DE651102C - Verfahren zum Faerben von tierischen Fasern - Google Patents

Verfahren zum Faerben von tierischen Fasern

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DE651102C
DE651102C DEI53768D DEI0053768D DE651102C DE 651102 C DE651102 C DE 651102C DE I53768 D DEI53768 D DE I53768D DE I0053768 D DEI0053768 D DE I0053768D DE 651102 C DE651102 C DE 651102C
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Germany
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iron
animal fibers
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DEI53768D
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Inventor
Dr Paul Rabe
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IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P1/00General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed
    • D06P1/44General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using insoluble pigments or auxiliary substances, e.g. binders
    • D06P1/673Inorganic compounds
    • D06P1/67333Salts or hydroxides
    • D06P1/6735Salts or hydroxides of alkaline or alkaline-earth metals with anions different from those provided for in D06P1/67341
    • D06P1/67366Phosphates or polyphosphates

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

  • Verfahren zum Färben von tierischen Fasern Bekanntlich zeigt sich beim Färben von 'tierischen Fasern mit sauer ziehenden Farbstoffen oder Beizenfarbstoffen bei Gegenwart von Eisenverbindungen der Nachteil, daß die erhaltenen Färbungen einen unreinen, stumpfen Farbton besitzen. Es wurde schon vorgeschlagen, _diesen Nachteil durch Mitverwendung von Alkalimetaphosphaten, gegebenenfalls unter Zusatz von Alkalipyrophosphaten, in den Färbeflotten zu verhindern (v g1. die französische Patentschrift 775 69o).
  • Es wurde nun gefunden, daß Pyrophosphorsäure oder deren wasserlösliche Salze in besonders hohem Maße die Fähigkeit haben, die schädliche Wirkung von Eisensalzen, die aus eisernen Teilen der Färbeapparate oder mit dem Gebrauchswasser in die Flotten gelangen, zu verhindern. Im Vergleich zu dem Metaphosphat genügt schön der Zusatz eines Bruchteils einer wasserlöslichen Pyrophosphorsäureverbindung zur Erzielung der gleichen Wirkung. Als besonders geeignet haben sich dabei die sauren Pyrophosphate von der Zusammensetzung Met H2 P2 O, (Me = Alkalimetall) erwiesen. So ist z. B. die Wirkung des sauren Natriumpyrophosphats Nag H. P2 O, etwa 15- bis aomal größer als die des Natriummetaphosphats. In manchen Fällen, z. B. bei starker Verunreinigung des Färbegefäßes durch Rost, empfiehlt es sich, das Gefäß in an sich bekannter Weise mit einer Lösung einer derartigen wasserlöslichen Pyrophosphorsäureverbindung vorzubehandeln.
  • Bei dieser Gelegenheit sei bemerkt, daß aus der bekannten lösenden Wirkung des sauren Natriumpyrophosphats auf Eisenverbindungen nicht entnommen werden konnte, daß wasserlösliche Pyrophosphorsäureverbindungen in besonders hohem Maße die schädliche Wirkung von Eisenverbindungen beim Färben tierischer Fasern mit sauer ziehenden Farbstoffen oder Beizenfarbstoffen verhindern: denn es war nicht vorauszusehen, daß die sich vermutlich bildenden Eisenphosphatkomplexverbindungen leichter löslich bzw. beständiger sein würden als die Verbindungen, die das Eisen mit dem Farbstoff eingehen kann.
  • Nach dem vorstehend beschriebenen Verfahren gelingt es, auch bei Anwesenheit der erwähnten Verunreinigungen klare Färbungen in denselben Farbtönen zu erzielen, wie man sie z. B. beim Färben in Porzellangefäßen erhält.
