DE19947946A1 - Fräser zur Bearbeitung von insbesondere transparenten Kunststoffmaterialien - Google Patents
Fräser zur Bearbeitung von insbesondere transparenten KunststoffmaterialienInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen Fräser (1) zur Bearbeitung von insbesondere transparenten Kunststoffmaterialien, umfassend einen Grundkörper (2), der auf eine Frässpindel festlegbar ist, wobei im Bereich der Peripherie des Grundkörpers (2) über die Grundkörperebene hinausragende schaftartige Fräswerkzeuge (5) bzw. (6) eingelassen sind, die in Taschen verspannt sind. Zur Vereinfachung des Fräswerkzeugwechsels und zur kostengünstigeren Handhabung des Fräsers ist das Fräswerkzeug (5) bzw. (6) in einem Einsatzhalter (8) verspannt, der in einer Kreistasche (9) im Grundkörper (2) einsetzbar ist, wobei mittels eines Positionierstiftes (10) der Einsatzhalter (8) und damit das Fräswerkzeug (5) bzw. (6) in dem Grundkörper (2) einerseits ausrichtbar und andererseits fixierbar ist.
Description
Die Erfindung betrifft einen Fräser zur Bearbeitung von insbesondere
transparenten Kunststoffmaterialien, umfassend einen Grundkörper der
auf eine Frässpindel festlegbar ist, wobei im Bereich der Peripherie
des Grundkörpers über die Grundkörperebene hinausragende schaftartige
Fräswerkzeuge eingelassen sind, die in Taschen verspannt sind.
Derartige nach dem Stand der Technik bekannten Fräser eignen sich
insbesondere um Acryl-Glas zu bearbeiten. Dabei besteht der Fräser
vornehmlich aus einem Grundkörper, der als eine Scheibe ausgebildet
ist, wobei in dem Zentrum der Scheibe die Fräserspindel festgelegt
wird, so dass die Scheibe in Rotation versetzt wird. In dieser Schei
be, und zwar insbesondere an der Peripherie der Scheibe, sind schaft
artige Fräswerkzeuge eingelassen, die mit Diamanten als Schneidmate
rial besetzt sind. Dabei sind in dem Grundkörper zwei sich gegenüber
liegende Fräswerkzeuge angeordnet, wobei ein Fräswerkzeug als Vor
schneider und das andere Werkzeug als Fertigschneider ausgebildet
sind. Somit können Oberflächen an einem Acryl-Glas-Block hergestellt
werden, die einerseits gefräst und poliert ausgebildet sind. Die
Fräswerkzeuge selbst sind dabei in dem Grundkörper in Taschen, die
als Bohrungen ausgebildet sind, eingelassen und mittels Maden
schrauben darin verspannt.
Dieser nach dem Stand der Technik bekannte Fräser birgt Nachteile in
sich, die darin zu sehen sind, dass der als Scheibe ausgebildete
Grundkörper einerseits sehr schwer ausfällt, bedingt durch das erfor
derliche Trägheitsmoment, wobei andererseits auch die Festlegung des
Grundkörpers an der Spindel eine aufwendige Justierarbeit erfordert.
Es ist daher erforderlich, wenn beispielsweise die Fräswerkzeuge ge
wechselt oder nachgeschliffen werden müssen, dass dann der gesamte
Grundkörper von der Spindel abgenommen werden muss. Aufgrund seines
Gewichtes ergeben sich daher Transportprobleme. Ein weiteres Problem
ist, dass unterschiedliche Fräswerkzeuge für die einzelnen Arbeits
gänge vorzuhalten sind, die unterschiedliche Einstellparameter haben.
Hierzu muss bei jedem Werkzeugwechsel die Werkzeugachse der Maschine
nachgestellt werden, was zu Stillstandzeiten in der Produktion führt.
