DE1908704B2 - Trockenverfahren und Vorrichtung zum kontinuierlichen Formen eines Vlieses aus pflanzlichem Fasermatenal - Google Patents

Trockenverfahren und Vorrichtung zum kontinuierlichen Formen eines Vlieses aus pflanzlichem Fasermatenal

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Description

9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Rauchgas zwischen die Dichtungen der Labyrinthdichtung (20, 22) einspeisbar ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, da-
durch gekennzeichnet, daß die Ausgleichskammer (38) über ein Filter mit der Außenluft verbunden ist.
Die Erfindung betrifft ein Trockenverfahren sowie eine Vorrichtung zum kontinuierlichen Formen eines Vlieses aus pflanzlichem Fasermaterial, bei dem Traggas mit darin dispergiertem Fasermaterial in eine Formkammer eingeführt wird, die über einem kontinuierlich umlaufendem Siebtuch angeordnet ist,
auf dessen Rückseite und unterhalb der Formkammer zur Bildung des Vlieses ein Unterdruck erzeugt wird, durch den gleichzeitig Außenluft zwischen dem Siebtuch und dem untersten Teü der Formkammer angesaugt wird, wobei eine dem Einlecken von Außenluft in die Formkammer entsprechende Gasmenge dauernd aus dem Kreislauf entfernt wird, und bei dem das aus der Fornikaminer abgesaugte staubhaltige Gas zusammen mit neuem Fasermaterial ohne Einmischung von Außenluft im Kreislauf zur Eintragseite der Formkanimer zurückgeleitet wird.
Bei diesem bekannten Verfahren (USA.-Patentschrift 2 69iS 271), von dem die Erfindung ausgeht, wird durch den Unterdruck in dem Saugkasten unterhalb des Siebtuches eine verhältnismäßig große Menge Außenluft zwischen dem Siebtuch und der Formkammer mit angesaugt, die dann aus der von dem Gebläse zu der Eintragvorrichtung für neues Fasermaterial führeixden Leitung über ein Entlüftungsventi! entfernt wird. Nachteilig ist, daß dadurch auch größere Mengen von Faserstaub in die Atmosphäre gelangen. Es ist ferner bekannt (USA.-Patentschritt 294U 134, hig.4), von der Hauptmenge des der Formkammer zugeführten, mit Fasermaterial vermischten Traggases vor der Vliesbildung in einem oberen Abschnitt der Formkammer einen Gasstrom abzuzweigen, der auf der Saugseite des den Unterdruck zur Vliesbildung erzeugenden Gebläses mit dem durch das Siebtuch gesaugten faserhaltigen Gasstrom vereinigt wird. Von dem Gebläse gelangt dann der gesamte Gasstrom in einen Staubabscheider, aus dem ein von Fasermaterial befreiter Teilgasstrom ins Freie geleitet wird, während der restliche Gasstrom als Traggas nach Zumischung von neuem Fasermaterial wieder in die Formkammer eingeblasen wird. Durch das Abzweigen eines Teilstromes aus der Formkammer wird zwar erreicht, daß der unterhalb der Formkammer erzeugte Unterdruck kleiner sein kann, so daß zwischen Siebtuch und dem untersten Teil der Formkammer weniger Luft angesaugt wird. Besonders nachteilig wirkt sich aber aus, daß mit dem in den Kreislauf eingespeisten neuen Fasermaterial größere Mengen Außenluft angesaugt werden, die wieder aus dem Kreislauf entfernt werden müssen. Auch hier werden somit größere Mengen Faserstoff in die Atmosphäre getragen.
Demgegenüber besteht die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe darin, das eingangs genannte Verfahren so weiter zu entwickeln, daß das Entweichen von Staub in die Atmosphäre sowohl bei der Formung des Faservlieses in der Formkammer als auch an anderen Stellen in der Anlage, wo mit Staub vermischtes Gas zirkuliert, auf ein Mindestmaß beschränkt wird.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß von der Hauptmenge des Traggases in an sich bekannter Weise vor der Vliesbildung ein von Fasermaterial befreiter erster Teilstrom abgezweigt wird, der dem unterhalb der Formkammer abgesaugten Traggas in einem geschlossenen Kreislauf wit der zugeführt und vor der Stelle mit dem Traggas wieder vereinigt wird, an der neues Fasermaterial eingespeist wird und daß von dem unterhalb der Formkammer abgesaugten Traggas ein zweiter Teilstrom abgezweigt wird, der als Zusatzgas zwischen Formkammer und Siebtuch bzw. Faservlies wieder in den Kreislauf eingespeist wird.
