DE19089C - Neuerungen an der KUHLMANN'schen Schuh-Pflockmaschine - Google Patents
Neuerungen an der KUHLMANN'schen Schuh-PflockmaschineInfo
- Publication number
- DE19089C DE19089C DENDAT19089D DE19089DA DE19089C DE 19089 C DE19089 C DE 19089C DE NDAT19089 D DENDAT19089 D DE NDAT19089D DE 19089D A DE19089D A DE 19089DA DE 19089 C DE19089 C DE 19089C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- lever
- kuhlmann
- machine
- workpiece
- connection
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A43—FOOTWEAR
- A43D—MACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
- A43D69/00—Shoe-nailing machines
- A43D69/10—Shoe-nailing machines using ready-made wooden pegs
Landscapes
- Portable Nailing Machines And Staplers (AREA)
Description
XAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 71: Schuhwerk.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 17. Februar 1882 ab.
Die K.uhlmann'sche Schuh-Pflockmaschine dient dazu, die Sohlen auf Schuhwerk mit Holzstiften
aufzunageln. Die etwas complicirte Maschine hatte in der bis jetzt einzig gebauten
Construction den Uebelstand, sehr häufigen Reparaturen ausgesetzt zu sein, und ist es
Gegenstand der hier vorliegenden Erfindung, dafs die besonders dem Schadhaftwerden unterliegenden
Mechanismen aus der Maschine entfernt und durch eine neue dauerhaftere Construction
ersetzt worden sind, wobei zugleich erreicht ist, dafs der früher in der Maschine
stets störende und unvermeidliche todte Gang einzelner Theile unschädlich geworden ist.
Das Schuhwerk wird auf einem Leisten auf den Ständer α am Tischsupport der Maschine
mit der Sohle nach oben aufgespannt. Mit dem Handhebel b wird dann der Pflockführungssupport
c gehoben und mit dem Handhebel d der Leisten unter dem Pflockführungskanal c1
bis an den Anschlag e herangebracht.
Die Holznägel werden in die Maschine in Form eines Holzbandes, bei dem die Holzfasern
quer zur Bandlänge stehen, auf dem Vorrathbehälter c2 eingebracht. Das Bandende
wird durch geeignete Mechanismen seitwärts in den Pflockkanal eingeschoben, und ein Messer c3
schneidet von dem quergefaserten Holzband einen Nagel ab.
Der doppelte Hebedaumen f, der auf der Hauptwelle g der Maschine sitzt, hebt wechselseitig
die beiden Schlagstangen h und z, wobei die Schraubenfedern auf diesen Schlagstangen
angespannt werden. Die Schlagstangen werden vertical geradlinig in einem Support geführt,
der bei jeder Umdrehung der Hauptwelle eine Bewegung hin und her macht, so dafs abwechselnd
die eine oder die andere Schlagstange mit ihrer Achse mit dem Pflockkanal cx
zusammenfällt. Am unteren Ende der einen Schlagstange h befindet sich ein Pfriemen, am
Ende der anderen i ein scharfkantig abgeschnittener Dorn.
Ist die Maschine in Thätigkeit, so schlägt zuerst der Pfriemen durch den noch leeren
Pflockkanal hindurch und bohrt ein Loch in die anzunagelnde Sohle vor. Mit dem Anheben
der Pfriemenschlagstange wird der Pfriemen wieder nach oben aus dem Pflockkanal herausgezogen,
und es bewegt sich der Schlagstangensupport so weit seitwärts, dafs nun die Hammerstange mit dem Dornende über dem Pflockkanal
zu stehen kommt. Inzwischen ist in dem letzteren ein Holzstift vorbereitet, und der Dorn
schlägt mit Gewalt in den Pflockkanal hinein und treibt den Holzstift in das im Leder vorgebohrte
Loch.
Für die Aufeinanderfolge solcher Pflockeintreibungen in das Schuhwerk in regelmäfsigen
Abständen wird der Leisten mittelst des Tischsupports zwischen den auf einander folgenden
Wirkungen der Schlagstangen fortbewegt. Dieser Transport geschieht, wie in Fig. 1 gezeigt, von
rechts nach links. Um mit der Stiftreihe auf der Sohle der Krümmung der letzteren äquidistant
zu bleiben, wird einfach mit dem Handhebel d der Sohlenrand immer an den Anschlag e angedrückt.
