DE193744C - - Google Patents
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- DE193744C DE193744C DENDAT193744D DE193744DA DE193744C DE 193744 C DE193744 C DE 193744C DE NDAT193744 D DENDAT193744 D DE NDAT193744D DE 193744D A DE193744D A DE 193744DA DE 193744 C DE193744 C DE 193744C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23H—GRATES; CLEANING OR RAKING GRATES
- F23H7/00—Inclined or stepped grates
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Baking, Grill, Roasting (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Jig 193744 KLASSE
24/. GRUPPE
Firma H. A.THEODOR LANGE in DESSAU.
Schrägrost für Feuerungen. Patentiert im Deutschen Reiche vom 8. März 1907 ab.
Die Erfindung erstreckt sich auf schwenkbare oder aufklappbare Schrägroste für Dampfkesselfeuerungen
u. dgl. und hat insbesondere eine Stütz- und Auslösevorrichtung für derartige Roste zum G&genstande, wodurch bezweckt
wird, in Fällen der Gefahr den gesamten glühenden Brennstoff plötzlich vom Rost zu entfernen und so die Einwirkung
des Feuers auf den Kessel vollständig aufzuheben.
Die Erfindung ist sowohl für einteilige als auch für zwei- oder mehrteilige Schrägroste
anwendbar, und bei zwei- oder mehrteiligen Rosten sind gemäß der Erfindung auch eigenartige
Mittel angewendet, die ein schnelles Auseinanderklappen der Rostteile und auch
eine Änderung der Schräglage des ganzen Rostes ermöglichen.
Auf den Zeichnungen ist die Erfindung in mehreren Ausführungsbeispielen zur Darstellung
gebracht.
Fig. ι zeigt einen aufklappbaren zweiteiligen Schrägrost in Seitenansicht in1 Gebrauchsstellung, während Fig. 2 ihn aufgeklappt dar-
stellt. Fig. 3 ist eine Seitenansicht einer zweiten Ausführungsform, bei welcher Vorkehrung
getroffen ist, um die beiden Rostteile unter gleichem Winkel zu verstellen. Fig. 4 zeigt eine Einzelheit einer dritten
Bauart. Fig. 5 veranschaulicht eine andere. Aufhängung und Unterstützung der beiden
Rostteile. Fig. 6 zeigt die Anwendung der Erfindung bei einem einteiligen Schrägrost,
und Fig. 7 gibt an, wie mit der Auslöse-Vorrichtung für den drehbaren Rost ein Schieber zum Absperren des Feuerzuges verbunden
ist.
Bei den in Fig. 1 · bis 5 dargestellten Ausführungsbeispielen
bestehen die Rostwangen oder Tragbalken des Treppenrostes aus je zwei Teilen t und i1; die oberen Teile t sind
in an sich bekannter Weise auf einer Querachse α drehbar gelagert, während die unteren
Teile i1 um feste Zapfen b schwingbar sind.
Die Teile t, t1 werden durch Schienen 5 in
der Gebrauchsstellung gehalten (Fig. i), die an den Enden der Querstange α drehbar angebracht
sind und mit ihren Enden e unter die freien Enden der Wagenteile t, t1 greifen.
Von den Schienen s zweigen sich Stützen d ab, die, wenn der Rost sich in der Gebrauchsstellung befindet, an Knaggen k einer Querwelle w Halt finden.
Soll das Feuer beseitigt und der Brennstoff plötzlich entfernt werden, so wird der
Bolzen i zurückgezogen und der Handhebel h nach unten umgelegt. Die Welle w mit den
Knaggen k wird dabei gedreht, die Stützen d verlieren ihren Halt an den Knaggen k, die
Schienen j schwingen zurück und die Rostteile t, t1 klappen auseinander. Die oberen
Rostteile schlagen dann mit kräftigem Stoß auf die Querwelle n>
und die unteren Rostteile t1 gegen ihre Lagerteiley (Fig. 2). Gewünschtenfalls
kann die Einrichtung auch so getroffen werden, daß das Auslösen der Unterstützung für den Rost in einiger Entfernung
von der Feuerung stattfinden kann.
