halogen einzuführen.
Die Einführung von Halogen, die mit gewissem Erfolg im Fall von Aluminiunioxyd erreicht wurde, führt jedoch
bei Verwendung von Kieselsäure-Aluminiumoxyd nicht zu der gewünschten Wirkung, weil dieses aufgrund der
Kieselsäurekomponente in seinen physikalischen Eigenschaften und der Struktur völlig verschieden von
Aluminiumoxyd ist. Dies gilt für kristallines Aluminosilicat, das eine sehr spezielle Struktur und spezielle
physikalische Eigenschaften aufweist. Die Einführung von Halogen in kristallines Aluminosilical ist daher noch
schwieriger. Mit besonderen Schweirigkeiten ist es verbunden. Halogen nicht nur durch physikalische
Adsorption des Halogenids, sondern auch durch chemische Bindung zwischen dem Halogenatom und
einem am Aufbau des Aluminosilicats beteiligten Atom einzuführen, ohne daß die charakteristische Struktur des
Aluminosilicats zerstört wird.
Es wurden bereits Untersuchungen über die Form der Adsorption verschiedener Halogenide an einem bestimmten
Aluminosilicat durchgeführt. So wird beispielsweise die Adsorption an Chabasit von R. M.
B a r r c r in Transaction Faraday Soc. 49, Seiten 940 bis 948 (1953) beschrieben. In dieser Literaturstelle wird
ausgeführt, daß die Adsorption von Halogen an Chabasit bis zu einem gewissen Grad durch chemische
Reaktion erfolgt, wenn ein spezielles Halogenid (CHF2CI), das bei 25°C oder 1500C adsorbiert wurde,
während langer Dauer einwirkt. Auf Seiten 943 und 944
wird jedoch über die Zerstörung der Kristalle des Chabasits und die Bildung von amorphen Anteilen
berichtet.
Außerdem wurde in der US-Patentschrift 34 13 370
ein Verfahren beschrieben, nach dem kristallines Aluminosilicat, das ein aufgetragenes Metall, wie Platin
enthält, mit einem Metallfluorid, wie AIFj, behandelt
wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Halogenierungsverfahren für kristallines Aluminosilicat
zugänglich zu machen, welches nicht nur die Einführung einer bestimmten Menge an Halogen in der Weise
ermöglicht, daß dieses nicht durch bloße Adsorption gebunden ist, sonderen auch ohne Zerstörung der
Eigenstrukmr des kristallinen Aluminosiücats erfolgen
soll.
Diese Aufgabe wird mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Halogenieren von kristallinen Aluminosilicaten
durch Behandeln von kristallinen Aluminosi- ι > licaten mit halogenierten Kohlenwasserstoffen dadurch
gelöst, daß man kristalline Aluminosilicate mit Porenöffnungen von 6 bis 15 Angströmeinheiten in einem
Stiömungsprozeß mit chlorierten und/oder fluorierten
Kohlenwasserstoffen mit einer Strömungsrjte, berechnet
unter Normalbedingungen, von 1 bis 1000cmJ des
halogenieren Kohlenwasserstoffs pro Gramm des kristallinen Aluminosilicais pro Minute in Gegenwart
eines nicht reduzierenden Gases bei einer Temperatur von 160 bis 350°C behandelt, bis ein Halogengehalt von
0,01 bis 20 Gew.-% erreicht ist.
Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung wird als Ausgangsmaterial ein kristallines Aluniinosilicai
eingesetzt, auf das eine aktive Metallkomponcnte aufgetragen ist. jo
Durch Halogenanalyse der erfindungsgemäß erhalicnen Produkte wurde festgestellt, daß das Halogen nicht
nur durch Adsorption eingeführt wird. Ferner bestätigen die Werte der Röntgenbeugungsanalyse, daß die
Eigenstruktur des Aluminosilicats nicht zerstört wurde. r>
Als kristalline Aluminosilicate werden Produkte mit der gleichen Grundstruktur wie natürlicher Faujasit,
Mordenit, mit weiten Porenöffnungen, und dergleichen verwendet. Zu diesen Aluminosilicaten gehören synthetische
Zeolithe, wie im Handel befindlicher Zeolith X und Zeolith Y. Die Porenöffnungen müssen im Bereich
von 6 Ä bis 15 Ä liegen, um einen wirksamen Kontakt des Halogenierungsmittels, das heißt des halogenierten
Kohlenwasserstoffs, mit der Oberfläche im Inneren der kleinen Porenöffnungen zu gestatten und auf diese r,
Weise die Halogenierung zu gewährleisten.
