DE197396C - - Google Patents
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- DE197396C DE197396C DENDAT197396D DE197396DA DE197396C DE 197396 C DE197396 C DE 197396C DE NDAT197396 D DENDAT197396 D DE NDAT197396D DE 197396D A DE197396D A DE 197396DA DE 197396 C DE197396 C DE 197396C
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- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04Q—SELECTING
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- H04Q5/02—Selecting arrangements wherein two or more subscriber stations are connected by the same line to the exchange with direct connection for all subscribers, i.e. party-line systems
- H04Q5/08—Signalling by continuous AC
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- Devices For Supply Of Signal Current (AREA)
Description
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVi 197396 KLASSE 21 «.^GRUPPE
Firma C.LORENZ in BERLIN.
Die Erfindung bezieht sich auf Fernsprecheinrichtungen, bei welchen mehrere Rufsignale
über eine gemeinsame Leitung zum Anruf einer beliebigen Nebenstelle entsandt werden.
Gemäß der Erfindung werden zur Erzielung eines wahlweisen Anrufs periodische Ströme verschiedener Frequenz in Anwendung gebracht. Die wesentlichen Vorteile der Erfindung beruhen besonders auf der Leistungsfähigkeit und
Gemäß der Erfindung werden zur Erzielung eines wahlweisen Anrufs periodische Ströme verschiedener Frequenz in Anwendung gebracht. Die wesentlichen Vorteile der Erfindung beruhen besonders auf der Leistungsfähigkeit und
ίο der sparsamen und genauen Erzeugung und Anwendung
derartiger Ströme. Bei den bisher üblichen Fernsprecheinrichtungen ist sowohl die Ausbildung der Außenleitungen als auch
die Ausstattung des Zentralamtes sehr kostspielig. Um die Einrichtungskosten möglichst
niedrig zu halten, werden gewöhnlich eine größere Anzahl von Stationen längs einer gemeinsamen
Leitung angeordnet, soweit dies irgend möglich ist. Bei einer solchen Anlage
ist es erforderlich, daß jede Station anrufen oder einen Anruf veranlassen kann, ohne die
übrigen an dieselbe Leitung angeschlossenen Stationen zu stören. Dies kann in verschiedener
Weise erreicht werden; wenn z.B. die Anzahl . 25 der Stationen verhältnismäßig gering ist, wird
die Anlage.zweckmäßig für abgestimmten Anruf eingerichtet, wobei die Empfangsapparate der
einzelnen Stationen so angeordnet sind, daß jeder Apparat nur auf eine bestimmte Stromart
anspricht. Bei den bisher üblichen derartigen Anlagen werden auf dem Amt vier verschiedene
Ströme erzeugt. Die Läuteapparate der Teilnehmerstellen sind derart abgestimmt, daß sie
nur auf je einen dieser Ströme ansprechen. Die hierfür erforderliche Ausstattung erfordert
indes sehr hohe-Anlage- und Betriebskosten, so daß bei kleineren Ämtern von der Einrichtung
einer Anlage mit wahlweisem Anruf einer Nebenstelle infolge der hohen Kosten meist
Abstand genommen wird. Solche Anlagen erfordern nämlich besondere Stromerzeuger, die'
mit je vier verschiedenen Wicklungen oder vier verschiedenen Ankern ausgestattet sind und
von welchen jeder einen Strom von bestimmter Frequenz erzeugt. Da nun die Frequenz eines
periodischen Stromes sich entsprechend der Umlaufgeschwindigkeit der Erzeugermaschine
ändert, müssen diese Maschinen nicht nur mit besonderen Vorrichtungen versehen werden,
um ihre Umlaufgeschwindigkeit gleichmäßig zu erhalten, sondern es ist auch erforderlich, dieselben
ständig laufen zu lassen, da sie nicht so in Gang gesetzt und auf volle Geschwindigkeit
gebracht werden können, daß sie den für jede Anruf vorrichtung erforderlichen Strom erzeugen.
Da überdies die Erzeugermaschinen gewöhnlich durch Elektromotoren angetrieben werden, und mithin beim Leerlauf derselben
die tote Last sehr beträchtlich ist, ist der gesamte Stromverbrauch so hoch, daß er auch bei
großen Ämtern einen wohl zu erwägenden Umstand bildet.
