DE2601016C2 - Verfahren und Einrichtung zum Reinigen von Filterkästen - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zum Reinigen von FilterkästenInfo
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- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
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- B01D46/00—Filters or filtering processes specially modified for separating dispersed particles from gases or vapours
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Description
Das Hauptpatent (DE-PS 21 58 338) betrifft ein Verfahren
zum in Zeitabständen erfolgenden Reinigen von Filterkästen, bei dem mit Verunreinigungen beladene,
zu reinigende Luft von einem in dem Filterkasten befindlichen ersten Luftförderaggregat durch mindestens
ein in dem Filierkasten befindliches, stromaufwärts von diesem ersten Luftförderaggregat angeordnetes Filter
hindurch angesaugt wird, bei dem ferner zur Reinigung des Filters ein zweites Luftförderaggregat verwendet
wird, das aus dem an die Rcinseite des Filters angrenzenden Raumbercich des Filterkastens Luft durch das
Filter hindurch unter Mitnahme der auf der anderen Seite des Filters angesammelten Verunreinigungen abgesaugt,
bei dem weiterhin während der Reinigung des Filters Nebenluft in den an die Reinseite des Filters
angrenzenden Raumbereich eingelassen wird, bei dem außerdem während der Reinigung des Filters weiterhin
so in den Filterkasten die mit Verunreinigungen beladene Luft eingelassen und von dem zweiten Luftförderaggregat
mit angesaugt wird und bei dem während der Reinigung des Filters von dem ersten Luftförderaggregat geförderte
Luft in den zwischen ihm und dem Filter befindlichen Filterkastenbereich in mindestens einer auf
das Filter zu gerichteten Strömung zurückgeblasen wird.
Gemäß dem Hauptpatent kann die Nebenluft zumindest teilweise der den Filterkasten umgebenden Atmo-
bo sphäre entnommen werden, und zwar über Einlaßkanäle,
welche ausgehend von Auslaßöffnungen des Filterkastens durch diesen Auslaßöffnugen zugeordnete Absperrclemente
begrenzt werden. Obwohl dieses Verfahren im allgemeinen zu sehr befriedigenden Ergebnissen
hr> führt, hat es sich in einigen Fällen als ungünstig erwiesen,
daß während der Reinigung des Tillers die Rcinsei-Ie
desselben durch mit tier Nelienliifl angesaugte Vcr
iinieiiiigiingen verscliiiiui/t wird, die dann bei crnenk-r
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Umstellung auf den normalen Absaugbelricb in konzentrierter
Form über die Ausiaßöffnungcn des Filters abgeblasen werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diesen Nachteil zu vermeiden und zu gewährleisten, daß von
der Druckseite des ersten Luftförderaggregates stets nur vollständig gereinigte Luft ausgeblasen wird.
Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst,
daß die während der Reinigung des Filters in dem Reinraum des Filterkastens einströmende Nebenluft aus
dem Unreinraum des Filterkastens stammt und durch das erste Luftförderaggregat durch das Filter hindurch
auf die Reinseite des Filters gesaugt wird.
Gemäß der Erfindung wird also keine zusätzliche Luft
von außen in den Filterkasten eingesaugt, sondern es wird allein mit der auch während der Reinigung des
Filters weiter angesaugten, zu reinigenden Luft gearbeitet, wobei die Tatsache ausgenutzt wird, daß die im
Bereich des zu reinigenden Filters wirksamen Kräfte auf der Saugseite des ersten Luftförderaggregates wesentlich
geringer gehalten werden können, als die Kräfte einer von der Druckseite des ersten Luftförderaggregates
ausgehenden Strömung, welche gegen die Reinseite des Filters gerichtet wird. Vorzugsweise kann die
auf das Filter zu gerichtete Strömung in Weiterbildung der Erfindung in eine Anzahl gerichteter Luflstrahlcn
aufgeteilt werden.
