DE19224C - Verfahren zur Darstellung von Farbstoffen durch Einwirkung von Nitrosokörpern oder Chlorchinonimiden auf aromatische Monamine - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Farbstoffen durch Einwirkung von Nitrosokörpern oder Chlorchinonimiden auf aromatische Monamine

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DE19224C
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— Dr. O. N. WITT in Mülhausen i./Elsafs
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B17/00Azine dyes

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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 22: Farbstoffe, Firnisse, Lacke.
Dr. OTTO N. WITT in MÜLHAUSEN (Elsass).
Patentirt im Deutschen Reiche vom 18. Februar 1882 ab.
Meine Erfindung besteht in der Darstellung von Farbstoffen durch die Einwirkung eines Nitrosokörpers auf ein Monamin.
Die Nitrosokörper können durch die entsprechenden Chlorchinonimide ersetzt werden.
Als Nitrosokörper kommen hauptsächlich die Nitrosoderivate der tertiären Monamine in Betracht. Doch sind die Nitrosophenole derselben Reaction fähig.
Zur praktischen Darstellung meiner Farbstoffe bediene ich mich hauptsächlich des Nitrosodimethylanilins oder des Nitrosodiäthylanilins. Ich verwende diese Körper in Form ihrer Chlorhydrate und lasse je ein Molecül derselben auf ein Molecül eines Monamines einwirken.
Erfolgt die Einwirkung d,er Nitrosokörper auf primäre Monamine, so ist die Reaction eine sehr complexe. Es bilden sich nur geringe Mengen von Farbstoff, welcher nur schwierig von den anhängenden theerigen Nebenproducten zu trennen ist. Für Anilin ist das Auftreten eines violetten Farbstoffes bereits beobachtet worden (Kimich, Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft Bd. VIII, S. 1032).
Anders verläuft die Einwirkung der Nitrosokörper auf secundäre und tertiäre Basen; hier bildet ein Farbstoff von grofser Intensität stets das Hauptproduct, während theerige und andere Verunreinigungen bei sorgfältiger Anstellung des Versuches gar nicht oder nur in ganz geringer Menge auftreten. Die so erhaltenen Farbstoffe sind direct wasserlöslich und können leicht in krystallinischer Form erhalten werden.
Zur Erzielung eines schönen Productes und einer guten Ausbeute ist es vortheilhaft, in eisessigsaurer Lösung zu arbeiten. Doch ist die Anwendung von Essigsäure nicht unbedingt nothwendig.
Die Arbeitsweise ist für alle von mir in Anwendung gebrachten Amine die gleiche.
ι Molecül eines der weiter unten genannten Amine wird in dem gleichen Gewicht Eisessig gelöst und auf dem Wasserbade erwärmt.
In die heifse Lösung wird unter beständigem Rühren allmälig 1 Molecül salpetersaures Nitrosodimethylanilin als trockenes Pulver eingetragen. Dasselbe löst sich sofort unter Aufbrausen, indem sich der Farbstoff bildet. Nach Beendigung der Reaction wird noch kurze Zeit erwärmt. Der nun als Acetat in Lösung befindliche Farbstoff wird durch Zusatz von 1 Molecül Salzsäure in das Chlorhydrat verwandelt (wobei in vielen Fällen die Farbe der Flüssigkeit sich ändert). Durch Zusatz von einer grofsen Menge siedenden Wassers wird der Farbstoff gelöst. Aus der filtrirten Lösung kann derselbe durch Zusatz von mehr Salzsäure oder von Kochsalz meist in krystallinischer Form niedergeschlagen werden.
Auf diese Weise erhält man aus Monomethylanilin, Dimethylanilin, Monoäthylanilin, Diäthylanilin, Aethylmethylanilin, Mono- und Di-butylanilin, Mono- und Di-amylanilin violette Farbstoffe von verschiedenen Nuancen. Aus Diphenylamin, Methyldiphenylamin, Aethyldiphenylamin, Butyldiphenylamin, Amyldiphenylamin, Benzyldiphenylamin Farbstoffe von blauer bis grüner Nuance.

Claims (1)

  1. Aus α- und ß-Naphtylamin, sowie aus α- und β-Mono- und Di-methylnaphtylamin, sowie, aus α- und β-Mono- und Di-äthylnaphtylamin, sowie den entsprechenden butylirten und amylirten Basen rothe bis violette Farbstoffe.
    Aus den beiden Naphtylphenylaminen (α Und ß) endlich habe ich Farbstoffe von violetter Nuance dargestellt.
    Paten τ-Anspruch:
    Darstellung rother, violetter/ blauer und grüner Farbstoffe durch Einwirkung von Nitrosodimethylänilin- - oder Nitrosodiäthylanilinchlorhydrat auf die oben genannten secundären und tertiären Monamine, sowie auf α- und ß-Naphtylamin.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1149263B (de) * 1961-04-18 1963-05-22 Conrad Birkhoff Dipl Ing Verfahren und Vorrichtung zum Andecklegen des Netzgeschirrs auf Hecktrawlern

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