Gemäß der vorliegenden Erfindung werden eine Anzahl von Polwechslern vorgesehen, deren ^
Lager
wirksame Teile so abgestimmt sind, daß sie einer bestimmten Periodenzahl entsprechen, durch
welche die Frequenz des Stromes bestimmt wird und welche stets gleichmäßig ist. Mit
diesen Polwechslern sind eine gleiche Anzahl von Übertragern vereinigt, von welchen jeder
der besonderen Frequenz angepaßt ist, für welche er in Anwendung kommt. Die Unterbrecher
für die Polwechsler können beständig
ίο. mittels Primär- oder Sekundärelementen in Bewegung
gehalten werden, während die Polwechselkontakte Strom durch besondere Arbeitsstrombatterien
erhalten können. Es ist indes zweckmäßig, die Unterbrecher und die
, Kontakte durch eine gemeinsame Stromquelle zu speisen und die Stromzuführung durch einzelne
Relais zu regeln. Hierdurch wird es möglich, die ganze Anlage an eine gemeinsame
Stromquelle, z. B. an die Hauptbatterie, anzuschließen. Eine derartige Anordnung ist billig
und wirksam im Betriebe, da ein merkbarer Stromverbrauch nur stattfindet, wenn ein Anruf
erfolgt. Da die Sammlerbatterie einen sehr geringen inneren Widerstand hat, ist der Durchgang
des Stromes durch den Polwechsler lediglich abhängig von der inneren Beschaffenheit
der Polwechsler selbst. Die letzteren können deshalb für jede gewünschte Spannung und
Stromstärke mit derselben Genauigkeit wie ein mechanisch angetriebener Generator eingerichtet
werden. Durch die Anwendung von besonderen
: Unterbrechern für die Polwechsler wird ein
weiterer Vorteil dadurch erreicht, daß jeder Polwechsler auch dann vollkommen in Wirkung
bleibt, wenn eine Störung bei einem anderen zu derselben Anlage gehörenden Polwechsler
eintritt. Dies ist bei der bisher üblichen Anordnung der Stromerzeugermaschinen nicht der
Fall. Es ist deshalb stets für erforderlich erachtet worden, diese Maschinen in doppelter
Anzahl aufzustellen, da eine Störung der Anrufmaschine die Wirksamkeit des Amtes beeinträchtigt.
Bei der vorliegenden Anordnung ist es nur erforderlich, eine geringe Anzahl von Er-Satzteilen
vorzusehen, um eine zeitweise Störung fast augenblicklich zu beseitigen. Die zu. einer
Anlage gehörenden Bestandteile werden zweckmäßig auswechselbar angeordnet, so daß selbst
bei vollständiger Zerstörung eines Bestandteiles ein anderer leicht und ohne Verzug eingeschaltet
und entsprechend abgestimmt werden kann.
Ein weiterer wesentlicher Vorteil, der durch die Verwendung von getrennten Unterbrechern
erzielt wird, besteht darin, daß die Auswahl der Frequenzen erhöht wird. Bei den bisher üb-.
liehen umlaufenden Maschinen mußten Fre-■' quenzen angewendet werden, von welchen die
eine ein Vielfaches von der anderen ist, z. B. 33, 66, 50, 100. Bei diesen treten leicht Interferenzerscheinungen
auf. Durch die Anordnung getrennter Unterbrecher ist es möglich, Frequenzen von beliebiger Größe zu wählen. Die Polwechsler
und Übertrager können in einem Gehäuse untergebracht werden, das zweckmäßig auch die Primär- und Sekundärbatterie aufnehmen
kann. Um die Polwechsler und die Anrufleitungen gegen die Wirkungen von Hochspannungsströmen
infolge von Erd- oder Kurzschluß in den Linienleitungen zu sichern, wird in jede Leitung zweckmäßig ein Ausgleichwiderstand
eingeschaltet, der aus einer geringen Anzähl Von Drahtwindungen bestehen kann, so
daß er auf die üblichen Anrufströme nicht anspricht, jedoch bei unzulässigem Anwachsen des
Stromes in Schwingungen gerät und dadurch einen der Stromstärke entsprechenden Widerstand
bildet.
In den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt.
Fig. ι zeigt in Ansicht ein die wesentlichen Bestandteile der Einrichtung enthaltendes Gehäuse,
bei welchem der Deckel und die Vorderwand abgenommen sind.
Fig. 2 ist eine Draufsicht eines Polwechslers.
Fig. 3 und 4 zeigen einen Pol wechsler in Vorderansicht und Seitenansicht.