Durch die Erfindung läßt sich das Staub- und Faservlies auf der verschmutzten Seite des Filters zumindest
in vorgegebenen Bereichen besonders sicher soweit von dem Filter lösen, daß die von dem Filter gclösien
Teile des Vlieses von der Saugströmung erfaßt werden, welche während der Reinigung des Filters von dem
zweiten Luftförderaggregat erzeugt wird, so daß das Staub- und Faservlies nunmehr vollständig, vorzugsweise
als geschlossene Einheit von der verschmutzten Seite des Filters abgehoben und einer Sammelvorrichtung für
die Verunreinigungen zugeführt werden kann, bspw. einem Sammelcontainer oder auch einem Kellerraum, der
dann nur noch in sehr großen zeitlichen Abständen gereinigt werden muß.
Zur Durchführung des Verfahrens kann vorteilhaft eine Einrichtung vorgesehen sein, die einen Filterkasten
aufweist, der mindestens einen Einlaß besitzt, über welchen mit Verunreinigungen beladene, zu reinigende
Luft in das Innere des Filterkastens einleitbar ist, die mindestens ein Filter im Inneren des Filtcrkaslcns aufweist,
die ferner ein bei der normalerweise im Filterkasten herrschenden Luftströmung stromabwärts von
dein Filter angeordnetes, erstes Luftförderaggregat aufweist,
dessen Saugseitc und dessen Druckseite durch eine Zwischenwand im Fillerkaslen normalerweise getrennt
sind, die ferner mindestens einen ReinluflauslaiJ
auf der Druckseite des ersten Luflförderaggregats aufweist, die ferner mindestens ein verstellbares Absperrorgan
aufweist, das einer öffnung der Zwischenwand zugeordnet ist und mit dessen Hilfe zur Reinigung des
Filters ein Strömungspfad für eine von der Druckseite des ersten Luftförderaggregates ausgehende, gegen die
Reinseite des Filters gerichtete Luftströmung freigebbar ist. die mindestens eine, bezogen auf die normalerweise
im Filterkasten herrschende Luftströmung stromabwärts des Filters vorgesehene Saugöffnung aufweist,
welche mit der Saugseile eines zweiten Luftförderaggregates in absperrbarer Verbindung steht und die dadurch
gekennzeichnet ist. daß der Saugseite des ersten l.uiiiordcruggrcgats während der Reinigung des Filters
allein zu reinigende Luft von dem Einlaß durch das Filter hindurch zuführbar ist.
Durch diese Ausgestaltung gemäß der Erfindung wird erreicht, daß auch während der Reinigung des Filters
keine Verunreinigungen zur Reinseite desselben gelangen, so daß auch nach einer Reinigung des Filters keine
Verunreinigungen über den Auslaß des Filterkastens auf der Druckseite des ersten Luftförderaggregates ausgeblasen
werden. Außerdem ergibt sich der Vorteil, daß das erste Luftförderaggregat ständig in einer gereinigten
Atmosphäre arbeilet, wodurch sich die Wartungszeiten für dieses Luftförderaggregat verringern lassen
und wodurch ggf. auch der Einsatz von empfindlicheren Luftförderaggregaten ermöglicht wird, ohne daß Betriebsstörungen
zu befürchten wären.
Bei einer Einrichtung gemäß der Erfindung hat es sich als günstig erwiesen, wenn der Auslaß des Filterkastens
während der Reinigung des Filters durch das Absperrorgan verschließbar ist, über welches gleichzeitig eine
öffnung in der Zwischenwand freigebbar ist.
Ferner ist es in vielen Fällen vorteilhaft vorzusehen, daß in dem Strömungsweg der auf die Reinseite des
Filters zu dessen Reinigung zu strömenden Luftströmung mindestens eine Düsenplatte angeordnet ist, die
die Luftströmung in Einzelstrahlen zerlegt.
Hierdurch wird die Luftströmung in eine Anzahl von scharf gebündelten Luftstrahlen mit verstärkter Reinigungswirkung
aufgeteilt.
