DE1925491C3 - Verfahren zur Herstellung basischer Monoazo Farbstoffe - Google Patents
Verfahren zur Herstellung basischer Monoazo FarbstoffeInfo
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Description
R1 N
I
c
C-N=N-C
15
kuppelt, in welcher R1 eine niedrige Alkylgruppe,
die Benzyl- oder Phenylgruppe, R2 und R4 jeweils
ein Wasserstoffatom, eine niedere Alkylgruppe, die Benzyl- oder Phenylgruppe, R3 eine niedere
Alkylgruppe, die Phenylgruppe, eine Methylphenyl-, Naphthyl- oder Tetrahydronaphthylgruppe,
R5 ein Wasserstoff- oder Chloratom, eine niedere
Alkylgruppe oder eine niedere Alkoxigruppe bedeutet, und mit R6Z, in weichem R(, eine Alkylgruppe
mit 1 bis 2 Kohlenstoffatomen oder die Benzylgruppe und Z ein Hal^senatom oder eine
Benzol- oder Toluolsulfonatgruppe bedeutet, oder mit Dimethylsulfat oder Diäl.-ylsulfat oder mit
Acrylamid, Methacrylamid, Acrylmonoäthylamid, Vinyl-methylketon oder Vinylmethyläther quaternisiert.
1 bis 4 Kohlenstoffatomen, die Benzyl- oder Phenylgruppe, R1 und R4 jeweils ein Wassersioffalom, eine
Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, die Benzyl- oder Phenylgruppe, R3 eine Alkylgruppe mit
1 bis 4 Kohlenstoffatomen oder die Phenylgruppe, R, ein Wasserstoff- oder Chloratom, eine Methylgruppe
oder eine Methoxygruppe bedeutet und RhZ,
in welchem R„ eine Alkylgruppe mit 1 bis 2 Kohlenstoffatomen,
die Benzyl-, Carbamoyläthyl- oder Carb-' amoyl-isopropylgruppe oder eine Äthylcarbamoyläthylgruppe,
oder eine Methoxyäthyl- oder Methylcarbonyläthylgruppe bedeutet und Z ein Halogenatom
oder eine Benzol- oder Toluolsulfonatgruppe ist. Es wird angenommen, daß der Substituent R„
Kormalerweise das in 4-StelIung des Triazolrings befindliche
N-Atom quaternisiert. Durch das erfindungsgemäße Verfahren werden jedoch auch solche
theoretisch denkbaren Fälle umfaßt, bei denen, beispielsweise, infolge sterischer Hinderung die Quaternisierung
an anderer Stelle des Moleküls erfolgt.
Die auf die obige Weise definierten kationischen Monoazofarbstoffe der Erfindung können geeigneterweise
dadurch hergestellt werden, daß man ein in 1-Stellung substituiertes 3-Amino-1,2,4-triazol diazotiert,
zu einer Verbindung der allgemeinen Formel
40
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zui Herstellung basischer Monoazofarbstoffe durch Diazotierung
von 3-Amino-1,2,4-triazol und Kupplung mit Indolverbindungen und nachfolgende Qualernisierung,
hierdurch sind insbesondere neue quaternisierte Monoazo-Farbstoffe, mit weichen verschiedene
faserartige Materialien, mit Einschluß von natürlichen und synthetischen Fasern, in vollen und brillanten,
grünlich bis rötlichgelben Schattierungen gefärbt werden können, zugänglich. Die erhaltenen
Färbungen sind durch ihre guten Echtigkeitseigenschaften charakterisiert.
Die neuen kationischen Monoazo-Farbstoffe werden durch die allgemeine Formel
Ν"
Cs
/ V.
R2 N
3C-N=N-C
R3 N
dargestellt, in welcher R1 eine Alkylgruppe
55
60
6s
mit kuppelt, in welcher R1 eine niedrige Alkylgruppe, die
Benzyl- oder Phenylgruppe. R2 und R4 jeweils ein
Wasserstoffalom. eine niedere Aü'ylgruppe. die Benzyl-
oder Phenylgruppe, R3 eine niedere Alkylgruppe, die Phenylgruppe, eine Methyiphenyl-, Naphthyl-
oder Tetrahydronaphthylgruppe, R5 ein Wasserstoffoder Chloratom, eine niedere Alkylgruppe oder eine
niedere Alkoxigruppe bedeutet, und mit R,,Z. in welchem R„ eine Alkylgruppe mit 1 bis 2 Kohlenstoffatomen
oder die Benzylgruppe und Z ein Halogenatom oder eine Benzol- oder Toluolsulfonatgruppe
bedeutet, oder mi". Dimethylsulfat oder Diäthylsulfat
oder mit Acrylamid, Methacrylamid, Acrylmonoäthylamid, Vinyl-methylketon oder Vinylmethyläther
quaternisiert. Auf diese Weise werden neue wasserlösliche, basische Monoazo - Farbstoffe mit angezeichneten
Eigenschaften hinsichtlich der Farbschattierungen und der Färbbarkeit erhalten.
Die quaternären Ammonium-Monoazo-Farbstoffe, die durch das erfindungsgemäße Verfahren erhältlich
sind, stellen, wie näher ausgeführt werden wird, neue Triazol-Verbindungen mit chemischen Strukturen dar,
die sich von den sich von Aminotriazol-Verbindungen ableitenden, bis jetzt bekannten basischen Monoazo-Farbstoffen
grundlegend unterscheiden.
Es ist überraschend und vollständig unvorhersehbar, daß bestimmte Triazol-Monoazo-Farbstoffe der
oben angegebenen allgemeinen Formel (2), die erfindungsgemäß als Ausgangsstoffe für die Quaternisierung
verwendet werden, dadurch hergestellt werden können, daß man eine Amino-Triazol-Verbindung,
die an einem Stickstoffatom des Triazolrings
</l 925491
einen Substitucnten enthüll, diuzotiert und die erhaltene
diazotierteAminotriuzol- Verbindung mil einer Λζο-Komponente, die zur Einführung eines Indolrests
imstande ist, zu dem Triazol-Monoazo-Farbstofr
der Formel (2) kuppelt. Die genannten Triazol-Monoazo-Farbstoffe
besitzen eine definierte chemische Struktur, die zu der Bildung einer qualernisierten
Ammonium-Verbindung führt, welche besondere, von denen der bekannten basischen Azofarbstoffe vom
qualernisierten Triazol-Typ unterschiedliche Eigenschaften besitzt.