' Fig. 5 ist eine Ubersichtsdarstellung von der
Ströme verschiedener Frequenz und Spannung erzeugenden Station.
Das Gehäuse A ist mit einer Rückwand a,
Seitenwänden a1, einer Grundplatte a2 und einer
■flachen Deckplatte a3 versehen. Quer zu den
Seitenwänden a1 ist ein Tragbrett «4 vorgesehen,
auf welchen Übertrager T, T1, T2, T3 und
Kondensatoren C aufgestellt sind. Die letzteren sind zwecks bequemer Handhabung in einem
besonderen Gehäuse a5 untergebracht, in welchem
sie gegen Verschiebung durch Leisten ae, a7
gesichert werden. Die vordere Seite des Gehäuses A ist mittels einer (nicht dargestellten)
abnehmbaren Wand oder Tür geschlossen. Auf der Decke a3 des Gehäuses A ist eine dicke
Platte / aus Filz oder ähnlichem schalldämpfenden Stoff angebracht. Auf dieser ruht eine allen
Pol Wechslern gemeinsame Grundplatte F. Jeder
Polwechsler besteht aus einem Apparat, der in Fig. 2, 3 und 4 dargestellt ist und auf einer besonderen
Grundplatte J71 ruht, welche von
fünf Pfosten f1, /a, /3, fi, /5 getragen wird.
Diese Pfosten bestehen ebenso wie die Grundplatte F z. B. aus Holz und erhalten ausreichende
Festigkeit als Unterlage für die Polwechsler. Die Tragplatten der letzteren sind
auf den Pfosten/"1, /2, /3, fi, /5 so angebracht,
daß ein ausreichender Raum für die Pendel der abgestimmten Gewichte /18 freibleibt. · Jede
Tragplatte F1 kann erforderlichen Falles durch eine Zwischenlage/6 gegen die Pfosten/1,/2 usw.
isoliert werden.
Die Übertrager T, T1, T2, T3 bilden bezüglich
ihrer allgemeinen Ausbildung keinen Teil der Erfindung, zeigen jedoch besondere Einzelheiten;
die dem Zwecke der Erfindung angepaßt sind. Der Eisenkern t3 des Übertragers Ts ist bedeutend
größer als der Kern t des Übertragers T, der seinerseits wieder größer ist als der Kern t1
des Übertragers T1, während der Kern t2 des
Übertragers T% am kleinsten ist. In entsprechender
Weise sind die Windungen dieser Übertrager verschieden voneinander. Der Übertrager T3
wird für Strom von niedrigster Frequenz verwendet und erhält zwecks Erzielung der erforderlichen
Wirksamkeit mehr Eisen und eine entsprechende Wicklung, so daß die Selbstinduktion
tunlichst klein ist. Der Übertrager T wird für die nächst höhere Frequenz benutzt und enthält
weniger Eisen und eine entsprechend verminderte Wicklungszahl. T1 entspricht der
nächst höheren Frequenz und erhält noch weniger Eisen und eine noch geringere Wicklungszahl.
T% entspricht der höchsten Frequenz
und erhält eine verhältnismäßig geringe Eisenmenge und eine solche Wicklung, daß die erforderliche
niedrige Selbstinduktion erzielt wird. Durch die besondere Ausbildung jedes Übertragers
werden in Zusammenwirkung mit einer
2^ geeigneten Anordnung der Polwechsler und er-.
forderlichen Falles der Kondensatoren nahezu . gleichbleibende Bedingung für die Läuteströme
sämtlicher Frequenzen erhalten.
Die Einrichtung der Polwechsler ist aus Fig. 2, 3 und 4 ersichtlich. Auf der z. B. aus Schiefer
bestehenden Grundplatte F1 ist ein Rahmen F2 angebracht, der zwei Magnetkerne /7 trägt,
die mit je einer Wicklung/"8 versehen sind. Die
vorderen Enden der Magnetkerne sind durch einen zweiten Rahmen F3 hindurchgeführt,
der an der Grundplatte F1 durch Schraubenbolzen /9 befestigt ist. Letztere halten auch
gekröpfte Unterlagsscheiben /10 in Stellung,
die zur Befestigung der Leitungsdrähte dienen.
Am oberen Ende des Rahmens F3 ist ein kräftiger.Querträger F1 angebracht, an welchem
eine Blattfeder 5 mittels einer Klemmscheibe F6. befestigt ist, die zweckmäßig in eine Vertiefung
oder Nut des Querträgers eingelassen ist. Die Feder S trägt den Anker F6 und das Kontaktglied
F1, die miteinander bei /n vernietet sind.
