DE1908698B - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von ein- oder beidseitig beschichteten Schläuchen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von ein- oder beidseitig beschichteten SchläuchenInfo
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Description
908 698
bildnerlösungszuführeinrichtung für die Beschichtung
einer Sehlauchseite angeordnet ist.
Mit Hilfe dieser recht einfachen und praktisch wartungsfreien Vorrichtung läßt sich das oben angeführte
erfindungsgemäße Verfahren in vorteilhafter Weise ausführen.
In Anlehnung an die Hauptpatentanmeldung ist es natürlich auch möglich, daß im Anschluß an die vorgenannte
einstufige Beschichtungs/Imprägnierungs/ Evakuierungsvorrichtung noch zusätzlich eine auf der
Seite der Vakiuimeinrichtung (dieser räumlich nachgeordnet)
angebrachte, an sich bekannte weitere FUmbildnerlösungszufUhreinrichtung vorhanden sein
kann. Hierbei können die Vakuumeinrichtung sowie die Filmbildnerzu- und abführeinrichtung als Ringschlitzkammern
ausgebildet sein, wobei die Vakuumeinrichtung mindestens eine Ringschlitzkammer aufweist.
Vorteilhaft ist auch eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtnug, bei der der Kalibrierdorn
und/oder der Kalibrierring aus an sich bekanntem, durchsichtigem, chemisch beständigem
Kunststoff bestehen kann, weil hierdurch eine optische kontinuierliche Kontrolle der Beschichtung
bzw. Imprägnierung während des Betriebs möglich ist.
Ebenso wie bei der Hauptpatentanmeldung ist auch das gemäß Zusatzpatentanmeldung weiter ausgebildete
und abgeänderte Beschichtungs- bzw. Imprägnierungsverfahren unabhängig von der Wahl des
Filmbildners, sofern dieser in Lösung überzuführen und aus Lösung wieder zu verfestigen ist. Natürlich
kann auch hier der Filmbildner gegebenenfalls bekannte stabilisierende oder haftvermittelnde Zusätze
enthalten.
Das erfindungsgemäße Beschichtungsverfahren wird an Hand des folgenden Beispiels näher erläutert.
Ein in üblicher Weise aus einer flachen Bahn eines Langfaserpapieres gebildeter Schlauch wird in eine
aus einem Kalibrierrohr und einem Kalibrierring bestehende
Kalibriereinrichtung eingeführt, indem der Schlauch zunächst von oben auf ein aus Chromnickelstahl
bestehendes Kalibrierrohr aufläuft. Nach Eintritt in den durch Kalibrierrohr und Kalibrierring
gebildeten Ringspalt wird das Langfaserpapjer
von innen mit einer üblichen Viskose beschichtet und gleichzeitig von außen unter Einwirkung eines Vakuums
von 50 Torr entgast und vollständig mit der
von innen nach außen den Schlauch durchdringenden Viskose imprägniert. Nach einer in bekannter
Weise vorgenommenen Regenerierung, Wässerung und Trocknung weist die erfindungsgemäß beschichtete
fertige Wursthülle eine hohe Transparenz auf,
ίο wobei die glatte innere Oberfläche der Hülle das Abpellen
der Wurst günstig beeinflußt.
Ähnlich wie im Hanptpatent ist es auch hier in Verbindung mit der Variation der zugeführten Beschichtungsmenge
pro Zeiteinheit und der Höhe des
auf der anderen Seite angelegten Vakuums möglich, die verschiedensten Beschichf.ungsstärken auf der
Innen- und/oder Außenseite der Schläuche zu erhalten Auf diese Weise erhält man halbmatte bis
hochglänzende Produkte.
Die in der Zeichnung dargestellte erfindungsgemäße verbesserte Vorrichtung 1 enthält ein Kalibrierwerkzeug
2 und einen Kalibrieiring 3, die die Kalibrierung und Führung des zu imprägnierenden
Materials 4 gewährleisten. Das Kalibrierwerkzeug 2
enthält Filmbildnerlösungszuführeinrichtungen 7 und 7 a, denen auf der anderen Seite des zu imprägnierenden
Materials gegenüberliegend angebracht und im Kalibrierwerkzeug 3 befindliche Evakuierungskammern und Leitungen 6 und eine Filmbildner-
lösungsabführeinrichtung 5 angeordnet sind.