Die bis jetzt bekannten basischen Azo-Farbstoffe vom quaternisierten Triazol-Typ, die sich von bekannten
Triazol-Azo-Verbindungen ableiten, werden beispielsweise in den britischen Patentschriften 837471,
791 932 und 938 814 beschrieben. Unter den bekannten
MonoAzo-Farbstoffen vom Triazol-Typ werden in
der britischen Patentschrift 938 814 auch solche genannt, die durch Kupplung der diazotierten Aminotriazol-Verbindung
mit einer Indol-Verbindung als Azo-Komponente hergestellt werden. Alle diese bekannten
Monoazofarbstoffe vom Triazol-Typ werden aus unsubstiiuiertem 3-Amino-l,2,4-triazol oder
5-substituiertem 3-Amino-l,2,4-iriazol als Diazo-Komponente
hergestellt. In diesen Patentschriften wird jedoch bezüglich der Verwendung der Triazol-Amino-Verbindung,
die am Stickstoffatom des Triazolrings einen Substituenten trägt, als Diazo-Komponente
nichts ausgeführt. Es ist daher unsicher, welche Stellung des Triazolrings tatsächlich mit einer
Alkylgruppe substituiert ist, wenn der Triazol-Monoazo-Farbstoff, beispielsweise mit einem Alkylierungsmittel,
weiter quaternisiert wird.
Auf Grund der charakteristischen chemischen Struktur kann das bekannte Triazol-Derivat eines der
drei möglichen Tautomeren (a), (b) und (c) der in der Gruppe A der in der nachstehenden Tabelle I
angegebenen Zusammenstellung sein.
(A)
(B)
CH3 — N©
HC
(C)
Fortsetzung
Wenn diese drei Isomeren (a), (b) und (c) jeweils beispielsweise mit einem Mol Benzylchlorid behandelt
werden, dann können die drei möglichen Isomeren, die in Tabelle I durch die Formeln (d), (e) und
(0 der Gruppe B angegeben sind, gebildet werden, von denen jede mit einer Benzylgruppe substituiert
ist.
Wenn die Isomeren (d), (e) und (0 mit einem Alkylierungsmittel, d. h. einem Quaternisierungsmittel,
wie Dimethylsulfat, weiterbehandelt werden, dann können sechs mögliche Methyl-Derivate mit den
Formeln (g), (h), (i), (j), flO und (1) der Gruppe C in
der Tabelle I gebildet werden.
Unter diesen Umständen ist es nicht sicher, welche quaternäre Ammonium-Verbindung bei dem bekannten
Verfahren unter den oben beschriebenen sechs möglichen Verbindungen erhalten wurde, weil die
chemische Struktur der Isomeren des in Betracht gezoeenen Ausgangsstoffes nicht identifiziert ist. Da
im Gegensatz zu den bekannten Verfahren für die Quaternisierung nach der Erfindung solche Triazol-Monoazo-Farbstoffe
als Zwischenprodukte verwendet werden, die sich von Diazo-Komponenten mit
definierter chemischer Struktur, wie 1-substituiertem 3-Amino-l,2,4-triazol und 1,5-disubstituiertem 3-Aiiiino-l,2,4-triazol,
ableiten, ist es entscheidend, daß die Zwiscnenprodukt-Monoazo-Farbstoffe einen Substituenten,
wie die Benzylgruppe, an der in der Formel (e) der Gruppe B der Tabelle I gezeigten Stellung enthalten.
Zu Vergleichszwecken werden in Tabelle II die Absorptionsspektren im sichtbaren Bereich von zwei
benzylsubstituierten Zwischenprodukt-Diazol-Monoazo-Farbstoffen, von denen einer bei dem Verfahren
der Erfindung und der andere bei bekannten Verfahren eingesetzt wird, gezeigt. Sämtliche Zwischenprodukt-Monoazo-Farbstoffe
wurden chromatographisch als einheitliche Substanzen identifiziert.
Tabcllcll
Bei der Erfindung verwendeter Zwischen produkt-Monoazo-Farhstoff
Bei den bekannten Verfahren
verwendeter Zwischenprodukt-
Monoazo- Farbstoff
Benzylierungsprodukt (II) von
).mttX in Pyridin = 383 πΐμ
In der Fig. 1 (Anhang) sind die Absorptionsspektren
in sichtbarem Bereich der Zsvisclienprodukt-Monoazo-Farbstoffe und deren quaternären Ammoniumsalzen
gemäß der Erfindung im Vergleich mit den Absorptionsspektren der entsprechenden Zwi-SL-henprodukt-Monoazo-Farbstoffe
und deren quaternären Ammoniumsalzen, die nach bekannten Verfahren
erhalten werden, graphisch dargestellt.
Aus der Tabellen und den Kurven in F i g. 1 (Anhang) wird ersichtlich, daß das Absorptionsmaximum der Verbindung (I), die gemäß der Erfindung
verwendet wird, von demjenigen der Verbindung (II). die bei den bekannten Verfahren verwendet wird,
verschieden ist, im kontinuierlichen Spektrum in Richtung geringerer Wellenlängen verschoben ist.
Diese Tatsache beweist, daß die chemische Struktur beider Verbindungen verschieden ist. Man nimmt
C N-N-C
35 CH,
).mnx in Pyridin = 396 ΐτίμ
daher an. daß die ersten Verbindungen Strukturen haben müssen, die in die Formel (e) der Gruppe B
der Tabelle I fallen, während die letzteren Verbindungen Strukturen haben müssen, die in eine der
Formeln (d) und (0 fallen.
In ähnlicher Weise ist in Tabelle III und in der F i g. I das Absorptionsspektrum einer quaternären
Ammonium-Verbindung (III). die nach der Erfindung aus dem Zwischenprodukt Triazol-Monoazo-Farbstoff
(I) erhalten wird, und dasjenige einer entsprechenden
bekannten Ammonium-Verbindung (I V). die nach bekannten Verfahren aus der Verbindung (II) erhalten
wird, im sichtbaren Bereich dargestellt. Auch diese quaternären Ammonium-Verbindungen wurden
ehromatographisch als einfache Substanzen identifiziert.