Durch das Abzweigen des ersten Teilstroms vor der Vliesbildung kann der zur Vliesbildung erforderliche Unterdruck geringer gehalten werden, so daß zwischen Siebtuch und dem untersten Teil der Formkammer weniger Außenluft angesaugt wird. Ferner dient der erste Teilstrom zur besseren Förderung des Fasermaterials zu der Fonnkammer, da der erste Teilstrom mit dem Traggas vor dem Zuführen von neuem Fasermaterial wieder vereinigt wird. Der zweite von dem unterhalb der Formkammer abgesaugten Traggas abgezweigte Teilstrom wird als Z1-satzgas zwischen der Fonnkammer und dem Sit.otuch wieder in den Kreislauf eingespeist, so daß das Einsaugen von Außenluft an dieser Stelle weitgehend verhindert wird. Somit ist durch die beiden Teilströme der Vorteil vermittelt, daß die Anlage in einem im wesentlichen geschlossenen Kreislauf arbeitet, ohne daß größere Luftmengen in die Atmosphäre eintreten. Eine Luftverschmutzung durch Austreten von mit Staub vermischtem Gas wird somit auf ein Mindestmaß beschränkt.
In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung wird in das Traggas Rauchgas eingespeist. Da nur sehr geringe Mengen von Außenluft angesaugt und damit wieder aus dem Kreislauf entfernt werden müssen, kann in einfacher Weise Rauchgas in das Traggas eingespeist werden, so daß die Gefahr von Gasexplosionen möglichst vermieden wird, die insbesondere bei sehr trockenem Fasermaterial auftreten können.
Weitere vorteilhafte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Verfahrens sowie zweier erfindungsgemäßer Vorrichtungen zur Durchführung des Verfahrens sind Gegenstand der Ansprüche 3 bis 10.
Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind
nachstehend an Hand der Zeichnung näher erläutert. Fig. 1 zeigt schematisch eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens;
Fig. zeigt eine abgewandelte Ausführungsform der Vorrichtung.
In den Figuren sind gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bezeichnet.
Bei der Ausführungsform nach F i g. 1 bezeichnet 10 eine Formkammer, die sich zweckmäßig nach unten erweitert, und 12 einen unter ihr angebrachten Saugkasten. Ein endloses Siebtuch 14 ist um Umlenkrollen 16 gelegt, von denen zwei in den Zeichnungen angedeutet sind. Das Obertrum des Siebtuches 14 bewegt sich in der Richtung des Pfeiles 18 zwischen der Formkammer 10 und dem Saugkasten 12 hindurch. Die Formkammer 10 ist mit Labyrinthdichtungen 20, 22 an den Stellen versehen, wo das Siebtuch 14 zwischen die Kammer und den Saugkasten eintritt bzw. wieder austritt. Die Labyrinthdichtung kann mit biegsamen und federnden Scheiben 24
versehen sein, die zum Abdichten gegen das Siebtuch 14 selbst bzw. die auf der Auslaßseite aus der Formkammer auf dem Siebtuch aufgebaute Stoffbahn vorgesehen sind. Hierdurch wird sichergestellt, daß das Einsaugen von Luft von der äußeren Atmosphäre in
die Formkammer auf ein Mindestmaß verringert wird.
