DE195643C - - Google Patents
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- DE195643C DE195643C DENDAT195643D DE195643DA DE195643C DE 195643 C DE195643 C DE 195643C DE NDAT195643 D DENDAT195643 D DE NDAT195643D DE 195643D A DE195643D A DE 195643DA DE 195643 C DE195643 C DE 195643C
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-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C14—SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
- C14C—CHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
- C14C3/00—Tanning; Compositions for tanning
- C14C3/02—Chemical tanning
- C14C3/08—Chemical tanning by organic agents
- C14C3/24—Chemical tanning by organic agents using lignin derivatives, e.g. sulfate liquor
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
.- JVe 195643 KLASSE 28«. GRUPPE
Verwendung von Sulfitzelluloseablauge zum Gerben.
Um Sulfitzellstoffablaugen zum Gerben von
Häuten verwendbar zu machen, hat man bekanntlich vorgeschlagen, die Laugen zunächst
mit Kalk zu neutralisieren, um die vorhandene freie schweflige Säure als Calciumsulfit
zu fällen. Hierauf werden die so behandelten Laugen mit Metallsulfaten (Alaun,
Eisensulfat, Alkalisulfaten) versetzt, um Lösungen der entsprechenden gerbsauren Metallsalze
unter Ausscheidung von Gips zu erzeugen.
Hierbei ist also nicht ausgeschlossen, daß in der Lauge Kalksalze der Gerbstoffsäuren
verbleiben, die bekanntlich zum Gerben wertlos und schädlich sind, abgesehen davon, daß
dieses Verfahren an die Benutzung von Ätzkalk und eines Metallsulfates gebunden ist,
so daß hierbei auch Gips in Lösung bleibt, dieselbe also nicht kalkfrei wird.
Man hat andererseits auch schon vorgeschlagen, die Sulfitzellstoffablaugen mit Soda
zu behandeln, um Klebstoffe herzustellen. Neu ist aber die Beobachtung, daß die so behandelte
Ablauge ein ausgezeichnetes Gerbmittel darstellt. Es ist dies wohl dem Umstände
zuzuschreiben, daß auch die Kalksalze der Gerbstoffsäuren unter Ausfällung des Kalkes als Calciumkarbonat in Natronsalze
übergeführt werden, so daß unmittelbar kalkfreie gerbfähige Lösungen erhalten werden,
was sehr wichtig ist, da bekanntlich der Kalk schädlich auf den Gerbprozeß einwirkt.
Um die so erhaltene Lösung weiterhin zu verbessern bzw. zu klären und die überschüssige
Soda zu neutralisieren, hat es sich als vorteilhaft erwiesen, sie mit Alaun zu versetzen, der bekanntlich saure Eigenschaften
zeigt.
Bei der Herstellung des Gerbmittels kann man wie folgt verfahren: 1 1 der warmen
Lauge wird zweckmäßig, wenn sie auf den Kocher kommt, mit kohlensaurem Natron so
lange versetzt, bis sie alkalisch reagiert, wozu etwa 20 bis 30 g, je nach der Zusammensetzung
der Lauge, erforderlich sind. Hierauf wird sie mit 20 bis 30 g Alaun versetzt und
filtriert o. dgl., wonach sie zum Gerben verwendet werden kann. Eine so behandelte
Lauge gerbt, wie die Versuche im großen ergeben haben, äußerst rasch und intensiv.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Die Verwendung der in bekannter Weise mit Soda behandelten und darauf eventuell mit Alaun versetzten Sulfitzelluloseablaugen für Gerbzwecke.BERLIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREI.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE195643C true DE195643C (de) |
Family
ID=458688
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT195643D Active DE195643C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE195643C (de) |
-
0
- DE DENDAT195643D patent/DE195643C/de active Active
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