Das Kontaktglied ist rechtwinklig zur Ankerebene abgekröpft und trägt an seinem äußeren
Ende eine Kontaktfeder/12, die mit einem Kontakt /13 zusammenwirkt und durch eine an
ihrer Rückseite angebrachte Platte /14 versteift wird, die durch Schraubenbolzen /ls mit der
Feder und dem Kontaktglied F7 verbunden ist. Der Anker F6 hängt in der Ruhelage senkrecht
Vor dem Pol der Magnete /7, die gegen den
Rahmen F3 durch Muttern/16 einstellbar sind.
Mit dem Anker ist eine Stange/17 verbunden,
welche das abgestimmte Gewicht /18 trägt.
Der Kontakt/"18 wird zweckmäßig durch eine
Platinspitze gebildet/ die an dem Ende einer Schraube angebracht ist, welche einen geriffelten
Handgriff trägt und mittels desselben in einem Pfosten /19 verstellbar ist, der von
einer Platte /20 getragen wird und mit einer
Stellschraube/22 versehen ist. Durch die Stellschraube /22 wird eine gekröpfte Unterlagsscheibe
/21 in Stellung gehalten, die zum Anschluß
der Leitungsdrähte dient. Die Platte/20 ist an der Grundplatte F1 durch Schraubenbolzen
festgelegt, um den Pfosten /19 gegen Drehung zu sichern und dadurch eine Verschiebung
des Kontaktes/13 zu verhindern. Der Pfosten/19 ist mit der Platte/20 verlötet oder
mit derselben durch einen Niet oder Vierkantstift fest verbunden.
Die Elektromagnete/8 sind an einer Seite mit dem Pfosten/19 und an der anderen Seite mit
Erde leitend verbunden, so daß der Anker F6 und der denselben tragende Rahmen F3 an die
Batterie B bei geschlossenem Stromkreis angeschlossen ist. Bei Erregung der Magnete wird :
der Anker F6 in Schwingungen versetzt, die durch Einstellung der . Kontaktschraube /13
gleichmäßig und sanft gemacht werden können, während die Schwingungszahl mittels des Pendelgewichtes
/18 regelbar ist.
Der durch die vorstehend erläuterte Einrichtung betriebene Pol wechsler besteht aus einem
Paar quergerichteter Federn ft, ft1, von welchen die eine ft mit den Teilen des Ankers F6 und des go
Ankerrahmens F3 und dadurch auch mit der Batterie B leitend verbunden und die zweite ft1
mittels einer biegsamen Feder ft2 an Erde gelegt ist. Die Feder ft% ist durch eine Aussparung
des Kontaktgliedes F7 hindurchgeführt und von diesem durch eine Buchse ft3 isoliert. Die
Federn p, ft1 werden durch Metallstreifen fti, ft5
versteift (siehe Fig. 2). Die freien Enden der Federn ft, ft1 ragen zwischen die Platinspitzen
von Kontaktschrauben fte, ft1, pa, p9, von welchen
jede in einem geschlitzten Träger mittels einer Stellschraube /23 einstellbar ist. Die
Träger ^10, ft11, welche die Schrauben fte, p1
tragen, sind an den Enden einer Platte ft12 befestigt, während die Träger ft13, pxi mit einer
Platte ft15 verbunden sind. Die beiden Platten ^>12 und ft15 sind an der Grundplatte F1 durch
Schraubenbolzen befestigt und durch Klemmschrauben mit der primären Wicklung eines der
Übertrager T verbunden. Da die beiden Federn p, p1 mit der Batterie B und mit Erde verbunden
und die Kontakte derart eingestellt sind, daß die Federn an einer Seite Stromschluß
und an der anderen Seite Stromunterbrechung bewirken, während gleichzeitig die andere Feder
an der einen Seite Stromunterbrechung und an der anderen Seite Stromschluß bewirkt und umgekehrt,
so ist, wie in den späteren Erläuterungen noch näher gezeigt wird, ersichtlich, daß
während der durch den Anker F6 bewirkten Schwingungen der Federn p, p1 zwischen den ""
Kontaktschrauben p*, p"7 bzw. ft8, ft9 die
Batterie und die Erdleitung rasch, gleichzeitig und wechselweise mit den beiden Platten fi12
und p1& verbunden werden.