Die Erfindung wird nachstehend anhand einer Zeich-
JO nung noch näher erläutert, in der verschiedene Ausführungsbeispiele
von Einrichtungen zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens dargestellt sind. Es zeigen
F i g. 1 und 2 schcmaüsche Schnittdarstellungen eines
j5 ersten Ausführungsbeispiels einer Einrichtung gemäß
der Erfindung, und zwar während des Normalbetriebs (Fig. 1) und während der Reinigung des Filters (F ig. 2);
F i g. 3 und 4 schematische Schnittdarstellungen eines
zweiten Ausführungsbeispiels einer Einrichtung gemäß
-to der Erfindung, und zwar während des Normalbetriebes
(F i g. 3) und während der Reinigung des Filters (F i g. 4); Fig.5 einen Querschnitt durch die Einrichtung gemäß
F i g. 3 längs der Linie A-B'm dieser Figur und
Fig.6 und 7 schematische Darstellung eines dritten Ausführungsbeispiels einer Einrichtung gemäß der Erfindung und zwar für den Normalbetrieb (Fig.6) und während der Reinigung des Filters (F i g. 7).
Fig.6 und 7 schematische Darstellung eines dritten Ausführungsbeispiels einer Einrichtung gemäß der Erfindung und zwar für den Normalbetrieb (Fig.6) und während der Reinigung des Filters (F i g. 7).
In der Zeichnung sind sich entsprechende Teile mit gleichen Bczugszcichcn versehen.
•-.ο Bei der in F i g. 1 dargestellten Einrichtung handelt es
sich um einen stationären Filterkasten 10 einer Absauganlage für eine Vielzahl von Textilmaschinen, wobei die
an den Textilmaschinen angesaugte Luft beispielsweise dem Absaugen von bei Strickmaschinen anfallenden Fadenrcstcn,
der pneumatischen Reinigung von Spinnmaschinen oder dgl. dient. Die Absauganlage kann bevorzugt
mehrere solche, zu ihrer abwechselnden Reinigung an ein gemeinsames zweites Luftförderaggregat 11 angeschlossene
Filterkästen 10 umfassen, wie es in der Hauptpatentanmeldung (DE-PS 21 58 338) beschrieben
und dargestellt ist. wobei in vorliegender Fig. 1 und 2
jedoch lediglich ein Filterkasten 10 dargestellt ist, der zwei El.ilässe 12 aufweist, welchen mit Verunreinigungen
beladene, zu reinigende Luft aus zwei Absaugleitungen (nicht dargestellt) zuführbar ist.
Die über die Einlasse 12 in den Filterkasten 10 einströmende, mit Verunreinigungen beladene Luft wird
während des anhand der F i g. 1 zu erläuternden Nor-
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malbetriebes der erfindungsgemäßen Einrichtung mit Hilfe eines ersten Luftförderaggregates 14 durch ein
Filter 16 gesaugt, welches bei dem betrachteten Ausführungsbeispiel horizontal angeordnet ist und sich über
den gesamten Querschnitt des Filterkastens 10 als vorzugsweise ebenes Filter erstrecken kann. Die von der zu
reinigenden Luft getragenen Verunreinigungen werden an der Unterseite des Filters 16 zurückgehalten, während
die Reinluft von der Reinseite des Filters 16 zu dem ersten Luftförderaggregat 14 strömt, welcher als Radialventilator
mit einem Motor 18 und einem Vcnlilatorrad 20 dargestellt ist. Das Ventilatorrad 20 sitzt in
einer Aussparung eines Zwischenbodens (Zwischenwand) 22, welcher im Inneren des Filtcrkaslens 10 die
Saugseite des ersten Lufiförderaggrcgatcs !4 von dessen
Druckseitc !rennt. Auf der Druckseite des Zwischcnbodens
22 ist in der Wand des Filierkastens 10 ein
Auslaß 24 vorgesehen, über den die gereinigte Luft in die Umgebung des Filterkastens abströmen oder auch
über eine Druckleitung (nicht dargestellt) einem geeigneten Verwendungszweck zugeführt werden kann. Die
Richtung der einzelnen Luftströmungen auf der Saug- und der Druckseite des ersten Luftförderaggregates 14
sind in F i g. 1 durch Pfeile angedeutet.
