DE194451C - - Google Patents

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DE194451C
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DE
Germany
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ring
clutch
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signal
armature
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L21/00Station blocking between signal boxes in one yard
    • B61L21/04Electrical locking and release of the route; Electrical repeat locks

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Mechanical Operated Clutches (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVt 194451 — KLASSE 2Ol GRUPPE
C. LORENZ A-G. in BERLIN.
Elektrische Signalflügelkupplung. Patentiert im Deutschen Reiche vom 22. Dezember 1906 ab.
Die Erfindung betrifft eine elektrische Signalflügelkupplung, bei der die Fahrstellung des Signales durch eine mit dem Anker eines Elektromagneten zusammenwirkende Kupplung bis zur Unterbrechung des Stromkreises des Elektromagneten aufrechterhalten wird. Die Kupplungsteile bestehen aus gegeneinander drehbaren Scheiben, von denen die eine mit dem Signalantrieb und die andere mit dem
ίο Signalarm verbunden ist, und einem zwischen den Scheiben verschiebbaren, von dem Anker des Kupplungsmagneten bewegten Kupplungsring.
Durch die Erfindung soll die Anwendung eines schwachen Elektromagneten ermöglicht und eine sichere Zurückführung des Elektromagnetankers in die arbeitsbereite Lage erzielt werden.
Dies wird dadurch erreicht, daß die Kupplungsteile, Scheiben wie Mitnehmerring, mit schrägen Flächen versehen sind, die so miteinander arbeiten, daß bei Stromunterbrechung ein Verschieben des Ringes in der einen Richtung und ein Entkuppeln der Vorrichtung, und beim Zurückstellen des Antriebes ein Verschieben des Ringes in entgegengesetzter Richtung, ein Kuppeln der Vorrichtung und ein festes Andrücken des Ankers des Kupplungsmagneten bewirkt wird.
Um hierbei ein Zurückführen des Ankers in die arbeitsbereite Lage zu sichern, besitzt der mit dem Anker verbundene Kupplungsring einen am Ende der Umstellbewegung des Ankers beginnenden Leerlauf, durch den etwaige Änderungen der Hebelübersetzung infolge von Abnutzung der Gelenkbolzen o. dgl. ausgeglichen und unschädlich gemacht werden.
Auf die Welle 1 sind zwei Kupplungsscheiben 2, 3 und ein zwischen ihnen verschiebbarer Kupplungsring 4 lose aufgesetzt. Die Scheibe2 ist durch einen Hebel .5 mit dem Gestänge 6 der (nicht dargestellten) Stellvorrichtung verbunden, während die Scheibe 3 durch einen Hebel 7 mit dem Signalarm in Verbindung steht. Die Kupplungsscheibe 2 besitzt eine ebene, zur Mittellinie der Achse 1 gleichgerichtete Fläche 8, eine schräge Fläche 9 und einen Leerlauf 10. Diese Flächen begrenzen eine Aussparung 11, in die ein mit einer ebenen, der Fläche 8 der Kupplungsscheibe 2 entsprechenden Fläche 12 und einer schrägen Fläche 13 versehener Ansatz 14 des Kupplungsringes 4 hineinragt. Ein zweiter Ansatz 15 des Kupplungsringes 4 greift in die Aussparung 16 der Kupplungsscheibe 3 ein. Diese Aussparung 16 wird begrenzt von einer zur Drehungsachse gleichgerichteten ebenen Fläche 17 und einer schrägen Fläche 18. Die Fläche 17 wirkt mit einer gleichartigen Fläche 19 des Ansatzes 15 zusammen, während die schräge Fläche 18 mit einer entsprechend abgeschrägten Fläche 20 des Ansatzes 15 zusammenwirkt. Der Kupplungsring 4 besitzt eine senkrechte Ringnut 21. In ihr gleiten zwei mit einem Bügel 23 vernietete Zapfen 22. Der Bügel trägt den Anker 24 des Elektromagneten 25 und ist um einen fest gelagerten Zapfen 26 drehbar.
Beim Stellen des Signales aus der Ruhelage (Fig. ι und 2) in die Fahrstellung (Fig. 3
und 4) wird zunächst die Kupplungsscheibe 2 durch den Signalantrieb so weit gedreht, bis die beiden Flächen 8, 12 miteinander in Berührung kommen. Sobald der Elektromagnet 25 seinen Anker 24 anzieht, wird der Kupplungsring 4 gegen Verschiebung gesperrt, so daß beim Weiterdrehen der Kupplungsscheibe 2 ihre Fläche 8 in Eingriff mit der Fläche 12 des Kupplungsringes 4 gehalten und dadurch der Ring gedreht wird, wobei die Kupplungsscheibe 3 durch das Zusammenwirken der Flächen 18 und 20 ebenfalls gedreht und dadurch der Signalarm auf Fahrt gestellt wird.
