DE647773C - Verfahren zum Faerben von Cellulosefasern oder tierischen Fasern zusammen mit Cellulosefasern - Google Patents

Verfahren zum Faerben von Cellulosefasern oder tierischen Fasern zusammen mit Cellulosefasern

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DE647773C DEC49528D DEC0049528D DE647773C DE 647773 C DE647773 C DE 647773C DE C49528 D DEC49528 D DE C49528D DE C0049528 D DEC0049528 D DE C0049528D DE 647773 C DE647773 C DE 647773C
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Gruenau Illertissen GmbH
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GRUENAU LANDSHOFF CHEM FAB
Chemische Fabrik Gruenau AG
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P1/00General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed
    • D06P1/30General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using sulfur dyes

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Description

  • Verfahren zum Färben von Cellulosefasern oder tierischen Fasern zusammen mit Cellulosefasern Das Färben mit Schwefelfarbstoffen wird bekanntlich in sder Weisse ausgeführt, daß der an sich in` Wass r unlösliche Farbstoff durch Reduktion mit Schwefelnatrium oder alkalischer Hydrosulfitlösung in seine lösliche Form übergeführt wird. Inder Lösung des reduzierten Farbstoffs wird der eigentliche Färbevorgang,durchgeführt, und im Anschluß daran wird der unlösliche Farbstoff durch Oxydation auf ,der Faser zurückgebildet. Dabei zeigt sich oft, daß nur ein Teil des Farbstoffs im Innern der Faser fest gebunden wird, während sein anderer Teil nur verhältnismäßig lose und reibunecht an der Faseroberfläche festgehalten wird und Ursache mangelhafter, z. B. bronzierender, und ungleichmäßiger- Färbungen ist. Bei dichtgeschlagenen Geweben läßt infolgedessen auch die Durchfärbung zu wünschen übrig. Man hat zwar versucht; diese Mängel dadurch zu beheben, daß man Schwefelfarbstoffküpen mit seinem Gehalt an hochmolekularen Eiweißspaltprodukten oder Netz- und Durchdringungsmitteln, z. B. a. hochsulfonierten kondensierten Sulfonsäuren ,oder denen Salzen, verwendete. Der ,durch ,diese Hilfsmittel erzielte Erfolg war jedoch nicht befriedigend.
  • Besonders 'unangenehm machen sich die .oben geschilderten Erscheinungen geltend, wenn es sich darum handelt, Faserstuffgemische zu färben, in denen neben Cellulosefasern, wie Baumwolle Moder Kunstseide aus umgefällter Cellulose, .noch tierische Fasern enthalten sind, @da die Schwefelfarbstoffe in der Regel sein unterschiedliches Ziehvermögen für tierische Fasern und Cellulosefasern besitzen.
  • Es wurde nun gefunden, daß man befriedigende Schwefelfarbstoffärbungen erhält; wein man die Färbung bei Gegenwart von Kondensationsprodukten aus hochmolekularen Eiweißspaltprodukten und höheren Fettsäuren oder Fettalkoholen durchführt. Diese KondensatIonsprosdukte können beispielsweise hergestellt werden, indem man Lösungen der hochmolekularenEiw@eißspaltproidukta im Sih(n!e ,der Schotten-Baumannschen Reaktion mit einer eine lange aliphatische_ Kette enthaltenden umsetzungsfähigen Verbindung, z. B. mit Fettalkoholchlorkohlensäureestern oder Fettsäurechloriden, umsetzt. Diese Kondensationsprodukte zeigen ausgeprägte schutzkollonde Eigenschaften, ,die sich dahin auswirken, @daß i. ,das Aufziehen des reduzierten: Schwefelfarbstoffs. verlangsamt und infolge-,dessen ein gleichmäßiger Ausfall der Färbung gewährleistef, z. die Bildung und Abscheidung von Kalk und Farbstoff enthaltenden Niederschlägen, die die Ursache von reibunechten Färbungen sind, bei der Verwendung von hartem Wasser weitgehend vermieden und 3. die Oxydation des reduzierter; Schwefelfarbstoffs -auf !der Faser ,durch den Zusatz ,der erfindungsmäßigen Mittel verlangsamt wird, so sdaß der Farbstoff nicht s,o@-fort in einer groben, umlöslichen, sondern in seiner fein verteilten und, soweit er in der Faser nicht fest gebunden ist, unter Bildung einer kolloiden Lösung leicht abspülbaren Form entsteht.
  • Beim Färben von Cellulosefasern, die tierische Farbstoffe enthalten, die bekanntli gegen Schwefelnatrium und andere alkali" reagierende Stoffe besonders ein pfindli4' sind, wird nur mit der für die Reduktion dwe$ Schwefelfarbstoffs unbedingt erforderlichen Menge des Reduktionsmittels gearbeitet, während bei der bisher üblichen Arbeitsweise stets mit einem überschuß an Schwefelnatrium gearbeitet wurde, um eine vorzeitige Oxydation und Ausflockung des Farbstoffs zu vermeiden.
  • Beispiel I ° 2o g eines Mischgewebes aus Wolle und mattierter Kunstseide aus umgefällter Cellulose werden im Flottenverhältnis i : 3o bis i :5o bei einer Temperatur von 3o° C i Stunde lang in einer Flotte, die, auf das Gewicht der Faserstoffe berechnet, 30;o Immedialgrün BB extra (Schultz, Farbstofftabellen, 6. Aufl., Nr. 746), 7, 5 % Natriumsulfid kristallinisch und 50;o oleyllysalbinsaures Natrium enthält, gefärbt.
  • Beispiel 2 Dichtgeschlagenes Baumwollgewebe wird in der üblichen Weise entschlichtet und mit einer o, 5 o(oigen Natriumcarbonatlösung abgekocht. Dann wird es auf dem jigger während i Stunde in einer Flotte von der Zusammensetzung: 3% Natriumcarbonat wasserfrei. Io% Natriumsulfat kristallinisch, 20% Natriumsulfid kristallinisch, 2,501o Immedial-
    einer Temperatur von 95° C gefärbt.
  • Durch den Zusatz von oleyllysalbinsaurem Natrium zu der Schwefelfarbstoffküpe wird die Klarheit und Reibechtheit der Färbung wesentlich verbessert und eine wesentlich verbesserte Durchfärbung erreicht.

Claims (2)

  1. hA TENTANSPRÜCIIE: i. Verfahren zum Färben von Cellulosefasern oder tierischen. Fasern zusammen mit Cellulosefasern mit Schwefelfarbstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß alkalische Schwefelfarbstoffküpen mit einem Gehalt an Kondensationsprodukten aus hochmolekularenEiweißspaltprodukten und höheren Fettsäuren oder Chlorkohlensäureestern der höheren Fettalkohole verwendet werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß Schwefelfarbstoffküpen verwendet werden, in denen die Menge des Reduktionsmittels auf das zur Erzielung der Wasserlöslichkeit und zur Verhinderung des Ausflockens der Schwefelfarbstoffe erforderliche Mindestmaß beschränkt ist.
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