Es ist daher die Aufgabe der Erfindung vor dem aufgezeigten Stand der
Technik einen bekannten Fräser derart weiter zu bilden, der hinsicht
lich des Fräswerkzeugwechsels einfacher und kostengünstiger zu hand
haben ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das Fräswerk
zeug in einem Einsatzhalter verspannt ist, der in einer Kreistasche
mit Rundkörper eingesetzt ist, wobei mittels eines Positionierstiftes
der Einsatzhalter und damit das Fräswerkzeug in dem Grundkörper ei
nerseits ausrichtbar und andererseits fixierbar ist. Die Ausbildung
des Fräswerkzeugs in einem Einsatzhalter einzubinden, bringt wesent
liche Vorteile mit sich, die darin zu sehen sind, dass einmal der
schwere Grundkörper nicht mehr von der Spindel getrennt werden muss,
wenn beispielsweise die Schneiden des Fräswerkzeuges nachzuarbeiten
sind, bzw. die Schneidwerkzeuge gewechselt werden müssen. Zudem kön
nen die zu bearbeitenden Fräswerkzeuge in den Einsatzhaltern auf dem
Postweg befördert werden, weil das Gewichtsproblem des Grundkörpers
keine Rolle mehr spielt. Denn dadurch, dass das Fräswerkzeug in einem
Einsatzhalter verspannt werden kann, bilden diese eine Einheit, die
im Grundkörper eingebunden werden können. Somit wird erreicht, dass
das Fräswerkzeug von dem schwer ausgebildeten Grundkörper getrennt
werden kann. Um den Einsatzhalter in dem Grundkörper Lagestabil ein
zubinden, wird nach der Erfindung vorgeschlagen, dass dies mittels
eines Positionierstiftes erfolgt. Somit wird eine Formschluss- und
Kraftschlussverbindung zwischen dem Grundkörper und dem Einsatzhal
ter, in dem das Fräswerkzeug fest eingebunden ist, hergestellt.
In Weiterbildung der Erfindung ist dabei der Positionierstift in eine
zwischen den Grundkörper und dem Einsatzhalter korrespondierenden
Bohrung eingelassen. Die korrespondierende Bohrung nimmt dabei in dem
Grundkörper etwa 3/4 ihres Mantelumfanges ein, wobei der ergänzende
Mantelumfang der Bohrung durch den Einsatzhalter geschlossen wird. Es
ergibt sich somit im Öffnungsschlitz zur Kreistasche hin, durch den
eingesetzten Positionierstift, eine Kontaktfläche mit dem Einsatz
halter. Somit wird durch den Positionierstift eine Formschlussver
bindung zwischen dem Grundkörper und dem Einsatzhalter geschaffen,
der quasi wie ein Brückenelement zwischen dem Einsatzhalter und dem
Grundkörper wirkt. Damit der Positionierstift im Grundkörper eine
stabile Lage erhält, erstreckt sich der Mantelumfang der Bohrung mit
3/4 des Umfanges im Bereich des Grundkörpers. Somit ist insbesondere
der Positionierstift fest in dem Grundkörper eingebunden.
Nach einer besonders vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist
der Positionierstift über seine Schaftlänge in drei Bereiche unter
teilt, wobei der obere Bereich zur Positionierung des Einsatzhalters
in der Kreistasche, also gegen Verdrehen des Einsatzhalters in der
Kreistasche, der Mittelbereich zur Verspannung des Einsatzhalters in
dem Grundkörper und der untere Bereich zur Lagerung des Positionier
stiftes in dem Grundkörper bestimmt ist. Ist der Einsatz in der Kreis
tasche eingelassen, so gibt der obere Bereich des Positionierstiftes
die Ausrichtung des Einsatzhalters vor, wobei der mittlere Bereich
den Einsatzhalter in der Kreistasche verspannt. Der untere Bereich
des Positionierstiftes verleiht dem Positionierstift einen exakten
Sitz, wobei hier das Schaftende des Positionierstiftes in eine Sack
lochbohrung am Rundkörper ragt. Dabei ist insbesondere der obere
Bereich des Positionierstiftes zylinderförmig, der mittlere Bereich
nockenartig und der untere Bereich stiftartig ausgebildet. Es ver
steht sich von selbst, dass der zylinderförmige Bereich insbesondere
den oberen Bohrungsumfang umfasst, wobei der mittlere Bereich auf
grund seiner nockenartigen Ausbildung den Einsatzhalter fest in die
Kreistasche presst, so dass die Verspannwirkung hervorgerufen wird.
Der untere Bereich, der stiftartig ausgebildet ist, greift dabei in
die Sacklochbohrung. Somit wird erreicht, dass der zylinderförmige
Bereich in Verbindung mit der stiftartigen Lagerung hier das nötige
Widerlager für die Verspannung des Einsatzhalters bilden.
