DE200965C - - Google Patents
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F41—WEAPONS
- F41G—WEAPON SIGHTS; AIMING
- F41G3/00—Aiming or laying means
- F41G3/26—Teaching or practice apparatus for gun-aiming or gun-laying
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Radar, Positioning & Navigation (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Toys (AREA)
Description
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 72/. GRUPPE
SUB-TARGET GUN CO. in BOSTON.
Zielübungsvorrichtung. Patentiert im Deutschen Reiche vom 15. Juni 1907 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf Verbesserungen an solchen Zielübungsvorrichtungen,
bei denen das Zielergebnis beim Abziehen der Waffe ohne Anwendung von Munition durch
eine Anzeigenadel auf einer besonderen, am Geschützstand vorgesehenen Anzeigescheibe
kenntlich gemacht wird. Von den bekannten Einrichtungen dieser Art unterscheidet sich
die vorliegende dadurch, daß das Anzeigen
ίο des Schußergebnisses durch irgendwelche
Mittel verzögert wird, so daß man den Abweichungen Rechnung tragen kann, welche beim Schießen auf ein entferntes, sich bewegendes
Ziel dadurch auftreten, daß zwischen dem Augenblick des Abziehens und dem Einschlagen
des Geschosses ein verhältnismäßig langer Zeitraum liegt.
In den Zeichnungen ist Fig. 1 eine Ausführungsform der Erfindung, und zwar ein
Grundriß eines an der Breitseite aufgestellten Geschützes; einzelne Teile sind dabei nur
schematisch dargestellt, ganz weggelassen oder abgebrochen gezeichnet. Fig. 2 ist eine Seitenansicht
der in Fig. 1 in Aufsicht dargestellten Vorrichtung. Fig. 3 eine Seitenansicht des
in die Geschützmündung eingesetzten Pfropfens mit der Vorrichtung zum Vorschnellen des
Anzeigearmes, welchen dieser Pfropfen trägt. Fig. 3 a ist ein Einzelteil, der die Skala für
das Verzögerungsventil zeigt. Fig. 4 ist eine Ansicht der von dem vorderen Ende des
Pfropfens getragenen Vorrichtung, wie sie aus Fig. 3 ersichtlich ist, von unten. Fig. 5
ist eine Endansicht der in Fig. 3 dargestellten Vorrichtung, und zwar diese Figur von rechts
betrachtet. Fig. 6 ist ein Einzelteil, welcher in Seitenansicht den drehbar gelagerten Arm
zeigt, der die Bleistiftspitze oder einen anderen Anzeichner trägt. Fig. 7 ist die Aufsicht
auf die in Fig. 6 gezeigte Vorrichtung. Fig. 8 ist eine Ansicht eines Einzelteiles von
vorn, welche den schwingenden Rahmen zeigt, der mit dem Elektromagneten zum Schwingen
des Punktierarmes verbunden werden kann. Fig. 9 ist eine Seitenansicht der in Fig. 8
dargestellten Einrichtung.
Die Erfindung ist in Anwendung auf ein beliebiges Geschütz ^veranschaulicht, doch
könnte sie natürlich auch in Verbindung mit irgendeiner kleinkalibrigen Schußwaffe verwendet
werden.
Um die Scheibe D zu tragen, welche den Treffpunkt angeben soll, trägt das Geschützrohr
A einen Klemmring B1 (Fig. 1 und 2), mit dem die schwingende Stange B derart
verbunden ist, daß sie in bekannter Weise eine Universalbewegung um das Lager b ausführen
kann. Die Stange B trägt an ihrem vorderen Ende eine Hülse bl, in welcher der
zum Tragen der Scheiben D dienende Kreuzkopf C starr befestigt ist.
Zweckmäßig werden drei einander ähnliche Scheiben verwendet, welche so angeordnet
sind, daß die Scheibe- zur linken Hand in dem Gesichtsfeld des Visierfernrohres J und
die Scheibe zur rechten Hand in dem Gesichtsfeld des Fernrohres J1 gehalten werden
kann, wobei die Fernrohre wie beim gewöhnlichen Zielen zum seitlichen Einstellen
des Geschützes bzw. zu seiner Höheneinstellung verwendet werden, während die mittlere Scheibe durch die durch die Seelen-
achse gehende senkrechte Ebene geschnitten wird.