  • Es wurde zwar schon vorgeschlagen, Alkalipyrophosphate in Färbeflotten zur Verhinderung der Kalksalzbildung zu verwenden. Hieraus läßt sich jedoch die überraschend große Wirksamkeit derartiger' Salze beim Färben mit sauer ziehenden Farbstoffen oder Beizenfarbstoffen in Gegenwart von Eisensalzen nicht herleiten. Beispigl:':i, Zu einer Lösung von@,oi375 g saurem \a7j triumpyrophosphat (Na2 H2 P., 07) in aoo c" Wasser setzt man o, i g Metanilgelb e@,t.g (S c h 111 t z, Farbstofftabellen, 7:Aufl., Nr. i G' r `@ in Wasser gelöst, 5 ccm I%?atriumsulfatlösting (i : io) und i ccm wässerige Schwefelsäure (i : io) zu, füllt mit Wasser auf 500 ccm auf und färbt in dieser Flotte 5 g Flanell in einem Porzellangefäß, in dem sich eine Eisenplatte von 1,2 mm Dicke und 7 cm Durchmesser befindet. ° Die erhaltene Färbung weist den gleichen Farbton auf wie eine in einem Porzellanbecher ohne Gegenwart von Eisen hergestellte Färbung, während ohne Zusatz des Pyrophosphats im eisenhaltigen Gefäß ein ganz stumpfes, bräunliches Gelb erhalten wird.
  • Beispiel 2 An Stelle von Metänilgelb extra verwendet man --1/0 Victoriaechtviolett z R extra (Schultz, a. a. 0., Nr. 103) und erhält mit dem gleichen Zusatz, wie unter i beschrieben, ein ebenso klares Violett wie beim Färben in einem Porzellangefäß, während die Färbung im Eisengefäß ohne Zusatz von saurem Pyrophosphat wesentlich schwächer und stumpfer ausfällt. Beispiel 3 Man färbt Wolle in üblicher Weise mit 20f, Säurealizarinrot G (Schultz, a. a. 0., Nr. 744) und chromiert mit i0/" Kaliumchromat nach. Bei Zusatz von 39 Natriumpyrophosphat zu dem eisenhaltigen Färbebad tritt der sonst starke Umschlag nach Braun in viel geringerem Maße auf. In ähnlicher Weise wirkt ein. Zusatz von o, 7 5 g Nag H2 P. 07. ,.., Beispilel 4.
  • -VIit F °/o Diamantschwarz P2 B (S c h u 1 t z, "a"@'a. O., Nr: 234) gefärbte und mit a °@o Chromkali nachchromierte Wolle werden, Zvie üblich, in einem Eisengefäß; jedoch unter Zusatz von r g saurem Natriumpyrophosphat, gefärbt. Die Färbung fällt genau so schön aus wie die in einem Porzellangefäß hergestellte Färbung. - Beispiels Man färbt Wolle, wie üblich, mit 8 0% Diamantschwarz P, B (Schultz, a. a. O., Nr: -34), nachchromiert mit a°/0 Kaliumchromat, welches @ zuvor mit :25'[,) seines Gewichts an saurem Natriumpyrophosphat gemischt wurde, in einem eisenhaltigen Gefäß. Die Färbung fällt genau so aus wie eine Färbung, die in einem Porzellangefäß unter Verbendung gebräuchlicher Handelsware des gleichen Farbstoffs, die kein saures Natriumpyrophosphat enthält, heZgestellt wurde.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Färben von tierischen Fasern mit sauer ziehenden Farbstoffen oder Beizenfarbstoffen bei Gegenwart von Eisenverbindungen, dadurch gekennzeichnet, daß die Färbeflotten Pyrophosphorsäure oder ein wasserlösliches Salz dieser Säure enthalten.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein saures Pyrophosphat vorn Typus Met I3. P2 07 verwendet wird.
DEI53768D 1935-12-01 1935-12-01 Verfahren zum Faerben von tierischen Fasern Expired DE651102C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1002726B (de) * 1952-07-21 1957-02-21 Ciba Geigy Verfahren zum Faerben von Materialien, die zufolge ihres Stickstoffgehaltes mit sauren Farbstoffen faerbbar sind
DE1138734B (de) * 1953-04-16 1962-10-31 Hoechst Ag Verfahren zur Verhinderung des Verkochens beim neutralen oder schwach sauren Faerben von Fasergemischen aus Cellulosefasern und eiweisshaltigen Textilfasern mit substantiven Farbstoffen in hartem, Magnesiumsalze enthaltendem Wasser

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1002726B (de) * 1952-07-21 1957-02-21 Ciba Geigy Verfahren zum Faerben von Materialien, die zufolge ihres Stickstoffgehaltes mit sauren Farbstoffen faerbbar sind
DE1138734B (de) * 1953-04-16 1962-10-31 Hoechst Ag Verfahren zur Verhinderung des Verkochens beim neutralen oder schwach sauren Faerben von Fasergemischen aus Cellulosefasern und eiweisshaltigen Textilfasern mit substantiven Farbstoffen in hartem, Magnesiumsalze enthaltendem Wasser

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