DE197396C - - Google Patents

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DE197396C
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04QSELECTING
    • H04Q5/00Selecting arrangements wherein two or more subscriber stations are connected by the same line to the exchange
    • H04Q5/02Selecting arrangements wherein two or more subscriber stations are connected by the same line to the exchange with direct connection for all subscribers, i.e. party-line systems
    • H04Q5/08Signalling by continuous AC

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Devices For Supply Of Signal Current (AREA)

Description

PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVi 197396 KLASSE 21 «.^GRUPPE
Firma C.LORENZ in BERLIN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 5. Mai 1906 ah.
Die Erfindung bezieht sich auf Fernsprecheinrichtungen, bei welchen mehrere Rufsignale über eine gemeinsame Leitung zum Anruf einer beliebigen Nebenstelle entsandt werden.
Gemäß der Erfindung werden zur Erzielung eines wahlweisen Anrufs periodische Ströme verschiedener Frequenz in Anwendung gebracht. Die wesentlichen Vorteile der Erfindung beruhen besonders auf der Leistungsfähigkeit und
ίο der sparsamen und genauen Erzeugung und Anwendung derartiger Ströme. Bei den bisher üblichen Fernsprecheinrichtungen ist sowohl die Ausbildung der Außenleitungen als auch die Ausstattung des Zentralamtes sehr kostspielig. Um die Einrichtungskosten möglichst niedrig zu halten, werden gewöhnlich eine größere Anzahl von Stationen längs einer gemeinsamen Leitung angeordnet, soweit dies irgend möglich ist. Bei einer solchen Anlage ist es erforderlich, daß jede Station anrufen oder einen Anruf veranlassen kann, ohne die übrigen an dieselbe Leitung angeschlossenen Stationen zu stören. Dies kann in verschiedener Weise erreicht werden; wenn z.B. die Anzahl . 25 der Stationen verhältnismäßig gering ist, wird die Anlage.zweckmäßig für abgestimmten Anruf eingerichtet, wobei die Empfangsapparate der einzelnen Stationen so angeordnet sind, daß jeder Apparat nur auf eine bestimmte Stromart anspricht. Bei den bisher üblichen derartigen Anlagen werden auf dem Amt vier verschiedene Ströme erzeugt. Die Läuteapparate der Teilnehmerstellen sind derart abgestimmt, daß sie nur auf je einen dieser Ströme ansprechen. Die hierfür erforderliche Ausstattung erfordert indes sehr hohe-Anlage- und Betriebskosten, so daß bei kleineren Ämtern von der Einrichtung einer Anlage mit wahlweisem Anruf einer Nebenstelle infolge der hohen Kosten meist Abstand genommen wird. Solche Anlagen erfordern nämlich besondere Stromerzeuger, die' mit je vier verschiedenen Wicklungen oder vier verschiedenen Ankern ausgestattet sind und von welchen jeder einen Strom von bestimmter Frequenz erzeugt. Da nun die Frequenz eines periodischen Stromes sich entsprechend der Umlaufgeschwindigkeit der Erzeugermaschine ändert, müssen diese Maschinen nicht nur mit besonderen Vorrichtungen versehen werden, um ihre Umlaufgeschwindigkeit gleichmäßig zu erhalten, sondern es ist auch erforderlich, dieselben ständig laufen zu lassen, da sie nicht so in Gang gesetzt und auf volle Geschwindigkeit gebracht werden können, daß sie den für jede Anruf vorrichtung erforderlichen Strom erzeugen. Da überdies die Erzeugermaschinen gewöhnlich durch Elektromotoren angetrieben werden, und mithin beim Leerlauf derselben die tote Last sehr beträchtlich ist, ist der gesamte Stromverbrauch so hoch, daß er auch bei großen Ämtern einen wohl zu erwägenden Umstand bildet.