40
Struktur
2mox in Wasser
Schattierung auf Polyacrylnitnl-Fasern
Quaternär Verbindung der Erfindung
(1Π) durch Methylierung der Verbindung (I) der Tabelle II
erhalten
447 ΓΠμ
gelb Quaternäre Verbindung gemäß bekannten Verfahren
(IV) durch Methylierung der Verbindung (11) der Tabelle 11
erhalten
460 πΐμ
mäßiges rötlichgelb
Auch hier geht wieder aus der Tabelle III und der F i g. 1 hervor, daß das Absorptionsmaximum
im Spektrum der quaternären Ammonium-Verbindung, die durch das erfindungsgemäße Verfahren
erhältlich ist, wie in demjenigen der Verbindung (I) der Tabelle II und in der Fig. 1 gegenüber dem
Absorptionsmaximum des entsprechenden quaternären Salzes (IV) der bekannten Azo-Farbstoffe im
kontinuierlichen Spektrum in Richtung kürzerer WeI-lenlängen verschoben ist. Auch kann man Unterschiede
der Schattierungen der quaternisierten Farbstoffe, die durch das erfindungsgemäße Verfahren
erhältlich sind, gegenüber denjenigen bekannter Fart stoffe feststellen. Diese Tatsachen zeigen wiederum
daß ein ausgeprägter Unterschied zwischen de chemischen Strukturen dieser beiden Farbstoffe b
steht. Man kann daher annehmen, daß die Farbstof gemäß der vorliegenden Erfindung Strukturen au
weisen, die den Formeln (i) und (j) der Gruppe in der Tabelle I entsprechen, während den bekannt!
Farbstoffen chemische Strukturen zuzuordnen sin die einer der Formeln (g), (h), (k) und (1) entspreche
Es ist beiläufig festgestellt worden, daß Azo-Far stoffe, die ausgehend von dem gemäß den Angab
in der Arbeit von Shirakawa im Journal of
Japanese Pharmacological Society, 80, pp 1550-6 (1960), hergestellten 2-Benzyl-3-amino-l,2,4-triazolhydrochlorid,
welches bei 241° C schmilzt, erhalten worden waren, ausnahmslos dieselben Absorptionsspektren
wie die bekannten Azo-Farbstoffe aufweisen. Es wird daher angenommen, daß der bekannte Zwischenprodukt-Azo-Farbstoff
die Formel (d) der Gruppe B in der Tabelle I aufweist und daß ferner die sich davon ableitenden quaternären Ammonium-Verbindungen
naturgemäß entweder der Formel (g) oder (h) entsprechen müssen. Unter Berücksichtigung
der sterischen Hinderung der Verbindungen der Gruppe B nach der Einwirkung eines Quaternisierungsmittels
kann geschlossen werden, daß es wahrscheinlich ist, daß die Verbindung (d) nach dem bekannten
Verfahren zu der Verbindung (h) führen wird, während die Verbindung (e) zu der Verbindung
(j) entsprechend dem Verfahren der Erfindung führen soll.
Die obige Annahme wird einleuchtend durch die Strukturformel der analogen Verbindungen, die beispielsweise
in den britischen Patentschriften 837 471 und 938 814 beschrieben sind, unterstützt.
Auf jeden Fall wird es aus den obigen Darlegungen offensichtlich, daß die Triazol-Monoazo-Farbstoffe
in Form der quaternären Ammoniumsalze gemäß dem Verfahren der Erfindung neue Stoffe darstellen,
die vollständig von den in der britischen Patentschrift beschriebenen unterscheidbar sind.
Die durch die obige Formel (2) angegebenen Zwischenprodukt-Triazol-Monoazo-Farbstoffe,
die als Ausgangsstoffe für die Herstellung der quaternisierten Monoazo-Farbstoffe gemäß der Erfindung
dienen, können dadurch hergestellt werden, daß man ein diazoliertes 3-Amino-l -substituiertes (oder
1,5-disubstituiertes) 1,2,4-Triazol im wäßrigen Medium
mit einem Indolderivat kuppelt.
Als Substituent R, in der obengenannten Triazol-Verbindung können beispielsweise niedere Alkylgruppen,
wie die Methyl-, Äthyl- oder Butylgruppe. die Benzylgruppe und die Phenylgruppe genannt
werden, während als Substituent R2 am Kohlenstoffatom der Triazol-Verbindung ein Wasserstoffatom,
niedere Alkylgruppen, die Benzylgruppe und die Phenylgruppe genannt werden können.
So werden beispielsweise die folgenden Triazol-Verbindungen bevorzugt eingesetzt:
1 -Methyl-3-amino-1,2,4-triazol,
1 -Äthyl-3-amlno-l ,2,4-triazol, l-Benzyl-3-arnino-l, 2,4-triazol,
1 -Benzyl-S-methyl-S-amino-1,2,4-triazol,
1 - Phenyl-3-amino-1,2,4-triazol, 1 ,S-Dimethyl-S-amino-1.2,4-triazol,
l-Methyl-5-benzyl-3-amino-l, 2,4-triazol, 1 -Äthyl-S-phenyl-S-amino-1,2,4-triazol,
1 ,S-Diphenyl-S-amino-1,2,4-triazol,
l-Phenyl-5-methyl-3-amino-l, 2,4-triazol, 1 -Benzyl-S-phenyl-S-amino-l ,2,4-triazol,
l,5-Dibenzyl-3-amino-l,2,4-triazol u. dgl.
Als Substituenten im Indol-Anteil der Kupplungskomponente,
die in der Formel (2) R:. entspricht, können beispielsweise niedere Alkylgruppen, wie die
Methyl-, Äthyl- oder Butylgruppe, oder die Phenyl- oder Naphthylgruppe genannt werden. Als Substituent
R4. können ein Wasserstoffatom, eine niedere
Alkylgruppe, die Benzyl- oder Phenylgruppe und als Substituenl R5 ein Wasserstoff- oder Halogenatom,
eine Methylgruppe oder eine Methoxygruppe genannt werden.
Folgende Indol-Derivate können beispielsweise als
geeignet angegeben werden:
2-Methylindol.
1,2-Dimethylindol,
1 -Methyl-2-phenylindol,
l-Methyl-2-(4'-methylphenyl)indol,
1 -Methyl-2-(2'-naphthyl)-indol,
1 -Methyl-2-(2'-naphthyl)-indol,
l-Methyl-2-(5',6',7',8'-tetrahydro-2'-naphthyl)-indol,
I ^-Dimethyl-S-chlor-indol,
1.2.5-Trimethylindol,
l-Äthyl-2-phenylindol,
l-Äthyl-2-phenylindol,
l-Äthyl-2-phenyl-5-chlor-indol,
l-Äthyl-2-phenyl-5-melhoxyindol,
2-Phenylindol,
1,2-Diphenylindol,
2-Phenyl-5-chlor-indol u. dgl.