Die vorstehend beschriebene Weiterausbildung und Abänderung der Vorrichtung gemäß Hauptpatentanmeldung
kann wie folgt variiert werden. So ist es möglich, daß die Zuführungseinrichtung für den ge-
lösten Filmbildner nicht auf der Innenseite des zu imprägnierenden Materials, sondern auf der Außenseite
im Kalibrierring angeordnet ist, während die auf gleicher Höhe liegende Evakuierungseinrichtung sich
auf der Innenseite des zu behandelnden Materials befindet. Ebenso ist es möglich, daß je nach Laufrichtung
des zu imprägnierenden Materials unterhalb oder oberhalb dem ersten oben angeführten Arbeitsgang
nachgeschaltet, eine zweite Beschickungseinrichtung angeordnet ist, womit das Material auf der
der ersten Beschichtungsseite gegenüberliegenden Seite zusätzlich beschichtet werden kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung terials, wobei außerdem die Materialführung innervon
beidseitig beschichteten Schläucnen, wobei 5 halb der Behandlungsvorrichtung verbessert wird und
ein aus einer Langfaser oder einem Gewebe ge- im übrigen nunmehr auch relativ hochviskose, fi'mformter
Schlauch zuerst auf einer Seite und dann bildende Imprägnierungslösungen zeitsparend zur
auf der anderen Seite mit gelösten Filmbildnern Schlauchveredlung eingesetzt werden können,
beschichtet wird und wobei der Schlauch zwi- Es hat sich jedoch herausgestellt^ daß die Ansehen
der ersten und der zweiten Beschichtung io passung des zur Evakuierung erforderlichen Vakuums
auf der der ersten Bescbichtungsseite gegenüber- einerseits an die Viskosität der filmbildenden Impräliegenden
Seite durch Anlegen eines Unterdruck gnierui-gslösungen, andererseits insbesondere bei der
entgast und imprägniert wird, nach Patentanmel- Berücksichtigung von aus anderen Gründen entdung
P 17 71564.9-45, dadurch gekenn- stehenden Schwankungen der Durchlaufgeschwindigzeichnet,
daß der Schlauch gleichzeitig von 15 keiten des zu imprägnierenden Materials Nachteile
der einen Seite her entgast und von der anderen auftreten können, die z. B. darin bestehen, daß d^s
Seite her mit dera Besehichtungsmaterial impra- Imprägnierungsmaterial durch das nachfolgend angniert
wird. gelegte Vakuum so schnell durch den Schlauch hin
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge- durchgesaugt wird, daß sich auf der Imprägnierungskennzeichnet,
daß der gleichzeitig von der einen 20 seite Poren bilden können.
Seite her entgaste und von der anderen Seite her Hieraus ergab sich die Aufgabe, ein Verfahren und
mit einem Besehichtungsmaterial imprägnierte eine Vorrichtung zur Ausübung dieses Verfahrens zu
Schlauch ohne Zweitbeschichtung ir· an sich be- schaffen, die auch bei vorstehend geschilderten Grenzkannter
Weise verfestigt bzw. regeneriert und ge- fällen eine sichere Porenschließung bei dem zu imgebenenfalls
gewaschen und getrocknet wird. 25 prägnierenden Material gewährleisten.
3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfall- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gerens
nach Anspruch 1 und 2. wonach eine aus löst, daß der zu behandelnde Schlauch gleichzeitig
einem auf der einen Seite des zu beschichtenden von der einen Seite her entgast wird und von der
Langfaser- oder Gewebeschlauch·. (<·'} angeordne- anderen Seite her mit dem Besehichtungsmaterial
ten kalibrierwerkzeug (2) und ans einem auf der 30 imprägniert wird. Hierdurch wird erreicht, daß selbst
anderen Seite des zu beschichtender.. Schlauchs bei einem sehr starken Durchsaugen der filmbilden-(4)
angeordneten Kalibrierwerkzeug (3) beste- den Imprägnierungslösuni: durch das zu imprägniehende
Kalibriereinrichtung (1) Vakuum- sowie rende Material keinerlei Poren entstehen können.