Gemäß der vorliegenden Erfindung werden eine Anzahl von Polwechslern vorgesehen, deren ^
Lager
wirksame Teile so abgestimmt sind, daß sie einer bestimmten Periodenzahl entsprechen, durch welche die Frequenz des Stromes bestimmt wird und welche stets gleichmäßig ist. Mit diesen Polwechslern sind eine gleiche Anzahl von Übertragern vereinigt, von welchen jeder der besonderen Frequenz angepaßt ist, für welche er in Anwendung kommt. Die Unterbrecher für die Polwechsler können beständig
ίο. mittels Primär- oder Sekundärelementen in Bewegung gehalten werden, während die Polwechselkontakte Strom durch besondere Arbeitsstrombatterien erhalten können. Es ist indes zweckmäßig, die Unterbrecher und die , Kontakte durch eine gemeinsame Stromquelle zu speisen und die Stromzuführung durch einzelne Relais zu regeln. Hierdurch wird es möglich, die ganze Anlage an eine gemeinsame Stromquelle, z. B. an die Hauptbatterie, anzuschließen. Eine derartige Anordnung ist billig und wirksam im Betriebe, da ein merkbarer Stromverbrauch nur stattfindet, wenn ein Anruf erfolgt. Da die Sammlerbatterie einen sehr geringen inneren Widerstand hat, ist der Durchgang des Stromes durch den Polwechsler lediglich abhängig von der inneren Beschaffenheit der Polwechsler selbst. Die letzteren können deshalb für jede gewünschte Spannung und Stromstärke mit derselben Genauigkeit wie ein mechanisch angetriebener Generator eingerichtet werden. Durch die Anwendung von besonderen
: Unterbrechern für die Polwechsler wird ein weiterer Vorteil dadurch erreicht, daß jeder Polwechsler auch dann vollkommen in Wirkung bleibt, wenn eine Störung bei einem anderen zu derselben Anlage gehörenden Polwechsler eintritt. Dies ist bei der bisher üblichen Anordnung der Stromerzeugermaschinen nicht der Fall. Es ist deshalb stets für erforderlich erachtet worden, diese Maschinen in doppelter Anzahl aufzustellen, da eine Störung der Anrufmaschine die Wirksamkeit des Amtes beeinträchtigt. Bei der vorliegenden Anordnung ist es nur erforderlich, eine geringe Anzahl von Er-Satzteilen vorzusehen, um eine zeitweise Störung fast augenblicklich zu beseitigen. Die zu. einer Anlage gehörenden Bestandteile werden zweckmäßig auswechselbar angeordnet, so daß selbst bei vollständiger Zerstörung eines Bestandteiles ein anderer leicht und ohne Verzug eingeschaltet und entsprechend abgestimmt werden kann.
Ein weiterer wesentlicher Vorteil, der durch die Verwendung von getrennten Unterbrechern erzielt wird, besteht darin, daß die Auswahl der Frequenzen erhöht wird. Bei den bisher üb-. liehen umlaufenden Maschinen mußten Fre-■' quenzen angewendet werden, von welchen die eine ein Vielfaches von der anderen ist, z. B. 33, 66, 50, 100. Bei diesen treten leicht Interferenzerscheinungen auf. Durch die Anordnung getrennter Unterbrecher ist es möglich, Frequenzen von beliebiger Größe zu wählen. Die Polwechsler und Übertrager können in einem Gehäuse untergebracht werden, das zweckmäßig auch die Primär- und Sekundärbatterie aufnehmen kann. Um die Polwechsler und die Anrufleitungen gegen die Wirkungen von Hochspannungsströmen infolge von Erd- oder Kurzschluß in den Linienleitungen zu sichern, wird in jede Leitung zweckmäßig ein Ausgleichwiderstand eingeschaltet, der aus einer geringen Anzähl Von Drahtwindungen bestehen kann, so daß er auf die üblichen Anrufströme nicht anspricht, jedoch bei unzulässigem Anwachsen des Stromes in Schwingungen gerät und dadurch einen der Stromstärke entsprechenden Widerstand bildet.
In den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt.
Fig. ι zeigt in Ansicht ein die wesentlichen Bestandteile der Einrichtung enthaltendes Gehäuse, bei welchem der Deckel und die Vorderwand abgenommen sind.
Fig. 2 ist eine Draufsicht eines Polwechslers.
Fig. 3 und 4 zeigen einen Pol wechsler in Vorderansicht und Seitenansicht.
' Fig. 5 ist eine Ubersichtsdarstellung von der Ströme verschiedener Frequenz und Spannung erzeugenden Station.
