DE194664C - - Google Patents

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DE194664C
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04MTELEPHONIC COMMUNICATION
    • H04M9/00Arrangements for interconnection not involving centralised switching

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Devices For Supply Of Signal Current (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 194664 KLASSE 21 a. GRUPPE
BERTIL BRANDER in HALENSEE.
und Sprechbatterie.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 18. August 1906 ab.
Die Erfindung betrifft eine Schaltung für Fernsprechzentralen mit Lampensignalen und zentraler Anruf- und Sprechbatterie, in welcher die zum Anruf- und Schlußzeichen dienenden Glühlampen direkt "in den Stromkreis der Teilnehmerleitung eingeschaltet sind und von der Teilnehmerstation aus ohne Anwendung von Relais zum Aufleuchten gebracht werden.
ίο Die Erfindung besteht darin, daß im Sprechzustande der Leitungen die Schlußzeichenlampen unmittelbar in die Mikrophonspeisestromkreise der Teilnehmerdoppelleitung eingeschaltet sind und nach Gesprächsbeendigung dadurch unabhängig voneinander zum Aufleuchten gebracht werden, daß der eine einen hohen Widerstand enthaltende Leitungszweig durch die Erdung des anderen die Schlußzeichenlampe enthaltenden Leitungszweiges auf der Teilnehmerstelle einen Nebenschluß von niedrigerem Widerstand erhält, zu dem Zwecke, die Anwendung von Schlußzeichenrelais zu vermeiden..
Die Zeichnung veranschaulicht das neue Schaltsystem.
Die Teilnehmerleitungen sind über je eine Doppelunterbrechungsklinke 12 an die gemeinsame Batterie B angeschlossen. Zwischen der Klinke und der Batterie ist die Anruflampe 11 direkt in den einen Leitungszweig eingeschaltet. In dem anderen Leitungszweig kann eventuell ein stromregulierender Widerstand 10 besonderer Art eingeführt sein, welcher in dem Folgenden näher beschrieben wird. Die zur Herstellung der Verbindungen dienenden Stöpselpaare 8, 9 sind in der Durchsprechstellung des (in der Zeichnung weggelassenen) Sprechumschalters an vier Wicklungen des Übertragers 17 angeschlossen , welche weiter mit der Batterie B in Verbindung stehen. In die Leitung zwischen der Stöpselspitze und dem Minuspol der Batterie ist in Serie mit der betreffenden Wicklung des Übertragers die Schlußlampe 15 eingeführt, während in den Leitungszweig zwischen dem Stöpselhals und dem geerdeten Pluspol der Batterie ein Widerstand 18 eingeschaltet ist.
Die Schaltung der Teilnehmerstationen a, b unterscheidet sich von üblichen Schaltungen von Stationen für Zentralbatteriesystem dadurch, daß der eine Leitungsdraht 21 durch den Hakenumschalter in der Ruhelage an Erde (oder eine gemeinsame Rückleitung) angeschlossen ist. In dieser Erdleitung, welche zur Herstellung eines besonderen Stromkreises für die Schlußlampe vorgesehen ist, kann zweckmäßig die Wicklung 14 des Weckers eingeführt sein. Diese Wicklung darf dann selbstverständlich nur einen kleinen Widerstand haben. .
In der T.eilnehmerstation α ist der Wecker mit einer zweiten Wicklung versehen, dessen Zweck unten näher erläutert ist.
Die Schaltvorgänge und Stromläufe sind folgende:
Wenn der Fernhörer der Station α vom Haken genommen wird, so fließt ein Strom von dem geerdeten Pluspol der Batterie B über die Anruf lampe II, die Klinkenfeder 19, den Leitungsdraht 21, die Primärwicklung 5 der Ubertragerspule und das Mikrophon 6 der Teilnehmerstation, den Leitungsdraht 22, die Klinkenfeder 20 und über den Regulierwiderstand 10 zurück zu dem Minuspol der Batterie. Die Spannung der Batterie ist so gewählt, daß der Strom von der zum Aufleuchten der Lampe passenden Stärke ist.
Beim Einführen des Abfragestöpsels 9 in die Klinke 12 wird der Batterieanschluß über die .Anruflampe Ii und den Widerstand 10 doppelpolig abgeschaltet und die Teilnehmerleitung 21, 22 kommt durch die Klinkenfedern 19, 20 in Verbindung mit den Stöpselleitungen. Es fließt nun Strom von dem Pluspol der Batterie B über · den Widerstand 18, die mit dem Stöpselhals verbundene Wicklung des Übertragers 17, die Klinkenfeder 20, die Leitung 22, das Mikrophon 6, die Wickung 5 der Induktionsspule, die Leitung 21, die Klinkenfeder 19, die Schluß-. lampe 15 und über die damit verbundene Wicklung des Übertragers 17 zurück zum Minuspol der Batterie. Der Widerstand 18 ist derart bemessen, daß dabei die Lampe 15 nicht genügend Strom zum Aufleuchten bekommt. ' Mittels des üblichen Sprechumschalters setzt sich der Beamte in Verbindung mit dem anrufenden Teilnehmer und verbindet ihn mittels des Verbindungsstöpsels 8 mit dem gewünschten Teilnehmer b und ruft ihn mittels eines über die Leitung 21 und Erde fließenden Wechselstromes an. Die dabei benutzte Einrichtung zum Abfragen und Rufen unterscheidet sich nicht wesentlich von allgemein bekannten Schaltvorrichtungen und ist deshalb in der Zeichnung weggelassen.
