DE1951237A1 - Gewirktes Verbundgewebe - Google Patents
Gewirktes VerbundgewebeInfo
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Classifications
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- D—TEXTILES; PAPER
- D04—BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
- D04B—KNITTING
- D04B21/00—Warp knitting processes for the production of fabrics or articles not dependent on the use of particular machines; Fabrics or articles defined by such processes
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Knitting Of Fabric (AREA)
- Woven Fabrics (AREA)
Description
96-».997Ρ(14.99θΗ) 10.10.ig69
LE TEXTILE DELOER, Saint-*Quentln (Alane), Prankreich
Die Erfindung bezieht sich auf ein gewirktes "Verbundgewebe " mit dem Aussehen und den wesentlichen Eigenschaften eines gewebten Stoffes, das maschenbildende endlose, durch Wärme fixierbare Fäden sowie aus endlichen
Fasern, wie etwa Naturfasern, gesponnene Fäden oder Garne enthält, die gerade verlaufen und zwischen sowie und/oder
innerhalb der Maachenstg.boh.en liegen.
Aus den franz. Patentschriften Nr. 1 242 314 und
1 356 947 der Anmelderin sind bereits gewirkte "Verbundgewebe11 bekannt, welche die wesentlichsten Eigenschaften
gewebter Stoffe zeigen« Derartige gewirkte Verbundgewebe
werden ausgehend von einem Grundtrikot aus endlosen Kunstfäden hergestellt, die duroh Wärme in ihrer Maschenform
fixierbar aind. Zwiaohen den Maachenetäbchen und/oder so-
96-H 8320 Caa 7-L-r (6)
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gar im Inneren der Maschen sind gerade Fäden oder Garne
angeordnet. Diese Fäden oder Garne bestellen aus gesponnenen Natur- oder Kunstfasern. Xn der Patentschrift Nr.
1 356 947 sind auch bereits zu beachtende Verhältniswerte
angegeben für die zu verarbeitenden zeitlichen Durchlauflängen der endlosen Fäden urrd die in der gleichen Zeit
vorzusehenden Durchiauflängen von geraden Fäden, damit
nach der Fixierung des Verbundgewebes durch Wärme dieses
Gewebe fehlerfrei und bei gutem Aussehen vollständig in sich "blockiert" bzw. verriegelt ist.
Ee wurde nun festgestellt, daß sich dieses gewirkte
Verbundgewebe noch in der Weise verbessern läßt« daß die
Herstellungskosten verringert und die Notwendigkeit der
Verwendung eines besonderen Futters beim Herstellen von
Kleidern entfallen kann.
Die Erfindung bezieht sich auf ein neues industrielles
Produkt, ein gewirktes "Verbundgewebe"■ der oben geschilderten. Art, bei dem erfindungsgemäß nur eine der Seiten
des fertigen Verbundgewebee, auf der die gesponnenen Fäden fast zur Gänze erscheinen, das Aussehen eines gewebten
Stoffes hat, während die andere Seite wie ein Futter aussieht und im wesentlichen aus den ineinander geschlungenen
Maschen der endlosen Fäden besteht.
Aus der folgenden Beschreibung eine« lediglich zur
Erläuterung der Erfindung dienenden, keineswegs eine Einschränkung darstellenden Auaführuiigsbeispiele eines erfindungsgemäßen Verbundgewebes werden sich weitere erfindungsgemäße Merkmale ergeben. Dies· Beschreibung erfolgt anhand
der Zeichnungι darin seigern
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Fig. 1 eine schematische Ansicht eines erfindungsgemäßen Verbundgewebes während der Herstellung}
Fig. 2 eine schematische Darstellung des Verbundgewebes beim Verlassen des Web- und Wirkstuhles o
In der Zeichnung erkennt man ein erfindungsgemäßes gewirktes «Verbundgewebe", das zunächst aus einem Grundtrikot gewirke besteht, das seinerseits Maschinenstäbohen
aus Fäden 1 enthält, die endlose und durch Wärme in ihrer Form fixierbare Kunstfäden sind» Jedes Maschenstäbchen
ist mit seitlich liegenden Maschenstäbchen über seitlich
geführte Fadenabschnitte oder "Fadenverbindungen" Ta verbunden, welche als Schußfäden wirken und durch entsprechend weites seitliches Fortlegen des Fadens gebildet
sind. Aus Gründen, die weiter unten, erläutert werden,
ist es jedoch wichtig, daß zwei miteinander über diese Fadenverbindungen verbundenen Maschenstäbchen durch zumindest ein anderes Maschenstäbchen, vorzugsweise zwei
solche Maschenstäbchen getrennt sind} die Anzahl der dazwischenliegenden Mäschenstäbchen darf jedoch nicht zu
groß werden, sie soll beispielsweise kleiner als 5 oder 6 sein.