Nach einer besonders vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist
die sich radial ergebende Kontaktfläche an dem Einsatzhalter in zwei
Bereiche unterteilt, wobei die obere als Positionierfläche mit dem
zylinderförmigen Bereich und die untere als Verspannfläche mit dem
nockenartigen Bereich des Positionierstiftes zusammenwirken.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der nachstehenden
Fig. 1 bis 4 näher erläutert, dabei zeigen:
Fig. 1 Eine explosionsartige Darstellung des erfindungsge
mäßen Fräsers;
Fig. 2 Eine perspektivische Darstellung des Positionier
stiftes;
Fig. 3 Eine perspektivische Darstellung des Einsatz
halters;
Fig. 4 Eine perspektivische Darstellung des Einsatzhalters
gemäß Fig. 3 mit den Fixierachsen.
Die Fig. 1 zeigt in der teilweise explosionsartigen Darstellung
einen Fräser 1, der insbesondere bestimmt ist, transparentes Kunst
stoffmaterial, wie beispielsweise Acryl-Glas zu bearbeiten. Der Frä
ser 1 umfasst dabei einen Grundkörper 2, der auf eine nicht näher
dargestellte Spindel festlegbar ist. Im Zentrum des Grundkörpers 2
befindet sich hierzu eine Öffnung 3 sowie eine Ausnehmung 4, so dass
der Grundkörper 2 an der Spindel verspannt werden kann. Wie aus der
perspektivischen Darstellung zu erkennen ist, sind im Bereich der Pe
ripherie des Grundkörpers 2 Fräswerkzeuge 5 und 6 eingelassen, die
über die Grundkörperebene hinausragen. Die Fräswerkzeuge 5 und 6 sind
dabei schaftartig ausgebildet, wobei eines der Fräswerkzeuge 5 und 6
als Vorschneider 5 und das andere Fräswerkzeug als Fertigschneider 6
ausgelegt ist, so dass zu bearbeitende Flächen nicht mehr nachpoliert
werden müssen. Die schaftartigen Fräswerkzeuge 5 und 6 werden dabei
in Taschen 7 mittels einer Madenschraube fest verspannt.
Gemäß der Erfindung ist dabei das Fräswerkzeug 5 und 6 jeweils in
einem Einsatzhalter 8 verspannt, der, wie in der explosionsartigen
Darstellung zu erkennen ist, in eine Kreistasche 9 im Grundkörper 2
einsetzbar ist. Dabei wird mittels eines Positionierstiftes 10 der
Einsatzhalter 8 und damit das Fräswerkzeug 5 und 6 in dem Grundkörper
2 einerseits ausgerichtet und andererseits fixiert, entsprechend der
Darstellung gemäß Fig. 4, wo insbesondere die Richtungsachsen X und
Y angegeben sind, wie die Ausrichtung bzw. Justierung des Einsatz
halters 8 erfolgt.
Der Positionierstift 10, auch in isolierter Darstellung gemäß der
Fig. 2 gezeigt, ist in eine zwischen dem Grundkörper 2 und dem Einsatz
halter 8 korrespondierende Bohrung 11 eingelassen. Wie insbesondere
aus der perspektivischen Darstellung der Fig. 1 zu erkennen ist,
nimmt dabei die korrespondierende Bohrung 11 in dem Grundkörper 2
etwa 3/4 ihres Umfanges 12 ein, wobei etwa 1/4 des Umfanges 12 am
Einsatzhalter 8 ausgespart ist, so dass sich ein Öffnungsschlitz 13
zur Kreistasche 9 hin bildet. Über den Öffnungsschlitz 13 ragt dabei
der Positionierstift 10 mit seinen Schaftbereichen 16 und 17 in die
Kreistasche 9 hinein, um so eine Kontaktfläche 15 mit dem Einsatz
halter 8 zu bilden.
Wie insbesondere in der Fig. 2 und 3 zu erkennen ist, weist der Po
sitionerstift 10 über seine Schaftlänge drei Bereiche auf, wobei der
obere Bereich 16 zur Positionierung des Einsatzhalters 8 in der
Kreistasche 9 bestimmt ist. Daran schliesst sich ein weiterer Bereich 17
an, der die Verspannung des Einsatzhalters 8 in dem Grundkörper 2 be
wirkt. Der untere Bereich ist zur Lagerung des Positionierstiftes 10
in dem Grundkörper 2 bestimmt. Wie insbesondere aus den Fig. 3 und
4 zu erkennen ist, ist die sich radial ergebende Kontaktfläche 21 an
dem Einsatzhalter 8 in zwei Bereiche unterteilt, wobei die obere als
Positionierfläche 22 mit dem zylinderförmigen Bereich und die untere
als Verspannfläche 23 mit dem nockenartigen Bereich des Positionier
stiftes 10 zusammenwirkt.
