DE193232C - - Google Patents
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- DE193232C DE193232C DENDAT193232D DE193232DA DE193232C DE 193232 C DE193232 C DE 193232C DE NDAT193232 D DENDAT193232 D DE NDAT193232D DE 193232D A DE193232D A DE 193232DA DE 193232 C DE193232 C DE 193232C
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- Germany
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- bones
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A23—FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
- A23B—PRESERVATION OF FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES; CHEMICAL RIPENING OF FRUIT OR VEGETABLES
- A23B4/00—Preservation of meat, sausages, fish or fish products
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A23—FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
- A23L—FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; PREPARATION OR TREATMENT THEREOF
- A23L17/00—Food-from-the-sea products; Fish products; Fish meal; Fish-egg substitutes; Preparation or treatment thereof
- A23L17/70—Comminuted, e.g. emulsified, fish products; Processed products therefrom such as pastes, reformed or compressed products
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- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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- Meat, Egg Or Seafood Products (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVI 193232 KLASSE 53 &. GRUPPE
. Dr. HERMANN MEHNER in VELTEN, Mark.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 12. Mai 1905 ab.
Die Heringe, aber auch andere Fische bieten ein eiweißreiches, im Verhältnis zum Preis
wertvolles Nahrungsmittel. Die Zubereitung , derselben für den Versand und Handel ist
aber noch eine sehr unvollkommene. Die Heringe werden meistens übersalzen und roh
verzehrt. Es spricht für ihren physiologischen Nutzen, daß diese Eiweißkost die natürlichen
Geschmackswiderstände überwindet.
ίο Besonders hinderlich sind bei dem Fischgenuß
die Gräten, da sie das Fleisch erheblich entwerten. Man kann sich durch den
Marktwert kleiner und großer Fische davon leicht überzeugen. Für Kinder.'- wird die
Fischkost durch die Gräten unzuträglich.
Die Entfernung der Gräten erfordert eine / mühsame Handarbeit für jeden einzelnen
Fisch, im Großbetriebe ist sie noch nicht gelungen. Man gewinnt nun nach der vorliegenden
Erfindung eine schmackhafte und nahrhafte Speise aus, Heringen und ähnlichen
kleinen Fischen im Großbetriebe, wenn man die Fische in bekannter Weise kocht, bis das
Fleisch von den Gräten leicht lösbar wird, und sie dann einem mechanischen Aufbereitungsverfahren
unterwirft.
Dieses besteht in folgendem:
Man läßt eine geeignete. Menge der gekochten . Heringe oder anderen Fische in viel Sud (d. h. der zum Kochen benutzten Flüssigkeit) schwimmen und zerkleinert die Fische durch Stoßen und Schlagen von unten mittels eines groben Siebes, welches in der Nähe der Oberfläche unter die Flüssigkeit taucht. Anstatt die Fische in noch zusammenhängendem Zustande auf das Sieb zu bringen, kann man sie auch vorher grob zerkleinern. Bei dem Stoßen oder Schlagen löst sich das Fleisch ganz von den Gräten ab. Die Gräten bleiben auf dem Siebe zurück, weil sie die Neigung haben, bei einer gewissen schwenkenden Bewegung, die durch Versuche und Beobachtung in jedem Falle festgestellt wird, sich quer über die Maschen zu legen, welche natürlich viel zu weit sind, um senkrecht zur Siebfläche stehende Gräten im mindesten aufhalten zu können.. Das Fleisch geht durch das Sieb in den Sud und setzt sich unten oder an einer anderen ruhigeren Stelle ab.
Dieses besteht in folgendem:
Man läßt eine geeignete. Menge der gekochten . Heringe oder anderen Fische in viel Sud (d. h. der zum Kochen benutzten Flüssigkeit) schwimmen und zerkleinert die Fische durch Stoßen und Schlagen von unten mittels eines groben Siebes, welches in der Nähe der Oberfläche unter die Flüssigkeit taucht. Anstatt die Fische in noch zusammenhängendem Zustande auf das Sieb zu bringen, kann man sie auch vorher grob zerkleinern. Bei dem Stoßen oder Schlagen löst sich das Fleisch ganz von den Gräten ab. Die Gräten bleiben auf dem Siebe zurück, weil sie die Neigung haben, bei einer gewissen schwenkenden Bewegung, die durch Versuche und Beobachtung in jedem Falle festgestellt wird, sich quer über die Maschen zu legen, welche natürlich viel zu weit sind, um senkrecht zur Siebfläche stehende Gräten im mindesten aufhalten zu können.. Das Fleisch geht durch das Sieb in den Sud und setzt sich unten oder an einer anderen ruhigeren Stelle ab.