Solange der Fernhörer des gerufenen Teilnehmers b an seinem Haken hängt, ist seine Leitung 21 über die Wecker wicklung 14 geerdet, und es fließt ein Strom von dem Pluspol der Batterie B über Erde, die ge-,nannte Wicklung 14, die Leitung 21, die Klinkenfeder 19, die Schlußlampe 15 und über die damit verbundene Wicklung des Übertragers zurück zum Minuspol der Batterie. Da die Weckerwicklung 14 und die Übertragerwicklung nur verhältnismäßig geringen Widerstand besitzen, genügt der Strom zum Aufleuchten der Schlußlampe 15. Wenn der Teilnehmer b sich meldet, entsteht selbstverständlich derselbe Stromkreis wie bei dem Teilnehmer a. Durch Anhängen der Fernhörer nach beendetem Gespräch werden die Leitungen 21 geerdet, und beide Schlußlampen 15 leuchten auf, weil jetzt in deren Stromkreis nicht mehr der hohe Widerstand 18 liegt. Der Beam,te zieht die Stöpsel aus, und der- Normalzustand der Leitungen tritt wieder ein.
Es ist besonders zu bemerken, daß die Leitung 21, welche normal an den geerdeten (+) Pol der Batterie B angeschlossen und auch bei dem Teilnehmer geerdet ist, beim Stöpseln der Klinke 12 über die Schlußlampe 15 mit dem nicht geerdeten Pol der Batterie in Verbindung kommt, während dementsprechend die Leitung 22 von dem nichtgeerdeten (—) Batteriepol an den geerdeten Batteriepol umgeschaltet wird. Dieser Polwechsel der Leitung 21 ermöglicht das Aufleuchten der Schlußlampe über Erde unter Anwendung einer einzigen, einseitig geerdeten Batterie.
Das Schaltsystem ist besonders für kleine Telephonzentralen mit kurzen Leitungen geeignet; es kann aber .auch für größere Ämter Verwendung finden, wenn die Leitungen mit°85 einem regulierbaren Widerstand versehen werden und die Spannung der Batterie entsprechend erhöht wird. Die Reguliervorrichtung kann auch zweckmäßig aus dem bekannten, die Stromstärke selbsttätig regu- go lierenden Eisendrahtwiderstand bestehen. In der Zeichnung ist in den Leitungszweig 22 des Teilnehmers α ein solcher Eisendrahtwiderstand 10 schematisch angedeutet. Derselbe liegt beim Anrufen des Amtes in Serie mit der Anruflampe 11 und nach erfolgter Stöpselung in Serie mit der Schlußlampe 15.
In dem Wecker der Teilnehmerstation a ist eine besondere Wicklung 25 gezeigt, welche mit vorgeschaltetem Kondensator 26 in Brücke lob an die Doppelleitung 21, 22 angeschlossen ist. Diese Wicklung hat den Zweck, daß, wenn die Schaltung für Privatzentralen mit Postanschlußleitungen verwendet wird, das Anrufen der als Hauptstelle ausgebildeten Teilnehmerstelle von dem Amt aus über die Doppelleitung und von einer Nebenstelle aus über eine Leitung und Erde bewirken zu können. Der Wecker kann auch in sämtlichen Stationen in üblicher Weise mit vorgeschaltetem Kondensator in Brücke über die Doppelleitung geschaltet werden, wobei der untere Kontakt des Hakenumschalters entweder direkt oder über einen Widerstand an Erde gelegt wird.
Der Übertrager 17 kann durch zwei Drosselspulen und zwei Kondensatoren ersetzt werden. Das Schaltungsschema ,würde sich dabei von dem beschriebenen nur durch das in der Zeichnung punktiert angedeutete Hinzufügen der Kondensatoren 24 unterscheiden, wenn man sich denkt, daß die
beiden linken Wicklungen des Übertragers 17 die eine, die beiden rechten Wicklungen die andere Drosselspule darstellen.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Schaltung für Fernsprechzentralen mit Lampensignalen und zentraler Anruf- und Sprechbatterie, dadurch gekennzeichnet, daß im Sprechzustande der Leitungen die Schlußzeichenlampen (15) unmittelbar in die Mikrophonspeisestromkreise der Teilnehmerdoppelleitung (21, 22) eingeschaltet sind und nach Gesprächsbeendigung dadurch unabhängig voneinander zum Aufleuchten gebracht werden, daß der eine einen hohen Widerstand (18) enthaltende Leitungszweig (22) durch die Erdung des anderen die Schlußzeichenlampe (15) enthaltenden Leitungszweiges auf der Teilnehmerstelle einen Nebenschluß von niedrigerem Widerstand erhält, zu dem Zwecke, die Anwendung von Schlußzeichenrelais zu vermeiden.
  2. 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Erdung des einen Leitungszweiges (21) nach Gesprächsbeendigung über eine (14) von zwei getrennt voneinander angeordnete .Weckerwicklungen (14, 25) erfolgt, während die andere Wicklung (25) in Brücke zur Teilnehmerdoppelleitung (21, 22) liegt, zum Zwecke, die Teilnehmerstelle (Hauptstelle) vom Amte aus über die Doppelleitung und von einer Nebenstelle aus über den einen Leitungszweig und Erde anrufen zu können.
  3. 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in den die Anruf- und Schlußzeichenlampe (ii, 15) nicht " enthaltenden Teilnehmerleitungszweig (22) in Serie mit einer dieser beiden Lampen an sich bekannte, den Strom selbsttätig regulierende Widerstände (10) aus Eisendraht 0. dgl. eingeschaltet sind, zu dem Zwecke, die Signallampen vor übermäßiger Stromstärke zu schützen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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