DE199262C - - Google Patents

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DE199262C
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    • GPHYSICS
    • G08SIGNALLING
    • G08BSIGNALLING SYSTEMS, e.g. PERSONAL CALLING SYSTEMS; ORDER TELEGRAPHS; ALARM SYSTEMS
    • G08B5/00Visible signalling systems, e.g. visible personal calling systems or remote indication of seats occupied
    • G08B5/22Visible signalling systems, e.g. visible personal calling systems or remote indication of seats occupied using electric transmission; using electromagnetic transmission

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Control Of Position Or Direction (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
' - M 199262 KLASSE 74 c. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 25. Juli 1906 ab.
Gegenstand der Erfindung ist eine Anordnung zur Übertragung von Kommandosignalen u. dgl. mittels elektromagnetisch einstellbarer Empfänger, welche den Zweck hat, außer dem jeweils auf der Empfangsstation zu beachtenden Signal noch das vorhergehende, schon befolgte Signal sichtbar zu machen. Diese Maßnahme ist z. B. bei Signalanlagen für Rangierbahnhöfe von Nutzen, um. bei
ίο langen Ablaufgleisen ein Mißleiten der Wagen zu vermeiden, und ganz allgemein da von Vorteil, wo zur richtigen Befolgung eines Signals die Kenntnis des vorhergegangenen Signals notwendig ist. Die Einrichtung kann ferner unmittelbar zur Beseitigung der die Aufmerksamkeit bisweilen störenden akustischen Nebensignale, welche das Einlaufen eines neuen Kommandos melden sollen, dienen, indem durch den Anblick der beiden gleichzeitig eingestellten Signale, von welchen das eine z. B. durch eine besondere Färbung des Anzeigeorgans (Zeigers usw.) als das später angelangte gekennzeichnet wird, die Signal folge sich einprägt und durch den beim Ankommen eines neuen Signals stattfindenden Wechsel des Anzeigeorgans am bisher eingestellten Signal das Einlaufen des neuen Signals kenntlich gemacht wird.
Die den Gegenstand der Erfindung bildende Anordnung besteht im wesentlichen darin, daß das Empfängersystem mit zwei vom Geber der entfernten Station aus getrennt beeinflußten Anzeigeorganen (z. B. mit zwei Zeigern auf einer oder zwei Skalen) ausgerüstet ist, von denen das eine (Nebenzeiger usw.) dem anderen (Hauptzeiger usw.) nachschreitet. Der Betrieb ist derart, daß, kurz bevor das Hauptzeigerorgan in eine neue Stellung vorschreitet, das Nebenorgan in die bisher vom Hauptorgan innegehabte (bzw. in eine korrespondierende) Stellung nachrückt, in welcher es stehen bleibt, während ■ das Hauptorgan in die neue Stellung vorrückt.
Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung schematisch veranschau- licht.
Der stromregelnde Teil des Gebers G besteht in einem über eine dreiteilige Kontaktbahn I, 2, 3 schleifenden Kontaktarm a, welcher durch einen kürzeren, auf einem Schleifring c schleifenden Arm b dauernd mit dem einen Pol einer Batterie e über ein Relais d verbunden ist, sobald der Schalter / geschlossen ist. Der Antrieb des Kontaktarmes α erfolgt durch eine Zahnradüber-Setzung mittels eines Handrades h, an welchem ein längs einer Skala sich bewegender Zeiger i angebracht ist.
Die Kontaktstücke 1, 2, 3 sind durch je eine Leitung mit. den Wicklungen dreier Mantelelektromagnete Mi1, m2, Wi3 des Empfängers E verbunden, deren Kernanker in bekannter Art auf eine gemeinsame Kurbel k wirken und mittels der Zahnradübertragung ο,ρ einen Zeiger \ drehen.
Der Strom für jeden Elektromagneten fließt hierbei aus Batterie e über Relais d, Schalter /. die Kontaktarme a, b, ein dem
betreffenden Magneten zugeordnetes Kontaktstück, die zugeordnete Fernleitung, die Wicklung des Elektromagneten und Erde zurück zur Batterie e.
Um die gleiche Achse wie \ ist eine Scheibe s drehbar, welche einen zweiten Zeiger η trägt. Mittels einer um die Achse gewundenen Feder t, deren Enden sich an je einen an den Zeigern befestigten Stift legen, werden die letzteren zur Deckung gebracht, sobald der Zeiger η sich frei bewegen kann.