Für den Fall, daß in der Anlage ein anderes Gas als Luft, wie beispielsweise Rauchgas, verwendet wird, kann eine gesonderte Leitung 26 an einem
Rohrstutzen 27 angeschlossen sein, um ein solches Gas den von der Labyrinthdichtung gebildeten Spalten 25 zuzuführen. Von dem Saugkasten 12 geht eine Leitung 28 aus, die an die Saugseite eines Gebläses
30 angeschlossen ist. Von dessen Druckseite er- strom entspricht, durch die Leitung 62 und die Kastreckt sich eine Leitung32 (Fig. 1) zu einem Staub- näle 64, 66 hindurch in den unteren Teil der Formabscheider 34 (Wirbelabscheider), in den sie in an sich kammer 10 eintritt. Der Hauptteil des durch die Leibekannter Weise tangential einmündet. Das in den tung 36 strömenden Gases wird in der Ausgleich-Staubabscheider 34 eintretende Gas, beispielsweise 5 kammer 38 in die Leitung 52 geleitet, um als Traggas Luft, enthält einen Teil Faserstaub, wobei in dem für neues Fasermaterial zu dienen. In diesem Trag-Staubabscheider eine Separierung stattfindet, derart, gas ist außerdem der Rückstrom Von dem Abscheidaß von Staub praktisch ganz befreites Gas durch der 58 durch die Leitung 60 enthalten. Das Traggas eine, zentrale Leitung 36 in eine Ausgleichkammer 38 setzt sich bei diesem Ausführungsbeispiel im großen abzieht. Der abgeschiedene Staub fällt in dem Staub- io und ganzen aus der Gasmenge zusammen, die in dem abscheider 34 nach unten und geht durch eine Abscheider 58 das Fasermaterial abwärts zu der Schleusenvorrichtung 40 hindurch, die zu einem För- Formkammer 10 führt, sowie dem ersten Teilstrom, derer mündet, auf welchen neues Fasermaterial der nach Befreiung von Fasermaterial aus dem Abdurch eine Öffnung 44 zugeführt wird. Das Faserma- scheider 58 durch die Leitung 60 austritt,
terial geht dann durch eine Meßvorrichtung 46 und 15 Die Ausgleichkammer 38 mit ihrem Auslaß 39 in eine weitere Schleuse 48 zu einem Förderer 50. die Atmosphäre hat zur Aufgabe, für die richtige Von dem Förderer 50 wird das Fasermaterial in Druckverteilung in dem Leitungssystem zu sorgen, eine an die Saugseite eines Gebläses 54 angeschlos- derart, daß Gas durch die Öffnung 39 aus der Aussene Leitung 52 eingeführt. Die Druckseite des Ge- gleichkammer entweicht bzw. durch die Öffnung in biases steht über eine Leitung 56 mit einem Abschei- 20 die Ausgleichkammer in dem Ausmaß eingeführt der 58 (Wirbelabscheider) in Verbindung, der wird, wie der Druck den vorgesehenen Wert in der zweckmäßig oberhalb der Formkammer 10 vorgese- Kammer über- bzw. unterschreitet. Da das in den hen ist und mit dieser in Verbindung steht. Die Lei- Unterteil der Formkammer eingeführte bzw. die Vertung 56 mündet tangential in den Abscheider 58, dünnung der Gasfaserdispersion in der Leitung 52, während aus seiner Mitte eine mit der Ausgleichkam- as 56 bewirkende Gas lediglich in geschlossenen Kreimer 38 verbundene Leitung 60 abzweigt. In dem Ab- sen umgewälzt wird, wird der Luftaustausch mit der scheider 58 erfolgt eine Separierung derart, daß ein Umgebung sehr klein und läßt sich im wesentlichen praktisch staubfreier erster Teilstrom durch die Lei- auf das verhältnismäßig unbedeutende Einleckcn betung 60 zu der Ausgleichkammer 38 geführt wrd. grenzen, das durch die Dichtungen 20, 22 nicht ver-Der größere Teil des Gases zusammen mit dem 3° hindert werden kann 7m diesem günstigen Ergebnis Fasermaterial tritt abwärts aus dem Abscheider 58 in trägt auch bei, daß die Schleusen 40 bzw. 48 die För-
die Formkammer 10 ein. derung von Staub bzw. Faserstoff aus den Leitungs-
Der Hauptteil des Rückstromes aus dem Staubab- systemen heraus bzw. in sie hinein gestatten, ohne
scheider 34 geht über die Leitung 36 von der Aus daß atmosphärische Luft in nennenswertem Ausmaß
j gleichkammer 38 in die Leitung 52 und da.nit zur 35 mitfolgt.