Das kristalline Aluminosilicat enthält gewöhnlich äquiinolare Anteile an AI2O3 und Na2O und kann als
solches eingesetzt werden. Wenn jedoch eine höhere Aktivität erwünscht ist, wird das Natriumion Vorzugsweise
durch ein zwei- oder mehrwertiges Metallion oder durch ein Ammoniumion ausgetauscht und
anschließend das Aluminosilicat durch Erhitzen und Calcinieren in die Wasserstoff-Form oder die di'kalionisicrte
Form übergeführt. Als Metalle mit der Wertigkeit 2 oder mehr können Magnesium, Calcium, Strontium,
Barium, Zink, Cadmium, Mangan, Nickel, Kobalt und seltene Erdmetalle eingesezt werden. Der Grad des
Austauschs beträgt vorzugsweise 50% oder mehr und insbesondere 80% oder mehr. bo
Für das erfindungsgemäße Verfahren können kristalline Aluminosilicate verwendet werden, auf die ein, zwei
oder mehrere der Metalle der Gruppen IV, V, Vl. VII und VIII des Periodensystems als aktive Metallkomponcnte
aufgetragen sind. Der Anteil des aufgetragenen hi Metalls betragt 0,01 bis 10 Gewichtsprozent, vorzugsweise
0.05 bis 5 Gewichtsprozent, bezogen auf das kristalline Aluminosilicat.Kennzeichnend für die Erfindung
ist die Möglichkeit, daß mit gieicher Wirksamkeit Halogen in das Aluminosilical eingeführt werden kann,
welches diese aktiven Metallkomponenten enthält.
Die für die Zwecke der Erfindung verwendeten halogenierten Kohlenwasserstoffe sind Verbindungen,
in denen ein, zwei oder mehrere Wasserstoffatome des Kohlenwasserstoffmoleküls durch Chlor und/oder Fluor
ersetzt sind. Repräsentative Beispiele dafür sind CHiCb. CHCh. CCI4, eine Reihe von Verbindui.gen. die unter
dem Handelsnamen »Freon« bekannt sind, wie CF4. CHFi, CH2F2, CHCIF2, CCIFj, CCI2F2, CCIF2-CCIF2
und C6H5F.
Kennzeichnend für das erfindungsgemäße Verfahren sind die Merkmale, daß die angegebenen halogenierten
Kohlenwasserstoffe in einer Rate von 1 bis 1000 cm1. berechnet unter Normalbedingungen, pro Gramm des
kristallinen Aluminosilicat!- pro Minute in Gegenwart eines nicht reduzierenden Gases, wie beispielsweise
Stickstoff, Luft, Sauerstoff. Methan, Äthan oder Helium bei einer Temperatur von 160 bis 3500C durch das in
einem Durchflußreaktor angeordnete Aluminosilicat geleitet werden. Bei Temperaturen von weniger als
1600C wird keine wirksame Halogenierung erzielt,
während bei Temperaturen von mehr als 3500C die Struktur des kristallinen Aluminosilicats zerstört wird
und außerdem das bereits eingeführte Halogenid in Form flüchtiger Verbindungen entfernt wird. Die
Gegenwart eines nicht reduzierenden Gases bewirkt eine glatte Durchführung der Halogenierung und hat
zur Folge, daß die lokale Halogenierung oder die Bildung unerwünschter Produkte, wie HCl und HF.
vermieden werden.
In Abwesenheit des nicht reduzierenden Gases ist eine wirksame Halogenierung nicht möglich. Gewöhnlich
wird das nicht reduzierende Gas in Form eines Gemisches mit dem halogenieren Kohlenwasserstoff
über das kristalline Aluminosilicat geleitet. Vorzugsweise wird das nicht reduzierende Gas in einer Konzentration
entsprechend '/iooo bis zum lOOOfachen des
Volumens des halogenierten Kohlenwasserstoffes eingesetzt.