Periodisch oder immer dann, wenn sich nach einer gewissen Betriebszeit an der Unterseite des Filters 16
eine entsprechende Menge von Verunreinigungen angesammelt hat, wird der Normalbetrieb unterbrochen,
und es wird die Reinigung des Filters 16 eingeleitet, wie dies nachstehend anhand der F i g. 2 erläutert werden
soll.
Wie die F i g. 1 und 2 zeigen, ist in dem Zwischenboden 22 eine öffnung 26 vorgesehen, welche während des
Normalbetriebes durch ein Absperrorgan 28 verschlossen ist. Zur Reinigung des Filters 16 wird nun dieses
Absperrorgan 28 mit Hilfe eines Stellmotors 30, der beispielsweise ein pneumatisches Zylinderaggregat sein
kann, aus der in F i g. 1 gezeigten Stellung gemäß F ig. 2
bewegt, in der er den Auslaß 24 absperrt und die öffnung 26 im Zwischenboden 22 freigibt. Gleichzeitig
wird über einen zweiten Stellmotor 32 ein zweites Absperrorgan 34 in einer eine Absaugöffnung 36 des Unreinraumes
15 des Filterkastens mit dem zweiten Luftförderaggregat 11 verbindenden Saugleitung 38 derart
betätigt, daß es diese Saugleitung 38 öffnet. Gegebenenfalls können in dem Zwischenboden 22 auch mehrere
solche öffnungen 26 mit zugeordneten, gemeinsam verstellbaren Absperrorganen 28 vorgesehen sein.
Die mit Verunreinigungen beladene Luft, welche auch während der Reinigung des Filters 16 über die
Einlasse 12 in den Filierkasten einströmt, wird nun teilweise
direkt über die Saugleitung 38 abgeführt Ein Teil der zu reinigenden Luft wird aber von dem weiterlaufenden
ertsen Luftförderaggregat 14 als Nebenluft durch das Filter 16 hindurch in den Reinraum 17 des
Filterkastens 10 gesaugt Da der Luftauslaß 24 des Filterkastens während der Filterreinigung vollständig abgesperrt
ist, gelangt durch ihn nunmehr keine Luft mehr nach außen und es gelangt folglich von der Druckseite
des ersten Luftförderaggregats 14 die gesamte von ihm angesaugte Luft durch die von dem Absperrorgan 28
freigegebene Öffnung 26 des Zwischenbodens 22 zu einer vorzugsweise als Lochplatte ausgebildeten Düsenplatte 40, welche sich in verhältnismäßig geringem Abstand
oberhalb eines Bereichs der Reinseite des Filters 16 befindet Die scharfen Luftstrahlen, welche durch die
zweckmäßig runden öffnungen der Düsenplatte 40 hindurch gegen die Reinscite des Filters 16 gerichtet werden,
lösen nun die zu einem Vlies verwirrten Verunreinigungen an der Unterseite des Filters 16, wobei der vom
Filter 16 abgehobene Teil des Vlieses von der Luftströmung zwischen den Einlassen 12, insbesondere dem in
Fig. 1 und 2 linken Einlaß, und der Absaugöffnung 36 erfaßt und in mehr oder weniger zusammenhängender
Form in die Saugleitung 38 eingesaugt und durch das zweite Luftförderaggregat 11 abgesaugt wird. Diese Art
der Reinigung des Filters 16 wird dadurch ermöglicht,
ίο daß die von der Saugscite des ersten Luftförderaggregates
14 auf die Verunreinigungen an der Unterseite des Filters 16 ausgeübten Kräfte zumindest wesentlich geringer
sind als die von den durch die Düscnplatic 40
bewirkten l.uftslrahlen hervorgerufenen Kräfte. Vor-
:ri /ugsweisc kann, wie dies hfini Ausführiingsbeispiel der
l'all ist, die Düsenplatte 40 wesentlich näher ;in dem
Filter 16 angeordnet sein als die Saugsciic des ersicn
l.uftförderaggicgates 14.