SaugseiU des Gebläses 54 zurück, wo der Gasstrom Die Ausführungsform nach der Fig. 2 unterscheisich mit dem von dem Förderer 50 kommenden det sich von der vorbeschriebenen dadurch, daß der Fasermaterial vermischt. Dieser Gasstrom wird in ganze aus dem Saugkasten 12 austretende Gasstrom der Leitung 52 mit dem Rückgasstrom aus der Lei- durch eine Leitung 68 direkt zu dem Abscheider 58 tung 60 verstärkt, derart, daß eine genügende Menge 40 oberhalb der Foi^nkammer geführt wird. Dieser Gas-Traggas erhalten wird, um eine zufriedenstellende strom vermischt sich gleichzeitig mit neuem Faser-Forderung von Faserstoff durch die Leitung 56 zu material, das durch den Einlaß 44 zugeführt und dem Abscheider 58 zu erzielen. über die Schleusenvorrichtungen 40 bzw. 48 und die Ein zweiter Teilstrom des in dem Staubabscheider Meßvorrichtung 46 über den Förderer 50 in die Lei-34 von Staub befreiten und durch die Leitung 36 zu 45 tung 68 eingetragen wird. Die von dem Wirbelabder Ausgleichkammer 38 geführten Gases wird durch scheider 58 ausgehende Leitung 60 für den von dem eine Leitung 62 in einen Kasten oder eine Kammer faserstoff befreiten ersten ieilstrom geht durch die 64 geleitet, an die sich ein Kanal 66 anschließt, der Ausgleichkammer 38 hindurch und wird von einem in die Formkammer 10 zweckmäßig an der Seite ein- Gebläse 70 und einer Leitung 71 zu dem Staubahmündet, wo das Siebtuch 14 mit einem daraufliegen- 50 scheider 34 gesaugt. In diesem sinkt wie zuvor der den Faservlies die Formkammer verläßt. Durch den abgeschiedene Staub nach unten, während sich die Kanal 66 wird also dieser zweite Teilstrom in das zentrale Leitung 36 in zwei Zweige teilt, von denen von dem Abscheider 58 kommende Traggas für das die eine Leitung 72 vor der Stelle, an der der Förde-Fasermaterial eingeführt und zusammen mit dem rer 50 neues Fasermaterial an diese Leitung abgibt, Traggas durch das Siebtuch 14 mit Hilfe des Geblä- 55 >n die Leitung 68 mündet Hierdurch wird die Gasses 30 in den Saugkasten 12 abgesaugt, während sich Faserdispersion noch mehr verdünnt, so daß das ein Faservlies auf dem Siebtuch absetzt. Der zweite Fasermaterial ungehindert zu dem Abscheider 58 ge-TeUstrom hat in Zusammenwirkung mit den Dich- tragen werden kann. Eine andere, von der Leitung tungen 20, 22 zur Folge, daß das Einlecken von at- 36 abzweigende Leitung 74 liefert eine ungefähr dem mospbürischer Luft in die Vorrichtung auf ein Min- 60 zweiten Teilstrom entsprechende Gasmenge zur Ausdestmaß verringert wird. Durch die Leitung 32 zieht gleichkammer 38, und dieses Gas strömt dann als der aus dem Abscheider 58 abwärts gerichtete Gas- zweiter Teilstrom durch die Leitung 62 über den Kastrom zusammen mit dem zweiten Teilstrom aus dem sten 64 und den Kanal 66 zu der Formkammer 9.
