DE1908348A1 - Folienpraegewerkzeug und dessen Zurichtung - Google Patents

Folienpraegewerkzeug und dessen Zurichtung

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DE1908348A1
DE1908348A1 DE19691908348 DE1908348A DE1908348A1 DE 1908348 A1 DE1908348 A1 DE 1908348A1 DE 19691908348 DE19691908348 DE 19691908348 DE 1908348 A DE1908348 A DE 1908348A DE 1908348 A1 DE1908348 A1 DE 1908348A1
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cartridge
double
plate
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DE19691908348
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Deveney Richard Francis
Otto Stanley Woodruff
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Hallmark Cards Inc
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Hallmark Cards Inc
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Pending legal-status Critical Current

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    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21D—WORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21D37/00—Tools as parts of machines covered by this subclass
    • B21D37/20—Making tools by operations not covered by a single other subclass

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Moulds For Moulding Plastics Or The Like (AREA)

Description

  • Folienprägewerkzeug und dessen Zurichtung Die Erfindung liegt auf dem Gebiet der graphischen Kunst und betrifft insbesondere Verfahren, Ausrüstung und Erzeugnisse, die das Folienprägen von Papier, Kunststoff oder dünnen Metallblättern erleichtern und wesentlich wirtschaftlicher gestalten.
  • Insbesondere beschäftigt sich die Erfindung mit Verfahren zur Herstellung von vorgefertigten gegossenen durchsichtigen Patrizen zum Gebrauch bei Folienprägmattlzen; diese Verfahren erleichtern die Zurichtung der Matrize und der Patrize in einer Presse und vermeiden zeitaufwendige und teure Handarbeiten, die früher bei der Vorbereitung einer Patrize nötig waten, die bei einer Folienprägematrize verwendet werden. Bei dem neuen Verfahren zur Vorbereitung vorgefertigter atrieen sind neue Verfahrensschritte in den gesamten Herstellungsablauf aufgenommen worden aus Formen der Folienprägematrizen in einer weniger kostspieligen Weise, als sie vorher verfügbar waren.
  • Wenn man von einer vom Künstler gravierten Originalplatte Matrizen und Patrizen herstellen will, ist es notwendig, die Platte in Hinsicht auf den Werkstoff zu verändern, beispeisweise um ein Hintergrundrelief zu schaffen, um davon die Folienprägematrisen herzustellen; eine besonders vorteilhafte Digenschaft der vorliegenden Erfindung-liegt in der Tatsache, daß in das Gesamtverfahren Schritte aufgenommen wurden, die es ermöglichen, Positive der Originalplatte zu erhalten, die-vervielfältigt und wieder verwendet werden können, wie es für Verfahren-mit-großen Mengen nötig ist.
  • Das Aussehen und der optische Effekt Das Aussehen und der optische Effekt vieler gedruckter Entwür- vieler gedruckter Entwürfe kann dadurch verbessert werden, daß das Blatt geprägt wird, um ihm ein plastisches Aussehen zu geben; das gleiche gilt auch in Zusammenhang mit Entwürfen, die eine Auflage aus Folie aufweisen, die auf das Papierblatt -aufgeklebt ist-. Ähnlich ist es lange üblich, einen plastischen oder drei-dimensionalen geprägten Entwurf aus blattförmigem Material herzustellen, um einen sich sichtbar abhebenden Eindruck zu erzeugen, mit oder ohne vielfarbigen Aufdruck Ähnliche Prägvorgänge werden auch bei dünnen Metallfolien ausgeführt, um erhabene oder geprägte Entwürfe herzustellen; häufig werden diese Verfahren auch mit anderen Werkstoffen, wie beispielsweise Kunststoffen durchgeführt.
  • Die Künstlerische Entwicklung ist in diesem Bereich sehr'weit fortgeschritten in Zusammenhang mit Glückwunschkarten, Kalendern, Partyartikeln, Zierverpackungen und dekorative Zubehöre, bei denen die Qualität des geprägten Musters und das Ausrichten des geprägten Bereichs mit dem gedruckten Bild besonders hohe Anforderungen stellen , da der Entwurf von dem Empfänger oder Käufer des Gegenstandes normalerweise aus verhältnismäßig geringem Abstand eingehend betrachtet wird.
  • Die Entwürfe, die in Zusammenhang mit den oben erwähnten Erzeugnissen verwendet werden, sind oft verhältnismäßig schwierig und erfordern besondere Geschiklichkeit hinsichtlich der Höhe eines Jeden geprägten Bereichs im Verhältnis zu den umgebenden Abschnitten des Entwurfs; deshalb ist die Kunst des Vorbereitens der plastischen Originalplatten (Meisterplatten) die bei der Herstellung von Felienprägematritzen und Patritzen verwendet werden, sehr stark spezialisiert und wird von außerordentlich erfahrenen Graveuren durchgeführt, die eine langjährige Erfahrung in diesem Gebiet mitbringen. Daher sind die Kosten der Vorbereitung der modellierten Originalplatten sehr hoch und hängen notwendigerweise in starkem Maß von der Schwierigkeit des Modells ab. Die Originalplatten werden notwendigerweise mit großer Sorgfalt gehandhabt und für einen möglichen zukünftigen Gebrauch aufgehoben. Wegen dem Wert dieser Originalplatten müssen Anstrengungen unternommen werden, um zu verhindern, daß sie beschädigt werden oder sich werfen oder andere physikalische Veränderungen erfahren, die ihren zukünftigen Gebrauch bei der Herstellung von zusätzlihen Matritzen und Patritzen verhindern, wie sie für Herstellungsverfahren benötigt werden, besonders für solche in großen Mengen, wie zum Drucken von Glückwunschkarten und von bekannten Gegenständen, wie sie vorhergehend geschildert wurden.
  • Da das Handgravieren eines Entwurfs in eine Originalplatte eine sehr zeitaufwendige und arbeitsreiche Tätigkeit ist, verwendet man in diesem Bereich herkömmlicherweise Platten aus Magnesium-Legierungen für diesen Zweck, da dieses Metall leicht gemeißelt, geritzt, gekratzt und geschliffen werden kann, sowohl von Hand ie auch von angetriebenen Werkzeugen, um ein vertieftes Muster darin zu erzeugen, da@ dem in einem Blatt einzuprägendem Muster entspricht. Für diesen Zweck geeignete Magnesium-Legierungen enthalten geringe Beträge von Aluminium, Zink9 Lithium, Cadmium und anderen Bestandteilen und werden unter verschiedenen Markennamen gehandelt. Beispiele hierfür sind Zomag von Atlantik Zinc Works, Dowmetal von Dow Chemical Company und Magplate von der Magplate Corporation Der andere9 gleichermaßen bedeutsame Grund für den Gebrauch von Magnesium-Legierungen für diesen; Zweck liegt in der Tatsache, daß sie vollständig durch Säuren ätzgbar sind, wie dies beispielsweise bei der Vorbereitung von Folienprägmatritzen notwendig ist, um ein Untergrundrelief ring m das Muster in der Matritze herzustellen. In diesem Zusammenhang führt der Werkstoff selbst zu der Anwendung von lichtempfindlichen wier anderen Schutzschichten über der Platte, um ein wahlweises Wegätzen von Metall in dem Säurebad zu erreichen. Es können aber auch andere Werkstoffe verwendet werden, wie Messing, Kupfer oder Stahl? um darin zu gravieren, wenn es gewünscht wird und insbesondere wenn die Herstellung eines widerstandsfähigeren Originals von Vorteil ist.
  • Beim Ätzen der Platte wird notwendigerweise der ursprüngliche Werkstoff zerstört, der das eingravierte Muster umgibt, und daher ist es notwendig, Vorsorge zu treffen, um ein Doppel der Originalplatte zur Herstellung der Patritze zurflokzubehalten, und dies nicht nur einmal, sondern so oft, wie es für eine Produktion in großer Menge gewünscht wird.
  • Zahlreiche Reproduktionsverfahren für Matritzen sind schon' ange'-' wendet worden; viele von ihnen umfassen Phenolharz-GieBverfahrén und Elektroformverfahren; Jedoch ist bisher noch kein wirklich praktisches Verfahren verfügbar zur Herstellung von Patritzen zum Gebrauch mit Matritzen das auf vollständig reproduzierbare Basis vor dem Zusammenbau der Patritze und der Matritze in der Presse arbeitet.
