DE197870C - - Google Patents
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- DE197870C DE197870C DENDAT197870D DE197870DA DE197870C DE 197870 C DE197870 C DE 197870C DE NDAT197870 D DENDAT197870 D DE NDAT197870D DE 197870D A DE197870D A DE 197870DA DE 197870 C DE197870 C DE 197870C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C09—DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- C09B—ORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
- C09B67/00—Influencing the physical, e.g. the dyeing or printing properties of dyestuffs without chemical reactions, e.g. by treating with solvents grinding or grinding assistants, coating of pigments or dyes; Process features in the making of dyestuff preparations; Dyestuff preparations of a special physical nature, e.g. tablets, films
- C09B67/0071—Process features in the making of dyestuff preparations; Dehydrating agents; Dispersing agents; Dustfree compositions
- C09B67/0077—Preparations with possibly reduced vat, sulfur or indigo dyes
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
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- Organic Chemistry (AREA)
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Description
KAISERLICHES /J
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-M 197870 KLASSE 8 m. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 8. Oktober 1905 ab.
Immer mehr macht sich das Bestreben bemerkbar, den zum direkten Färben nicht geeigneten
Indigo in eine Form zu bringen, die seine Anwendung wesentlich erleichtert. Zu diesem Zweck findet vor allem das Indigweiß
entweder als Alkalisalz in Form sogenannter Indigolösungen oder in freiem Zustand als
Indigweißpaste Anwendung. Immerhin haftet allen diesen Indigweißpräparaten der Nachteil
ίο der geringen Luftbeständigkeit an, welche
beim Arbeiten mit ihnen, bei der Verpackung usw. besondere Sorgfalt erforderlich
macht.
Es ist nun gelungen, diese Übelstände durch Herstellung eines trockenen haltbaren
Indigweißalkalisalzes zu beseitigen. Dampft man nämlich eine neutrale Lösung von Indigweißdinatriumsalz,
noch besser von Indigweißmononatriumsalz oder Gemischen beider im Vakuum ein, so erhält man ein vollkommen
trockenes und luftbeständiges Produkt, welches sich wieder leicht in Wasser löst. Es empfiehlt sich dabei, in möglichst
dünnen Schichten einzudampfen, da das Produkt auf diese Weise leichter wasserfrei und
entsprechend beständiger wird. Dieser Effekt war nicht vorauszusehen, da die Verhältnisse
beim freien Indigweiß umgekehrt liegen, indem dieses im trockenen Zustand unbeständiger
als in Pastenform ist und Indigweißnatrium in feuchter Form ganz erheblich unbeständiger
ist als die genannten Präparate von freiem Indigweiß. Ein weiterer großer Vorzug des neuen Präparats ist der hohe
Prozentgehalt an Indigweiß, wie .er weder bei ' Indigolösung noch bei der Pastenform des
Indigweiß zu erreichen ist.
Zur Darstellung des neuen Produkts eignet sich namentlich eine durch Reduktion von
Indigo mit feinverteiltem Eisen und Alkalilauge hergestellte Lösung, weil diese weder
Salze noch überschüssiges Alkali enthält.
Das trockene Indigweißalkalisalz stellt einen in dünnen Stücken durchsichtig durchscheinenden,
dunkelrot gefärbten Körper dar. Zur Einstellung dieses Alkalisalzes auf einen bestimmten
Prozentgehalt an Indigo eignet sich besonders gebrannter Kalk, der erforderlichenfalls
noch entwässernd wirkt und gleichzeitig vor Luftfeuchtigkeit schützt.
Berzelius hat bereits Auflösungen von Indigweiß in kaustischen Alkalien im Vakuum
verdunstet, doch ist es ihm nach seinen Angaben nicht gelungen, auf diese Weise Indigweißalkali
rein in trockener Form zu erhalten (Lehrbuch der Chemie, Band 7, S. 208). Dieser
Mißerfolg mag darauf beruhen, daß Berzelius
bei Gegenwart von überschüssigem Alkali gearbeitet oder die Produkte nicht vollständig
entwässert hat.
Das Verfahren wird durch folgendes Beispiel erläutert:
Eine Indigweißlösung, hergestellt durch Reduktion von 500 Gewichtsteilen Indigo
B. A. S. F. Pulver rein mit 250 Gewichtsteilen Eisenpulver, 120 Gewichtsteilen Ätznatron,
640 Gewichtsteilen Wasser und Absaugen von Eisenschlamm, wird bei 80 bis 900 im Vakuum
eingedampft, bis die Masse kein Wasser mehr abgibt. Nach dem Erkalten erhält man ein
(2. Auflage, ausgegeben am 16. Mär\ igio.)
sprödes Produkt, das in dünnen Schichten durchsichtig und rot gefärbt ist. Es enthält
75 Prozent Indigo rein bzw. Indigweiß und löst sich leicht und vollständig in Wasser
auf. Will man ein öoprozentiges Produkt
haben, so werden je ioo Gewichtsteile dieses Produkts mit 25 Gewichtsteilen gebranntem
Kalk vermählen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Verfahren zur Darstellung von festem, haltbarem Indigweißalkali, dadurch gekennzeichnet, daß man die Lösungen von Indigweißdialkalisalzen, Indigweißmono alkalisalzen oder Gemischen beider im Vakuum bis zur Trockene eindampft.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE197870C true DE197870C (de) |
Family
ID=460720
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT197870D Active DE197870C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE197870C (de) |
-
0
- DE DENDAT197870D patent/DE197870C/de active Active
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