2-Phenyl-5-chlor-indol u. dgl.
Die neuen kationischen Azo-Farbstoffe, die gemäß dem Verfahren der Erfindung erhältlich sind, können
dadurch hergestellt werden, daß man die durch die obige allgemeine Formel (2) angegebenen Verbindungen
gemäß den nachstehend angegebenen zwei Arbeitsweisen quaternisiert.
Gemäß der ersten Arbeitsweise werden die Azo-Farbstoffe in einem inerten organischen Lösungsmittel,
wie Benzol, Toluol, Xylol, Chloroform. Tetrachlorkohlenstoff, Tetrachloräthan, Chlorbenzol, o-Dichlorbenzol,
Nitrobenzol, Dioxan und Dimethylformamid, mit einem Alkylierungs- oder Aralkylierungsmittel
zur Umsetzung gebracht. An Stelle eines inerten organischen Lösungsmittels kann man einen
Überschuß des Alkylierungsmittels oder Benzylchlorid verwenden. Als bevorzugte Alkylierungsmitlel
können Ester anorganischer und organischer Sulfonsäuren sowie Alkylhalogenide genannt werden. Typische
Beispiele hierfür sind die folgenden Verbindungen:
Dimethylsulfat. Diälhylsulfat, der Methylester der Benzolsulfonsäure; die Methyl-, Äthyl- und Butylester
der p-Toluolsulfonsäure, Methylchlorid, Methylbromid.Äthyliodid.Äthylbromid,
Benzylchloridu. dgl Obwohl die Quaternisierungsreaktion gemäß dei
Erfindung exotherm verläuft, ist doch in den meisten
Fällen zur Einleitung der Reaktion eine äußere Be heizung notwendig. Die Reaktion wird zweckmäßiger
weise bei erhöhten Temperaturen durchgeführt.
Bei der zweiten Arbeitsweise der Quaternisierunj erfolgt die Addition einer α,/J-ungesättigten Verbin
dung ■ an den Zwischenprodukt-Monoazo-Farbstol in einem geeigneten Lösungsmittel in Gegenwar
einer Protonen abspaltenden Substanz. Lösungsmitte' wie Äthanol, Dimethylformamid und insbesonder
Ameisensäure und Essigsäure, sind geeignet, wei diese Stoffe dazu imstande sind, die Zwischenprodukt
Azo-Farbstoffe im hohen Maße zur Lösung ζ bringen. Als Protonen abgebende Substanzen könne
nicht nur anorganische Säuren, wie Salzsäure, Schwe feisäure und Bromwasserstoffsäure, eingesetzt werdei
sondern auch organische Säuren, wie Eisessig, Benzo und Toluolsulfonsäuren u. dgl.
Als α,/3-ungesättigte Verbindungen können Acry
amid, Acryl-äthylamid, Methacrylamid, Vinylketoi
Vinyläther u. dgl. genannt werden, wovon Acrylarfti besonders bevorzugt wird. Obwohl die Reaktic
exotherm verläuft, ist es zweckmäßig, das Reaktionssystein
zur Einleitung der Reaktion zu erhitzen.
Die entstandenen quaternären Monoazofarbstoffe
setzen sich, wenn sie in dem verwendeten inerten Lösungsmittel unlöslich sind, ab. Sie können leicht
durch Filtration gewonnen werden. Anderenfalls kann man das Lösungsmittel aus dem Reaktionsgemisch
durch Vakuum- oder Wasserdampfdestillation entfernen. Bei Verwendung eines mit Wasser mischbaren
Lösungsmittels kann der erhaltene Farbstoff in Form des quaternären Ammoniumsalzes durch Aussalzen
aus seiner wäßrigen Lösung abgetrennt werden.
Die quaternisierlen kationischen Monoazofarbstoffe
des erfindungsgemäßen Verfahrens enthalten im Molekül ein Anion, welches sich beispielsweise
von der Salzsäure, Bromwasserstoffsäure, Schwefelsäure. Benzol- und oder Toluolsulfonsäure sowie
von den Monoalkylestcrn der Schwefelsäure ableitet. Auf Grund ihrer stark basischen Natur bilden die
gefärbten kationischen Teile der quaternisierten Monoazo-Farbstoff-Molcküle
mit Anionen, die sich von relativ schwachen organischen Säuren, wie Ameisensäure,
Essigsäure und Oxalsäure, ableiten, stabile Salze. In einem bestimmten Fall wird das Hydroxylion
auch in diesen salzbildenden Anionen eingeschlossen. Die Farbstoff-Salze können auch Doppelsalze
mit Zinkchlorid bilden.
Die neuen quaternisierten Ammonium-Monoazo-Farbstoffc
der Erfindung gehören hinsichtlich ihrer chemischen Struktur zu einer Klasse basischer Farbstoffe
mit gelber Farbe und weisen eine gute Wasserlöslichkeit auf. Sie sind demgemäß zum Färben von
Papier, von Ccllulose-Fasern, die mit einem Beizmittel, wie Emetin und Tannin, vorbehandelt sind,
von Acetatfasern, Seide. Leder und synthetischen Fasern, insbesondere solchen, die aus Polyacrylnitril
und Acrylnitril-Copolymeren hergestellt sind, geeignet.
In den meisten Fällen sind die erhaltenen Färbungen hochbrillant und durch eine Vielzahl von von grünlichgelb
bis rötlichgelb reichenden Farbtönen gekennzeichnet. Dies wird sehr stark geschätzt, da die Herstellung
von Farbstoffen, die solche grünlichgelben Farbtöne erzeugen können, nach den bekannten
Verfahren nur schwierig ist. Die mit den neuen Farbstoffen erhaltenen Färbungen zeigen ausgezeichnete
Echtheiten gegenüber Licht, Waschen. Reiben. Hitze u. dgl.
Die verschiedenen Affinitäten der Farbstoffe der Erfindung auf diese faserartigen Materialien erlauben
es, eine Vielzahl von zufriedenstellend kontrollierbaren Einfärbungen, die von tiefen bis leichten Farbtönen
reichen, herzustellen.
Die Erfindung wird in den Beispielen erläutert. Sämtliche Angaben bezüglich der prozentualen Anteile
und der Teile sind, wenn nicht anders angegeben, auf das Gewicht bezogen.