Um eine gleichzeitige und übereinstimmende Verstellung der Neigung der beiden Rostteile
zu ermöglichen, sind die Daumenwelle w und die Tragachse α in Schlitzführungen ^, ^1 verschiebbar
gelagert, und die Daumenwelle n> ist mit der Tragstange α durch Stangen g
verbunden (Fig. 3).
Während die Schlitze \ für die Tragachse a
die Gestalt eines Kreisbogens mit dem Krümmungsmittelpunkt b besitzen, bilden die
Schlitze ^1 der Daumenwelle w in ihrer Verlängerung
nach oben mit der oberen Rostfläche einen spitzen Winkel. Während also beim Verstellen der beiden Punkte w und α sich a
immer in einem zur Rostfläche senkrechten Kreisbogen bewegt, findet die Bewegung der
Daumenwelle n> unter einem spitzen Winkel zum Rost statt. Hierdurch wird bewirkt,
daß sich die Tragachse α mehr verstellt als die Unterstützungspunkte e.
Durch entsprechende Bemessung der Neigung der Schlitze %l zu den Schlitzen \ ist
. es möglich, das Maß der Bewegung der Unterstützungspunkte e im Verhältnis zu der
Bewegung der Tragstange α beim Verstellen der Rostneigung so zu gestalten, daß beide
Rostflächen eine einzige ebene Fläche bilden. Die die Lageveränderung der Teile s, d, n>,g
bewirkende Kraft kann auf die Daumenwelle w, die Gelenkstange g oder auf die
Tragstange α einwirken! Bei dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel
(Fig. 3) wirkt die Kraft auf die Tragstange a ein, indem vor der letzteren eine Schraubvorrichtung
0 angeordnet ist.
Statt die beiden Rostteile an ihren voneinander abgewendeten Enden drehbar zu
lagern, kann man sie auch in anderer Weise aufhängen; beispielsweise können die Drehachsen
a, b beide an den oberen Enden der Rostteile liegen, wie dies Fig. 5 veranschaulicht.
In diesem Falle sind die Stützschienen mit besonderen Auflagern e für die oberen
Rostteile t und Auflagern e1 für die unteren
Rostteile t1 versehen, während sie selbst in der bereits oben beschriebenen Weise an der
Daumenwelle w ihre Unterstützung finden, und die Auslösung des Rostes in der gleichen
Weise erfolgt, wie bei den schön beschriebenen Ausführungsformen.
Zwecks gleicher Änderung der Neigung beider Rostteile sind auch in diesem Falle
die Stange α und die Welle w in Schlitzen ^, ^1
geführt und durch Stangen g verbunden; außerdem sind aber auch die Drehzapfen b
des unteren Rostteiles i1 in Schlitzen ^2 gelagert
und mit der Stange α durch Stangen g1
o. dgl. in Bewegungsabhängigkeit gebracht. Die Erfindung kann auch für drei- oder
mehrteilige Schrägroste in Anwendung gebracht werden.
Fig. 6 veranschaulicht die Anwendung der Erfindung bei einem einteiligen Schrägrost,
dessen Tragbalken t am oberen Ende bei a drehbar gelagert sind, während ihre unteren
Enden nur durch die Stützschienen ä in der Gebrauchsstellung gehalten werden, damit der
Rost in ähnlicher Weise wie der obere Rostteil des in Fig. 1 und 2 dargestellten Rostes
nach der Auslösung unbehindert niederschwingen kann. Auch in diesem Falle sind die Daumenwelle w und die Tragachse a
durch eine Stange g verbunden und in Schlitzführungen \ bzw. ^1 gelagert, damit 'beim
Verändern ^der Rostneigung die Daumen k mit den Stützen d im richtigen Eingriff bleiben,
und das untere Ende des Rostes in der richtigen Stellung zu dem Unterbau^ bleibt,,
der hier vorhandene schmale Spalt t2 also nicht verengert oder vergrößert wird.