Das erste Luftförderaggregat 14 ist also auch wahrend
der beispielsweise durch ein Zcilschaliwerk oder
abhängig vom durch das Filier verursachten Differenzdruck zu seinen beiden Seiten von Zeit zu Zeil eingeschalteten
Filterreinigung ständig eingeschaltet.
Das Verfahren gemäß dieser Erfindung, dessen Anwendung bei stationären Filterkästen vorstehend anhand der Fig. 1 und 2 erläutert wurde, läßt sich mil Vorteil auch bei sogenannten Wanderrcinigcrn anwenden, denen der Filterkasten als Bestandteil des Wanderreinigers längs einer Textilmaschine, z. B. einer Spinnmaschine, verfahrbar ist. Die F i g. 3—5 der Zeichnung zeigen eine Einrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens mit einem Wanderreiniger 13.
Wie aus den Fig.3—5 deutlich wird, ist bei dem als
Das Verfahren gemäß dieser Erfindung, dessen Anwendung bei stationären Filterkästen vorstehend anhand der Fig. 1 und 2 erläutert wurde, läßt sich mil Vorteil auch bei sogenannten Wanderrcinigcrn anwenden, denen der Filterkasten als Bestandteil des Wanderreinigers längs einer Textilmaschine, z. B. einer Spinnmaschine, verfahrbar ist. Die F i g. 3—5 der Zeichnung zeigen eine Einrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens mit einem Wanderreiniger 13.
Wie aus den Fig.3—5 deutlich wird, ist bei dem als
3r> Ausführungsbeispiel betrachteten Wanderrcinigcr 13
der Filterkaslen 10 an seiner Unterseite mit Rädern 42 versehen, welche auf Schienen 44 laufen. Im Inneren des
Filterkastens 10 ist wieder ein Filter 16, ein Zwischenboden (Zwischenwand) 22 mit einer Öffnung 26 und einem
zugeordneten Absperrorgan 28, eine Düsenplatte 40 und ein erstes Luftförderaggregat 14 vorgesehen, wobei
diese Elemente im wesentlichen ebenso angeordnet sind, wie bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1
und 2, mit der Ausnahme, daß die Verunreinigungen auf der Oberseite des Filters 16 gesammelt werden. Ferner
sind, wie insbesondere aus F i g. 5 deutlich wird, mit den Einlassen 12 zwei einander gegenüberliegende Saugrüssel
46 verbunden, während zwei Auslässe 14 vorgesehen sind, die mit Blasrüsseln 48 verbunden sind. Schließlich
erfolgt der Antrieb des ersten Luftförderaggregates 14 bzw. des Ventilatorrades 20 nicht über einen besonderen
Motor 18, sondern mit Hilfe eines angetriebenen endlosen Bandes (nicht dargestellt) über eine Antriebsscheibe
18'.
Während des Normalbetriebes wird, wie dies Fi g. 3 zeigt, die mit Verunreinigungen beladene Luft, welche
über die Säugrüssel 46 angesaugt wird, durch das Filter
16 hindurchgesaugt und gelangt von der Druckseite des ersten Luftförderaggregates 14 zu den Auslassen 24
bo bzw. den Blasrüsseln 48. Während dieser Betriebsphase
ist eine Absaugöffnung 36 neben der den Einlassen 12 zugewandten Seite des Filters 16 durch ein zweites Absperrorgan
34 geschlossen.