Hinsichtlich der erzielten Wirkverbindungen gestaltet sich dabei die
Montage des Einsatzhalters 8 derart, dass zunächst der Einsatzhalter
8 mit fest verspannten Fräswerkzeugen 5 und 6 in die Kreistasche 9
eingesetzt wird, so dass dann der Positionierstift 10 nur gedreht
werden muss. Mittels eines nicht näher dargestellten Steckschlüssels
kann dann der Positionierstift 10 verdreht werden, so dass er einer
seits die genaue Verdrehlage des Einsatzhalters 8 gemäß Pfeilrichtung
18 bewirkt, wobei auch entsprechend mit dem Prositionierstift 10 der
mittlere Bereich mit seiner nockenartigen Ausbildung verdreht wird,
so dass gemäß der Pfeilrichtungen 19 und 2Q die Ausrichtung des Ein
satzhalters 8 in der X-Y-Ebene bewirkt wird.
Claims (6)
1. Fräser zur Bearbeitung von insbesondere transparenten
Kunststoffmaterialien, umfassend einen Grundkörper, der auf
eine Frässpindel festlegbar ist, wobei im Bereich der Peri
pherie des Grundkörpers über die Grundkörperebene hinausra
gende schaftartige Fräswerkzeuge eingelassen sind, die in
Taschen verspannt sind, dadurch gekennzeichnet, dass das
Fräswerkzeug (5) bzw. (6) in einem Einsatzhalter (8) ver
spannt ist, der in einer Kreistasche (9) im Grundkörper (2)
einsetzbar ist, wobei mittels eines Positionierstiftes (10)
der Einsatzhalter (8) und damit das Fräswerkzeug (5) bzw.
(6) in dem Grundkörper (2) einerseits ausrichtbar und ande
rerseits fixierbar ist.
2. Fräser nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der
Positionierstift (10) in eine zwischen dem Grundkörper (2)
und dem Einsatzhalter (8) korrespondierenden Bohrung (11)
eingelassen ist.
3. Fräser nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichent, dass die
korrespondierende Bohrung (11) in dem Grundkörper (2) etwa
3/4 des Umfanges (12) einnimmt und wobei etwa 1/4 des Um
fanges (12) am Einsatzhalter (8) ausgespart ist, so dass
sich ein Öffnungsschlitz (13) zur Kreistasche (9) hin bil
det, über den der Positionierstift (10) mit seinem Schaft
in die Kreistasche (9) zur Bildung einer Kontaktfläche (21)
mit dem Einsatzhalter (8) hineinragt.
4. Fräser nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der
Positionierstift (10) über seine Schaftlänge in drei Berei
che unterteilt ist, wobei der obere Bereich (16) zur Posi
tionierung des Einsatzhalters (8) in der Kreistasche (9),
der mittlere Bereich (17) zur Verspannung des Einsatzhalters
(8) in dem Grundkörper (2) und der untere Bereich zur Lage
rung des Positionierstiftes (10) in dem Grundkörper (2) be
stimmt ist.
5. Fräser nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der
obere Bereich (16) zylinderförmig, der mittlere Bereich
(17) nockenartig und der untere Bereich stiftartig ausge
bildet ist.
6. Fräser nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekenn
zeichnet, dass die sich radial ergebene Kontaktfläche (21)
an dem Einsatzhalter (8) in zwei Bereiche unterteilt ist,
wobei die obere als Positionierfläche (22) mit dem zylin
derförmigen Bereich und die untere als Verspannfläche (23)
mit dem nockenartigen Bereich des Positionierstiftes (10)
zusammenwirkt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999147946 DE19947946B4 (de) | 1999-10-06 | 1999-10-06 | Fräser zur Bearbeitung von insbesondere transparenten Kunststoffmaterialien |
Applications Claiming Priority (1)
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ID=7924567
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|---|---|---|---|
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1999
- 1999-10-06 DE DE1999147946 patent/DE19947946B4/de not_active Expired - Lifetime
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