  • Bekannte Vorbereitungsverfahren für Patritzen erfordern meist die handwerkliche Anfertigung eines Stützelementes, das auf der Zurichtplatte der Presse aufgenommen ist. Beim Prägen von Papierblättern auf einer hin- und hergehenden-Presse ist ist es beispielsweise üblich, daß der Bedienungsmann das "weibliche" Prägewerkzeug oder die Folienprägmatritze auf die Matritzendruckplatte der Maschine aufsetzt und eine Anzahl von Papierbögen auf der Patritzendruckplatte in solcher tage befestigt, daß die Beruhrung der Matritze mit dem Blattstapel einen Eindruck auf dem Papier hinterläßt. Nachdem der Eindruck in der Patritze erfolgte, wurde die Zuricht- oder Patritzenplatte aus der Maschine genommen, so daß der Bedienungsmann von Hand um das Muster herumschneiden konnte- und so den Bereich um den in dem Papier geformten Eindruck herum ablösen konnte. Es war im allgemeinen1Dtwendi, diesen Vorgang mehrfach zu wiederholen, um ein vollständiges Bild zu erzeugen, bei dem der herausgearbeitete Bereich verhältnismäßig nahe an die Kanten des Musters heranretohte, um eine vollständige Aufnahme für den geprägten Folienbereich zu erreichen.
  • Zusätzlich wurde es normalerweise als notwendig-angesehen, einen groben Schnitt rund um das Muster vorzusehen und dann zusätzliche Blätter hinzuzugeben, die so ausgeschnitten waren, da@ sie im wesentlichen dem Muster entsprachen, so daß die Patritzenkante verhältnismäßig genau mit der Form der Matritzenkanten übereinstimmte. Auf jeden prall mußte dies aber von Hand gemacht werden, wobei das Verfahren angewendet wurde, allmählich-Papierblätter hinzuzufügen, die eines auf dem anderen aufgeklebt wurden. Häufig war es notwendig, kleine Papierstücke in bestimmten Bereichs zuzufügen, wo zusätzliche Unterstützung notwendig War und um einen erhabenen Bereich in der Patritze zu schaffen, der der Gestalt der plastischen Oberfläche der Matritze entsprach. Bei diesem Vorgang wurde ein Blatt Papier üblicherweise zeitweilig zwischen die aus Blättern aufgebaute Patritze und die Matritze für eine Anzahl von Eindruckvorgängen eingelegt und dann herausgenommen, um den notwendigen Papierabstand zu schaffen und ein Glätten der Blätter bei den tatsächlichen Herstellungavorgängen zu verhindern.
  • Es ist ersichtlich, daß die Herstellung der Patritzen von Hand entsprechend dem vorbeschriebenen Verfahren sehr zeitaufwendig und kostspielig ist, nicht nur wegen der Aufmerksamkeit, die von dem Bedienungsmann verlangt wird, sondern auch wegen der notwendigen Stillstandszeit der Presse, während Jede Patritze vorbereitet wurde. Bei jeder zusätzlichen Zugabe von Papierblättern zu der Patritze war es notwendig, die Zurichtplatte aus der Presse zu nehmen und anschließend um das Muster herum mit einem Handmesser einzuschneideno Die Zurichtung erforderte deshalb oft bis zu 18 Stunden, nur sehr selten lag sie unter 4 Stunden.
  • Es ist daher ein erstes Zel der vorliegenden Erfindung, ein verbessertes Verfahren zum Vorbereiten von Patritzen zum Gebrauch in Zusammenhang mit Folienprägematritzen«zu schaffen, wobei diese außerhalb der Presse hergestellt und in der Presse in genauer Ausrichtung angebracht werden können, ohne daß. ein Einlaufen und eine Zurichtung von Hand hierzu notwendig ist.
  • Ein anderes sehr wichtiges Ziel der Erfindung. istes, vorgefertigte gegossene Patritzen und Verfahren zur Vorbereitung derselben zu schaffen, wobei die sich ergebende Patritze durchsichtig ist, so daß sie über einer Kopie des zu prägenden Entwurfs angeordnet werden kann, der auf der Patritzendrucktafel angebracht ist, und mit einer solchen Patritzendrucktafel ausgerichtet verbunden werden kann, wobei der Entwurf so liegt, daß die in Verbindung mit der Patritze verwendete Matritze dann in geeigneter Weise der Patritze angepaßt wird und nachfolgend so mit der Matritzendrucktafel verbunden wird, daß die vollständige Anordnung als eine Einheit in die Presse eingesetzt werden kann.
  • Bei dieser Anordnung kann die vollständige Zurichtung außerhalb der Presse auf einer Unterlage erfolgen, -so-daß-keine Arbeii'-zeit der Presse erforderlich ist und die Ruhezeit der Presse wesentlich herabgesetzt wird, da die Presse ausschließlich für tatsächliche Herstellungsvorgänge benutzt wird.
  • Ein. weiteres wichtiges Ziel der Erfindung ist es, ein verbessertes Verfahren zum Vorbereiten vorgefertigter gegossener Patritzen der oben beschriebenen Art zu schaffen, wobei ein Doppel der gravieRen Originalplatte hergestellt wird, so daß Jede benötigte Anzahl von Matritzen hiervon erzeugt werden können, unbeeinflußt davon, daß die Originalplatte geätzt wird, um ein Hintergrundrelief um das Muster herum zu schaffen, um nachfolgend so viele "weibliche" Matritzen davon herzustellen, wie benötigt werden.
  • Auch ein wichtiges Ziel der Erfindung ist es, ein Verfahren zum Vorbereiten vorgefertigter gegossener durchsichtiger Patritzen für PolienprEgematritzen zu schaffen, die in ihrer plastischen Oberfläche ausreichend abgetragen sind, um das gleiche Maß von Papierzwischenraum zu schaffen, wie es frWher bei der Handzurichtung erzielt wurde, wobei zum Einlauf eine Zahl von aufeinander gestapelten Papierbögen verwendet wurde:.
  • Dieser Papierzwischenraum wird erzeugt durch däs Zwischenlegen einer Lage von druckverformbarem, verhältnismäßig inkompressiblem Werkstoff vorherbtimster Dicke über der modellierten Oberfläche des Doppels der gravierten Originalplatte, worauf das Gießen der Patritze gegen den verformbaren Werkstoff erfolgt; beim Abnehmen der gegossenen Patritze von der zusammengebauten Einheit kann sie unmittelbar als Matritze verwendet werden, da der Papierzwischenraum bei der modellierten Oberfläche bereits vorhanden ist Die Eigenschaften des druckverformbaren Werkstoffs sind so, daß dieser sich unter Druck im wesentlichen der Gestalt des vertieften Entwurfs in dem Doppel anpaßt, ohne seine Dicke wesentlich zu verändern; dadurch wird ein Schneiden während des Prägeform gangs vermieden und ein sehr gleichförmig es und deutlich gesei¢hnetes Bild in der geprägten Folie oder dem Blatt erzeugt. Wenn man ein druckverformbares, verhältnismäßig inkompressibles Naterial einer Dicke verwendet, die im wesentlichen gleich dem gegewünschten Papierzwischenraum für eine bestimmte Patritze fat, wird ein automatischer Ausgleich während des Gießens der Patritze geschaffen, der sich über die gesamte modellierte Oberfläche er streckt.
  • Ein sehr wichtiges Ziel der Erfindung ist es, Verfahren zu schaffen zur Herstellung von Patritzen für Folienprägematritzen, die außerhalb der Presse in einem selbständigen Arbeitsgang für die sen Zweck hergestellt werden, ohne daß merkliche Opfer in der Qualität der Patritze gebracht werden müssen und wobei die Reproduktion von so vielen Patritzen wie gewünscht von einer einzigen, vom Künstler gravierten Platte möglih ist, wobei Jede Pa tritze weitgehend ein Abbild der anderen ist.
  • Weitere Merkmale, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der neuen Erfindung ergeben sich aus den beiliegenden Darstellungen von Ausführungsbeispielen sowie aus der folgenden Beschreibung.