Das Gehäuse A ist mit einer Rückwand a, Seitenwänden a1, einer Grundplatte a2 und einer ■flachen Deckplatte a3 versehen. Quer zu den Seitenwänden a1 ist ein Tragbrett «4 vorgesehen, auf welchen Übertrager T, T1, T2, T3 und Kondensatoren C aufgestellt sind. Die letzteren sind zwecks bequemer Handhabung in einem besonderen Gehäuse a5 untergebracht, in welchem sie gegen Verschiebung durch Leisten ae, a7 gesichert werden. Die vordere Seite des Gehäuses A ist mittels einer (nicht dargestellten) abnehmbaren Wand oder Tür geschlossen. Auf der Decke a3 des Gehäuses A ist eine dicke Platte / aus Filz oder ähnlichem schalldämpfenden Stoff angebracht. Auf dieser ruht eine allen Pol Wechslern gemeinsame Grundplatte F. Jeder Polwechsler besteht aus einem Apparat, der in Fig. 2, 3 und 4 dargestellt ist und auf einer besonderen Grundplatte J71 ruht, welche von fünf Pfosten f1, /a, /3, fi, /5 getragen wird. Diese Pfosten bestehen ebenso wie die Grundplatte F z. B. aus Holz und erhalten ausreichende Festigkeit als Unterlage für die Polwechsler. Die Tragplatten der letzteren sind auf den Pfosten/"1, /2, /3, fi, /5 so angebracht, daß ein ausreichender Raum für die Pendel der abgestimmten Gewichte /18 freibleibt. · Jede Tragplatte F1 kann erforderlichen Falles durch eine Zwischenlage/6 gegen die Pfosten/1,/2 usw. isoliert werden.
Die Übertrager T, T1, T2, T3 bilden bezüglich ihrer allgemeinen Ausbildung keinen Teil der Erfindung, zeigen jedoch besondere Einzelheiten;
die dem Zwecke der Erfindung angepaßt sind. Der Eisenkern t3 des Übertragers Ts ist bedeutend größer als der Kern t des Übertragers T, der seinerseits wieder größer ist als der Kern t1 des Übertragers T1, während der Kern t2 des Übertragers T% am kleinsten ist. In entsprechender Weise sind die Windungen dieser Übertrager verschieden voneinander. Der Übertrager T3 wird für Strom von niedrigster Frequenz verwendet und erhält zwecks Erzielung der erforderlichen Wirksamkeit mehr Eisen und eine entsprechende Wicklung, so daß die Selbstinduktion tunlichst klein ist. Der Übertrager T wird für die nächst höhere Frequenz benutzt und enthält weniger Eisen und eine entsprechend verminderte Wicklungszahl. T1 entspricht der nächst höheren Frequenz und erhält noch weniger Eisen und eine noch geringere Wicklungszahl. T% entspricht der höchsten Frequenz und erhält eine verhältnismäßig geringe Eisenmenge und eine solche Wicklung, daß die erforderliche niedrige Selbstinduktion erzielt wird. Durch die besondere Ausbildung jedes Übertragers werden in Zusammenwirkung mit einer
2^ geeigneten Anordnung der Polwechsler und er-. forderlichen Falles der Kondensatoren nahezu . gleichbleibende Bedingung für die Läuteströme sämtlicher Frequenzen erhalten.
Die Einrichtung der Polwechsler ist aus Fig. 2, 3 und 4 ersichtlich. Auf der z. B. aus Schiefer bestehenden Grundplatte F1 ist ein Rahmen F2 angebracht, der zwei Magnetkerne /7 trägt, die mit je einer Wicklung/"8 versehen sind. Die vorderen Enden der Magnetkerne sind durch einen zweiten Rahmen F3 hindurchgeführt, der an der Grundplatte F1 durch Schraubenbolzen /9 befestigt ist. Letztere halten auch gekröpfte Unterlagsscheiben /10 in Stellung, die zur Befestigung der Leitungsdrähte dienen.
