DE196005C - - Google Patents

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DE196005C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B30PRESSES
    • B30BPRESSES IN GENERAL
    • B30B11/00Presses specially adapted for forming shaped articles from material in particulate or plastic state, e.g. briquetting presses, tabletting presses
    • B30B11/02Presses specially adapted for forming shaped articles from material in particulate or plastic state, e.g. briquetting presses, tabletting presses using a ram exerting pressure on the material in a moulding space

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Auxiliary Devices For And Details Of Packaging Control (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Ja 196005 KLASSE 58 b. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 22. April 1906 ab.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Maschine zum Pressen von Materialien aller Art in Tafeln oder Tabletten; sie kennzeichnet sich dadurch, daß die die Seitenwandungen des Preßlings umschließende Matrizenform während des größten Teiles des Hubes des beweglichen Oberstempels in der Hubrichtung mitgenommen wird. Der Preßvorgang gestaltet sich hierbei also derart, daß der bewegliche Oberstempel nur um einen geringen Betrag in diese Matrizenform eindringt, um dann bei seinem weiteren Abwärtshube zwangläufig die Matrize in Richtung gegen den t festen Unterstempel mitzunehmen. Ist der Preßvorgang beendet, so wird die Matrize zwangläufig noch um einen weiteren !Betrag nach abwärts verschoben, so daß das Preßgut zwischen dem Unterstempel und dem in seiner untersten Lage befindlichen Oberstempel bei freiliegenden Seitenflächen liegen bleibt, worauf ein Abschieben des fertigen Preßlings erfolgen kann.
Hierdurch wird der Vorteil erreicht, daß der fertige Preßling sich im oberen Teil der Matrize befindet, so daß dessen Ausstoßen in einfacher und leichter Weise vor sich gehen kann, und insbesondere ein durch Adhäsion an den Matrizenwandungen häufig auftretendes Krummbiegen des Preßlings verhindert, wird. Dadurch, daß während der Abwärtsbewegung der Matrize der Preßling zwischen Ober- und Unterstempel eingespannt bleibt, wird ein Verziehen der Tablette, wie es bei verschiedenen Materialien, z. B. bei Verblendsteinen, bisher fast unvermeidlich war, vollständig beseitigt.
Der Erfindungsgegenstand ist auf beiliegender Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht, und zwar zeigt
Fig. ι eine Vorderansicht mit teilweisem Schnitt,
Fig. 2 einen Schnitt nach A-B-C-D der Fig. i.
Die im Maschinengestell gelagerte Welle α trägt in der Mitte eine breite Nockenscheibe b und auf deren beiden Seiten gleichmäßig geformte weitere Nockenscheiben c. Die Nockenscheibe b wirkt auf eine Rolle d, deren Achse e mittels seitlicher lagerartiger Ansätze / den Oberstempelträger g festhält. Letzterer trägt an seiner Unterfläche die eigentlichen Oberstempel h und außerdem seitliche, nach abwärts ragende Ansätze i, deren Unterkante um einen verhältnismäßig geringen Betrag, beispielsweise 10 mm, höher liegt als die Unterfläche der Stempel h.
Die Matrizenplatte k, welche die Matrizen Z trägt, ist mit seitlichen Armen m versehen, welche mittels in ihrem oberen Teile gabelförmig gestalteter Stangen η und entsprechender Bolzen mit je einer Rolle 0 in Verbindung stehen; die Rollen 0 stehen unter der Wirkung der auf der Welle α sitzenden seitlichen Daumenscheiben c. Die Schraubenfedern p, welche an den Stangen η bzw. an den Armen m angreifen, bewirken das Wiederhochhelien der Matrize k, sobald der fertige
Preßling ausgestoßen und von dem Unterstempel abgeschoben ist.
Die Unterstempel q stehen mit dem Fundament der Maschine in fester Verbindung. J Auf der Welle α sitzt eine weitere Scheibe (nicht gezeichnet), in deren unrunder Nuten* bahn r (Fig. 2) eine an dem kürzeren Arm eines um einen festen Drehzapfen s ausschwingbaren Doppelhebels t sitzende Rolle u geführt wird. Der lange Arm des Doppelhebels t greift mittels Lenkerstange ν an einen in wagerechter Richtung verschiebbaren Fülltrichter w an, dessen Bewegungsbahn durch eine Verlängerung χ der Matrizenplatte k gebildet wird. Das dem Oberstempel zugekehrte Ende d?s Fülltrichters w ist als flache Platte y ausgebildet, welche bei Beendigung de;; Füllvorganges als Abdeckungsplatte wirkt und verhindert, daß das aus der Austrittsöffnung
ao des Fülltrichters w in die Form übertretende Preßgut, solange die Austrittsöffnung nicht geschlossen ist, über die Oberkante der Matrize I hochsteigt.
Die Verwendung der Platte y hat besondere Bedeutung für feinpiüverige Stoffe, beispielsweise Stärke usw.