  • Es zeigen: Fig. 1 eine Draufsicht auf eine als Beispiel gewählte, vom Künstler gravierte Originalplatte, mit einem herausgearbeiteten Muster in einer Oberfläche sowie mit konischen Ausricht-Ausnehmungen in gegenüberliegenden Ecken; Fig. 2 eine im wesentlichen schematische Darstellung der gravierten Platte im wesjntlichen längs der Linie 2-2 der Fig.1 mit einem Gegenstück aus Nickel; Fig. 3 einen schematisch dargestellten Schnitt ähnlich der Fig.2, wobei das Nickel-Gegenstück aus Fig. 2 mit einem darauf befindlichen elektrogeformten Doppel versehen ist, das wiederum mit Epoxydmaterial abgestützt ist; Fig. 4 einen schematischen Schnitt, der das epoxyd-gestUtzte Doppelstück aus Nickel zeigt, mit einer Lage von Bleifolie darauf, die wiederum von einer dagegen abgegossenen Patritze bedeckt ist; Fig. 5 einen Schnitt der Patritze; Fig. 6 einen schematischen Schnitt durch die gravierte Originalplatte, wobei das Verfahren zum Ausfüllen des herausgearbeiteten Musters mit einem Schutzlack gezeigt wird; Fig. 7 einen Schnitt- durch die Originalplatte nach dem diewenigen Abschnitte weggeätzt wurden, die nicht - wie in Fig. 6 gezeigt - durch-Lack geschützt waren; Fig. 8 einen schematischen Schnitt durch die abgetragene Origi nalplatte mit einem Gegenstück aus Nickel; Fig. 9 einen schematischen Schnitt durch das Gegenstück aus Nickel mit einer darüber befindlichen elektrogeformten Matritze aus Nickel, die von einer Stahlunterstützung getragen wird; Fig 1o einen schematischen Schnitt durch die elektrogeformte Matritze aus Nickel, die mit einer Stahlplatte unter stützt ist, zusammen mit der Patritze gemäß Fig. 5, wobei sich die Löcher in den Elementen in gegenseitiger Ausrichtung befinden; Fig. 11 einen schematischen Schnitt durch die in Fig. do gezeigt ten Elemente, mit hindurchgeführten Stiften, um diese Elemente in auagerichtetet Lage zu halten; Fig. 12 einen schematischen Schnitt,de aus Matritze und Patritze bestehende Einheit in zusammengebauter Lage auf entsprechenden Drucktafeln einer Presse zeigt; Fig. 13 einen vergrößerten Schnitt durch die Patritze und die Matritze, der deren Ausgestaltung an einem Teil des von der Originalplatte ei:zprcduzierten Musters zeigt, sowie die zusammengehörige Lage der M8tritze und der Patritze zu dem dazwischen eingepreßten Papier oder der Folie; Fig. 14-18 ein weiteres Verfahrenzur Herstellung einer Patritze und einer Matritze mit gegossenen Elementen, die anstelle von metallischen gasplattierten Elementen verwendet werden, wie sie in den Fig. 1 bis 13 dargestellt sind; Fig. 14 in einem schematischen Schnitt die in Fig. 1 dargestellte Originalplatte mit einem dagegen gegossenen Phenolharz-Gegenstück; Fig. 15 in einem Schnitt das Phenolharz-Gegenstück, das mit mit einem elektrogeformten Doppel aus Nickel versehen ist, das wiederum mit einer Epoxydabstützung versteift ist; Fig, 16 einen Schnitt durch das epoxyd-versteifte Doppel aus Nickel mit einer dagegen gegossenen Patritze; Fig. 17 einen schematischen Schnitt. durch die in Fig. 7 gezeigte abgetragene Originalplatte mit einem rauf gegossenen Gegenstück aus Phenolharz; Fig. 18 in einem Schnitt das Phenolharz-Gegenstück, das mit einer elektrogeformten Nickelmatritze darüber ausgestattet ist, die mit aufgesprthtem Metall verstärkt ist; Xigæ 19-24 schematisch ein anderes Verfahren zur Herstellung von Patritzen und Matritzen gemäß der Erfindung; Fig. 19 einen schematischen Schnitt durch eine Presießeinheit, bei der die gravierte Originalplatte gemäß Fig. 1 eingesett ist, mit einem darauf gegossenen Phenolharz-Gegenstück; Fig. 20 einen ähnlichen schematischen Schnitt durch das in der Preßgießeinheit angeordnete Phenolharz-Gegenstück nach Fig. 19 mit einem Phenolhars-Doppel; Fig. 21 einen schematischen Schnitt durch das Phenolharz-Doppel, mit einer Lage von Bleifolie darauf und einer gegen die Bleifolie gegossenen Patritze; Fig. 22 einen schematischen Schnitt durch die abgetragene Originalplatte nach Fig. 7, die sich in der Preßgießeinheit befindet, mit einem dagegen gegossenen Phenolharz-Gegenstück; Fig. 23 einen Querschnitt durch das Phenolharz-Gegenstück mit einer elektrogeformten Matritze aus kel über der modellierten Fläche; und Fig. 24 einen Schnitt durch die in Fig. 23 gezeigte elektrogeformte Matritze aus Nbkel mit einer Stahlstützplatte, wobei gezeigt wird, wie die Druckgießplatte verwendet wird, um das Element parallel mit der Matritze zu halten, indem das letztere auf dem Phenolharz-Gegenstück zurückgehalten wird, während der Kleber aushärtet.
  • Man muß davon ausgehen, daß alle oben beschriebenen Schnitte im wesentlichen längs einer unregelmäßigen Linie ähnlich der Linie 2-2 in Fig. 1 verlaufen; daraus ergeben sich die gegenseitigen Beziehungen der Figuren und die relativen Lagen der Ausrichtaugen und -stifte, die bei dem vorliegenden Verfahren verwendet werden, um eine Störung der während der Herstellung erzielten Ausrichtlage der Einzelteile zueinander zu vermeiden.
  • Die Fig. 1 bis 13 umfassen schentische Darstellungen der Verfahrenaschritte zur Vorbereitung von Folienprägmatritzen und entsprechenden Patritzen gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung. Fig. 1 zeigt eine herkömmliche Originalplatte 1o (ldeisterplatte ql aus Magnesiumlegierung; typische Beispiele hierfür sind - wie schon erwähnt - unter den Marken Zomag und 'Dowmetale im Handel. Zu Zwecken der besseren Darstellung ist die Platte lo mit einer ringförmigen Nut 12 in ihrer Fläche 14 gezeigt, die ein modelliertes Muster in der Platte darstellt.
  • Das durch die Nut 12 geschaffene herausgearbeitete Relief wird üblicherweise von Künstlern mit Gravierwerkzeugen geformt, wobei die Oberfläche der Platte gemeißelt, geschliffen, gekratzt oder in anderer Weise abgetragen wird. Für diesen Zweck wird üblicherweise eine Magnesiumlegierung verwendet, weil sie leicht zu bearbeiten ist. Bei ihr kann auch leicht der Hintergrund in der Umgebung des in der Platte geformten Musters weggeätzt werden, wobei übliche Säureätzverfahren angewendet werden.
  • Vorzugsweise ist die Platte 10 mit mindestens einem Paar von konischen Ausricht- oder Einrastlöchern 16 und 18 versehen, die durch kombiniertes Bohren und Senken in der Weise hergestellt sein können, daß sich die konischen Löcher im Durchmesser zu der Fläche 14 der Platte hin erweitern; sie sind vorzugsweise in einander diagonal gegenüberliegenden Ecken der Platte wie in Fig. 1 gezeigt, angeordnet.
  • Die Originalplatte lo wird als Form zur Vorbereitung von Matritzen und Patritzen verwendet, dient Jedoch nicht selbst als Matritze, da sie einen beträchtlichen Wert darstellt, da sie aus verhältnismäßig weichem und geschmeidigem Material zum leichteren Eingravieren hergestellt ist und deshalb keinen hohen Verschleißwiderstand hat, außerdem weil es erwünscht ist, das Original zur Vorbereitung einer Anzahl von Matritzen und Patritzen zu behalten, wie sie in Zukunft gebraucht werden könnten.