Am oberen Ende des Rahmens F3 ist ein kräftiger.Querträger F1 angebracht, an welchem eine Blattfeder 5 mittels einer Klemmscheibe F6. befestigt ist, die zweckmäßig in eine Vertiefung oder Nut des Querträgers eingelassen ist. Die Feder S trägt den Anker F6 und das Kontaktglied F1, die miteinander bei /n vernietet sind. Das Kontaktglied ist rechtwinklig zur Ankerebene abgekröpft und trägt an seinem äußeren Ende eine Kontaktfeder/12, die mit einem Kontakt /13 zusammenwirkt und durch eine an ihrer Rückseite angebrachte Platte /14 versteift wird, die durch Schraubenbolzen /ls mit der Feder und dem Kontaktglied F7 verbunden ist. Der Anker F6 hängt in der Ruhelage senkrecht Vor dem Pol der Magnete /7, die gegen den Rahmen F3 durch Muttern/16 einstellbar sind.
Mit dem Anker ist eine Stange/17 verbunden, welche das abgestimmte Gewicht /18 trägt.
Der Kontakt/"18 wird zweckmäßig durch eine Platinspitze gebildet/ die an dem Ende einer Schraube angebracht ist, welche einen geriffelten Handgriff trägt und mittels desselben in einem Pfosten /19 verstellbar ist, der von einer Platte /20 getragen wird und mit einer Stellschraube/22 versehen ist. Durch die Stellschraube /22 wird eine gekröpfte Unterlagsscheibe /21 in Stellung gehalten, die zum Anschluß der Leitungsdrähte dient. Die Platte/20 ist an der Grundplatte F1 durch Schraubenbolzen festgelegt, um den Pfosten /19 gegen Drehung zu sichern und dadurch eine Verschiebung des Kontaktes/13 zu verhindern. Der Pfosten/19 ist mit der Platte/20 verlötet oder mit derselben durch einen Niet oder Vierkantstift fest verbunden.
Die Elektromagnete/8 sind an einer Seite mit dem Pfosten/19 und an der anderen Seite mit Erde leitend verbunden, so daß der Anker F6 und der denselben tragende Rahmen F3 an die Batterie B bei geschlossenem Stromkreis angeschlossen ist. Bei Erregung der Magnete wird : der Anker F6 in Schwingungen versetzt, die durch Einstellung der . Kontaktschraube /13 gleichmäßig und sanft gemacht werden können, während die Schwingungszahl mittels des Pendelgewichtes /18 regelbar ist.
Der durch die vorstehend erläuterte Einrichtung betriebene Pol wechsler besteht aus einem Paar quergerichteter Federn ft, ft1, von welchen die eine ft mit den Teilen des Ankers F6 und des go Ankerrahmens F3 und dadurch auch mit der Batterie B leitend verbunden und die zweite ft1 mittels einer biegsamen Feder ft2 an Erde gelegt ist. Die Feder ft% ist durch eine Aussparung des Kontaktgliedes F7 hindurchgeführt und von diesem durch eine Buchse ft3 isoliert. Die Federn p, ft1 werden durch Metallstreifen fti, ft5 versteift (siehe Fig. 2). Die freien Enden der Federn ft, ft1 ragen zwischen die Platinspitzen von Kontaktschrauben fte, ft1, pa, p9, von welchen jede in einem geschlitzten Träger mittels einer Stellschraube /23 einstellbar ist. Die Träger ^10, ft11, welche die Schrauben fte, p1 tragen, sind an den Enden einer Platte ft12 befestigt, während die Träger ft13, pxi mit einer Platte ft15 verbunden sind. Die beiden Platten ^>12 und ft15 sind an der Grundplatte F1 durch Schraubenbolzen befestigt und durch Klemmschrauben mit der primären Wicklung eines der Übertrager T verbunden. Da die beiden Federn p, p1 mit der Batterie B und mit Erde verbunden und die Kontakte derart eingestellt sind, daß die Federn an einer Seite Stromschluß und an der anderen Seite Stromunterbrechung bewirken, während gleichzeitig die andere Feder an der einen Seite Stromunterbrechung und an der anderen Seite Stromschluß bewirkt und umgekehrt, so ist, wie in den späteren Erläuterungen noch näher gezeigt wird, ersichtlich, daß während der durch den Anker F6 bewirkten Schwingungen der Federn p, p1 zwischen den "" Kontaktschrauben p*, p"7 bzw. ft8, ft9 die
Batterie und die Erdleitung rasch, gleichzeitig und wechselweise mit den beiden Platten fi12 und p1& verbunden werden.