Wenn nun der Wanderreiniger auf seinem Weg längs der Schienen 44 in eine Endstellung seiner Laufstrecke gelangt dann wird das zweite Absperrorgan 34 geöffnet und in die Absaugöffnung 36 dringt das Ende eines stationären Saugstutzens 38 ein. wobei eine Verschluß-
Wenn nun der Wanderreiniger auf seinem Weg längs der Schienen 44 in eine Endstellung seiner Laufstrecke gelangt dann wird das zweite Absperrorgan 34 geöffnet und in die Absaugöffnung 36 dringt das Ende eines stationären Saugstutzens 38 ein. wobei eine Verschluß-
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klappe 50 oder dergleichen am vorderen Ende derselben automatisch geöffnet wird. Die Saugleitung 38 steht
wieder mit einem zweiten Luftförderaggregat (nicht dargestellt) in Verbindung. Gleichzeitig wird das erste
Absperrorgan 28 über einen geeigneten Stellmotor (nicht dargestellt) in seine in F i g. 4 gezeigte Lage bewegt,
in der es die öffnung 26 im Zwischenboden 22 freigibt und den Strömungskanal zwischen der Druckseite
des ersten Luftförderaggregats 14 und den Auslassen 24 sperrt. Nunmehr erfolgt die Reinigung des Filters
16 wieder im wesentlichen in der gleichen Weise, wie dies vorstehend in Verbindung mit den Fig. 1 und 2
erläutert wurde.
Auch in den F i g. 3—3 ist die Richtung der verschiedenen Luftströmungen während des Normalbetriebes
und während der Reinigung des Filters 16 wieder durch Pfeile angedeutet, wobei zu beachten ist, daß die in
F i g. 3 und 5 eingezeichneten Pfeile dem Normalbetrieb entsprechen.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung
mit einem Wanderreiniger 13 ist in den Fig.6 und 7 gezeigt, von denen die Fig. 6 der Verdeutlichung des
Normalbetriebes und die F i g. 7 der Verdeutlichung der Verhältnisse während der Reinigung des Filters lödienl.
Der Wanderreiniger 13 gemäß Fig.6 und 7 unterscheidet
sich von demjenigen gemäß F i g. 3 bis 5 dadurch, daß das Filter 16 in dem Filterkasten 10 schräg
von oben nach unten verläuft, wobei sich die Absaugöffnung 36 und die mit den Saugrüsseln 46 verbundenen
Einlasse 12 auf der einen in F i g. 6 und 7 rechten Seite
des Filters 16 befinden, während die Auslässe 24 und das erste Luftförderaggregat 14 auf der in F i g. 6 und 7
linken Seite des Filters 16 angeordnet sind.
Während des Normalbetriebes wird die zu reinigende Luft bei dem Wanderreiniger gemäß F i g. 6 von den
Einlassen 12 durch das Filter 16 hindurch von dem ersten Luftförderaggregat 14 angesaugt, auf dessen
Druckseite sich die Auslässe 24 befinden. Es ist dann die Öffnung 26 der im Normalbetrieb die Saugseite und
Druckseite des Ventilators 14 trennenden Zwischenwand 22 durch die Klappe 28 abgesperrt, in diesem
Ausführungsbeispiel ist ferner in die öffnung 26 eine als Lochblech ausgebildete Düsenplatte 40 eingesetzt.
Wenn nun das Filter 16 gereinigt werden soll, dann werden ebenso wie bei dem Ausführungsbeispiel gemäß
Fig. 3—5 die beiden Absperrorgane 28, 34 in ihre in
F i g. 7 gezeigte Lage gebracht. Abweichend von dem zuvor betrachteten Ausführungsbeispiel bleiben aber
bei dem Wanderreiniger gemäß F i g. 6 und 7 die Auslässe 24 bzw. die Blasrüssel 48 auch während der Reinigung
des Filters Ib in Verbindung mit der Druckseite des ersten Luftförderaggregates 14, wobei der Überschuß
des dynamischen Druckes auf der Druckseite des Luftförderaggregates 14 dazu dient, durch die Düsenplatte
40 scharfe Luftstrahlen gegen die Reinseite des Filters 16 zu richten, um das Staub- und Faservlies von der
anderen Seite desselben abzulösen. Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig.6 und 7 bleiben also auch
während der Reinigung des Filters 16 die Blasrüssel 48 und die Saugrüssel 46 voll wirksam, während bei dem
Ausführungsbeispiel gemäß F i g. 3 und 4 während der Reinigung des Filters 16 nur die Säugrüssel 46 infolge
des an den stationären Saugstutzen angeschlossenen, !licht dargestellten zweiten Luftförderaggregates wirksam
sind.