  • Die einzelnen Verfahrensschritte zur Vorbereitung der in Fig0 5 gezeigten Patritze So, die in einer Folienprägematritze bei spielsweise von der Originalplatte lo vorbereitet wird, sind schematisch in den Fig. 2 bis 4 dargestellt0 Gemäß diesem Verfahren kann eine Patritze mit größter Genauig keit hergestellt werden; wenn es jedoch gewünscht wird, die Gesamtkosten der Patritzenherstellung zu / senken, und eine gering fügige Einbuße an Genauigkeit in Kauf genommen werden kann beim Prägen des ausgearbeiteten Musters, dann kann ein abgewandeltes und noch weniger aufwendiges Verfahren durchgeführt werden, das schematisch in den Fig. 14 bis 16 und 19 bis 21 dargestellt, ist0 Aus der Fig. 2 sieht man, daß eine Lage von Nickel auf der Flä che 14 der Patritze 10 ausgebildet ist, wobei vorzugsweise ein herkömmliches Verfahren zum Ausscheiden einer Plattierung aus Dampf stattfindet, bei dem Nickeltetracarbonyl Ni (CO), verwendet wird, aus dem sich das Nickel auf der Patritze 10 niederschlägt. Es sollte über der Originalplatte 10 so viel Nickel abgelagert werden, daß eine Schicht von ungefähribis 2 mm (o,o40 bis 0,080 Zoll) Dicke entsteht. Dssso erzeugte gasplattierte Nickelgegenstück 22 hat eine Fläche 24, die genau die Oberflächenausgestaltung der Fläche 14 der Platte 1o nachbildet. Durch die Verwendung eines Gasplattierverfahrens zum Aufbringen einer Nickelschicht auf der Fläche 14 der Platte 10 hat das Gegenstück 22 eine modellierte Oberfläche, die ein exaktes Gegenstück des Musters 12 mit außerordentlich guter Übereinstimmung zwischen beiden darstellt.
  • Die Originalplatte 1o wird dann von dem gasplattierten Gegenstück 22 getrennt; dessen Fläche 24 wird mit einem elektrisch leitenden Trennmittel wie kolloidalem oder ausgefälltem Silber beschichtet, so daß ein Doppel 26 aus Nickel auf das Gegenstück 22 mit herkömmlichen Nickel-Plattierverfahren aufgebracht werden kann. Auf der Fläche 24 des Gegenstücks 22 sollte ein ausreichender Betrag von Nickel aufgebracht werden, um eine Schale zu schaffen, die genau die modellierte Oberfläche des Gegenstücks 22 nachbildet. Da das als Nickelschale ausgebildete Doppel 26 nicht starr genug ist, um es ohne Unterstützung zu verwenden,wird es vorzugsweise auf der Rückseite 28 des Doppels 26 mit einem verstärkenden Werkstoff ausgefüllt, der aus einem Kunstharz, beispielsweise Epoxydharz bestehen kann, das leicht zu verarbeiten und wirtschaftlich ist. Als Unterstützungsmaterial 30 kann beispielsweise das Epoxyd-Gießharz 301 TS der U.S. Gypsum Company verwendet werden.
  • Das Gegenstück 22 wird von dem Doppel 26 aus Nickel getrennt; die Patritze 20 wird gegen eine Lage von Bleifolie 32 geformt, die über die Fläche 34 des Nickeldoppels 26 gelegt ist, um den Abstand für das Papier zu schafffen. Die Dicke der Folie 32 ändert sich notwendigerweise mit dem erforderlichen Papierabstand für jeden besonderen Papiertyp, der mit der Patritze 29 geformt werden soll, aber in den meisten Fällen beträgt die Foliendicke ungefähr 2/3 der Dicke des zu prägenden Papiers.
  • Bleifolie ist hervorragend geeignet zur Erzeugung des Papierzwischenraums beim Gießen der Patritze 20, wobei das Doppel 26 als Form verwendet wird, denn das Blei kann durch Druck in die exakte Form der Fläche 54 des Doppels 26 geformt werden und verändert sich wegen seiner verhältnismäßigen großen Inkompressibilität in der Dicke nicht wesentlich, wenn es in Druckverbindung mit der Fläche 34 gelangt. Außerdem hängt die Bleifolie an dem Doppel 26 nicht an und kann deshalb vollständig hiervon entfernt werden; außerdem stellt sie eine sehr glatte ebene Fläche zum Gießen der Patritze 20 dar.
  • Die Patritze wird vorzugsweise aus einem anfänglich glatten Blatt aus Kunstharz hergestellt, das in geeigneter Weise mit einem Werkstoff wie Glasgewebe verstärkt ist; dieses Blatt wird auf ausreichend hohe Temperaturen erhitzt, während es in Berührung mit der äußeren Oberfläche der Bleifolie 32 gebracht wird, damit die Fläche 36 der Patritze 20 genau die Ausgestaltung des Doppels 26 nachbildet; eine Abweichung ergibt sich nur die als Abstandsmittel wirkende Bleifolie 32, so daß die endgültige Patritze wie in Fig. 5 gezeigt, geformt ist, mit einer modellierten Oberfläche oder Vorderfläche 36, während die rückwärtige Fläche 38 im wesentlichen flach ist. Ein. geeignetes Kunstharz zum Gießen der Patritze 20 ist unter der Bezeichnung P-68o bekannt und wird von der U.S. Polymeric Chemicais,.Ino., Santa Ana, California, auf den Markt gebracht. Dieser Werkstoff besteht aus Glasfasergewebe, das mit einem Diallyl-Isophthalat-Harz imprägniert ist.
  • Obwohl bei dem bevorzugten Verfahren, wie es beschrieben wird, die Patritze 20 gegen die Folie 32 gegossen wird, die von dem Doppel 26 getragen wird, ist es doch selbstverständlich, daß die Platte 10, besonders wenn sie aus verhältnismäßig starrem Material wie Messing oder Stahl hergeatellt ist, als Unterstützung während des Formens der Patritze verwendet werden kann.
  • Das aus Nickel bestehende Doppel 26, das mit dem Epoxydwerkstoff 3o verstärkt ist, wird für zukünftigen Gebrauch aufgehoben; dadurch ist es möglich, so viele Patritzen 20 von dem Doppel zu gießen, wie sie gelegentlich gebraucht werden.
  • Da ein Doppel des Originals hergestellt ist, das die Oberflächenausführung der Originalplatte sehr genau nachgebildet hat, kann die gravierte Originalplatte weiterhin dazu verwendet werden, davon eine Matritze als Doppel herzustellen, wenn es gewünscht wird. Ein bevorzugtes Verfahren, diesen Zweck zu erreiohen, ist in den Fig. 6 bis 9 dargestellt.
  • Es wird davon ausgegangen, daß die gravierte Originalplatte 1o für die Herntellung einer Folienprägematritze vorbereitet ist; es ist deshalb nötig, das Hintergrundrelief in der Umgebung des Musters 12 wie bekannt, herzustellen, Ein bevorzugtes Verfahren zur Herstellung dieses Hintergrundreliefs besteht in dem Aufbringen einer Lage von Lack oder anderem Säurebeständigem Werkstoff auf der Fläche 14 der Platte lo; anschließend streicht ein Wischer 40 darüber, so daß die Fläche 14 der Platte 1o von dem Lack freigewischt sind, aber die herausgearbeiteten Abschnitte, die das Muster 12 darstellen, sind mit Lack 42 gefüllt, um die tiefer liegenden Bereiche der Platte vor der Säureätzung zu schützen.
  • Wie Fig. 7 zeigt, wird die Fläche 14 der Platte lo einem Säurebad für eine gewisse Zeit ausgesetzt, um zu bewirken, einen gewünschten Betrag der Magnesiumlegierung in der Umgebung des Musterbereichs 12 zu lösen, wobei der Bereich 12 durch den Lack 42 geschützt wurde. Die abgetragene Fläche 44 der Platte 1o umgibt somit das Muster 12 völlig, und wegen der Eigenart des Ätzvorganges sineneigte Flächen 46 zwischen der Fläche 44 und den äußeren, verhältnismäßig scharfen Kanten 48 der Platte lo entstanden, welch letztere die Grenzen des Musters 12 darstellen.
  • Anschließend wird mittels des Gasçlattierverfahrens ein Nickel gegenstück 45 auf der abgetragenen Fläche 44 der Originallatte 1o aufgebracht mit vorzugsweise einer Dicke, die der Dicke des Gegenstückes 22 ähnlich ist. Nach der Trennung des gasplattier ten Nickelgegenstücks So von der Originalplatte 10 wird das Ge-Gegenstück als Porm für ein Doppel aus Nickel oder eine Matritze verwendet, die gegen die modellierte Fläche 42 geformt wird, um eine elektrogeformte Nickel schale oder Matritze 54 zu schaffen mit einer Fläche 56, die genau die Form der mmdellierten Fläche 52 des Gegenstückes So nachbildet, Verschiedene Verfahren können zum Verstärken der Nickematrize 54 verwendet werden; eine geeignete und bevorzugte Einrichtung umfaßt eine kaltgewalzte Stahlplatte 58, die an der Rückseite der Matrize 54 mittels eines Klebers bo befestigt ist. Wie sich aus der Fig. 9 ergibt, ist die Platte 58 mit kegeligen Vertiefungen 62 versehen, die mit den kegeligen vorsprüngen der elektrogeformten Iickelmatrize 54 übereinstimmen, so daß die Platte 58 flach gegen die Rückseite der Nickeniatrize 54 anliegt.