Zwecks Befestigung der Feder. p2 in wirksamer Weise ist auf dem Teil F1 ein Stück ple
aus Hartgummi angebracht, an welchem die Feder befestigt ist. Zwischen dieser Feder und
den übrigen Teilen ist eine sorgfältige Isolation erforderlich, da die Potentialdifferenz zwischen
ίο denselben gleich der vollen Stromstärke der
Batterie oder sonstigen Stromquellen ist und da ein Erdschluß an der wirksamen Seite der
Batterie nicht nur eine zerstörende Wirkung auf den besonderen Bestandteil ausüben, sondem
auch zeitweise die übrigen Teile der Fernsprecheinrichtung störend beeinflussen würde.
Von der Anordnung des Pendels oder Ausgleichgewichtes /18 ist die Abstimmung jedes
einzelnen Apparates abhängig. Die vier Apparate, welche in Fig. 1 mit P, P1, P2, P3 bezeichnet
sind, besitzen Gewichte von verschiedenen Größen und Maßen, die auf den Stangen /17 einstellbar sind.
In Fig. 5 ist eine Einrichtung für vier wahlweise anzurufende Teilnehmerstellen veranschaulicht.
Bei dieser Einrichtung besitzt die Läutetaste K vier Paare Kontakte k1, k2, k3 und kl,
' von welchen jeder mittels eines Schalthebels oder eines Druckknopfes in üblicher Weise geschlossen
werden kann. Mit diesen Kontakten sind weitere vier Kontaktpaare ks, k6, k1 und k6
verbunden. Sämtliche Kontakte sind mit einem Paar Federn k verbunden, die in Ruhelage auf
den Kontakten aufliegen und durch welche der Stromkreis geschlossen wird, während sie beim
Niederdrücken eines Druckknopfes abgespreizt werden, so daß ein zu dem Verbindungsstöpsel L1
gelangender Läutestrom nicht über die Leitungsschnüre 1, 2, 3 und 4 über den Abfragestöpsel
L nach der Anruf stelle zurückfließen kann. Die Kontakte k1, k2, k3, Ä4 sind durch
Drähte 5, 6, 7, 8 mit Leitungen 9, Ίο, ii, 12 verbunden,
welche nach Relais R, R1, R2, R3 der Polwechsler P, P1, P2, P3 und alsdann nach der
Batterieleitung 13 führen und hierdurch an die Hauptbatterie B und an Erde angeschlossen sind.
Sämtliche Kontakte k1, k2, k3 und Ä4 sind miteinander
und mit Erde verbunden, so daß beim Umschalten der Feder k die Hülse des Stöpsels L1
geerdet und die Leitung an der anderen Seite unterbrochen wird. Die Federn k5, k6, k1', ks
sind durch Drähte 14, 15, 16 und 17 mit Leitungen
18, 19, 20 und 21 verbunden, welche über
den Anker und die Wicklung von Ausgleichswiderständen V, F1, F2,. F3 nach Sekundärwicklungen
t9, t1<T, t11, i12der Übertrager T, T1,
T2, T3 führen, die mit den Polwechslern P, P1,
P2, P3 zusammenwirken. Die aus einer geringen
Anzahl von Drahtwindungen bestehenden und auf die üblichen Anruf ströme nicht ansprechenden
Ausgleichswiderstände V-V3 dienen dazu, um die Polwechsler P-P3 und die Anrufleitungen
gegen die Wirkung von Hochspannungsströmen bei Erd- oder Kurzschluß in den Linienleitungen
zu sichern. Bei unzulässigem Anwachsen des Stromes geraten jedoch die Ausgleichswiderstände
in Schwingungen und bilden dadurch einen der Stromstärke entsprechenden Widerstand.
Die primäre Wicklung jedes Übertragers ist an einer Seite durch einen Draht 22 mit den
inneren Kontakten 26, 27 des zugehörigen Polwechslers verbunden. Die andere Seite der
primären Wicklung jedes Übertragers ist durch einen Draht 23 mit den äußeren Kontakten 28,
29 des zugehörigen Polwechslers verbunden. In Brücke zu den beiden Drähten 22, 23 ist ein
Kondensator C eingeschaltet, welcher die Entladungen der Spule aufnimmt und eine Funkenbildung
an den Kontakten verhindert, sowie die Wirkung der Wicklung gleichmäßig und wirksamer
macht.