Während des Wirkvorganges, bei dem das Trikotgewirke entsteht, werden als "Einschüsse" gesponnene Fäden 2 und
zwischen die ■ sich seitlich legenden Kunst fäden 1 eingelegt,,
während diese Verbindung«fäden seitlioh fortgelegt werden.
Auf jeden Fall bilden diese gesponnenen Fäden oder Garne keine Maschen und die Einstellung der Maschinen des Web-/
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19b123
Wirkstuhls erfolgt in der Weise, daß einige der Fadenverbindungen la vor den gesponnenen Fäden 2 und 3 liegen und
als Bindung für diese eingelegten, nach Art einer Kette
des Gewebes verlaufenden gesponnenen Fäden wirken, wie man dies gut in FIg0 2 erkennt. In dieser sehr schematisch
gehaltenen Figur liegen die gesponnenen Fäden 2 und 3 zwischen den Maschenstäbchen} in einem bevorzugten Verbundgewebe
legen sich diese gesponnenen Fäden 2 und 3 auf
und zwischen die Haschenstäbchen·
Es dürfte klar sein, daß die gesponnenen Fäden 2 und 3 um so mehr auf der Rechtsseite des Verbundgewebes sichtbar
werden, je kleiner die Anzahl der Bindungen durch die
Fadenverbindungen 1a ist, welche auf die Längeneinheit gesehen, vor den gesponnenen Fäden liegen« Selbstverständlich
hängt dieses Maß von der Anzahl der Zwisclienmasdienst
ab chen ab, die sich zwischen zwei über die Fadenverbindungen 1a miteinander verbundenen Haschenstäbchen befinden,
ferner von der Anzahl der Maschen je Zentimeter hänge
des Verbundgewebes* Unterschiedliche Bindungearten machen es möglich, die Hauptanforderung an das Verbundgewebe zu
erfüllen, und es wurde andererseits festgestellt, daß die
Anzahl der Maschen je Zentimeter Länge des fertigen Verbundgewebes
zwischen 20 und 35» vorzugsweise zwischen 23
und 30 liegen sollt««
In der franz. Patentschrift 1 35<6 9^7, die bereite
erwähnt wurde, ist das einzuhaltende Verhältnis zwischen
der zeitlichen Verarbeitungelänge der endlosen Fäden und
der zeitlichen Verarbeitungslänge der gesponnenen Fäden angegeben.
Dieses Verhältnis kann mit ebenfalls angegebenen * Toleranzen eingehalten werden, die etwa bei 10 # liegen*
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Auf jeden Fall muß man die seitlichen Fortlegelängen bei
einzelnen oder allen Maschen der Masohenstäbohen berücksichtigen; andererseits kann es zweckmäßig sein, die veränderliche Elastizität der durch Wärme fixierbaren Fäden
während des Wirkvorganges zu berücksichtigen. Es ist daher vorteilhaft, zu dem in der franz. Patentschrift
1 356 947 angegebenen Verhältniswert X einen zusätzlichen Betrag X1 hinzuzufügen, der durch die folgende Formel
γι - /2.54 (n+l) Μ'Λ „ 1 Μ»
gegeben ist.
In dieser Formel bedeutet η die Anzahl der Zwischenmaschenstäbchen, die zwischen zwei über die Fadenverbindungen 1a miteinander verbundenen Masohenstäbchen liegen,
M ist die gesamte Anzahl der Maschen je Zentimeter in dem
Verbundgewebe nach seiner Wärmebehandlung, M* ist die Anzahl der Maschen, von denen die Verbindung»fäden ausgehen,
welche die Bindung mit den gesponnenen Fäden herstellen. J ist die Stärke des verwendeten Stuhls, angegeben in Anzahl der Nadeln je englischen Zoll, R ist die relative
Zusammenziehung oder Schrumpfung (einen Wert, den man
dadurch erhält, daß man von dem Betrag 1 die Differenz
zwischen der Schrumpfung des endlosen Fadens und der des
gesponnenen Fadens abzieht), K ist ein Koeffizient, der
in Abhängigkeit von η veränderlich ist und die veränderliche Elastizität des endlosen Fadens während des Wirkvo r gange β berücksJDhtigt. K ergibt sich aus der folgenden
Zusammenstellung!
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Für η a 1 wird K « 0,93
η» 2 wird K = 0,90
η m3 wird K = 0,87
'"---■ v ■
Weiterhin wird eine Sohrumpfungs- und Fixierungsbehandlung mit dem erfindungsgemäßen Verbundgewebe durchgeführt, wie dies bereits in der oben erwähnten franz« Patentschrift 1 356 9^7 beschrieben ist. Auf jeden Fall ist
es zum Erzielen eines stabilen Verbundgewebes notwendig,
daß das Verhältnis des Titers bzw, der Nummern des endlosen Fadens zu denen der gesponnenen Fäden in geeigneter
Größe gewählt wird, d. h. zwischen 3 und 7» vorzugsweise
zwischen 4 und 6 liegt·
Bei der Behandlung zum Schrumpfen ziehen sich die Maschen des Grundtrikotgewirkes gegenseitig fest und bilden allein die Linksseite des fertigen Verbundgewebes.