  • Aus den Fig. 1 bis 9 ergibt sich, daß von Anfang an kegelige Bohrungen 1G und 18 in der Platte 1o vorgesehen wurden, so daß entsprechende kegelige Vertiefungen und Vorsprünge an dem Gegend stück und den ntchfolgenden Platten (Doppel) entstehen, die der Originalplatte 1o nachgebildet sind. Entsprechend hat die Patrize 20 ein Paar von konischen Vorsprüngen 64 und 66, die den konischen Bohrungen 16 bzw. 18 entsprechen. Ähnlich hat die stahlverstärkte Nickematrize 54 ein Paar von konischen Einsenkungen 68 und 70, die exakt übereinstimmten mit den Bohrungen 16 und 18 und deshalb genau in der Weise angeordnet sind, um die konischen Vorsprünge 64 bzw. 66 der Patrize 20 aufzunehmen.
  • Die ineinander passenden konischen Vorsprünge und Einsenkungen an der Matrize 54 und der Patrize 20 werden verwendet, um die Matrize und die Patrize genau gegeneinander auszurichten, wie in Fig. lo gezeigt. Nach der Ausrichtung der Patrize 20 mit der Matrize 54 werden mindestens zwei Löcher 72 und 74 durchgebohrt, um entsprechend ausgerichtete Stifte 76 und 78 aufzunehmen, die vorzugsweise aus einem Kunstharzwerkstoff wie Nylon bestehen. Daraufhin werden die diagonal gegenüberliegenden Ecken der ausgerichteten Patritze 20 und Matritze 54 entfernt, so daß danach die Ausrichtung der ebenen Elemente von den Stiften 76 und 78 übernommen werden, die in entsprechenden Bohrungen 72 und 74 aufgenommen sind (siehe Fig. 11).
  • Da die Patritze 20 und die Matritze 54 außerhalb der Presse in neuartiger Weise hergestellt werden, können die Drucktafeln der Presse außerhalb der Maschine aufgestellt werden. Das bevorzugte Zurichtverfahren, bei dem die vorgefertigte Patritze 20 und Matritze 54 verwendet werden, ist schematisch in Fig. 12 dargestellt. An dieser Stelle wird darauf hingewiesen, daß der Kunstharz-Werkstoff, der zur Herstellung der Patritze 20 verwendet wird, vorzugsweise von einer solchen Art ist, daß er nach der endgültigen Behandlung durchsichtig ist, so daß das auf ein Papierblatt gedruckte Muster durch die Patritze gesehen werden kann, um das Ausrichten während der Zurichtung zu ermöglichen. Das vorher erwähnte Diallyl-Isophthalat-Harz ist besonders geeignet für diesen Zweck; es kann auch in einer herkömmlichen Maschine gegossen werden, mit der man einen Druck aufbringen kann, während Hitze dem Kunstharz zugeführt wird, um das endgültige Ausharten zu erreichen. Deshalb solBe das Harz, aus dem die Patritze 20 geformt ist, nicht nur nach dem endgültigen Aushärten des Polymers durchsichtig sein, sondern auch vorzugsweise wärmeaushärtend sein, damit es - wenn nötig - während des Gebrauchs in einer Folienprägemaschine oder dergl. auch der Hitze widerstehen kann.
  • Beim Zurichten der Pressendruckplatten zum Folienprägen mit einer Patritze 20 und einer Matritze 54 wird zuerst ein bedrucktes Blatt 80, das das zu prägende Muster trägt, mit einem geeigneten Klebstoff auf der unteren Pressendrucktafel 82 angebracht. Bei dem in den Zeichnungen dargestelltem Beispiel wird angenommen, daß das auf dem Blatt 80 aufgedruckte Muster die Gestalt der Nut 12 in der Originalplatte 1o hat.
  • Dann wird die vorgefertigte Patritze 209 die eine Schicht von Kontaktklebstoff 84 auf der flachen Rückseite 86 aufweist, über das Blatt 80 gelegt, so daß der erhabene Abschnitt 88 der Patritze 20, der genau mit dem Muster 12 übereinstimmt, mit dem entsprechenden gedruckten Abschnitt des Blattes 80 ausgerichtet ist, woraufhin die Patritze in Berührung mit dem gedruckten Bläst gebracht wird, um die obere Fläche festzulegen. Der auf der Patritze 20 gebrauchte Klebstoff sollte von solcher Beschaffenheit sein, daß er kleine Ausrichtbewegungen in der Lage der Patritze zu dem gedruckten Blatt zuläßt, wie sie nötig sein können, um den erhabenen Bereich 88 in genaue Ausrichtung mit dem gedruckten Muster zu bringen. Unter bestimmten Umständen kann es erwünscht sein, eine Klebstoffschicht auf dem gedruckten Blatt bo anzubringen, bevor die Patritze 20 auf dessen Oberfläche gesetzt wird, Dann wird die Matritze 54 über die Patritze 20 gebracht und mit der Preßdrucktafel 82 mittels Stiften 76 und 78 verbunden, die verwendet werden, um eine genaue Ausrichtung der Matritze 54 mit der Patritze 20 sicherzustelen. Die Rückfläche 9o ist mit einer Klebstoffschicht versehen; -anschließend wird die aus der oberen Drucktafel 92 und einer heißen Platte 94 bestehende Baugruppe in Berührung mit der Rückseite der Matritze 54 in der Weise gebracht, daß die Matritze fest mit der nach unten gerichteten Fläche der heißen Platte 94 verbunden wird, In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, daß die Drucktafel 82 genauso wie die aus der J)rudktaf ei 92 und der heißen Platte 94 bestehende Baugruppe außerhalb der Maschine in Qane bestimmte Lage zueinander mittels herkömmlichen Stiften mit engen lelsm ranzen gehalten werden können, die in entsprechende Öffnungen passen, wenn die Drucktafeln in ihre normale benachbarte Lage gebracht werden.
  • Nach dem Einsetzen der Pressendruckplatten in die Folienprägemaschine können die Baugruppen getrennt werden, um die Ausricht stifte 76 und 78 zu entfernen.
  • Die gegenseitige Lage der Patritze 20 und der Matritze 54 wäh rend normaler Folienprägevorgänge ist schematisch in 13 99 dargestellt; man kann erkennen, daß die in der Matritze 54 geschaffene Hintergrundabtragung eine gute Zuführung der geprägten Folie 96 zu einem Papierblatt 98 ermöglicht, das eingedruckt ein passendes Muster aufweist, das mit dem ursprünglich in der Platte 10 eingravierten Muster zusammenpaßt. Der Papierabstand in der Patritze 20, der durch die Verwendung der Bleifolie 52 bi der Herstellung der Patritze 20 geschaffen wurden ermöglicht das Abtrennen der Folie 96 entlang den Kanten des Musters, bei eine sehr saubere Kante zurückbleibt; die Hintergrundabtragung an der Matritze 54 verhindert ein glättendes Andrücken des Papiers 98 in der Umgebung des mit der Folie 96 bedeckten Musters.
  • In den Fig. 14 bis 18 ist ein abgewandeltes Verfahren ur Herstellung einer Patritze 120 und einer Nickelmatritze 154 dargestellt, die der Patritze 2G und der Matritze 54 ähnlich sinde Hier ist die Herstellung der Patritze und der Matritze noch wirtschaftlicher als in den vorbeschriebenen Fällen, aber wegen dem geringfügigen Schrumpfen der bei der Vorbereitung verwendeten Werkstoffe sind nicht ganz die engen Toleranzen zu erreichen, wie bei der Patritze 20 und der Matritze 54, was ihre Ubereinstimmung mit dem Muster 12 auf der Originalplatte 1o anbetrifft.
  • Die Toleranzen sind jedoch eng genug, daß sie in den meisten Fällen völlig ausreichen.
