DE48924C - Verfahren zur Darstellung Wolle direkt schwarz färbender Azofarbstoffe - Google Patents

Verfahren zur Darstellung Wolle direkt schwarz färbender Azofarbstoffe

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DE48924C
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Bayer AG
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Farbenfabriken Vorm Friedr Bayer and Co
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B31/00Disazo and polyazo dyes of the type A->B->C, A->B->C->D, or the like, prepared by diazotising and coupling
    • C09B31/02Disazo dyes
    • C09B31/04Disazo dyes from a coupling component "C" containing a directive amino group
    • C09B31/053Amino naphthalenes
    • C09B31/057Amino naphthalenes containing acid groups, e.g. —CO2H, —SO3H, —PO3H2, —OSO3H, —OPO2H2; Salts thereof

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 22: Farbstoffe, Firnisse, Lacke.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 6. Oktober 1888 ab.
Läfst man die Diazoverbindungen derjenigen Amidoazokörper, welche durch Einwirkung von Diazosulfosäuren auf a-Naphtylamin entstehen, auf α- und ß-Naphtol und deren Mono- und Disulfosäuren einwirken, so erhält man Farbstoffe, welche Wolle blauschwarz färben (s. Patent Nr. 39029 und 40977). Werden jedoch an Stelle des oben erwähnten α- und ß-Naphtols und deren Sulfosäuren die secundären Amine des a-Naphtylamins, wie Phenyla-Naphtylamin und Tolyl-a-Naphtylamin, gesetzt, so gelangt man zu schönen, Wolle tiefschwarz färbenden Farbstoffen, welche sich in jeder Hinsicht vor den aus Naphtolen dargestellten, sowohl durch ihre drei- bis viermal gröfsere Stärke, als auch besonders durch ihre grofse Waschechtheit (Walkechtheit) vortheilhaft auszeichnen.
Zur Darstellung dieser Art von Farbstoffen eignen sich besonders die Disulfosäuren der Amine, wie die des Anilins, Toluidins und ß-Naphtylamins und des Farbstoffes a-Naphtylaminazobenzol.
Das Verfahren zur Darstellung der neuen schwarzfärbenden Azofarbstoffe ist imallgemeinen folgendes:
Die Diazoverbindung aus der Amidoazoverbindung wird ausgesalzen und in eine alkoholische Lösung von Phenyl- oder Tolyl-a-Naphtylamin eingetragen. Nach 24 stündigem Stehen wird gelinde erwärmt, die erhaltene Farbstoffsäure abfiltrirt und durch Auflösen in Alkali in den Farbstoff übergeführt, welcher durch Aussalzen isolirt wird.
23,3 kg p- Amidobenzoldisulfosäure werden auf bekannte Weise in ihre Diazoverbindung übergeführt und zu der Lösung derselben eine salzsaure Lösung von 20 kg a-Naphtylamin hinzugefügt.
Der Amidoazokörper, welcher sich sofort bildet, ist ein sehr leicht löslicher Farbstoff. Um ihn in seine Diazoverbindung überzuführen, versetzt man die klare, tiefroth gefärbte Flüssigkeit mit einer Lösung von 10 kg Nitrit in 100 1 Wasser. Nach mehrstündigem Stehen scheidet sich die Diazoverbindung in glänzenden Kryställchen ab, welche abfiltrirt und in eine alkoholische Lösung von 35 kg Phenyla-Naphtylamin ,eingetragen werden. Nach 24 stündigem Stehen wird schwach erwärmt und die gebildete Farbstoffsäure nach dem Abfiltriren durch Auflösen in Alkali in den Farbstoffübergeführt, welcher durch Aussalzen leicht isolirt werden kann. Dieser Farbstoff färbt WTolle sehr schön tiefschwarz.
Ein ähnlicher Farbstoff resultirt bei Ersatz des Phenyl-α-Naphtylamins durch eine äquivalente Menge Tolyl-a-Naphtylamin. Die p-Amidobenzoldisulfosäure kann zur Erzielung derselben Resultate durch die oben erwähnten Disulfosäuren des Anilins, Toluidins und ß-Naphtylamins ersetzt werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von Wolle direct schwarzfärbenden Azofarbstoffen, darin bestehend, dafs die Diazoverbindungen der Amidoazoverbindungen, welche durch Einwirkung von a-Naphtylamin auf die Diazoverbindungen der Disulfosäuren des Anilins, Toluidins, ß-Naphtylamins, sowie der durch weiteres Sulfiren von Amidonaphtalinazobenzolmonosulfosä'ure erhaltenen Amidonaphtalinazobenzoldisulfosäure erhalten werden, mit Phenyl-a-Naphtylamin und Tolyl-a-Naphtylamin vereinigt werden.
    (2. Auflage, ausgegeben am 24. Februar igoo.)
    BERLIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREI.
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