17,4 Teile l-Benzyl-3-amino-l,2,4-triazol wurden in 140 Teilen 60%iger Essigsäure gelöst. Die Lösung
wurde mit 10 Teilen 98%iger Schwefelsäure versetzt und das Ganze auf eine Temperatur von — 2 bis 00C
abgekühlt. Bei dieser Temperatur wurden tropfenweise 149 Teile aus 7,3 Teilen Natriumnitrit hergestellter
Nitrosylschwefelsäure zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde 1 Stunde in Gegenwart überschüssiger
salpetriger Säure gehalten. Nach Vervollständigung der Diazotisierung wurde das Reaktionsgemisch zur Zerstörung der verbleibenden salpetrigen
Säure mit einer geringen Menge Harnstoff versetzt.
Eine durch Auflösen von 21,8 Teilen l-Methyl-2-phenyl-indol
in 218 Teilen Eisessig hergestellte Lösung wurde in die obige diazotisierte Lö-ung gegossen,
wobei die Temperatur unterhalb 5° C gehalter
ίο und das Ganze 1 Stunde gerührt wurde.
Während einer Stunde wurden 117 Teile Ammoniumacetat
hinzugefügt und zur Vervollständigung der Kupplung das Rühren eine halbe Stunde fortgesetzt.
Nach Vervollständigung der Kupplung wurde das Ganze in 2000 Teile Eiswasser gegossen. Der sich
abscheidende gelbe Niederschlag wurde durch Filtration abgetrennt, mit Wasser gewaschen und bei
700C getrocknet.
Auf diese Weise wurde ein Monoazo-Farbstoff mit der Formel
Auf diese Weise wurde ein Monoazo-Farbstoff mit der Formel
CH2 — N
CH3 erhalten.
39,2 Teile dieses Farbstoffes wurden in 320 Teilen Dimethylformamid gelöst. Zu dieser Lösung wurden
tropfenweise bei einer Temperatur von 90 bis 95r C 25,2 Teile Dimethylsulfat gegeben. Das Gemisch wurde
bei dieser Temperatur zur Vervollständigung der Quatemisierun!* weitere 2 Stunden gerührt. Hierauf
wurde das Gemisch in 3000 Teile Wasser gegossen, worauf bei 801C 500 Teile Natriumchlorid hinzugegeben
wurden. Das Ganze wurde abkühlen gelassen. Der abgeschiedene gelbe Niederschlag wurde
durch Filtration abgetrennt und bei 70 C getrocknet.
Auf diese Weise wurden 38,4 Teile eines quaternären Ammoniumsalzes des Azo-Farbstoffes erhalten. Dieser
ergab mit Wasser eine gelbe Lösung. Aus einem schwachsauren Färbebad ergab dieser Farbstoff auf
Acrylnitril-Fasern eine Färbung mit brillantgelber Schattierung mit ausgezeichneten Echtheitsei^nschaften
gegen Licht. Wasser, Reiben und Hitze.
Auf die entsprechende Weise wurde auch ein äthyl-quaternisierter Monoazo-Farbstoff erhalten, wobei
an Stelle des Dimethylsulfats die entsprechende Menge Diäthylsulfat oder des Äthylesters der p-To
luolsulfonsäure verwendet wurde. Bei Verwendunj von Zinkchlorid zusätzlich zu dem Natriümchlori
beim Aussalzen des quaternisierten Monoazo-Farb stoffes wurde ein Doppelsalz des Farbstoffes mi
Zinkchlorid ^halten.
Durch Wiederholung der angegebenen Arbeits weise, ausgehend von an in der nachstehenden Ta
belle IV angegebenen Zwischenprodukt-Monoazo Farbstoffen, wurden weitere quaternisierte Monoazc
Farbstoffe mit ähnlichen Färbungseigenschaften ei halten. Der in der Tabelle angegebene Farbton bezier
sich auf die bei Verwendung der erhaltenen quatei nären Ammoniumsalze der Monoazofarbstoffe zui
Anfärben von Polyacrylnitril-Fasern erhaltenen Far! töne.
13
ispiel
MonoazofarhstofT
(Teile) (Teile ι
miltcl
/ \ H3C-N
C-N=N-C
HC
A:
(31,6)
N ι
CH3 Dimcihylformamid
(320)
Dimclhy! suiral
(25,2)
H3C-N
HC
HC
(33.0)
'N
(42,7)
O 1I
C2H5
C-N=N-C desgl.
Diälhylsulfat
(31,8)
Vci
,J> I
Dioxan
(320)
(320)
Dimethylsulfat
(25,2)
H5C2-N
HC
HC
C-N=N-C
H3C N
HC
C-N=N-C
N (44,3)
Dimethylformamid
(300)
Methyl-
p-toluol-
sulfonal
(37,2)
Dimethylformamid
(320)
Dimethylsulfat
(25,2)
desgl.
desgl.
larhion
Gelb
Gelb
Rötlichgel
Gelb
Gelb
Gelb
/O
Fortsetzung
eispiel
MünoazofarhslolT
(Teile]
-N \
I C-N=N-C
I C-N=N-C
CH / Il
Λ / c
(42,1)
N =/ C2H5
HX-N
I
CH
I
CH
C-N=N-C
/ Il
(39,2)
N H
N
C
C
(42,1)
C-N=N-C
Il C
H3O^ N
CH3
(46,9)
C-N=N-C-
Il c
CH3
H7C-N
Λ /
V N
(42,1)
C-N=N-C
H3C' N
CH3
Lösungsmitlei
(Teile)
(Teile)
Dimethylformamid
(320)
desgl.
Dimethylformamid
(350)
desgl.
desgl.
Quaternierungsmitlel
(Teile)
Diäthylsulfat
(31,8)
Methyl-
p-loluol-
sulfonat
(40,0)
Dimethylsulfat
(25,2)
desgl.
desgl.
Farbton
Gelb
Rötlichgelb
Gelb
Gelb
Gelb
Fortsetzung 18
MonoazofarbstolT
(Teile)
(Teile)
(37,8)
CH3
(34,9)
(45,5)
l.iisungsmiliel
!Teile I
!Teile I
Dioxan
(320)
(320)
Dimethylformamid
(320)
desgl.
Quaiernierungsmitu·!