  • Bei den in den Fig. 14 bis 16 dargestellten Verfahrensschritten wird die Originalplatte lo vor dem Ätzen zum Erzielen des Hintergrundabtrags als Form zur Vorbereitung eines Phenolharz-Gegenstücks 122 verwendet, das eine modellierte Fläche 124 besitzt, die sehr genau mit der Fläche 14 der Originalplatte 10 übereinstimmt. Das Gegenstück 122 ist vorzugsweise aus einem wärmeaushärtendsn Kunstharz hergestellt, wie einem Phenolharz; ein z.B. bevorzugtes Harz für diesen Zweck wird von der Monomelt Company, Minneapolis, Minnesota, unter der Bezeichnung 95D und 96D vertrieben.
  • Nach der Trennung der Originalplatte lo von dem Phenolharz-Ge-Gegenstück 122, wird dieses als Form für den Elektroauftrag eines Doppels 126 aus Nickel verwendet, nachdem ein elektrisch leitendes Trennmittel, wie kolloidales Silber, über die modellierte Fläche 124 des Gegenstücks 122 gesprüht wurde, um den Auftrag der Nickelschale 126 auf die von dem Phenolharz-Gegenstück 122 geschaffene Form zu ermöglichen. Eine Epoxydharz-Unterstützung 130 ähnlich der Unterstützung 30 kann verwendet werden, um die Rückseite des Nickeldoppels 126 zu verstärken.
  • Das verstärkte Nickeldoppel 126 wird dann als Form für das Gießen der Patritze 120 verwendet, wobei eine Lage aus Aluminiumfolie 132 wieder zwischen das wärmeaushärtende Harz für die Patritze 120 und das Nickeldoppel 126 gebracht wird, Das abgeänderte Verfahren zur Herstellung der Matritze 151. ist in der Fig. 17 gezeigt, wobei in der Fläche der Platte 1o ein ausreichender Hintergrundabtrag in der Umgebung des Musters 12 vorgenommen wurde; die Platte lo wird als Gießform zur Herstellung eines Phenolharz-Gegenstücks 15o, ähnlich dem Nickelgegenstück 50, verwendet.
  • Wie sich aus der Fig. 18 ergibt, wird das Phenolharz-Gegenstück 150 dann als Mittel zum Elektroformen (Galvanisieren) einer Nickelmatritze 154 verwendet, nachdem die modellierte Fläche des Gegenstücks 15o mit einem geeigneten elektrisch leitenden Trennmittel beschichtet wurde, wie kolloidalem Silber, wie vorher beschrieben. Die elektrogeformte Nickelschale, die die Matritze 154 darstellt, kann dann mit einer geeigneten Unterstützung verstärkt werden, wie aufgesprühtm- Metall 158, das dann in einer Schleifmaschine oder dergl. an der Oberfläche bearbeitet wird, so daß die Rückseite 19o genau parallel mit einer durch die Vorderseite der Matritze 154 gelegten Ebene ist.
  • Obwohl es nicht dargestellt ist, soll dargelegt werden, daß die Patritze 120 und die Matritze 154 mit Ausrichtbohrungen zur Aufnahme von Ausrichtmitteln, wie Stiften 76 und 78 für die Zurichtung ausgestattet sein kann, wie vorher beschrieben.
  • Das Gießen von Phenolharz-Matritzen und -Patritzen, wie es oben beschrieben wird, erfolgt - was das Gegenstück 122 und das Gegenstück 150 anbetrifft - zweckmäßigerweise unter Verwendung der Gießharze 95D und 96D der Monomelt Company, Minneapolis, Xinnesota; das in Platten von gewünschter Dicke erhältliche Harz wird vorteilhafterweise gegen die Platte lo unter der Einwirkung von Hitze und Druck in einer Plattengießmaschine geformt, beispielsweise in einer "Acraplate"-Xaschine der Lake Erie Engineering Corporation in Buffalo, Newu York.
  • Ein dritte abgeändertes Verfahren zur Herstellung einer Patritze 220 und einer Matritze 254 ähnlich der Patritze 20 und der Matritze 54 ist schematisch in den Fig. 19 bis 24 dargestellt.
  • Hierbei wird eine Druckgießmaschine verwendet, um die Schrumpfwirkung des wärmeaushärtbaren Phenolharzes zu verringern, das in den Verfahrensschritten zur Herstellung der Patritze 120 und der Matritze 154 verwendet wurde, (Mit im wesentlichen gleichwertigen Ergebnissen kann auch eine Spritzgießeinrichtung verwendet werden).
  • In den Fig, 19 bis 21 sind schematisch die Verfahrensschritte zur Vorbereitung der Patritze 20 dargestellt. Die gravierte in Originalplatte 10 inst einem Hohlraum 100 der $ruckgießmaschine angeordnet, so daß ihre modellierte Fläche 14 nach oben gerichtet ist und die flache Rückseite der Platte auf einem Auswerfer 102 ruht, der mit Auswerferstiften 104 verbunden ist. Ein Phenol-Gießharz wird in den Hohlraum eingebracht, wo es mittels des Stempels 105, der mit der hin- und herbeweglichen Drucktafel 1o6 verbunden ist, in enge Verbindung mit der Platte 1o gedrückt wOrden kann. Die Gießmaschine ist von herkömmlicher Konstruktion; kann die Temperatur des das Gegenstück 222 bildenden Gießharzesn is auf einen Aushärtepunkt erhöht werden. Als Harz zum Gießen des Gegenstücks 222 wird "Der8 16771 Natural" von der Durez Plastics Division of Hooker Chemical Corporation, North Tonawanda, New Yoi; bevorzugt. Dieser Werkstoff ist ein sehr schlagfestes Phenol-Gießharz, das mit Glasfasergespinst verstärkt ist, das verschiedene Längen aufweist, normalerweise zwischen 1,2 und 2,5 cm (1/2 bis 1 Zoll). Ein Phenolgießharz dieser Art wird bevorzugt, da es nicht schrumpft, wenn es in einer Druckgießmaschine der in Fig.19 gezeigten Art verwendet wird.
  • Vorzugsweise hat die Gießmaschine gegenüberliegende Auflager 1o8 zur Begrenzung der Hin- und Herbewegung des Stempels 105 oder der Drucktafel 1o6, um die Fläche des Stempels 105 innerhalb des Hohlraums 100 genau parallel mit der nach oben gerinkteten Fläche des Auswerfers 102 zu halten. Auf diese Weise wird eine genaue Parallelität zwischen den gegenüberliegenden Flächen der Patritze 220 und der Matritze 254 erreicht, wenn diese in die Folienprägemaschine oder dergl. eingesetzt werden.
  • Nach dem Druckgießen des Phenolharz-Gegenstücks 222 wird die Originalplatte lo aus dem Hohlraum loo herausgenommen; das Gegenstück 222 wird umgedreht und auf dem Auswerfer 102 so angeordnet, daß die modellierte Fläche nach oben ragt. Dann sollte ein Trennen mittel, wiegarnaubawachs, auf die obere Fläche des Gegenstücks 222 aufgebracht werden. Anschließend wird ein Phenolharzdoppel 226 gegen das besohichtete Phenolharz-Gegenstück 222 gegossen, wobei dieselbe Art von Harz verwendet wird, wie sie in Bezug auf Fig. 19 beschrieben wurde, so daß das so geformte Doppelstück eine modellierte Fläche hat, die genau der Fläche 14 der Oriinalplatte 1o entspricht.
  • Wie sich aus Fig. 21 ergibt, kann das Phenolharzdoppel 226 dann für die Herstellung der Patritze 220 in der Preßgießmaschine verwendet werden, wobei wieder eine Bleifolie 232 benutzt wird, um einen Papier-ischenraum in der modellierten Fläche der Patritze zu schaffen Die einzelnen Herstellungsschritte für die Matritze 254 mittels des Druckgießens sind schematisch in den Fig. 22 und 24 dargestellt; man erkennt, daß die Origialplatte 1o in geeigneter Weise abgeätzt wird, um einen Hintergrundabtrag zu err@ichen; die Platte wird in den Hohlraum loo eingesetzt und ein Phenolharz-Gegenstück 250 dagegen gegossen; danæh wird- wie in Fig.23 gezeigt - eine Nickelmatritze 254 über das Phenolharz-Gegenstück 250 elektrogefozmt, nachdem dessen modellierte Fläche mit einem geeigneten elektrisch leitenden Trennstoff, wie kolloidalem Silber beschichtet wurde.