Der halogenierte Kohlenwasserstoff wird in einer Menge von I bis 1000 cm1 (Normalgasvolumen)/g des
kristallinen Aluminosilicats/Min. zugeführt. Anders ausgedrückt, ist es erforderlich, den halogenieren
Kohlenwasserstoff in einer Menge von 1 bis 1000 cm1, ausgedrückt als Gasvolumcn unter Normalbedingungen,
pro Minute pro 1 g des kristallinen Aluminosilicats zuzuführen. Bei einer Menge von weniger als I cm1/
cmVMin. wird kein wesentliches Ausmaß der Halogenierung erzielt. Wenn die Menge mehr als 1000 cm V
cmVMin. beträgt, geht die verwendete Menge an halogeniertem Kohlenwasserstoff nutzlos verloren,
ohne an der Halogenierung teilzunehmen, das zunächst eingeführte Halogenatom wird in Form flüchtiger
Substanzen entfernt und in gewissen Fällen wird die Struktur des kristallinen Aluminosilicats zerstört, kaum
daß eine wirksame Halogenierung erzielt ist. Der halogenierte Kohlenwasserstoff wird normalerweise in
Gasform zugeführt. Wird ein halogenicrter Kohlenwasserstoff eingesetzt, der schwierig in den Gaszustand
überzuführen ist. so kann er zusammen mit dem erwähnten, nicht reduzierenden Gas zugeführt werden.
Nat_h dem crfindungsgemäßen Verfahren wild
bevorzugt, das kristalline Aluminosilical vorher während 3 bis 6 Stunden unter Sticktoff oder Luft bei 350 C
bis 550"C zu trocknen und danach die Temperatur bis /u einem vorbestimmten Weil zu erniedi iaen. bevor die
20 10 55\
Halogenicrungsbehandlung durchgeführt wird. Uesondes
bei Verwendung von kristallinem Aluminosilieal. welches den Träger für eine aktive MctalikompoiienU
darstellt, wird eine Vorbehandlung mit Wassers.oll
bevorzugt. ■>
Die H;'!jcr dos Zuführens des halog'jnicricn Kohlenwasserstoffes
wahrend des Halogcnicrungsverfahrcns tier Erfindung unterliegt keiner speziellen Beschränkung:
sie beträgt jedoch vorzugsweise unige Minuten bis zu einer Stunde. |e höher die Zufuhrratc oder je i<
> langer die Zuführungsdauer des halogeniertcn Kohlenwasserstoffes
ist. um so größer ist die Menge des eingeführten Halogens. Es ist ein Halogengehalt von
O.ÜI bis 20 Gewichtsprozent erforderlich. Ein Gehalt
von mehr als 20 Gewichtsprozent führt zur Zerstörung r> dv.·· Eigenstruklurdes kristallinen 'Muniinosilicats.
!■'■-rjnr-idngsgciiiiiil unwlicgt der Druck, unter de·" .!;·
Halogenierung durchgeliil·'' wird, keiner iiii-n.hi.ii",
kling. I λ kann erhöhter oder verminderter Druck
angewendet werden: vorzugsweise verwendet man ledoch im Hinblick auf the leichtere Duivhfühi niij; des
Verl'ahi ens NoniialdriK'k.
Das nach dem eiimdimgsgniuil.lcn Verlahien halogeniert
kristallin" .Miiminosilicat eignet sich ,ils
wertvoller Katalysator oder wird verwendet, wenn
kristallines Aluniinosilieat mit höherer Säureakti\ität
gewünscht wird.
Die Lniiiduiig wird nachstehend anhand um
Beispielen niiln-r erli'M'en.
30 g des im Handel erhältlichen Natrium-Molekularsiebs Y wurden in einer wäßrigen Lösung von Cu(NOi):
dem Ionenaustausch unterworfen, wobei 86% des Na ausgetauscht wurden. Das Produkt wurde mil Wasser
■.'^waschen und dann in eine Lösung gelegt, die
[ I ·.( N H 1)4] ■■·-1· enthielt, um 0,5 Gewichtsprozent Platin
eii zuführen. Die erhaltene Masse wurde verformt, bei 120 C getrocknet und bei 500 C calciniert. 10 g des
Produktes wurden gründlich getrocknet und unter Wasserstoff bei 500 C reduziert. Danach wurde CCbFi
mit einer Strömungsgeschwindigkeit von 50cmVMin. während 15 Minuten zusammen mit gasförmigem
Stickstoff einer Strömungsgeschwindigkeit von 150 cm '/Min. durchgeleitct. wobei die Temperatur bei
210 C gehalten wurde. Nach der Beendigung der Halogenidzufuhr wurde das Durchlciten von gasförmigem
Stickstoff fortgesetzt, um ausreichendes Spülen zu gewährleisten.