Die Wirkungsweise der Maschine ist folgende :
Befindet sich der Oberstempel und demgemäß auch die Druckrolle d in der obersten Stellung, so wirkt die erste Druckstufe bl der j Daumenscheibe b auf die Druckrolle und ruft eine Abwärtsbewegung derselben und somit auch des Oberstompeis hervor. Die Matrize k wird erst dann an der Abwärtsbewegung des Stempelträgers teilnehmen, wenn die einzelnen I Stempel h um denjenigen Betrag, um welchen sie über die Unterkuitc der seitlichen Ansätze i des Stempelträgers ragen, in die Matrizenform / eingedrungen sind. Durch Anlage der Ansätze i an der Oberfläche der Matrize k wird letztere bei der weiteren Drehung der Nockenscheibe b nach abwärts mitgenommen. Der Preßvorgang ist kein kontinuierlicher, 5 sondern wird kurz vor der Beendigung nochmals unterbrochen; dies wird durch eine entsprechende Einbuchtung der Daumenscheibe b erreicht. Während dieses Nachlassens der Druckwirkung halten die Daumenscheiben c vermittels der Rollen 0 und Stangen η die Matrize k in ihrer Lage fest, so daß hierdurch eine Entlüftung des Preßgutes ermöglicht wird. Nunmehr wirkt die zweite Druckstufe b~ der Daumenscheibe bis zur Beendigung des Preß Vorganges, bei welcher der Stempel träger seine tiefste Lage einnimmt.
Bei dem bisher beschriebenen Arbeitsgang, d. h. bei dem bisherigen Teil einer Umdrehung der Welle α entgegen dem Drehsinne des Uhrzeigers übten die Daumenscheiben c keinen Einfluß auf die Rollen 0 und demgemäß auf die Matrize k aus. Nach Beendigung des Preßvorganges pressen jedoch die Scheiben c vermittels ihres Daumens gegen die Druckrollen 0 derart, daß die Stangen η und demgemäß auch die Matrize k entgegen der Wirkung der Federn p weiterhin nach abwärts gepreßt werden, während dagegen der Ober-, stempelträger am Platze bleibt. Hierdurch erfolgt ein Freilegen der Seitenwände der Preßlinge, welch letztere jedoch zwischen den Ober- und Unterstempeln festgehalten bleiben. Die Relativbewegung der Matrize gegenüber dem Preßgut ist hierbei nur eine geringe, da das Preßgut während des ganzen Preßvorganges nach dem oberen Rande der Matrize befördert wird; ein Verbiegen oder Krümmen des flachen Preßlinges ist durch die Aufrechterhaltung der Wirkung der Ober- und Unterstempel ausgeschlossen.
Das Wegschieben der nach Anheben des Oberstempels freiliegenden Preßlinge erfolgt in einer der bisher bekannten Ausführungsformen.
Nach Hoch gang des Oberstempels erfolgt die Füllung der Preßformen. Der Füllvorgang wird dadurch eingeleitet, daß die Rolle « durch die Ausbiegung r1 der Nockenbahn r eine Verschiebung erfährt, wodurch der Doppelhebel t zum Ausschwingen gebraclit wird und der Trichter w mit seiner Austrittsöffnung in \ den Bereich der Füllform gelangt. Bei der Rückwärtsbewegung des Trichters w in die Anfangsstellung bleibt die Form durch die Platte y des Trichters noch so lange bedeckt, bis dessen Austrittsöffnung sich nicht mehr über der Matrizenöffnung befindet; hierdurch wird erzielt, daß ein Übertreten des Preßgutes an tier von der Unterfläche des Trichters w freigegebenen Stelle über die Oberkante der Matrize ausgeschlossen ist. Sobald der Trichter κ1 in die aus Fig. 2 ersichtliche Stellung zurückgekehrt ist, beginnt der Preßvorgang von neuem.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche: ' '
    i. Presse für Pastillen, Tafeln und ähnliche Formen, bei welcher die die Seitenwandungen der Preßlinge begrenzende Matrize während des Preßvorganges zwangläufig mit dem Oberstempel nach abwärts verschoben wird, dadurch gekennzeichnet, !.laß die Matrize zwecks Freilegens der fertigen Preßlinge in der Bewegungsrichtung des Oberstempels noch um einen weiteren Betrag als letzterer gesenkt wird, so daß während dieser selbständigen Abwärtsbewegung der Matrize ein Verziehen, Krammbiegen oder Abblättern des zwischen dem Oberstempel und dem dauernd fest- ι
    «Γ
    liegenden Unterstempel eingespannten Preßlinges ausgeschlossen ist.
  2. 2. Presse nach Anspruch τ, dadurch gekennzeichnet, daß der Fülltrichter (w) mit der Matnzenpiatte senkrecht verschiebbar ist.
  3. 3. Presse nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine am Fülltrichter angeordnete Abdeckplatte (y) die gefüllten Formen so lange überdeckt,- bis to die Austrittsöffnung des Fülltrichters vollständig geschlossen ist.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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