  • Die mit dem Phenolharz-Gegenstück 250 hinterlegte, elektrogeformte Nickematritze 254 wird dann in den Hohlraum ioo der Preßgießmaschine zurückgebracht und eine Stahlstützplatte 258 an der rückwärtigen Fläche der Matritze 254 mit einem geeigneten Klebstoff 260 befestigt. Die Verstärkungsplatte 258 wird mit der Matritze 254 in der Preßgießmaschine verbunden, um sicherzustellen, daß die Rückseite 290 der Platte 258 genau parallel mit einer Ebene ist, die durch den Vorderabschnitt der Matritze 254 verläuft.
  • Die im einzelnen vorangehend beschriebenen Vorgänge zur Vorbereitung einer Patritze und Matritze beziehen sich auf die Herstellung von flachen Matritzen und Patritzen; diese Verfahrensschritte sind aber in gleicher Weise auch bei der Herstellung von Matritzen und Patritzen durchführbar, die zum drehenden Prägen von Folie verwendet werden. Erforderlich ist im wesentlichen ein zusätzlicer Arbeitsschritt, bei dem vor dem Gravieren der Magnesiumslegierungsplatte lo fotografisch ein Bild auf die Platte aufgebracht wird, das dem Muster 12 entepriöht; das Bild ist in bekannter Weise so optisch versperrt, daß nach der Reproduktion des musters auf einem Element, das um einen Zylinder gewickelt wird, der einen Teil der Drehpresse bildet, das in ein flaches, dazwischen durchlaufendes Blatt eingedrückte Muster dem Originalmuster entspricht und nicht verzerrt ist.
  • Außerdem sollten die nach dem beschriebenen Verfahren hergestellten Patritzen und Matritzen so gefertigt werden, daß sie um einen Drehzylinder gebogen werden können, ohne zu brechen oder rissig zu werden. Als Beispiel für ein wàrmeaushärtendes Kunstharzmaterial zur Herstellung der Patritze wird t'Vibrin-Iviat G-16oo" genannt, hergestellt von der U.S. Rubber Company, Naugatuck, Oonnecticat.
  • Die optisch verzerrte, vom Künstler gravierte MagnesiumlegierungF platte kann auch verwendet werden, um eine zylindrische Folienprägematritze vorzubereiten, die in gleicher Weise elektrogeformt wird, wie die Matritzen 54 und 1, mit der Ausnahme, daß die Drehmatritze nur so dick ist, daß sie um einen Aufnahmezylinder gewickelt werden kann, um einen Teil der Folienprägemaschine zu bilden, und daß eine Stützplatte an dem elektrogeformten Element nicht angebracht ist. Die Patritze und die elektrogeformte Nicketnatrieze werden jeweils an gegenüberliegenden Enden in herkömmlicher Weise gestanzt und eingestochen (blanked an pierced), so daß die so entstandenen Finger aufgeblättert (interleafing) werden können, um die Matritze und die Patritze auf-entsprechende Tragzylinder einer Presse leichter aufbringen zu kömen.
  • In- der vorangegangenen Beschreibung werden vorgefertigte gegossene durchsichtige Patritzen offenbart für Prägematritzen, bei denen das Zurichten der Matritze und der Patritze auf einer Presse erleichtert wird, da die Patritze mit dem gedruckten Muster oder einer Kopie des zu prägenden Blattes ausgerichtet werden kann, das von der der Patritzendrucktafel getragen wird, wobei das Muster durch die Patritze hindurch sichtbar ist. Die Matritze wird mit der Patritze ausgerichtet und an der Matritzendrucktafel befestigt. Die Patritzen sind aus wärmeaushärtendem Kunststoffwerkstoff hergestellt; eine vom Künstler gravierte Originalplatte wird als Meisterplatte verwendet; Verfahren zum Erzeugen von Gegenstücken und Doppeln werden benutzt; die Patritze wird von dem Doppel abgeformt. Der Abtrag für den Papier zwischenraum wird an der Patritze geschaffen, indem abnehmbare Bleifolie über das Doppel gelegt wird, während die Patritze gegossen wird. Die Bolienprägmabitzen werden von der gravierten Platte abgegossen, nachdem hieran der Hintergrund um das Muster herum weggeätzt ist, um einen Hintergrundabtag an der 1vIatritze zu erhalten.

Claims (30)

  1. Patentansprüche:
    Verfahren zur Herstellung einer Patritze zum Gebrauch mit einer Matritze, die nach einer vom Künstler gravierten Originalplatte angefertigt ist und eine modellierte Originaloberfläche (Meisterfläche) aufweist, die ein Muster darstellt, gekennzeichnet durch die folgenden Verfahrensschritte: Herstellen eines Doppels der Originalplatte mit einer Fläche, die im wesentlichen der Gestalt der Originalfläche entspricht; Aufbringen einer Lage von unter Druck verformbarem Werkstoff mit vorbestimmter Dicke auf der Fläche des Doppels, wobei der Werkstoff durch die Eigenschaft gekennzeichnet ist, sich unter Druck der fläche des Doppels ohne merkliche-Veränderung seiner Dicke im gesamten Bereich anzupassen, der über der Fläche des Doppels liegt, wobei der Werkstoff eine Dicke aufweist, die im wesentlichen gleich dem gewünschten Papierzwischenraum für diese bestimmte Patritze ist; das Formen einer Prägeform gegen die offenliegende Fläche des deformierbaren Werkstoffs unter Druck, wodurch der Werkstoff im wesentlichen die Gestalt dieser Fläche des Doppels iSld-et, wodurch die Fläche der Prägeform die verformte benachbarte Fläche des Werkstoffs abbildet; Trennen des Doppels und des verformbaren Werkstoffs von der Prägeform, wodurch letztere unmittelbar als Patritze für die Matritze verwendet werden kann und einen geeigneten Abtrag für den Papierzwischenraum an der modellierten Fläche aufweist.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorbereitung des Doppels der Meisterfläche der Platte die folgenden Verfahrensschritte umfaßt: Anordnung der Platte in einem begrenzten Raum; Einführen einer Menge von wärmeaushärtendem, im wesentlichen nicht schrumpfendei Kunstharz in diesen Raum, wobei die Meisterfläohe der Platte bedeckt wird; das Kunstharz wird unter ausreichendem Druck gegen die Platte gedrückt unter entsprechender Wärmeanwendung, um das Aushärten des Harzes zu bewirken und dadurch ein Kunstharzgegenstück der Melat;erfläche der Platte zu erzeugen; die Platte wird aus dem Raum herausgenommen und das Gegenstück mit der modellierten Fläche i zagänglicher Lage angebracht; eine weitere enge des Kunstharzes wird in den Raum eingebracht und bedeckt ate modellierte Fläche des Gegenstücks; das Kunstharz wird unter ausreichendem Druck gegen das Gegenstück gedrückt unter geeigneter Wärmezufuhr, um das Aushärten des Harzes zu bewirken und dadurch das Doppel zu formen.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Anwendung der Kräfte auf das Kunstharz in dem Raum im wesentlichen in einer Ebene erfolgt, die parallel zu durch das Gegenstück bzw. das Doppel gelegten Mittel-Ebenen verläuft.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Lage von unter Druck verformbarem Werkstoff eine Bleifolie über die Fläche des Doppels gelegt wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Formen der Prägeform die folgenden Verfahrensschritte umfaßt: Aufbringen eines Blattes von wärmeaushärtbarem Kunstharz über die Lage von unter Druck verformbarem Werkstoff, Ausreichende Wärme- und Druckeinwirkung auf den beschichteten Aufbau des Doppels, der Lage von verformbarem Werkstoff und dem Kunstharz, um eine Verformung des Werkstoffs bis zu einem Betrag zu erreichen daß er im wesentlichen die Fläche des Doppels nachbildet und die Fläche des Kunstharzes, die mit dem Werkstoff in Berührung steht, im wesentlichen die Gestalt der verformten Fläche des dazu benachbarten Werkstoffs annimmt, wobei die Wärme- und Druckeinwirkung auf den Schichtaufbau bis zu einer Zeitspanne fortgesetzt wird, die ausreichend ist, um ein Aushärten des Kunstharzes zu erreichen.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß auf die rückwärtige Fläche des Kunstharzblattes gegenüber der Vorderfläche, dienen verformbaren Werkstoff berührt, Druck im wesentlichen in einer Ebene ausgeübt wird, so daß die Rückseite im wesentlichen flach wird, während die Vorderseite die Gestalt des verformbaren Werkstoffs nachbildet.