Damit der Transport des Tischsupports aber erfolgen kann, mufs der auf der Schuhsohle
während der Arbeit durch sein Gewicht fest mitsammt seinem Support aufliegende Pflockkanal
zeitweise abgehoben und dann wieder gesenkt werden.
Gerade der diese Hebung besorgende Mechanismus und derjenige zum Tischsupporttransport
waren die bisher ungenügend dauerhaften. Eine horizontale Welle lag früher unter dem Tisch
und trug eine Anzahl auf Hebel wirkender Curvencylinder, welche sich leicht ausnutzten.
Jetzt geht von der Hauptwelle der Maschine, mit gleich grofsen konischen Rädern bewegt,
eine senkrecht stehende Welle k nach unten und stützt-sich auf der Brücke / auf ein Stehlager.
Dicht über dem Lager sitzt eine Scheibe ο mit einer einseitigen Erhöhung, und auf der
Scheibe liegt ein Hebel m mit einer Rolle an seinem einen Ende auf. Der andere Arm des
Hebels ist zu einer Coulisse ausgebildet; in dieser läfst sich ein Stein verschieben. Durch
einen Drehzapfen ist der Stein mit einer Treibstange η verbunden und diese wirkt auf die
Hebelachse /, von der wieder die Sperrklinke auf dem Sperrrad am Ende der Schraube am
Tischsupport beeinflufst wird. Dreht sich mit der Hauptwelle g die stehende Welle k mit
ihrer Scheibe ο um, so wird deren Erhöhung
den Hebel m zu einer Schwingung bringen. Der Hebel wird durch die Schraubenfeder q,
Fig. 2, immer gegen die Scheibe angedrückt. Mit jeder Hebelschwingung wird die Sperrklinke
auf das Sperrrad wirken, und durch die Supportschraube wird ein Vorbewegen des Leistens
eintreten.
Damit nun der so erfolgende Transport in seiner Länge verändert werden kann, vermag
man mit der Hebelachse r und der Treibstange ί den Stein in der Coulisse m zu verschieben,
wenn man den federnden Handhebel / in seiner Lage gegen seinen Feststellungsbogen
u verstellt. Der Zapfen am Coulissenstein macht dann einen mehr oder weniger grofsen Ausschlag, und damit wird das
Sperrrad mehr oder weniger weit umgedreht.
Von dem Pflockführungssupport geht eine Stange ν nach unten und an dieser sitzt der
Stellring vx, an dem der Handhebel b angreift,
um die Pflockführung hochheben zu können. Die Stange ν ist unter dem Tisch mit sehr
steilem mehrgängigen Gewinde versehen und auf diesem schraubt sich die verhältnifsmäfsig
hohe Mutter w. Durch Feder und Nuth mit dieser Mutter verbunden, sitzt zwischen einem
an der Tischplatte befestigten Gestell die Mutterumfassung χ mit dem Druckstift χ1, Fig. 4.
Wird die Pflockführung mit dem Handhebel b herauf- und herunterbewegt, so schiebt sich damit
auch die Mutter w in dieser Umfassung.
Wenn nun die Mutter in irgend einer Höhenstellung gegen Verschieben nach oben oder
unten festgehalten wird, und es veranlafst der Daumen y, der auf der Welle k sitzt, durch
Druck auf den Zapfen x1 eine Drehung der Mutter, so wird dadurch die Stange ν und mit
ihr die Pflockführung so weit gehoben, dafs der Transport des Leistens unter ihr bequem stattfinden
kann. Der Daumen wird bei einer jeden Umdrehung der Maschine einmal und gerade zur Zeit des Transportes solche Hebung ausführen,
weil die Festhaltung der Höhenlage der Mutter zu derselben Zeit auf folgende Weise
geschieht. Die Mutter hat oben einen vorspringenden Rand, Fig. 4, der von einem Ring
umfafst wird, mit dem eine cylindrische, glatt ausgebohrte Fortsetzung der Mutter w2 fest verbunden
ist. Die Mutter kann sich also gegen diese Fortsetzung drehen, sich aber nicht von
ihr trennen. Nun umfafst eine Gelenkbremskluppe z, Fig. 3, die Mutterfortsetzung, und ein
unrunder Stellring P drückt gegen den einen längeren Schenkel der Bremskluppe und prefst
damit dieselbe zeitweise und zwar gerade während des Transportes fest zusammen.