Filmbildnerlüsungszu- und -abführeinrichtiingen weil während des Evakuierens auf der der Fvaku-(5.
6. 7. la) enthält, dadurch gekennzeichnet, daß 35 ierungsseite gegenüberliegenden Seite c':· zu imprädie
in dem Kalibrierwerkzeug (3) auf der einen gniercnden Schlauchs liegenden Zone nicht Luft, son-Seite
des Schlauchs (4) befindliche, mit einer dem weitere Reserven an filmbildender Imprägnic-Filmbiidnerlösungsabflußeinrichlung
(5) versehene r.mgslösung vorhanden sind.
Vakuumeinrichtung (6) auf gleicher Höhe wie die Dieses erfindungsgemäße Verfahren läßt sich un-
auf der anderen Seite das Schlauchs (4) befind- 40 abhängig davon, ob der zu imprägnierende Schlauch
liehe Filmbildnerlösungszuführeinrichlung (7, la) im Anschluß an die erste Imprägnierung mit einer
für die Beschichtung einer Schlauchscilc angc- — wie in der Haiiptanmeldung beschrieben und heordnet
ist. ansprucht — zweiten Schicht einer filmbildenden Lo
sung, die auf die der ersten Beschichtungsseite
45 gegenüberliegenden Seite aufgetragen wird, behandelt
wird oder nicht, ausüben. Die oben angefühlte zusätzliche
erfindungsgemäße Ausgestaltung des Verfahrens läßt sich auch auf alle anderen, in der Hauptpatentanmeldung
beschriebenen und beanspruchten
Die Hauptpatentanmeldung betrifft ein Verfall- 50 Verfahrensvariationen anwenden.
ren zur kontinuierlichen Herstellung von beidseitig F.in weiterer Vorteil des wie vorstehend ergänzten
beschichteten Schläuchen, wobei ein aus einer erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, daß die
Langfaser oder einem Gewebe geformter Schlauch Behandlung*- bzw. Durclilaufgeschwindigkcit der zu
zuerst auf einer Seite und dann auf der anderen behandelnden Materialien noch wesentlich erhöht
Seite mit gelösten Filmbildnern beschichtet wird und 55 werden kann, weil wegen der nunmehr auch in Grc
wobei der Schlauch zwischen der ersten und der fällen völlig ausgeschlossenen oben angeführt. 1
zweiten Beschichtung auf der der ersten Beschich- Porenbildung das Behandkingsvakutim die Peneirafungsseite
gegenüberliegenden Seite durch Anlegen fluggeschwindigkeit der filmbildenden Imprägnieeines
Unterdrucks entgast und imprägniert wird. rungslösting erheblich gesteigert werden kann.
Nach diesem Verfahren wird der zu beschichtende 6e Die oben angeführte erfindungsgemäße Lösung der
bzw. zu imprägnierende Schlauch nach dem Ein- gestellten Aufgabe schließt auch eine entsprechende
laufen in eine entsprechende Vorrichtung in einem Wciterausbildiing und Abänderung der Vorrichtung
ersten Arbeilsschritt einseitig beschichtet und in zur Durchführung dieses Verfahrens ein, die dadurch
einem darauffolgenden zweiten Afbeitsschritt auf der gekennzeichnet ist, daß die in dem Kalibrierwerkzeug
der Beschichlungsscile gegenüberliegenden Seile eva* 65 auf der einen Seite des Schlauchs befindliche, mit
kuiert. Diese Verfahrensweise erlaubt gegenüber den einer Filmbildnerlösuiigsabfliißeinrichtting versehene
herkömmlichen Beschichtungsverfahren, wie sie aus Vakuumeinrichtung auf gleicher Höhe wie die auf
der französischen Patentschrift 1 369 173 und der der der anderen Seite des Schlauche befindliche Film-
Family
ID=
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