(Teile)
Dimethylsulfat
(25,2)
Diäthylsulfat
(31,8)
Dimethylsulfat
(25,2)
Farhton
Gelb
Rötlichuelb
Gelb
18,6 Teile 1 -Benzyl-S-methyl-S-amino-1.2,4-triazol
wurden in 130 Teilen 80%igem Eisessig gelöst und mit 10 Teilen 98%iger Schwefelsäure versetzt. Das
Ganze wurde auf eine Temperatur von — 2 bis 0rC
abgekühlt. Bei dieser Temperatur wurden tropfenweise 149 Teile aus 7,3 Teilen Nalriumnitrit hergestefiter
Nitrosylschwefelsäure zugefügt. Die Diazotisierung wurde unter einstündiger Aufrechterhaltung
eines Überschusses an salpetriger Säure in der Lösung durchgeführt. Die verbleibende salpetrige Saure wurde
durch Zugabe einer kleinen Menge Harnstoff entfernt.
Eine durch Auflösen von 13,7 Teilen 2-Methylindol
in 137 Teilen Eisessig hergestellte Lösung wurde auf
unterhalb 5CC abgekühlt und dann in das obige
Diazotisierungsgemisch gegeben. Nach einstündigem Rühren des Gemisches wurden während einer Stunde
117 Teile Ammoniumacetat hinzugegeben und zur Vervollständigung der Kupplung eine weitere halbe
Stunde gerührt. Nach Beendigung der Kupplung wurde die Flüssigkeit in 2000 Teile Eiswasser gegossen.
Der abgeschiedene gelbe Niederschlag wurde durch Filtration abgetrennt und mit Wasser gewaschen.
Nach dem Trocknen bei 70" C wurde ein Monoazo-Farbstoff mit der folgenden Strukturformel erhalter
N1
/
-CH2-N
/
-CH2-N
1C-N=N-C
H3C N
55
H3C N
33,0 Teile des obigen Monoazo-Farbstoffes wurde in 200 Teilen Eisessig gelöst. Diese Lösung wurc
bei einer Temperatur von 90 bis 95' C mit 10,6 Teilt einer 36%igen Salzsäure und hierauf mit 71,1 Teile
Acrylamid versetzt. Bei dieser Temperatur wurc das Ganze zur Vervollständigung der Quaternisierur
Stunden gerührt. Das Reaktionsgemisch wun dann in 1500 Teile Wasser gegeben, mit einer g
ringen Menge Aktivkohle gerührt und filtriert.
Das Filtrat wurde mit 15,2 Teilen Zinkchlorid ui
Teilen Natriumchlorid versetzt, um das Produ
20
auszusalzen. Der abgeschiedene gelbe Niederschlug wurde abfiltriert und bei 70"C getrocknet.
Auf diese Weise wurden 36,8 Teile eines Doppelsalzes der quaternisierlen Ammoniumverbindung des
Farbstoffes mit Zinkchlorid erhalten.
Das Doppelsalz der quaternären Ammoniumverbindung ergpb mit Wasser eine gelbe Lösung. Aus
einem schwachsauren Färbebad wurde beim Färben von Polyacrylnitril-Fasern eine brillant-grünlich-gelbe
Schattierung erhalten Die Färbung besaß ausgezeichnete Echtheitseigenschiiften gegenüber Licht, Waschen,
Reiben und Hitze.
Durch Wiederholung der oben beschriebenen Arbeitsweise
wurde eine Reihe weiterer quatemisierter Monoazofarbstoffe mit ähnlichen Färbeeigenschaften
erhalten, wobei von den in Tabelle V aufgeführten Zwischenprodukt-Monoazo-Farbstoffen ausgegangen
wurde.
18
19
MonoazofarbstofT (Teile)
H3C-N
C-N=N-C
CH
\
\
(31,6)
H3C-N
H3C-C
H3C-C
C-N=N-C
(39,2)
20
H5C2-N
(25,4)
fV H7C-N
(40.6)
=/ C2H Lösungsmittel
(Teile)
(Teile)
Eisessig
(200)
(200)
desgl.
desgl.
dergl.
Qualernierungsmiltel
(Teile)
Acrylamid (71,1)
Salzsäure (10,6)
Salzsäure (10,6)
desgl.
-2n5 Acrylamid (71,1)
Bromwasserstoffsäure (21,2)
Acrylamid (71,1)
p-Toluolsulfonsäure
(18,0)
Farbton
Gelb
Gelb
Grünlichgelb
Gelb
21
Fortsetzung
ispiel
MonoazofarbslotT
(Teile)
(Teile)
V-H2C-N
(44,2)
^y-H2C-N'
(52.3)
V\
CH
(37.8)
CH
(41,8)
C-N=N-C
H3C
CH3
C-N=N-C
Il C
C-N=N-C
!I c
\ =/ CH3
C-N=N-C
Il c
CHj
2C-N
H3C-C-
H3C-C-
C-N=N-C
Il c
(40,6)
N =/ CH3 Lösungsmittel
(Teile)
(Teile)
Eisessig
(200)
(200)
desgl.
desgl.
Ameisensäure
(200)
Eisessig
(200)
(200)
Quaternierungsmittel
(Teile)
Vinylmethylketon
(70,1)
Salzsäure (10,6)
Methacrylamid
(85,1)
Salzsäure (10,6)
Acrylmonoäthylamid
(99.1)
Salzsäure (10,6)
Vinylmethyläther
(58,1)
Salzsäure (10,6)
Acrylamid (71,1)
Salzsäure (10,6)
Farbton
Gelb
Gelb
Gelb
Rötlichgel
Gelb
Fortsetzung
kispiel
Monoazofartistoff
(Teile)
(Teile)
C-N=N-C
(39,2)
(39,2)
Lösungsmittel
(Teile)
(Teile)
Hiscssig
(200)
(200)
desgl.
Quaternierungstnittel
(Teile)
Acrylamid
(71,1)
(71,1)
p-Toluol
sulfonsäure
sulfonsäure
(18,1)
desgl.
Farbton
Gelb
Gelb
39,2 Teile des im Beispiel 1 verwendeten Zwischenpmdukt-Monoazo-FarbstofTes
wurden mit einer Lösung von 32,7 Teilen Äthylbromid in 200 Teilen Äthylalkohol unter Druck 5 Stunden auf eine Temperatur
von 100 bis 1200C erhitzt. Der größte Teil des Lösungsmittels wurde dann bei vermindertem
Druck abdestilliert. Der Rückstand wurde aus Wasser umkristallisiert. Hierdurch wurden 39,0 Teile des
quaternären Ammoniumsalzes des Monoazo-Farbstoffes erhalten. Das erhaltene Farbstoffsalz löste sich
in Wasser mit gelber Färbung.