Um die Bedienungsmannschaft im Feuern nach einer sich bewegenden Scheibe von einer
sich ebenfalls bewegenden Plattform aus zu üben, kann man die Scheibe sowohl senkrecht
als wagerecht bewegen. Die Mittel hierzu sind zweckmäßig unabhängig voneinander gemacht,
so daß alle Bedingungen bezüglich der
ίο relativen Geschwindigkeiten, hervorgerufen
durch die Fahrt der Schiffe und ihre Bewegungen im Seegang, zwischen einem feuernden
und einem unter Feuer genommenen Schiffe mit der Vorrichtung genau wie in der Praxis
dargestellt werden können.
Bei der veranschaulichten Vorrichtung (Fig. 1 und 2) wird den verschiedenen Scheiben durch
Bewegung der Stange B und durch Anholen oder Auslassen des Drahtseiles E eine lotrechte
Bewegung erteilt, während die seitliche Bewegung der Scheiben durch das Drahtseil F
erreicht wird.
Die relative Stellung zwischen der Scheibe und der Feuerrichtung des Geschützes in dem
Augenblick, in dem beim wirklichen Feuern das Geschoß bis zum Ziele gelangt sein würde,
wird durch die nachstehend beschriebenen Vorrichtungen angezeigt.
G zeigt einen Pfropfen, der in die Geschützmündung geschoben werden kann und durch
einen Stift G1, wie aus den Fig. 1 bis 3 ersichtlich, gegen zu weites Hineinschlüpfen
gesichert ist. Um das Entweichen von Luft aus dem Innern durch den Pfropfen zu gestatten,
wenn dieser eingeschoben oder der Verschluß (Schraubenverschluß) geschlossen wird, während die Vorrichtung sich in der
Bohrung befindet, können Windkanäle g, gl
vorgesehen sein, wie in gestrichelten Linien in Fig. 3 gezeigt ist.
Am vorderen Ende des Pfropfens (Fig. 3, 4 und 5) ist eine Platte H befestigt, welche
mittels Bolzen / und Muttern /' das Isolierstück K und die zwei Spulen K1 des Elektromagneten
trägt. Diese sind mit Magnetkernen K2 versehen, die an dem durch das
Gelenk L mit dem Rahmen M verbundenen Querarm Ks angelenkt sind. Der Rahmen
ist mit einer um einen Stift m sich drehenden Laufrolle versehen, die in den Schlitz p° im
Arm P0 des Rahmens P eingreift. Durch diese Anordnung wird bewirkt, daß beim
Anziehen des Rahmens M durch die Magnetkerne K'2 die Rolle sich dem Drehzapfen P1
nähert und ihn so anfangs mit einem längeren dann sich verringernden Hebelarm antreibt,
entsprechend dem Anwachsen der Geschwindigkeit des Punktes Q. Daraus ergibt sich
ein größeres Moment zum ersten Antrieb des Rahmens P und ein kleineres, um ihn noch
weiter zu bewegen. Hierbei ist der Hebelarm und das Gewicht des Bleistifthalters p2
durch Gegengewichte P2 ausgeglichen. Hinten am Arm P ist ein Haken ρ vorgesehen, mit
dem die Feder R verbunden ist. Die Feder hält den Rahmen gewöhnlich in der Ruhestellung.
Nach der Erfindung ist die Anzeigevorrichtung so ausgebildet, daß die Aufzeichnung
des Zielergebnisses erst eine bestimmte regel- 70 bare Zeit nach dem Abziehen eintritt. Durch
die Einstellung dieser Verzögerungsvorrichtung können die verschiedenen Zielentfernungen,
Verzögerungen in der Zündung und ähnliche Umstände berücksichtigt werden. Auch können die Verzögerung sowie die
relative Bewegung der Scheibe zu der Feuerlinie entsprechend übertrieben werden, so daß
die Bedienungsmannschaft daran gewöhnt wird, größere Irrtümer, als in Wirklichkeit
gewöhnlich vorkommen, auszugleichen.
Dieser Zweck kann auf verschiedene Weise erreicht werden; hier ist als Ausführungsbeispiel folgende Konstruktion gezeigt:
Das untere Ende des Rahmens M ist mit der Hülse 5 verbunden, die zwischen den
Klemmschrauben S1 auf dem mit Gewinde versehenen Teil t der Kolbenstange T gehalten
wird, wie Fig. 3 zeigt. Diese Kolbenstange trägt den genau in dem Zylinder U einge- go
paßten Kolben T1. Der Zylinder ist vor diesem Kolben mit Luftkanälen 11 und hinter
ihm mit einem Einlaßkanal u1 versehen, der
durch das Rohr V mit dem in die Büchse F2 eingesetzten Ventilsitz F1 verbunden ist.