Das so erhaltene halogeniertc kristalline Aluminosilicat wurde durch potentiometrische Titration analysiert
und der Fluorgehalt nach dem nachstehend beschriebenen Verfahren bestimmt. Es wurde ein Chlorgehalt von
0.21 Gewichtsprozent und ein Fluorgehalt von 0.16 Gewichtsprozent gefunden. Zur potentiometrischen
Titration wird eine Probe in 7 n-H2SO4 zersetzt und
abkühlen gelassen, wodurch das Chlor in das Chlorion überführt wird. Dann wird mit 0.1 n-AgN()j unter
Verwendung einer Silbcr-Silbernilrat-Llektrode als Anzeigcelektrode und einer Kalomelelektrode als
bezugselektrode titriert. Als Endprodukt wurde tier Punkt mit hohem Wert von JF./JV AgNO1 angenommen.
Zur Bestimmung des Fluorgehalls w irtl eine Probe
in 60%ige .Schwelelsäure eingeführt und danach
AgiS()4 zugesetzt, das Gemisch während 90 Minuten bei
etwa 140' C einer Wasserdampfdestillation unterworfen und das HjSiFn enthallende Destillat mit o.()()l-n
wäßriger Lösung von Th(NOj)4 titriert, wobei eine
0.1%ige wäßrige Lösung von Alizarin S als Indikator für die Prüfung auf Fluor benutzt wird.
Durch Röntgenstrahlenbeugung wurde geprüft, ob die Struktur des kristallinen Aiuminosilicats zerstört
worden war. Fi g. 1 zeigt das Röntgenbeugungsbild von kristallinem Aluminosilicat Ca — Y — Pt vor der Halogenierung
und in F i g. 2 ist das Röntgenbeugungsbik! desselben Produkts nach der Halogenierung dargestellt
Das Versuchsergebnis zeigt, daß die Halogenierung nicht zur Zerstörung der Kristalle des Aluminosilicate
führt und die ursprüngliche Kristailform erhalten bleibt Wie aus der Methode der Halogenanalyse klar
hervorgeht, stellt das eingeführte Halogen nicht lediglich adsorbiertes Halogenid dar.
10 g Calcium-Molekularsieb X mit Porenöffnungen des mittleren Durchmessers 9 Ä. das in Handel
erhältlich ist, wurde bei 500cC calciniert. Unter
Aufrechterhalten einer Temperatur von 200'C wurde das Produkt während 30 Minuten mit CClF2-CClF2 in
Berührung gebracht, das mit einer Strömungsgeschwindigkeit von lOOcmVMin. eingeführt wurde, während
gleichzeitig Stickstoff mit einer Strömungsgeschwindigkeit von 200cmVMin. zugeführt wurde. Nach Beendi-5«
gung der Halogenidzufuhr wurde das Produkt gründlich mit Stickstoff gespült.
Die Analyse zur Bestimmung des Halogengehalts erfolgte nach den in Beispiel 1 beschriebenen Verfahren
Es wurde ein Chlorgehalt von 0,14 Gewichtsprozent und ein Fluorgehalt von 0,11 Gewichtsprozent festgestellt.
Die Röntgenbeugungsanalyse zeigte außerdem, daß die Struktur des kristallinen Aiuminosilicats nicht
zerstört worden war.
Beispiele3bis8
10-g-Proben von verschiedenen kristallinen Aluminosilicaten
wurden sorgfältig getrocknet oder calciniert und nach vorbestimmten Verfahren halogeniert. Die
Ergebnisse sind in der Tabelle aufgeführt. Die Analyse auf Halogen erfolgte nach den in Beispiel 1 beschriebenen
Verfahren.
Die Ergebnisse zeigen die ausgezeichnete Wirksamkeit des erfindungsgemäßen Halogenierungsverfahren
f>5 Durch Röntgenbeugungsanalyse wurde außerdem festgestellt,
daß keine Zerstörung der Struktur des kristallinen Aiuminosilicats erfolgte.
Hois|)ic! \rl des krislnüincii
Aluniinosilicats
Aluniinosilicats
Na-X-Typ, 80% der Na-Ionen durch Zn ausgetauscht
Na-Y-Typ, handelsüblich, 80% der Na-Ionen durch Mg ausgetauscht. Auf diesen Träger
sind 1 Gew.-% Ni und
5 Gew.-% W aufgetragen
5 Gew.-% W aufgetragen
Na-Y-Typ, mit NHi'-Ionen
ausgetauscht, anschließende thermische Behandlung zur
Bildung des H-Y-Typs, aufgetragen sind 0,3 Gew.-% Pt
Bildung des H-Y-Typs, aufgetragen sind 0,3 Gew.-% Pt
Na-Y-Typ, zu 70% mit Cd-Ionen ausgetauscht, aufgetragen sind 0,4 Gew.-% Pt
Ca-Y-Typ, aufgetragen sind 0,5 Gew.-% Co und
0,5 Gew.-% Mo
0,5 Gew.-% Mo
Na-X, 70% mit Ce-Ionen ausgetauscht
Halogenkohlcn- Nicht Halogenie- Halogcnie- llalogengeha
wasserstoff reduzierendes rungs- riingsdauer
Gas temperatur
CHClF; SOcmVMin.