Eine aus einem schwachsauren Färbebad auf Polyacrylnitril-Fasem erzeugte brillantgelbe Färbung
zeigte gute Echtheitseigenschaften gegenüber Licht, Waschen, Reiben und Hitze.
Durch Austausch des in diesem Beispiel verwendeten Methylchlorids durch eine äquivalente Menge Methylbromid,
Methyljodid oder Benzylchlorid-wurden die entsprechenden quaternären Ammoniumsalze des
Farbstoffes erhalten. Diese hatten ähnliche Färbeeigenschaften.
Zu 33,0 Teilen des im Beispiel 16 verwendeten
Zwischenprodukt-Monoazo-Farbstoffes wurden 400 Volumenteile Chloroform und 25,2 Teile Dimethylsulfat
gegeben. Das Ganze wurde zur Vervollständigung der Quaternisierung unter Rühren 5 Stunden
am Rückfluß erhitzt. Das Reaktionsgemisch wurde zur Entfernung des größten Teils des Chloroforms
destilliert. Der Rückstand wurde unter Erhitzen in einem Gemisch aus 12 Teilen einer 36%igen Salzsäure
und 1500 Teilen Wasser gelöst, mit einer kleinen Menge Aktivkohle geschüttelt und noch im heißen
Zustand filtriert. Das Filtrat wurde mit 200 Teilen Natriumchlorid versetzt, wodurch ein gelber Niederschlag
ausgefällt wurde, der durch Filtration abgetrennt und bei 70° C getrocknet wurde. Auf diese
Weise wurden 34,3 Teile des quaternären Ammoniumsalzes des Farbstoffes erhalten. Dieser war in Wasser
mit gelber Farbe löslich.
Aus einem schwachsauren Färbebad dieses Farbstoffsalzes wurden Polyacrylnitril-Fasern mit brillantgelbem Farbton gefärbt. Die Färbung wies ausgezeichnete Echtheitseigenschaften gegenüber Licht, Waschen, Reiben und Hitze auf.
Ausgehend von dem in der nachstehenden Tabelle angegebenen Zwischenprodukt-Monoazo-Farbstoff wurde eine Reihe quaternärer Ammoniumsalze der Monoazofarbstoffe mit ähnlichen Eigenschaften hergestellt.
Aus einem schwachsauren Färbebad dieses Farbstoffsalzes wurden Polyacrylnitril-Fasern mit brillantgelbem Farbton gefärbt. Die Färbung wies ausgezeichnete Echtheitseigenschaften gegenüber Licht, Waschen, Reiben und Hitze auf.
Ausgehend von dem in der nachstehenden Tabelle angegebenen Zwischenprodukt-Monoazo-Farbstoff wurde eine Reihe quaternärer Ammoniumsalze der Monoazofarbstoffe mit ähnlichen Eigenschaften hergestellt.
309 650/271
25
26
MonoazofarbstolT
(Teile)
33
34
H5C2-N
C
C
C-N=N-C
C
C
Lösungsmittel (Teile)
Chloroform (400)
(40,6)
N CH,
OCH3
(37.4)
CH
C-N=N-C
Il
c
Vci
(44.1)
Quaternierungsmittel
(Teile)
Farbion
Dimethylsulfat
(25,2)
Benzol (400)
Diäthylsulfat (31.8)
Dichlorbenzol
(400)
Äthyl-
p-toluol-
sulfonat
(37,2)
Gelb
CH
\
\
C-N=N-C C
(59,2)
N CH3
""Vh2C-N X
H3X-C
C-W=N-C C
(40,6)
N CH3 Tetrachlorkohlenstoff
(400)
Diäthylsulfat (25,2)
Benzol (400)
Dimethylsulfat
(25,2)
Gelb
Gelb
Gelb
Gelb
925
Fortsetzung
MonoazofarbstofT
(Teile)
(Teile)
(49,2)
C,H
2 "5 Lösungsmittel
(Teile)
(Teile)
Chlorbenzol
desgl.
Quaternierungsmiltel
(Teile)
Dimethylsulfat
(25,2)
desgl.
Farbion
Gelb
Gelb
Die bei der Herstellung der Zwischenprodukt-Monoazo-Farbstoffe
als Azokomponenten verwendeten Triazolamino-Verbindungen, die entsprechend
dem erfindungsgemäßen Verfahren quaternisicrt werden, können beispielsweise gemäß den folgenden
Bezugsbeispielen hergestellt werden.
für die Herstellung von in 1- bzw. in 1,5-Stellung
substituierten 1 ^^-ili
substituierten 1 ^^-ili
Herstellung von l-Benzyl-3-amino-l,2,4-triazol
40 Teile l-Benzylaminoguanadin-hydrochlorid mit
einem Schmelzpunkt von 146 bis 147° C wurden zu 60 Teilen einer 80%igen Ameisensäure gegeben.
Das Gemisch wurde eine Stunde bei 1030C am Rückfluß gerührt. Die nicht umgesetzte Ameisensäure
wurde hierauf aus dem Reaktionsgemisch durch Destillation bei Unterdruck entfernt. Die abgeschiedene
weiße kristalline Masse wurde in 40 Teilen Wasser gelöst und die Lösung mit einer 45%igen
wäßrigen Natronlauge alkalisch gemacht.
Die abgeschiedene weiße kristalline Substanz wurde durch Filtration abgetrennt und aus 160 Teilen Wassei
umkristallisiert. Auf diese Weise wurden 28,2 Teile l-Benzyl-3-amino-l,2,4-triazol mit einem Schmelzpunkt
von 133 bis 13413C erhalten.