Bei dieser Bauart ist außerdem eine Vorkehrung getroffen, die auch bei den oben
beschriebenen Ausführungsformen anwendbar ist und hauptsächlich dazu dient, den Rost
zu rütteln und zu lockern, falls etwa der Rost durch Schlacke oder Brennstoff oder in
sonstiger Weise in seiner Bewegungsfähigkeit beeinträchtigt werden sollte. Auf der
Daumenwelle w sind statt je eines Daumens k für jede Roststütze mehrere solcher Daumen
vorgesehen, die wie die Zähne eines Zahnrades hintereinander stehen, und an den
Stützend sind Ausnehmungen oder Zähne <f'
angebracht, in welche die Daumen k eingreifen. Infolgedessen wird bei Beginn des
Niederlegens des Handhebels h vermöge des zahnradartigen Zusammengreifens der Daumen
k und Ausnehmungen d1 in den Stützen d
die Bewegung der Rostteile eine zwangläufige sein und der Rost erst dann frei niederfallen,
wenn der letzte Daumen k außer Eingriff mit den Stützen d gelangt. Läßt man
es nicht hierzu kommen, so hat man die Möglichkeit, durch kurze Schwingungen des
Handhebels h den Rost zu rütteln, ohne daß er sich vollkommen öffnet. Die Stützschienen
s sind hierbei mit dem Rostbalken t in irgendeiner Weise, z. B. mittels eines
ovalen Ringes, verbunden, damit man sicher ist, daß der Rost den Bewegungen der Stützschienen
s folgt.
Um zugleich mit dem Entleeren des Rostes das Abschließen der Heizkanäle zu ermöglichen,
kann, wie bei der in Fig. 7 dargestellten Bauart, der Handhebel h mit einer
Nase ρ versehen sein, an welcher der den Feuerzug absperrende Schieber q mittels einer
über Rollen r laufenden Kette ν und eines Klobens χ aufgehängt ist. Zu dem gleichen
Zweck kann man auch eine Seil- oder Hebelverbindung benutzen.
Beim Umlegen des Handhebels Λ zwecks Aufklappens des Rostes tritt, ehe noch die
Stützen d von den Knaggen k abgleiten und
die Rostteile ihre .Unterstützung verlieren, die Nase/>
aus dem Kloben χ heraus, und der Schieber q fällt nieder und sperrt den
Feuerzug ab. Erst beim weiteren Herumlegen des Handhebels h gleiten die Stützen d
von den Knaggen k ab, und der Rost öffnet sich.
Wie in Fig. 4 zur Darstellung gebracht ist, sind besonders bei kleineren Rosten besondere
Stützschienen s nicht erforderlich, vielmehr können beispielsweise die oberen
Rostteile t selbst mit den Stützarmen d versehen sein.
Claims (5)
1. Schrägrost für Feuerungen, dadurch gekennzeichnet, daß der drehbar gelagerte
Rost durch an seinen Tragbalken ft) oder an besonderen drehbaren Schienen fs) angebrachte
Arme (d), die sich gegen umlegbare Daumen (k) stützen, in der .Gebrauchsstellung
gehalten wird.
2. Schrägrost nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch zwei an ihren voneinander
abgewendeten Enden drehbar gelagerte Rostteile ft, tl), unter deren zusammenstoßende
Enden der Stützhebel fs) greift.
3. Schrägrost nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützarme (d) mit
Ausnehmungen oder Zähnen (d1) versehen
sind, die nacheinander mit mehreren auf einer Welle (w) sitzenden Daumen (k) in
Eingriff treten, um den aufklappbaren Rost anfänglich zwangläufig zu bewegen und erst dann frei fallen zu lassen. ,
4. Schrägrost nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Daumenwelle
(w) und die Rosttragachse (a), an der gleichzeitig die Stützhebel (s) drehbar
aufgehängt sind, in seitlichen Schlitzführungen (\, \λ) gelagert und, durch eine
, Stange (g) miteinander verbunden, gleich- ■· ^zeitig in der Höhe verstellbar sind, um
durch Drehung des ganzen Rostes eine gemeinsame und übereinstimmende Änderung der Neigung der Rostteile zu ermöglichen.
5. Schrägrost nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem
Rostbewegungshebel (h) durch Seil-, Ketten- oder Hebelübersetzung ein Schieber (g) verbunden ist, der kurz vor dem
Aufklappen des Rostes freigegeben wird und den Heizzug absperrt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE193744C true DE193744C (de) |
Family
ID=456947
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT193744D Active DE193744C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE193744C (de) |
-
0
- DE DENDAT193744D patent/DE193744C/de active Active
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