Dieses Fleisch enthält gewöhnlich noch einige kleinere Gräten, von denen es dadurch
befreit wird, daß man das Verfahren entweder mit demselben Sieb oder auch mit einem feineren einmal oder mehrmals wiederholt;
unter Umständen können auch Siebe von zunehmender Feinheit verwendet werden.
Das von den Gräten befreite Fleisch wird durch ein ganz feines Sieb oder ein gleichwertiges
Filter in bekannter Weise von der Flüssigkeit getrennt.
Das beschriebene Verfahren ist von einem gewöhnlichen Absieben oder einem Durchpressen des gekochten Fischfleisches durch
Siebe ganz verschieden. Es ist eine Art Schlämmprozeß, eine Auswaschung, durch welche bei verhältnismäßig langdauernder,
gleichmäßiger Bewegung unter der Flüssigkeit nur nach und nach die Fleischteile von
den Gräten getrennt werden. Eine solche mechanische; Trennung kann durch Absieben
60
im gewöhnlichen Sinne nicht erreicht werden, denn ohne Druck bleibt das ganze Fleisch
und die Grätenmasse auf dem Sieb liegen, während bei mäßigem Druck nur einige unbedeutende
Reste einer trüben Flüssigkeit herausgepreßt werden. Wird der Druck hingegen
so stark, daß die Masse rn Bewegung kommt, so geht dieselbe zusammen mit den
Gräten durch die weiten Maschen der bei
ίο dem vorliegenden Verfahren angewendeten
' Siebe.
Ein einfaches Absieben oder Abpressen mittels Siebe würde so vor sich gehen, daß
man die Fische mit dem Sud von der übliehen Konzentration nimmt und durchgießt,
allenfalls durchrührt oder, wenn dieses nicht ohne Druck gelingt, einen Druck auf die
Masse ausübt. Da ein derartiges Verfahren, wie bereits ausgeführt worden ist, zu keinem
Resultat führt, so wird bei dem vorliegenden Verfahren eine weit größere als die gewöhnliche
Sudmenge verwendet.
Diese große Flüssigkeitsmenge laugt jedoch das Fischfleisch bis zur Geschmacklosigkeit
aus. Dieser Ubelstand wird dadurch vermieden, daß man den gebrauchten Sud unter
sorgfältiger wiederholter Sterilisierung immer wieder zur Behandlung von neuem Fischfleisch
benutzt, so daß der Sud schließlich keine auslaugbaren Stoffe mehr aufnimmt.
Während das Schwenken oder Schlagen unter der Flüssigkeit allein genügt, um die
Handarbeit der Entgrätung von Fischen, welche nur am einzelnen Stück vorgenommen
werden kann, durch eine Massenbehandlung zu ersetzen, gewährt der Kunstgriff der
Wiederbenutzung der Waschflüssigkeit die Möglichkeit, das Erzeugnis auch für die
menschliche Nahrung genügend schmackhaft zu erhalten. .
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung einer grätenlosen, für die menschliche und
tierische Ernährung geeigneten Fischkonserve aus gekochten, eventuell vorher grob
zerkleinerten Fischen unter Anwendung von Sieben, dadurch gekennzeichnet, daß man das Fleisch durch Schlagen und
Schwenken auf den Sieben unter Flüssigkeit von den Gräten trennt, worauf es in
passender Weise zur Aufbewahrung fertiggemacht wird.
2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet,
daß man das Ablösen des Fleisches in einem Sud vornimmt, welcher durch Wiederbenutzung allmählich so konzentriert
geworden ist, daß eine Auslaugung des Fischfleisches nicht stattfindet.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE193232C true DE193232C (de) | 1900-01-01 |
Family
ID=456487
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT193232D Expired DE193232C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE193232C (de) |
-
0
- DE DENDAT193232D patent/DE193232C/de not_active Expired
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