Damit wird die Mutterfortsetzung festgeklemmt und eine Verschiebung der Höhenlage
der Mutter ist so lange ausgeschlossen. Die Feder zl, Fig. 3, löst die Bremskluppe wieder,
sobald das vorspringende Stellringstück an letzterer vorüber ist, und die Feder x2 dreht
die Mutterumfassung zurück bis an einen Anschlag, sobald der Daumen kl am Stift χλ
vorübergegangen ist, und damit legt sich für den nächsten einzuschlagenden Holznagel der
Pflockkanal wieder fest auf die Schuhsohle auf.
Claims (2)
1. Die durch konische Räder von der Hauptwelle bewegte stehende Welle k mit der
Scheibe ο in Verbindung mit dem Sperrwerk am Tischsupport, dem Daumen je und
dem unrunden Stellring k2 in Verbindung
mit dem Hebewerk für die Pflockführung, zu dem Zweck:
a) den Werkstücktransport von Nagelung zu Nagelung zu bewerkstelligen,
b) die Pflockführung während des Werkstücktransportes zu heben, und
c) dabei die Mutterverlängerung w2 mit
der Bremskluppe ζ in der jedesmaligen Höhenlage festzuklammern.
2. Der Coulissenhebel m mit der Treibstange s an dem Coulissenstein in Verbindung mit
der Scheibe ο auf der Welle k und der Hebelachse r mit deren Feststellhandhebel /,
zum Zweck, die Gröfse des Werkstücktransportes zwischen den Nagelungen verschieden
einstellen zu können.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19089C true DE19089C (de) |
Family
ID=295923
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT19089D Active DE19089C (de) | Neuerungen an der KUHLMANN'schen Schuh-Pflockmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19089C (de) |
-
0
- DE DENDAT19089D patent/DE19089C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE658597C (de) | Vorrichtung zum Zufuehren des jeweils obersten Bogens eines sich nach vorn abfaechernden Stapels von Einzelbogen | |
| DE19089C (de) | Neuerungen an der KUHLMANN'schen Schuh-Pflockmaschine | |
| DE52091C (de) | Schlagrollen-Hufnägelmaschine mit verlegbarem Seitenambos | |
| DE541C (de) | Glättmaschine für Papier ohne Ende | |
| DE100806C (de) | ||
| DE84358C (de) | ||
| DE41758C (de) | Typensetzmaschine | |
| AT286022B (de) | Weinlesemaschine | |
| DE45230C (de) | Maschinen zum Hämmern von Sägeblättern | |
| DE917223C (de) | Einrichtung zum Zufuehren von Rundmaterial von laenglicher Form zu den Walzen einer Richtbank | |
| CH301294A (de) | Vorrichtung zum Stapeln von flachem Gut. | |
| DE54155C (de) | Dampfhammer mit während des Ganges des Hammers feststehendem und einstellbarem Expansionsschieber | |
| DE29913C (de) | Neuerung an Letternsetzmaschinen, welche mit den unter Nr. 17 291 patentirten Neuerungen versehen sind | |
| DE52286C (de) | Nagelmaschine für Schuhwerk | |
| DE296275C (de) | ||
| DE15641C (de) | Papier - Querschneidemaschine | |
| DE54275C (de) | Typen-Setz- und Ablegemaschine | |
| DE177182C (de) | ||
| DE389780C (de) | Vollgatter | |
| DE62960C (de) | Maschine zur Herstellung von Spitzenpapier | |
| DE18731C (de) | Erbreiterungsvorrichtung für Litzen-Appreturmaschinen | |
| DE1461827C (de) | Vorrichtung zum Beladen und Entladen von Flaschenbehaltern | |
| DE154978C (de) | ||
| DE292005C (de) | ||
| DE248773C (de) |