DE200826C - - Google Patents

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DE200826C
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D79/00Combined heel-pressing and nailing machines

Landscapes

  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 200826 KLASSE 71 c. GRUPPE
ALBERT ANDRES in NIEDER-WALLUF a. Rh.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und
eine Vorrichtung, die dazu dienen sollen, stark geschweifte Absätze so zusammenzunageln, daß sowohl der unterste kleinste als auch der oberste größte Absatzfleck in gleichem Abstande von außen von den Nägeln getroffen wird. Außerdem sollen die Nägel auch in Sohle, Brandsohle und Kappe des Schuhwerks eindringen und diese Teile gleichzeitig mit
ίο dem Absatz fest verbinden.
Erreicht wird der genannte Zweck dadurch, daß die Nagelspitzen vor dem Eindringen in den Absatz gezwungen ,werden, an einer schrägen Fläche hochzugleiten, welche die Spitzen seitlich nach außen biegt. Hierdurch erhalten die Nägel eine schräge Richtung und laufen auf ihrem weiteren Wege durch den Absatz strahlenförmig auseinander.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel zur Veranschaulichung gebracht.
Fig. ι ist ein Grundriß der Vorrichtung, teilweise im Schnitt,
Fig. 2 eine Seitenansicht von Fig. 1 in Richtung des Pfeiles gesehen und ebenfalls teilweise im Schnitt.
Fig. 3 zeigt einen Querschnitt nach der Linie 3-3 in Fig. 1, und
Fig. 4 und 5 sind Einzeldarstellungen.
Über dem Querhaupt 1 ist eine Platte 2 mit der Vorrichtung angebracht, welche die Nagelspitzen nach außen umbiegt und den Nägeln eine schräge Richtung gibt. Die Platte 2 ist in einen Rahmen 3 eingesetzt, der um den Zapfen 4 mittels des Handgriffes 5 in Richtung des in Fig. 1 angegebenen Pfeiles zur Seite gedreht werden kann, wenn die Nägel 6 in die Löcher 7 eingesteckt und auf die Treiber 14 gebracht werden sollen. Hierauf wird der Rahmen 3 wieder in seine Anfangslage zurückgebracht.. Die Platte 2 könnte mit dem Rahmen 3 auch aus einem Stück bestehen.
■ In der Platte 2 sind Nuten 8 angebracht, deren Anzahl der Zahl der Nägel entspricht, die für einen Absatz verwendet werden sollen. In diese Nuten 8 sind kleine Rahmen 9 eingesetzt, von welchen jeder eine Feder IO enthält, die sich einerseits gegen die Innenseite 11 des äußeren Rahmenendes und andererseits gegen einen an der Platte 2 festen Nocken oder Ansatz 12 anlegt. Die Federn 10 sind also stets bestrebt, die Rahmen 9 nach dem Umfang der Platte 2 hin zu verschieben.
Die Innenseite 13 des inneren Rahmenendes verläuft, wenn man sie von unten nach oben verfolgt, schräg auswärts, und sie ist in der Draufsicht halbkreisförmig ausgebildet, so daß ihre Höhlung nach außen zeigt. Dadurch, daß die Federn 10 die Rahmen 9 nach außen verschieben, werden die Löcher 7 in ihrem oberen Teil geschlossen, nach außen bleiben sie jedoch infolge der Abschrägung der Innenseite 13 der Rahmen 9 offen.
Werden nun die Nägel 6 in bekannter Weise von den Treibern 14 nach aufwärts gedrückt, so gleiten die Nagelspitzen an der schrägen Innenseite 13 der Rahmen 9 hinauf und werden, da die Federn 10 nur schwer nachgeben, etwas seitwärts nach außen gedrückt. Beim weiteren Hochgehen der Nägel verschieben
sich die Rahmen 9 entgegen der Wirkung der Federn 10 nach einwärts, die Löcher 6 werden oben geöffnet, und infolge der Auswärtsbiegung ihrer Spitzen erhalten die Nägel eine schiefe Richtung und dringen in einer nach außen gebogenen Linie strahlenförmig durch den Absatz 15 hindurch.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Verfahren zum Nageln von stark geschweiften Schuhwerkabsätzen, dadurch gekennzeichnet, daß die Nägel (6) vor ihrem Eindringen in den Absatz (15) mit ihren Spitzen derart nach auswärts gebogen werden, daß sie sowohl den kleinsten als auch den größten Fleck des Absatzes in richtigem Abstande von der Außenseite des letzteren in bogenförmiger Linie bis in die Hackenkappe des Schuhwerks durchdringen.
  2. 2. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Nagelspitzen vor ihrem Eintritt in den Absatz (15) an einer schrägen Fläche (13) hochgleiten und hierdurch nach außen gebogen werden, so daß die Nägel (6) sowohl den kleinsten als auch den größten Fleck des Absatzes in gleichem Abstande von der Außenseite des letzteren in bogenförmiger Linie durchdringen.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in Nuten (8) der Absatzauflage (2) unter Federwirkurjg verschiebbare Rahmen (9) angeordnet sind, die an ihren inneren Enden schräge Innenflächen (13) besitzen, welche die Löcher (7) für die Nägel oben derart verschließen, daß die letzteren beim Hochgehen gebogen werden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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