CHFi 50cmJ/Min.
Luft
200 cm'/Min.
Stickstoff
250cmVMin.
250cmVMin.
lOOcm-VMin. gasförmiger
Stickstoff, der bei Raumtemperatur durch CbHsF geleitet wird
Stickstoff, der bei Raumtemperatur durch CbHsF geleitet wird
300cm3/Min. gasförmiger
Stickstoff, der bei Raumtemperatur durch CCN geleitet wird
Stickstoff, der bei Raumtemperatur durch CCN geleitet wird
250cmJ/Min. gasförmiger
Stickstoff, der bei 0°C durch
CHCh geleitet wird
Stickstoff, der bei 0°C durch
CHCh geleitet wird
200cmVMin. Luft, die bei
00C durch CH2CI2 geleitet
wird
00C durch CH2CI2 geleitet
wird
1800C 27 Min. Cl: 0,bb Gew.-%
F: 0,44 Gew.-%
2100C 10 Min. F: 0,75 Gew.-%
2000C 10 Min. F: 0,24 Gew.-%
220°C: 40 Min. Cl: 12 Gew.-%
2000C 10 Min. Cl: 4,60 Gew.-%
2300C 20 Min. Cl: 3,18 Gew.-%
Vergleichsbeispiel 1
Andern Molekularsieb des Typs Ca-Y gemäß Beispiel wurde CHCIF» bei einer Temperatur von 150"C unter
einem Druck von 200 mm I Ig sorgfältig adsorbiert und
das Produkt 24 Slrundcn stehengelassen. Es wurde festgestellt, daß sich eine geringe Menge CO und COj
entwickelte. Das Produkt wurde dann durch Erwärmen entgast und die Kristallstruktur durch Röntgcnbctigungsanalysc
bestimmt. Es wurde festgestellt, daß die Struktur zerstört worden war.
Vcrglcichsbcispiel 2
g des Platin enthallenden Molckiilarsicbs Ca-Y.
das zu 80"/» ausgetauscht war und 0,5 Gewichtsprozent
Platin enthielt, wurden an der Luft getrocknet und danach unter Einhalten einer Temperatur von 380"C
gasförmiger Stickstoff, der bei 25"C durch CCU geleitet
wurde, mit einer Rate von 500 cm'/Min. während einer
Stunde durchgelcilet. Es wurden etwa 23 Gewiehispror.
/ent Chlor eingeführt. Wie jedoch in Fi g. 3 ge/cigt ist.
war die Struktur des kristallinen Aliiminosilicais so stark
zerstört, daß das Produkt nahezu amorph war.
Vcrglcichsbcispiel 3
10 g des gleichen kristallinen Aliiminosilicais Ca -Y-Pt wie in Beispiel I wurden getrocknet und
während 3 Stunden bei 500"C unter Wasserstoff reduziert. Danach wurden unter Aufrechterhalten einer
-π Temperatur von 140"C CCIF)-CCIF2 und gasförmiger
Siickstoff während 30 Minuten mit einer Strömungsrate von 10 cmVMin. bzw. 100 cm'/Min. durchgelcitct. Dabei
wurde im wesentlichen keine Halogenierung erzielt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Verfahren zum Halogenieren von kristallinen Aluminosilicaten durch Behandeln von kristallinen
Alurninosilicaten mit halogenierten Kohlenwasserstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß man
kristalline Aluminosilicate mit Porenöffnungen von 6 bis 15 Angströmeinheiten in einem Suömungsprozeß
mit chlorierten und/oder fluorierten Kohlenwasserstoffen
mit einer Strömungsrate, berechnet unter Normalbedingungen, von 1 bis 1000 cm3 des halogenierten
Kohlenwasserstoffs pro Gramm des kristallinen Aluminosilicats pro Minute in Gegenwart eines
nicht reduzierenden Gases bei einer Temperatur von 160 bis 3500C behandelt, bis ein Halogengehalt von
0,01 bis 20 Gewichtsprozent erreicht ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß man ein kristallines Aluminosilicai einsetzt, auf das eine aktive Metallkomponentc
aufgetragen ist.
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|---|---|---|---|
| JP44016212A JPS4945477B1 (de) | 1969-03-05 | 1969-03-05 |
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ID=11910204
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1969
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1970
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