Zwecks Befestigung der Feder. p2 in wirksamer Weise ist auf dem Teil F1 ein Stück ple aus Hartgummi angebracht, an welchem die Feder befestigt ist. Zwischen dieser Feder und den übrigen Teilen ist eine sorgfältige Isolation erforderlich, da die Potentialdifferenz zwischen
ίο denselben gleich der vollen Stromstärke der Batterie oder sonstigen Stromquellen ist und da ein Erdschluß an der wirksamen Seite der Batterie nicht nur eine zerstörende Wirkung auf den besonderen Bestandteil ausüben, sondem auch zeitweise die übrigen Teile der Fernsprecheinrichtung störend beeinflussen würde. Von der Anordnung des Pendels oder Ausgleichgewichtes /18 ist die Abstimmung jedes einzelnen Apparates abhängig. Die vier Apparate, welche in Fig. 1 mit P, P1, P2, P3 bezeichnet sind, besitzen Gewichte von verschiedenen Größen und Maßen, die auf den Stangen /17 einstellbar sind.
In Fig. 5 ist eine Einrichtung für vier wahlweise anzurufende Teilnehmerstellen veranschaulicht. Bei dieser Einrichtung besitzt die Läutetaste K vier Paare Kontakte k1, k2, k3 und kl, ' von welchen jeder mittels eines Schalthebels oder eines Druckknopfes in üblicher Weise geschlossen werden kann. Mit diesen Kontakten sind weitere vier Kontaktpaare ks, k6, k1 und k6 verbunden. Sämtliche Kontakte sind mit einem Paar Federn k verbunden, die in Ruhelage auf den Kontakten aufliegen und durch welche der Stromkreis geschlossen wird, während sie beim Niederdrücken eines Druckknopfes abgespreizt werden, so daß ein zu dem Verbindungsstöpsel L1 gelangender Läutestrom nicht über die Leitungsschnüre 1, 2, 3 und 4 über den Abfragestöpsel L nach der Anruf stelle zurückfließen kann. Die Kontakte k1, k2, k3, Ä4 sind durch Drähte 5, 6, 7, 8 mit Leitungen 9, Ίο, ii, 12 verbunden, welche nach Relais R, R1, R2, R3 der Polwechsler P, P1, P2, P3 und alsdann nach der Batterieleitung 13 führen und hierdurch an die Hauptbatterie B und an Erde angeschlossen sind. Sämtliche Kontakte k1, k2, k3 und Ä4 sind miteinander und mit Erde verbunden, so daß beim Umschalten der Feder k die Hülse des Stöpsels L1 geerdet und die Leitung an der anderen Seite unterbrochen wird. Die Federn k5, k6, k1', ks sind durch Drähte 14, 15, 16 und 17 mit Leitungen 18, 19, 20 und 21 verbunden, welche über den Anker und die Wicklung von Ausgleichswiderständen V, F1, F2,. F3 nach Sekundärwicklungen t9, t1<T, t11, i12der Übertrager T, T1, T2, T3 führen, die mit den Polwechslern P, P1, P2, P3 zusammenwirken. Die aus einer geringen Anzahl von Drahtwindungen bestehenden und auf die üblichen Anruf ströme nicht ansprechenden Ausgleichswiderstände V-V3 dienen dazu, um die Polwechsler P-P3 und die Anrufleitungen gegen die Wirkung von Hochspannungsströmen bei Erd- oder Kurzschluß in den Linienleitungen zu sichern. Bei unzulässigem Anwachsen des Stromes geraten jedoch die Ausgleichswiderstände in Schwingungen und bilden dadurch einen der Stromstärke entsprechenden Widerstand. Die primäre Wicklung jedes Übertragers ist an einer Seite durch einen Draht 22 mit den inneren Kontakten 26, 27 des zugehörigen Polwechslers verbunden. Die andere Seite der primären Wicklung jedes Übertragers ist durch einen Draht 23 mit den äußeren Kontakten 28, 29 des zugehörigen Polwechslers verbunden. In Brücke zu den beiden Drähten 22, 23 ist ein Kondensator C eingeschaltet, welcher die Entladungen der Spule aufnimmt und eine Funkenbildung an den Kontakten verhindert, sowie die Wirkung der Wicklung gleichmäßig und wirksamer macht.