Ausgehend von den substituierten Aminoguanidiner und organischen Säuren wurden bei Wiederholung
der obigen Arbeitsweise weitere entsprechende Triazol Verbindungen, die in der Tabelle IX angegeben sind
erhalten.
| Substituiertes Aminoguanidin (Teile) |
(12,4) | NH | Benzoylchlorid (Teile) |
(8,8) | Triazolamin (Ausbeute zu Teile) |
| NH | C2H5NHNHC · HCl NH2 |
N / \ H3C-N C-NK H-C=N |
|||
| CH3NHNHC · HCl | (13,9) | HCOOH | |||
| NH2 | N / \ H5C2-N C-NI H-C=N |
||||
| (4,6) | (10,1) | ||||
| HCOOH | |||||
| (4,6) | |||||
Fortsetzung
| Substituiertes Aminoguanidin (Teile) |
(12,4) | NH | NH2 | (20,0) | Benzoylchlorid (Teile) |
Benzoylchlorid (Teile) |
(14,4) | Triazolamin (Ausbeule zu Teile) |
-CH2 | N | -CH2 |
| ^V-CH2NHNHC'' · HCl | |||||||||||
| NH | \ _ / \ ■— \ |
(] N | -CH2-N C-NH2 | ||||||||
| /^V-CH2COOH | VA\ / \ | C=N | |||||||||
| f X-NHNHC · HCl \—/ \ NH2 |
HCOOH | N C-NH I / |
|||||||||
| (18,6) | H-C=N | ||||||||||
| Substituiertes Aminoguanidin (Teile) |
(4,6) | (13,6) | /V_ | ||||||||
| NH | (16,7) | Triazolin (Ausbeute zu Teile) |
|||||||||
| N | |||||||||||
| CH3NHNHC · HCl | /""V-CH2COOH | A | / \ | ||||||||
| \ NH2 |
\=/ | H3C-N C-NH2 | |||||||||
| C=N | |||||||||||
| Cx | |||||||||||
| (13,6) | V | ||||||||||
| (23,6) | |||||||||||
für die Herstellung von in 1- und 5-Stellung substituierten l,2,4-Triazol-3-aminen
Herstellung von l-Benzyl-5-methyl-3-amino-l,2,4-triazol
20 Teile l-Benzylaminoguanidin-hydrochlorid mit
einem Schmelzpunkt von 146 bis 147°C wurden in einem Gemisch aus 6 Teilen Eisessig und 10 Teilen
Essigsäureanhydrid unter Rühren bei 70 bis 80c'C gelöst. Hierauf wurde während eines Zeitraums von
2'/2 Stunden die Acetylierung bei 80 bis 90° C durchgeführt.
Nach dem Abkühlen auf Raumtemperatur wurde das Reaktionsgemisch mit 40 Teilen Wasser
versetzt. Hierauf wurden unter Rühren in das Gemisch 25 Teile einer 48%igen wäßrigen Natronlauge bei
50 bis 600C gegeben. Durch Aufrechterhalten der
Alkalinität des Gemisches bei 95 bis 1000C für 1 Stunde wurde die Ringschließungsreaktion bewirkt.
Das Reaktionsgemisch wurde auf Raumtemperatur abgekühlt. Die weißen Kristalle wurden durch Filtration
abgetrennt, mit Wasser gewaschen und bei 700C getrocknet.
Auf diese Weise wurden 18,1 Teile l-Benzyl-5-methyl-3-amino-l,2,4-triazol mit einem Schmelzpunkt von 169 bis 1700C erhalten.
Auf diese Weise wurden 18,1 Teile l-Benzyl-5-methyl-3-amino-l,2,4-triazol mit einem Schmelzpunkt von 169 bis 1700C erhalten.
In der gleichen Weise wurden auch die nachstehenden Triazol-Verbindungen erhalten.
31
Substituiertes AminoguanUJin
(Teile)
(Teile)
Organische Säure und Säureanh>drid
(Teile)
NH
CH3NHNHC ■ HCl
NH3
(12,4)
NHNHC
NH
NH2
HCl
(18,6)
CH3COOH
(6)
(CH3CObO
(10)
CH3COOH (6)
(CH3CO)2O (10)
Triazolamin-Verbindung
(Ausheute zu Teile)
(Ausheute zu Teile)
(10.1)
H3C-C=N
I
H3C-C=N
H3C-C=N
C—NH,
—NH,
(15,6)
Tür die Herstellung von in 1- und 5-Stellung
substituierten 1,2,4-Triazol-3-aminen
substituierten 1,2,4-Triazol-3-aminen
Herstellung von l-Benzyl-S-phenyl-S-amino-1,2,4-triazol
Teile l-Benzylaminoguanidin-hydrochlorid mit
einem Schmelzpunkt von 146 bis 147"C wurden bei Raumtemperatur unter Rühren mit 40 Teilen Chlorbenzol
versetzt. Sodann wurden 14 Teile Benzoylchlorid zugegeben. Das Ganze wurde auf 110 bis
1200C bis zum Aufhören der Chlorwasserstoffentwicklung erhitzt. In das Reaktionsgemisch wurden
Teile Wasser gegeben und das Chlorbenzol aus dem Gemisch durch Wasserdampfdestillation entfe
Dem Gemisch wurden bei 60 bis 70 C 8,3 Teile
2, einer 48%igen wäßrigen Natronlauge zugefügt, um
sdnen pH auf einen Wert von 12 bis 14 zu bringen.
Das Ganze wurde 2 Stunden unter-Ruhren zum
Sieden erhitzt. Nach Abkühlen auf R™«^
wurde die weiße kristalline Masse durch Filtration abgetrennt, mit Wasser gewaschen und getrockne .
Auf diese Weise wurden 23,4 Teile l-Benzyl-5-phenyU
3-amino-l,2,4-triazol mit einem Schmelzpunkt von 140 bis 141°C erhalten. .
Auf die gleiche Weise wurden weitere Tnazol-Ver-
bindungen, die in Tabelle IX angegeben s.nd. hergestellt.
| H5C2NHNHC | \ NH2 |
(13,9) | (18,6) | HCl | Tabelle IX | (16,9) | Triazolamid (Ausbeute zu Teile) |
|
| Substituiertes Aminoguanidin (Teile) |
NH <f\- NHNHC |
Bcnzoylchlorid (Teile) |
i | N | ||||
| NH | \ NH2 |
H5C2-N C-NH2 | ||||||
| HCl | /V-COCl | |||||||
| V | (21,2) | |||||||
| (14,0) | N | |||||||
| /V-COCl | I /. C=N. . |
|||||||
| V | ό | |||||||
| (14,0) | ||||||||
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
1309 650/271
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung basischer Monoazofarbstoffe durch Diazotierung von 3-Amino-1,2,4-triazol und Kupplung mit Indolverbindungen und nachfolgende Quaternisierung, dadurch gekennzeichnet, daß man ein in 1 -Stellung substituiertes 3-Amino-1,2,4-triazol diazotiert, zu einer Verbindung der allgemeinen Formel
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP3354068 | 1968-05-20 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1925491A1 DE1925491A1 (de) | 1969-12-04 |
| DE1925491B2 DE1925491B2 (de) | 1973-05-24 |
| DE1925491C3 true DE1925491C3 (de) | 1973-12-13 |
Family
ID=12389380
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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| NL6907710A (de) | 1969-11-24 |
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