Auf der Reohtsseite erscheinen fast vollständig die geraden gesponnenen Fäden, die lediglich mit Abständen
durch die Fadenverbindungen Ta gebunden und festgelegt
sind. Xn dem dargestellten Ausführungsbeispiel gibt diese
"Sohußfadenbindung" dem Verbundgewebe das Aussehen einer
"Pulverkorn"-Bindung eines gewebten Gewebes (Fig. 2) s es
ist jedoch klar, daß auch ander· Bindungsbilder erhalten werden können, in Abhängigkeit von den Platinenmaschenlängen oder den Fortlegelängen der seitlich gerichteten
Fadenverbindungen (Fig. t) der durch Wärme fixierbaren endlosen Fäden 1 und außerdem durch die Anordnung der Fäden beim Einrichten des Wirkstahle. Es ist jedoch stets
notwendig, daß die geraden gesponnenen Fäden je Zentimeter ihrer Länge nicht durch auviel Fadenverbindungen ta gebunden sind, was - wie sich aus den obigen Ausführungen
bereits ergibt - durch die Wahl der Anmahl der Maschen Je
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Zentimeter und der Anzahl der Maschenstäbcheneinsteilbar
ist, die jeweils miteinander verbunden werden.
Die erfindungsgemäß ausgeführten Verbundgewebe haben
sehr interessante Eigenschaften, die noch zu den oben in Form einer Aufgabenstellung genannten Eigenschaften hinzukommen.
Wegen des durch den Wirkvorgang gebildeten "Futters"
auf der Linksseite des Verbundgewebes, das unmittelbar
diese Linkeseite bildet, ist es nicht mehr notwendig,
ein unabhängiges Futter für die Herstellung v«>n Kleidungsstücken
zu verwenden· Der Herstellungspreis der Kleidungsstücke
kann demgemäß verringert werden« Außerdem ist noch
das Verbundgewebe selbst praktisch knitterfrei, es zeigt
kein Ausbeulen und auch kein Tusiseln*« Da schließlich
das Grundtriketgewirke festgelegte oder blockierte bzw.
verriegelte Maschen hat, ist das Einlaufen beim Wasche»
vernachlässigbar, selbst wenn man in Waschmaschinen wäscht,
Schließlich ist darauf hinzuweisen, daß «in senkrecht
zu den Maschenstäbchen ,geführter Schnitt (im Sinn« einer
Gewebe—.Schußrichtung) an seiner Kant« nicht ausfranst}
ein Umstechen oder Einende In der Nahtschnittkanten kann
deshalb entfallen* ■
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Claims (3)
1. Gewirktes MVerbundgewebe" mit dem Aussehen und
den wesentlichen Eigenschaften eines gewebten Stoffes, das maschenbildende endlose und durch Wärme fixierbare
Fäden sowie aus gesponnenen Fasern, wie etwa Naturfasern, bestehende Fäden enthält, die gerade verlaufen und zwischen sowie und/oder innerhalb der Maschenstäbchen lie-
. gen, dadurch gek'ennzei ohne t ,
-- daß nur eine der Seiten des fertigen Verbundgewebes, auf
der die gesponnenen Fäden (2,.3) fast zur Gänze erscheinen, das Aussehen eines gewebten Stoffes hat, während die
andere Seite wie ein Futter aussieht und in wesentlichen
aus den ineinandergeschlungenen Maschen der endlosen Fäden (1) besteht.
2. Verbundgewebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Grund-Trikotgewirke aus den endlosen
Fäden (1) hergestellt ist und Maschenstäbchen enthält,
die durch aus den sie bildenden Fäden bestehenden seitliehen Fadenverbindungen (la) derart verbunden sind, daß
jedes Masohenetäbchen mit einen von ihm durch zumindest
> eines, vorzugsweise zwei Zwischen-Maschenstäbohen getrennten Maschenetäbchen verbunden ist.
3. Verbundgewebe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzahl der Maschen Je Zentimeter Länge
des fertigen Verbundgewebeβ zwischen 20 und 35» vorzugsweise zwischen 23 und 30 liegt.
k, Verbundgewebe naöh Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis der Titer bzw« der Nummern des endlosen Kunstfadens und des gesponnenen Fadens
zwischen 3 und 7, vorzugsweise zwischen k und 6 liegt·
009823/1212
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