Die Batterieleitung 13 ist mit den Ankern r, r1, r2, r3 der Relais R, R1, R2, Rz und durch einen Draht 24 mit dem Anker Fe und der Kontaktfeder f12, sowie mit der Feder p des Pol-Wechslers verbunden. Die gegenüberliegende Feder p1 des Pol Wechslers ist, wie bereits erwähnt, geerdet. Der Elektromagnet/8 ist mit Erde und mit dem Kontakt f13 durch einen Draht 25 verbunden; in Brücke zu den Kontakten/12 und/13 ist ein Kondensator C1 angeordnet, der zur Aufnahme des Extrastromes und . zur Verhinderung einer Funkenbildung dient. . · ' "
Die Wirkungsweise der beschriebenen Einrichtung ist folgende:
Zwecks Herstellung einer Verbindung wird der Stöpsel L1 in die Verbindungsklinke eingesteckt, worauf derjenige Druckknopf, ζ. B. ks, gedrückt wird, welcher der anzuschließenden Teilnehmerstelle entspricht. Der Strom fließt alsdann durch den Kontakt £4, Erde, die Batterie B, die Teile 13, R, 9, 8, £4. Hierdurch wird das Relais R erregt und zieht seinen Anker r an, welcher den Stromkreis des Elektromagneten/8 des ersten Polwechslers P schließt. In diesem Stromkreis fließt der Strom von der Batterie B über die Teile 13, r, 24, F6, /12, /13, 25,/8 und über Erde.nach der Batteries zurück.
Der Anker F6 unterbricht und schließt _ wechselweise die Kontakte /12, /13, indem er beständig mit einer Geschwindigkeit hin und her schwingt, welche durch die Masse und Einstellung des Pendels/18 bestimmt wird. Durch die Schwingung des Ankers F6 werden die Federn p, p1 zwischen den zugehörigen Kontakten 26, 27 und 28, 29 hin und her bewegt, wobei sie wechselweise die Drähte 22 und 23 mit der Batterie und der Erdleitung verbinden, wodurch schnell aufeinanderfolgende Stromwechsel in der primären Wicklung. ts des Übertragers T
erzeugt werden. Die sekundäre Wicklung i9 desselben ist über den Ausgleichswiderstand V und dessen Anker sowie durch die Taste A8 mit der Spitze des Stöpsels L1 in Verbindung gebracht. Von der Spitze des in der Klinke steckenden Stöpsels U- fließt der Strom über den einen Zweig der gemeinsamen Leitung durch einen oder mehrere an diesen Leitungszweig angeschlossene Wecker und über den anderen
ίο Leitungszweig bzw. über Erde nach dem Amt über die Taste k zur sekundären Wicklung t9 zurück. Der Pol wechsler P ist mit dem zweitschwersten Pendel versehen, während seine Bewegung am zweitlangsamsten ist und der mit ihm zusammenwirkende Übertrager T die zweitgrößte Menge an Eisen und die zweitgrößte Windungszahl besitzt, infolgedessen wird in der Sekundärwicklung t9 des Übertragers T ein Strom von etwas höherer Frequenz als in T3 erzeugt. Die Einstellung dieser Teile erfolgt für jeden Übertrager derart, daß die gesamte Strommenge, welche durch die Außenleitung hin
durchgeschickt wird, in allen Fällen tunlichst gleich bleibt.

Claims (2)

Pate nt-An Sprüche:
1. Schaltvorrichtung zum Anrufen einer beliebigen von mehreren an einer gemeinsamen Leitung liegenden Teilnehmer stellen, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Erzeugung der Anruf ströme dienenden Polwechsler (P) mit Übertragern (T) derart zusammenwirken, daß jeder Satz einen Strom von anderer bestimmter Frequenz und Spannung erzeugt.
2. Fernsprecheinrichtung nach Anspruchi, dadurch gekennzeichnet, daß in die Zuleitungen der Polwechsler (P, P1, P2, P3) je ein Ausgleichswiderstand (V, V1, F2, V3) eingeschaltet ist, der aus einer geringen Anzahl von Drahtwindungen derart besteht, daß er auf die üblichen Anrufströme nicht anspricht, jedoch bei unzulässigem Anwachsen des Stromes wirksam wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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