Die Batterieleitung 13 ist mit den Ankern r, r1, r2, r3 der Relais R, R1, R2, Rz und durch
einen Draht 24 mit dem Anker Fe und der Kontaktfeder
f12, sowie mit der Feder p des Pol-Wechslers
verbunden. Die gegenüberliegende Feder p1 des Pol Wechslers ist, wie bereits erwähnt,
geerdet. Der Elektromagnet/8 ist mit Erde und mit dem Kontakt f13 durch einen
Draht 25 verbunden; in Brücke zu den Kontakten/12
und/13 ist ein Kondensator C1 angeordnet, der zur Aufnahme des Extrastromes
und . zur Verhinderung einer Funkenbildung dient. . · ' "
Die Wirkungsweise der beschriebenen Einrichtung ist folgende:
Zwecks Herstellung einer Verbindung wird der Stöpsel L1 in die Verbindungsklinke eingesteckt,
worauf derjenige Druckknopf, ζ. B. ks,
gedrückt wird, welcher der anzuschließenden Teilnehmerstelle entspricht. Der Strom fließt
alsdann durch den Kontakt £4, Erde, die Batterie B, die Teile 13, R, 9, 8, £4. Hierdurch
wird das Relais R erregt und zieht seinen Anker r an, welcher den Stromkreis des Elektromagneten/8
des ersten Polwechslers P schließt. In diesem Stromkreis fließt der Strom von der
Batterie B über die Teile 13, r, 24, F6, /12,
/13, 25,/8 und über Erde.nach der Batteries
zurück.
Der Anker F6 unterbricht und schließt _
wechselweise die Kontakte /12, /13, indem er
beständig mit einer Geschwindigkeit hin und her schwingt, welche durch die Masse und Einstellung
des Pendels/18 bestimmt wird. Durch die Schwingung des Ankers F6 werden die
Federn p, p1 zwischen den zugehörigen Kontakten 26, 27 und 28, 29 hin und her bewegt,
wobei sie wechselweise die Drähte 22 und 23 mit der Batterie und der Erdleitung verbinden, wodurch
schnell aufeinanderfolgende Stromwechsel in der primären Wicklung. ts des Übertragers T
erzeugt werden. Die sekundäre Wicklung i9
desselben ist über den Ausgleichswiderstand V und dessen Anker sowie durch die Taste A8 mit
der Spitze des Stöpsels L1 in Verbindung gebracht. Von der Spitze des in der Klinke
steckenden Stöpsels U- fließt der Strom über den einen Zweig der gemeinsamen Leitung durch
einen oder mehrere an diesen Leitungszweig angeschlossene Wecker und über den anderen
ίο Leitungszweig bzw. über Erde nach dem Amt
über die Taste k zur sekundären Wicklung t9
zurück. Der Pol wechsler P ist mit dem zweitschwersten Pendel versehen, während seine Bewegung
am zweitlangsamsten ist und der mit ihm zusammenwirkende Übertrager T die
zweitgrößte Menge an Eisen und die zweitgrößte Windungszahl besitzt, infolgedessen wird
in der Sekundärwicklung t9 des Übertragers T
ein Strom von etwas höherer Frequenz als in T3 erzeugt. Die Einstellung dieser Teile erfolgt für
jeden Übertrager derart, daß die gesamte Strommenge, welche durch die Außenleitung hin
durchgeschickt wird, in allen Fällen tunlichst gleich bleibt.
Claims (2)
1. Schaltvorrichtung zum Anrufen einer beliebigen von mehreren an einer gemeinsamen
Leitung liegenden Teilnehmer stellen, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Erzeugung
der Anruf ströme dienenden Polwechsler (P) mit Übertragern (T) derart
zusammenwirken, daß jeder Satz einen Strom von anderer bestimmter Frequenz
und Spannung erzeugt.
2. Fernsprecheinrichtung nach Anspruchi, dadurch gekennzeichnet, daß in die Zuleitungen
der Polwechsler (P, P1, P2, P3) je ein Ausgleichswiderstand (V, V1, F2, V3)
eingeschaltet ist, der aus einer geringen Anzahl von Drahtwindungen derart besteht,
daß er auf die üblichen Anrufströme nicht anspricht, jedoch bei unzulässigem Anwachsen des Stromes wirksam wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE197396C true DE197396C (de) |
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ID=460289
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DENDAT197396D Active DE197396C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
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- DE DENDAT197396D patent/DE197396C/de active Active
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