Bei Unterbrechung des elektrischen Stromes wir.d die Sperrung des Signalarmes aufgehoben, durch dessen Eigengewicht die Kupplungsscheibe 3 rückwärts gedreht wird. Hierbei wird durch die schrägen Flächen 18, 20 der Kupplungsring 4 seitlich verschoben, bis diese Flächen außer Eingriff kommen (Fig. 5 und 6). Der Signalarm kann alsdann ungehindert auf Halt fallen. Die Abschrägung der Flächen 18, 20 ist so bemessen, daß der Einfluß des Flügelgewichtes auf den Elektromagneten möglichst vermindert und infolgedessen mit geringer Stromstärke gearbeitet werden kann.
Beim Zurückstellen des Antriebes wird die Kupplungsscheibe 2 und durch diese mittels des Ansatzes 14 der Kupplungsring 4 aus der Stellung nach Fig. 5 und 6· so weit gedreht, bis die Fläche 19 des Ansatzes 15 mit der Fläche 17 der Kupplungsscheibe 3 in Eingriff kommt und dadurch eine weitere Drehung des Kupplungsringes 4 verhindert wird. Bei einer weiteren Drehung der Kupplungsscheibe 2 durch den Signalantrieb wird der Kupplungsring 4 durch die schrägen Flächen 9 und 13 seitlich verschoben. Der Ansatz 15 des Kupplungsringes 4 tritt hierbei wieder vollständig in die Aussparung 16 der Kupplungsscheibe 3 ein, während die Kupplungsscheibe 2 ihre Rückwärtsdrehung in die Anfangsstellung fortsetzt. Kurz vor Beendigung der Drehung der Kupplungsscheibe 2 gelangt der Ansatz 14 des Kupplungsringes 4 in den Leerlauf 10. Durch die seitliche Verschiebung des Kupp- _lungsringes 4 wird der mit ihm verbundene Hebel 23 mitgenommen und der Anker 24 an den Elektromagneten 25 fest angedrückt. Der Leerlauf 10 kann so bemessen werden, daß bei etwaigen durch Abnutzung der Bolzen entstehenden Längenänderungen der Hebelübersetzung ein sicheres Andrücken des Ankers an den Elektromagneten gewährleistet wird.
Um zu verhindern, daß der Signalarm, nachdem er auf Halt gefallen ist, wieder von Hand auf Fahrt gestellt werden kann, ist eine Sperrvorrichtung vorgesehen, die die Kupplungsscheibe 3 in ihrer Lage festhält, nachdem der Signalarm in die Haltstellung zurückgefallen ist. Diese Sperrvorrichtung besteht aus einer um den Bolzen 27 drehbaren Sperrklinke 28 mit einem Ansatz 29, der auf einer Erhöhung 30 des Kupplungsringes 4 gleitet. Beim Stellen des Signales gelangt die Erhöhung 30 aus der Bahn des Ansatzes 29 der Klinke 28, die alsdann durch ihr Eigengewicht herabfällt und sich mit ihrem vorderen Ende auf den Umfang eines an der Kupplungsscheibe 3 angebrachten Sperrstückes 31 legt. Beim Zurückfallen des Signalarmes in die Haltstellung wird die Kupplungsscheibe 3 derart gedreht, daß ihr Ansatz 31 gegen die Sperrklinke 28 trifft und sie dadurch festgestellt wird. Beim Zurücklegen des Stellhebels wird die Klinke 28 durch die Erhöhung 30 des Kupplungsringes 4 wieder ausgelöst.
r, ...

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Elektrische Signalflügelkupplung, bei der die Kupplungsteile aus einer mit dem Signalantrieb und einer mit dem Signalflügel verbundenen Scheibe und einem von dem Anker des Kupplungsmagneten bewegten, zwischen den Scheiben verschiebbaren Kupplungsring besteht, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheiben (2, 3) und der Mitnehmerring (4) mit schrägen
. Flächen (9, 13, 18, 20) versehen sind, die bei Stromunterbrechung ein Verschieben des Ringes (4) in der einen Richtung und ein Entkuppeln der Vorrichtung, und beim Rückstellen des Antriebes ein Verschieben des Ringes (4) in entgegengesetzter Richtung, ein Kuppeln der Vorrichtung und ein festes Andrücken des Ankers (24) des Kupplungselektromagneten (25) bewirken.
2. Signalflügelkupplung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die mit dem Signalantrieb verbundene Kupplungsscheibe (2) einen Leerlauf (10) besitzt, in den der Mitnehmerring am Ende der Rückstellbewegung des Elektromagneten (24) eintritt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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