Obwohl es besonders vorteilhaft ist, zur Reinigung des Filters die gesamte vom ersten Luflfördcraggrcgat
14 geförderte Luft auf die Reinseite des Filters zu zu blasen, kann man ggf. in manchen Fällen auch mit Teilmengen
der vom ersten Luftförderaggregat geförderten Luft auskommen und die restliche Luft in andere
Richtung blasen, in Sonderfällen aus dem Filterkasten ausblasen. Auch ist es im allgemeinen erwünscht und
vorteilhaft, wenn während der Reinigung des Filters die mit Verunreinigungen beladene Luft in unvermindert
starker zeitlicher Strömungsmenge in den Filterkasten
ίο weiterhin eingesaugt wird, daoch kann ggf. auch eine
Drosselung dieser Luftströmung, u. U. sogar eine Absperrung dieser Luftströmung während der Reinigung
des Filters vorgesehen sein. In letzterem Falle kann man mit Vorteil vorsehen, daß während der Filterreinigung
in den an die Unreinseite des Filters angrenzenden Unreinraumbereich des Filterkastens Außeniuft einströmen
kann, beispielsweise durch eine oder mehrere während des Filterreinigens geöffnete, absperrbare Öffnungen
des Filterkastens.
Es zeigte sich, daß die Düsenplatte 40 zwar in vielen Fällen besonders vorteilhaft bzw. in manchen Fällen sogar
notwendig ist, daß sie jedoch in vielen Fällen auch ohne Nachteil weggelassen werden kann, insbesondere
dann, wenn der Strömungsquerschnitt der auf das Filter zu dessen Reinigung zu gerichteten Luftströmung nicht
sehr viel kleiner als die Fläche des Filters ist, wie es z. B. bei dem Ausführungsbeispiel nach F i g. 6 und 7 der Fall
ist, wo das Verhältnis der Fläche des Lochblechcs 40 zur Filterfläche ungefähr 1 :2 beträgt. Man kann also beispielsweisc
in dem Ausführungsbeispiel nach F i g. 6 und 7 dieses Lochblech 40 auch weglassen, vorausgesetzt,
daß die Förderleistung des ersten Luftförderaggregates 14 dann noch für das Reinigen des Filters ausreichend
groß ist.
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen
Claims (10)
1. Verfahren zum in Zeitabständen erfolgenden
Reinigen von Filterkästen, bei dem mit Verunreinigungen beladene, zu reinigende Luft von einem in
dem Filterkasten befindlichen ersten Luftförderaggregat durch mindestens ein in dem Filterkasten befindlichen,
stromaufwärts von diesem ersten Luftförderaggregat angeordnetes Filter hindurch angesaugt
wird, bei dem ferner zur Reinigung des Filters ein zweites Luftförderaggregat verwendet wird, das
aus dem an die Reinseite des Filters angrenzenden Raumbereich des Filterkastens Luft durch das Filter
hindurch unter Mitnahme der auf der anderen Seite des Filters angesammelten Verunreinigungen absaugt,
bei dem weiterhin während der Reinigung des Filters Nebenluft in den an die Reinseite des Filters
angrenzenden Raumbereich eingelassen wird und vorzugsweise während der Reinigung des Filters
weiterhin in den Filterkasten die mit Verunreinigungen beladene Luft eingelassen und von dem /.weilen
Luftförderaggregat mit angesaugt wird und bei dem während der Reinigung des Filters von dem ersten
Luftförderaggregat geförderte Luft in den zwischen ihm und dem Filter befindlichen Filterkastenbereich
in mindestens einer auf das Filter zu gerichteten Strömung zurückgeblasen wird, nach Patent
21 58 338.0, dadurch gekennzeichnet, daß die während der Reinigung des Filters in den Reinraum
des Filterkastens einströmende Nebenluft aus dem Unreinraum des Filterkastens stammt und
durch das erste Luftförderaggregat durch das Filter hindurch auf die Reinseite des Filters gesaugt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzechnet, daß die während der Filterreinigung auf die
Reinseite des Filters zu gerichtete Luftströmung in eine Anzahl von gerichteten Luftstrahlen aufgeteilt
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Filterkasten während der Reinigung
des Filters auf der Reinscite desselben vollständig geschlossen wird.
4. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 —3, mit einem Filterkasten
mit mindestens einem Einlaß, über welchen mit Verunreinigungen beladene, zu reinigende Luft in
das Innere des Filterkastens einleitbar ist, mit mindestens einem Filter im Inneren des Filterkastens, mit
einem bei der normalerweise im Filterkasten herrschenden Luftströmung stromabwärts vor dem Filter
angeordneten ersten Luftförderaggregat, dessen Saugseite und dessen Druckseite durch eine Zwischenwand
im Filterkasten normalerweise getrennt sind, mit mindestens einem Reinluftauslaß auf der
Druckseite des ersten Luftförderaggregats, mit mindestens einem verstellbaren Absperrorgan, das einer
öffnung der Zwischenwand zugeordnet ist und mit dessen Hilfe zur Reinigung des Filters ein Strömungspfad
für eine von der Druckseite des ersten Luftförderaggregats ausgehende, gegen die Reinseite
des Filters gerichtete Luftströmung freigebbar ist und mit mindestens einer, bezogen auf die normalerweise
im Filterkasten herrschende Luftströmung stromaufwärts des Filters vorgesehene Säugöffnung,
welche mit der Saugseitc eines /.weiten Lufiförderaggregats
in absperrbarer Verbindung stobt, dadurch irekeiiM/.eichiiL-t, dal.i während der Reinigung
des Filters mittels des ersten Lufiförderaggregais
(14) in den Reinraum des Filtcrkaslcns (10) Neben luft nur durch das ΜΙιεΓ(16) hindurch einsaugbar ist.
5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Rcinluftauslaß (24) des I iltcrkastens
(10) während der Reinigung des Filters (16) durch das Absperrorgan (28) verschließbar ist, über
welches gleichzeitig die öffnung (26) in die Zwischenwand
(22) freigebbar ist.
6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Strömungsweg der auf die
Reinseite des Filters zu dessen Reinigung zu gerichteten Luftströmung mindestens eine Düsenplatte
(40) angeordnet ist. die die Luftströmung in Einzelstrahlen zerlegt.
7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Düsenplatte ein Lochblech (40) ist.
8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 4—7, dadurch gekennzeichnet, daß der Filterkasten stationär
angeordnet ist.
9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 4 —7, dadurch gekennzeichnet, daß der Filterkasten Bestandteil
eines Wanderreinigers (13) ist.
10. Einrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß der oder die Blasrüssel (48) des Wandreinigers (13) während der Reinigung des Filters (!6)
vom ersten Luftförderaggregat (14) weiterhin mit Blasluft gespeist werden.
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2601016A DE2601016C2 (de) | 1976-01-13 | 1976-01-13 | Verfahren und Einrichtung zum Reinigen von Filterkästen |
| IT30765/76A IT1065453B (it) | 1976-01-13 | 1976-12-22 | Procedimento ed equipaggiamento per la pulitura di casse filtro |
| GB894/77A GB1539843A (en) | 1976-01-13 | 1977-01-11 | Method and apparatus for the cleaning of filter boxes |
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