Diese Büchse ist bei v° durchlocht, um das freie Entweichen der Luft zu gestatten, und
trägt eine Mutter W2, durch welche die mit Gewinde versehene Stange W3 des Ventiles W
hindurchgeht. Dieses Ventil kann durch Verdrehen des geriffelten Kopfes Ws gegen seinen
Sitz bewegt oder von ihm entfernt werden. Der Kopf T-F5 trägt einen Zeiger w, der sich
über eine am Ende der Büchse F2 angebrachte Skala bewegt, so daß die Stellung des Ventiles
W durch den Zeiger jp der Skala ν angezeigt
wird. Um etwa vorkommenden toten Gang in den Gewinden aufzuheben und um dem Ventil zu gestatten, sich beim Rückgang
des Kolbens frei zu öffnen, ist eine schwache Feder TF4 vorgesehen, welche das Ventil
gegen seinen Sitz zu pressen sucht.
Der Zweck der eben beschriebenen Ventilanordnung ist, das Einströmen von Luft in
den Zylinder U abzudrosseln und so die Bewegung des Kolbens T1 in diesem Zylinder
zu verzögern, was zur Folge hat, daß die Spitze Q. je nach Wunsch längere oder kürzere
Zeit gebraucht, um sich von ihrer ursprünglichen Stellung in die Anzeigestellung zu bewegen.
So kann durch Bewegen des Ventiles W gegenüber seinem Sitz der Ausgleich
der Feuerpause nach Belieben vergrößert oder verkleinert werden.
Der Zielvorgang ist folgender: Der Richtkanonier richtet die beiden Visierfernrohre J
und J1 auf die beiden Scheiben links und rechts am Kreuzkopf C. Beim Abziehen
schließt er den durch die Magnetspulen K1 gehenden Stromkreis und bewirkt dadurch,
daß der Anzeigearm P gegen die mittlere
ίο Scheibe geschnellt wird und den wahrscheinlichen
Treffpunkt des Schusses anzeigt. Da sich nun die Scheibe während des Zielens relativ zum Geschütz bewegt und das Anzeigen
des Schußergebnisses mit Verzögerung erfolgt, so ist der Richtkanonier gezwungen, die Bewegungen
der Scheibe und die Verzögerung des Anzeigens in derselben Weise zu berücksichtigen,
wie beim Schießen auf ein sich bewegendes Ziel, wenn die Anzeigespitze auf den gewünschten Punkt der Scheibe auftreffen
soll.
Die Scheiben und der Anzeigestift sind nach der Zeichnung vorn auf der Mündung
des Geschützes angebracht. Dies ist die vorzuziehende Stellung. Die Anzeigevorrichtung
kann indessen auch an irgendeinem anderen passenden Platz, z. B. weiter vor dem Geschütz,
angebracht werden.
Claims (6)
- Patent-Ansprüche:I. Zielübungsvorrichtung mit Scheibe,bei der das Schußergebnis selbsttätig durch eine Anzeigenadel· auf einer Anzeigescheibe ohne Anwendung von Munition vermerkt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufzeichnung des Zielergebnisses mit einer gewissen Verzögerung unter Einschaltung entsprechender Einrichtungen erfolgt.
- 2. Zielübungsvorrichtung nach An-Spruch i, gekennzeichnet durch die Verbindung eines Anzeigearmes (P) und einer Anzeigespitze (Q) mit einer elektromagnetischen Antriebsvorrichtung (K1) und einer pneumatischen Verzögerungsvorrichtung.
- 3. Zielübungs vorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Verzögerung der Aufzeichnung des Zielergebnisses durch einen Zylinder (U) mit zum Auslaß und Einlaß eines luftförmigen oder tropfbar flüssigen Bremsmittels versehenen Öffnungen (u, u1) und durch einen in diesem Zylinder hin und her gehenden Kolben (T1) erfolgt.
- 4. Zielübungsvorrichtung nach den An-Sprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Einstellung der Verzögerungsdauer durch ein einstellbares Ventil (W) bewerkstelligt wird.
- 5. Zielübungsvorrichtung nach An-Spruch ι bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß während der Übertragung der vorschnellenden Bewegung auf den Markierarm der Hebelarm zu dessen Antrieb selbsttätig geändert wird.
- 6. Zielübungsvorrichtung nach Anspruch ι bis 5, gekennzeichnet durch einen auf Ständern am Geschützrohr schwingenden Rahmen (M), der einen ebenfalls auf Ständern schwingenden Anzeigearm (P) bewegt, wobei diesen eine Feder (R) selbsttätig in die Ruhelage zurückführt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE200965C true DE200965C (de) |
Family
ID=463558
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT200965D Active DE200965C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE200965C (de) |
-
0
- DE DENDAT200965D patent/DE200965C/de active Active
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