Für gewöhnlich ist der Zeiger η jedoch durch den Anker des Elektromagneten r gesperrt, welcher in die Zähne der' Scheibe s eingreift. Der Zeiger η steht beispielsweise auf dem Skalenfeld 2, welches dem letztbefolgten Signal entspricht, während der Zeiger 1, der Einstellung des Geberzeigers i entsprechend, bereits auf das Skalenfeld 5
ao vorgerückt ist. Zur Ersparung von Strom ist hierbei der Schalter/ geöffnet. Die Einstellung des Zeigers \ wird durch die Eigenreibung des Kurbelgetriebes oder durch eine (nicht gezeichnete) selbsttätige Bremsvorrichtung (z. B. einen einfachen Schleifschuh an einer mit der Kurbel k verbundenen Scheibe) gesichert.
Bei der nächsten Signalgabe wird zunächst der Schalter / geschlossen. Hierbei wird das Relais d durch einen aus der Batterie e über den Kontakt 1, Magneten mx und Erde fließenden Strom erregt und zieht seinen Anker an. Der letztere ist mit einem beweglichen Teil u versehen, welcher durch Vorbeistreifen an der oberen von zwei Kontaktfedern n> diese für kurze Zeit in Berührung miteinander bringt. Hierdurch wird der Elektromagnet r über Erde erregt und löst die Sperrscheibe s aus. Infolgedessen springt unter dem Druck der Feder t der Zeiger η auf das Skalenfeld 5 und deckt sich mit dem Zeiger \. Der Elektromagnet r wird sofort wieder stromlos und sperrt durch seinen abfallenden Anker die Scheibe 5 bzw. den Zeiger η in der neuen Stellung. Während dieses Vorganges ist der Zeiger \ auf dem Feld 5 stehen geblieben, da der Elektromagnet Wi1 noch erregt war. Sobald beim Drehen des Handrades /2 der Kontaktarm das Kontaktstück 1 verläßt und ein benachbartes Kontaktstück erreicht, wird der Zeiger \ bewegt und rückt entsprechend der Einstellung von i auf ein anderes Skalenfeld. In dieser Stellung des Empfängers E zeigt der Zeiger η das Signal 5 als das zuletzt -befolgte Signal an, während das neu zu beachtende Signal vom Zeiger \ angezeigt wird.
Während, der Bewegung des Zeigers \ ist das Relais d dauernd erregt und sein Anker angezogen. Ist die Einstellung beendet, so wird der Schalter/ geöffnet und das Relais d stromlos, so daß der Anker des letzteren abfällt. Hierbei erfolgt keine Kontaktgabe bei w, da der bewegliche Teil des Ankers von d nachgibt, und infolgedessen bleibt der Zeiger η auf dem Feld 5 (wie in der Zeichnung auf Feld 2) gesperrt.
An Stelle der Zeiger η und \ können selbstverständlich auch bewegliche Skalen bei festen Zeigern verwendet werden. Ferner kann zur selbsttätigen rechtzeitigen Erregung des Sperrmagneten r irgendeine andere Kontaktvorrichtung d, w, z. B. eine das Handrad im Ruhezustande überdeckende, von Hand zu hebende Klappe mit Kontakt, angeordnet werden. Die Ausbildung des elektromagnetischen Systems von Geber und Empfänger ist beliebig.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Anordnung zur Übertragung von Signalen mittels von der Gebestation aus elektromagnetisch einstellbarer Empfänger, dadurch gekennzeichnet, daß das Empfängersystem mit zwei nur vom Geber der entfernten Station aus getrennt beeinflußten Organen versehen ist, von welchen das eine (Hauptzeigerorgan) das zu beachtende Signal sichtbar macht, während das andere (Nebenzeigerorgan) auf dem vorhergehenden Signal eingestellt bleibt, bis ein drittes Signal gegeben wird, wobei das Nebenzeigerorgan in die zuletzt vom Hauptzeigerorgan innegehabte Stellung nachschreitet, zum Zwecke, zugleich mit dem gegebenen Signal das jeweils vorhergehende Signal anzuzeigen.
2. Ausführungsform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das dem Hauptzeigerorgan (\) nachschreitende Nebenzeigerorgan (n) mit dem ersteren durch eine Feder (t) o. dgl. nachgiebig gekuppelt und von einer Sperrvorrichtung (s) derart abhängig ist, daß bei Auslösung der letzteren mittels eines vom Geber der entfernten Station beeinflußten Elektromagneten (r) der Nebenzeiger (n) selbsttätig in die Stellung des Hauptzeigers (\) sich bewegt, in welcher er von neuem gesperrt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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