Kanal 66 ab. In dem Staubabscheider 34 wird, wie Die Erfindung eignet sich ganz besonders für Anoben erwähnt, aus dem Gasstrom Staub abgeschie- 65 lagen, bei denen an Stelle von Luft ein sauerstoffarden, und das gereinigte Gas strömt weiter zu der tnes Gas in einem oder mehreren der verschiedenen Ausgleichkammer 38. Hier erfolgt eine solche Auf- Umwälzkreise verwendet wird. Die Gefahr für Staubteilung, daß eine Gasmenge, die dem zweiten Teil- explosionen nimmt nämlich bei Luft als Umwälzgas
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in demselben Ausmaß zu, wie das Fasermaterial klei- wogen, daß der Sauerstoffgehalt in den Leitungen generen Wassergehalt hat. Wird jedoch die Luft durch nügend niedrig wird, um sicherzustellen, daß keine indifferente Gase ersetzt, die höchstens 10 °/o Sauer- Explosionsgefahr entstehen kann. Durch den Aufbau stoff enthalten, wird erfahrungsgemäß die Explo- der Formanlage nach der Erfindung wird zugleich sionsgefahr praktisch genommen ganz ausgeräumt. 5 sichergestellt, daß das Auslecken von Rauchgas in Ein indifferentes Gas mit 5 bis 9 °/o molekularem die Umgebung vernachlässigbar klein wird.
Sauerstoff ist insbesondere Rauchgas, das der Trock- An Stellevon Wirbelabscheidern können auch annungsanlage entnommen wird, in der das defibrierte dere Staubfänger, z. B. Filter, vorgesehen sein. In Fasermaterial vor seiner Behandlung gemäß der vor- dem Fall, wo die Stoffbahn auf dem Siebtuch 14 aus stehenden Beschreibung getrocknet wird, und das io zwei oder mehreren Schichten verschiedener So^en von überschüssiger Feuchtigkeit, Staub (Rußteilchen) von Fasermaterial aufgebaut werden soll, können und sauren Bestandteilen befreit wird. Das Rauchgas zwei oder mehr Formkammern, jede mit ihrem Umkann im voraus so weit abgekühlt werden, daß sich wälzsystem, nacheinander vorgesehen sein. Jedes Syein wesentlicher Teil des Wasserdampfes auskonden- stem wird in einem solchen Fall unabhängig von dem siert hat, bevor das Gas den Umwälzkreisen nach der 15 oder den anderen arbeiten. Wenn dagegen dieselbe Erfindung zugeführt wird. Sorte von Fasermaterial in mehreren Stufen ange-Das Rauchgas kann z. B. durch die Leitung 26 in wendet wird, können die Leitungen von den Wirbeldie Labyrinthdichtungen 20, 22 eingeleitet oder abscheidern zu einer gemeinsamen Ausgleichkamdurch eine Leitung 120 direkt in die Ausgleichkam- mer zusammengeführt werden,
mer 38 eingeführt werden. Rauchgas kann auch di- so In dem Auslaß 39 der Ausgleichkammer 38 kann, rekt in eine oder mehrere der Umwälzleitungen ein- wenn wünschenswert, ein Filter zum Auffangen der geführt werden, wie bei 122 in den F i g. 1 und 2 an- kleinen, gegebenenfalls aus der Kammer entweichengedeutet ist. Die Zufuhr an Rauchgas wird so abge- den Mengen Staub eingesetzt sein.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (8)

Patentansprüche:
1. Trockenverfahren zum kontinuierlichen Formen eines Vlieses aus pflanzlichem Fasermaterial, bei dem Traggas mit darin dispergiertem Fasermaterial in eine Formkammer eingeführt wird, die über einem kontinuierlich umlaufenden Siebtuch angeordnet ist, auf dessen Rückseite und unterhalb der Formkammer zur Bildung des Vlieses ein Unterdruck erzeugt wird, durch den gleichzeitig Außenluft zwischen dem Siebtuch und dem untersten Teil der Formkammer angesaugt wird, wobei eine dem Einlecken von Außenluft in die Formkammer entsprechende Gasmenge dauernd aus dem Kreislauf entfernt wird, und bei dem das aus der Formkammer abgesaugte staubhaltige Gas zusammen mit neuem Fasermaterial ohne Einmischung von Außenluft im Kreislauf zur Eintragseite der Formkammer zurückgeleitet wird, dadurch gekennzeichnet, daß von der Hauptmenge des Traggases in an sich bekannter Weise vor der Vliesbildung ein von Fasermaterial befreiter erster Teilstrom abgezweigt wird, der dem unterhalb der Formkammer abgesaugten Traggas in einem geschlossenen Kreislauf wieder zugeführt und vor der Stelle mit dem Traggas wieder vereinigt wird, an der neues Fasermaterial eingespeist wird, und daß von dem unterhalb de: Formkammer abgesaugten Traggas ein zweiter Teilstrom abgezweigt wird, der als Zusatzgas zwischen Formkammer und Siebtuch bzw. Faservlies wieder in den Kreislauf eingespeist wird.
2. Trockenverfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in das Traggas Rauchgas eingespeist wird.
3. Trockenverfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Teilstrom vor dem Einspeisen zwischen Formkammer und Siebtuch bzw. Faservlies von Staub befreit wird.
4. Trockenverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Traggaskreislauf zwischen Formkammer und Siebtuch bzw. Faservlies gegen das Eindringen von Außenluft möglichst weitgehend abgedichtet wird.
5. Trockenverfahren nach den Ansprüchen 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, du das Rauchgas an der Abdichtung eingespeist wird.
6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 mit einer Formkammer, einem unter der Formkammer durchlaufenden endlosen Siebtuch, einem unter dem Obertrum des Siebtuchs und unterhalb der Formkammer angebrachten Saugkasten und einer damit verbundenen Gasleitung, durch die das abgesaugte Traggas über Ventilatoren wieder der Formkammer zugeleitet wird und in die vor der Formkammer über eine Schleusenvorrichtung ohne Einmischung von Luft neues Fasermaterial eingespeist werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß über der Formkammer (10) ein Abscheider (58) angebracht ist, aus dem über eine Leitung (60) der erste Teilstrom abgesaugt werden kann, der über eine mit der Außenluft in Verbindung stehende Ausgleichskammer (38) vor der Schleuse (40, 48) wieder mit dem Traggas vereinigt werden kann, daß das Traggas über einen Staubabscheider (34) ebenfalls der Ausgleichskammer (38) zugeführt und dort mit dem ersten Teilstrom vereinigt werden kann, wobei der abgeschiedene Staub mit dem neuen Fasermaterial der Schleuse (48) zuführbar ist, und daß in der Ausgleichskammer (38) der zweite Teilstroin von dem Traggas abgezweigt und über eine Leitung (62) zwischen ίο Formkammer (10) und Siebtuch (14) bzw. Faservlies eingespeist werden kann.
7. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, mit einer Formkammer, einem unter der Formkammer durchlaufenden
endlosen Siebtuch, einem unter dem Obertrum des Siebtuchs und unterhalb der Formkammor angebrachten Saugkasten und einer damit verbundenen Gasleitung, durch die das abgesaugte Traggas über Ventilatoren wieder der Formkam-
mer zugeleitet wird und in die vor der Formkammer über eine Schleuse ohne Einmischung von Luft neues Fasermaterial eingespeist werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß über der Formkammer (10) ein Abscheider (58) ange-
bracht ist, aus dem über eine Leitung (60) der erste Teilstrom abgesaugt werden kann, der über eine mit der Außenluft in Verbindung stehende Ausgleichskammer (38), über einen Ventilator (70) und eine Leitung (71) einem Staubabschei-
der (34) zuführbar ist, von dem aus der erste Teilstrom über eine Leitung (72) zu einer in den Abscheider (58) führenden Leitung (68) mit dem aus dem Saugkasten (12) abgesaugten Traggas geführt ist, wobei der abgeschiedene Staub mit
dem neuen Fasermaterial über eine Schleuse (48; nach der Einmündung der Leitung (72) der Leitung (68) zuführbar ist, und daß aus der Leitung (72) der zweite Teilstrom abgezweigt und über eine Leitung (74) der Ausgleichskammer (38)
und von dort über eine Leitung (62) zwischen Formkammer (10) und dem Siebtuch (12) bzw. Faservlies eingespeist werden kann.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7. dadurch gekennzeichnet, daß die Formkammer
(10) an ihrem unteren Ende von einer Labyrinthdichtung (20, 22) umgeben ist und daß der zweite Teilstrom zwischen der Labyrinthdichtung und dem unteren Ende der Fonnkammer einführbar ist.
DE1908704A 1968-03-07 1969-02-21 Trockenverfahren und Vorrichtung zum kontinuierlichen Formen eines Vlieses aus pflanzlichem Fasermaterial Expired DE1908704C3 (de)

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