  7. 7, Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das wärmeaushärtende Kunstharz ausreichend durchsichtig ist, daß man dadurch ein Bild sehen kann.
  8. 8. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das wärmeau-shärtende Kunstharz ein teilweise ausgehärtetes Polymer ist, das nur no¢h einer Wärmeeinwirkung bedarf, um ein enigültiges Aushärten zu bewirken.
  9. 9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Kunstharz eine teilweise ausgehärtete Diallyl-Isophthalat Polymer-Zusammensetzung ist, die mit Glasfasergewebe verstärkt ist.
  10. lo. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beim Formen des Doppels eine Dampfaussoheidung einer Metallschicht über die Fläche der Originalplatte erfolgt, um ein starres Gegenstück zu formen, das bei der Vorbereitung des Doppels bellutzt wird.
  11. 71. Verfahren nach Anspruch lo, dadurch gekennzeichnet, daß eine Dampfausscheidung einer Metallschicht auf der modellierten Fläche des Gegenstückes erfolgt, um eine starre Schicht zu bilden, und daß eine Verstärkung an der Rückseite der starren Schicht angebracht wird, wodurch das so aufgebaute Schichtgebilde das Doppel bildet.
  12. 12. Verfahren nach Anspruch io, dadurch gekennzeichnet, daß ein leitendes Trennmittel auf die modellierte Fläche des Gegenstücks aufgebracht wird, d eine starre Schicht von Metall auf der beschichteten Fläche des Gegenstücks elektrogeformt wird und eine Verstärkung an der Rückseite der starren Schicht vorgesehen ist, wodurch das so aufgebaute Schichtgebilde das Doppel bildet.
  13. 13. Verfahren zur Herstellung einer Baugruppe, bestehend aus einer, Folienprägmatritze unreiner Patritze dafür, die nach einer vom Künstler gravierten Originalplatte gefertigt sind, die eine modellierte Meisterfläche aufweist, die ein Muster darstellt, gekennzeichnet durch die folgenden Verfare'nsschritte: Gießen eines Gegenstücks der Meisterfläche der Platte mittels eines wärmeaushärtenden Kunetharzes mit geringsten Schrumpfeigenschaften; Trennen des Gegenstücks von der Originalplatte und Entfernen von Werkstoff von der Meisterfläche der Platte in der Umgebung des Musters, um einen Hintergrundabtrag zu erzielen; Gießen eines Matritzendoppelstücks gegen die abgetragene Meisterfläche der Platte mittels eines wärmeaushärtenden Kunstharz es mit geringsten Schrumpfeigenschaften; Trennen des Matritzendoppelstücks von der Platte und Aufbringen einer Beschichtung von leitendem Trennmittel auf die modellierte Fläche des Doppelstücks; Elektroformen einer Schicht von verhältnismäßig starkem Metall über-der beschichteten Fläche des Matritzendoppelstücks; Entfernen der elektrogeformten Metallschicht von dem Doppelstück und Ausfüllen der Rückseite mit Verstärkungsmaterial, wodurch das so aufgebaute Schichtgebilde die Matritze bildet; Gießen eines Doppels der Meistefläche der Platte gegen die modellierte Fläche des Gegenstücke mittels eines wärmeaushärtbaren Kunstharzes mit geringsten Schrumpfeigenschaften, wodurch eine Fläche entsteht, die im wesentlichen die Oberflächengestalt der Meisterfläche der Platte abbildet; Entfernen des gegossenen Doppels von dem Gegenstück und Aufbringen einer Lage von unter Druck veformbarem Werkstoff bestimmter Dicke über die Fläche des Patritzendoppels, wobei der Werkstoff dadurch gekennzeichnet ist, daß er unter Druckeinwirkung im wesentlichen die Fläche des Doppels nachbildet ohne merkliche Abweichung in der Dicke über den gesamten Bereich, der sich über die Fläche des Doppels erstreckt, wobei der Werkstoff eine Dicke hat, die im wesentlichen gleich ist dem gewünschten Papierzwischenraum für eine bestimmte Patritze; Gießen einer Prägeform gegen die freilirgende Fläche des verformbaren Werkstoffs unter Druck, wodurch der Werkstoff im wesentlichen die Gestalt der Fläche des Doppels nachbildet, wodurch die Oberfläche der Prägeform die benachbarte Fläche des verformbaren Materials abbildet; Trennen der tageform von der Schicht verformbaren Werkstoffs und dem Doppel, wodurch die Prägeform für die Verwendung unmittelbar als Patritze für die Matritze geeignet wird; Zusammenpassen der Matritze und der Patritze in ausgerichteter Lage.
  14. 14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Prägeform aus einem wärmeaushärtbaren Kunstharz gegossen wird.
  15. 15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Harz mit Glasfasergewebe verstärkt ist.
  16. 16. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß das wärmeaushärtbare Kunstharz zum Gießen der Prägeform temperaturbeständig bis ungefähr 16300 (3250F) ist und solche Eigenschaften besitzt, daß die gegossene Prägeform durchsichtig ist.
  17. 17. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß das wärmeaushärtende Kunstharz zum Gieben der Prägeform anfänglich in Blattform vorliegt.
  18. 18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß das Blatt aus Kunstharz in teilweise polymerisierter Form vorliegt.
  19. 19. Verfahren zur Herstellung einer Baugruppe, bestehend aus einer Folienprägematritze und einer Patritze dafür, die nach einer vom Künstler gravierten Originalplatte gefertigt sind, die eine modellierte Meisterfläche aufweist, die ein Muster darstellt, gekennzeichnet durch die folgenden Verfahrensschritte: Bohren von mehreren, im Abstand angeordneten Ausrichtkegeln in der Meisterfläche der Originalplatte; Gießen eines Gegenstückes der Meisterplatte mittels eines wärmeaushärtbaren Kunstharz es mit geringsten Schrumpfeigenschaften; Trennen des Gegenstücks von der Originalplatte und Entfernen von Material von der Meisterfläche der Platte in der Umgebung des WIusters, um einen Hintergrundabtrag zu schaffen; Gießen eines Matritzendoppelstücks gegen die abgetragene Meisterfläche der Platte mittels eines wärmeaushärtbaren Kunstharzes mit geringsten Schrumpfeigenschaften; Trenen des Matritzendoppelstücks von der Platte und Aufbringen einer Schicht von leitendem Trennmittel auf die gegossene Oberfläche des Doppelstücks; Elektroformen einer Schicht von verhältnismäßig starrem Metall über die beschichtete Fläche des Matritzendoppelstücks; Entfernen der elektrogeformten Metallschicht von dem Doppelstück und Ausfüllen der Rückseite mit verstärkendem Material, wobei das so entstandene Schichtgebilde die Matritze bildet; Gießen eines Doppels der Meisterfläche der Platte gegen die modellierte Fläche des Gegenstücks mittels eines wärmeaushärtbaren Kunstharzes mit geringsten Schrumpfeigenschaften, wodurch eine Fläche entsteht, die im wesentlichen die Flächengestalt der Meisterfläche der Platte abbildet; Entfernen des gegossenen Doppels von dem Gegenstück und Aufbringen einer Schicht von unter Druck verformbaren Werkstoff von vorherbestimmter Dicke über die Fläche des Patritzendoppels, wobei das Material die Eigenschaft besitzt, sich unter Druckeinwirkung der Fläche des Doppels im wesentlichen anzugleichen ohne wesentliche Veränderung der relativen Dicke über den Bereich, der sich über die Fläche des Doppels erstreckt, wobei das Material eine Dicke hat, die im wesentlichen gleich ist dem gewünschten Papierzwischenraum jeweils für eine Patritze; Gießen einer Prägeform gegen die offenliegende Fläche des verformbaren Werkstoffs, wobei die Prägeform so zusammengesetzt ist, daß man dadurch ein Bild sehen kann, wobei die Prägeform gegen das verformbare Material unter Druck gegossen ist, wodurch das Material im wesentlichen die Gestalt der Fläche des Doppels abbildet, wodurch die Fläche der Prägeform die benachbarte Fläche des verformbaren Materials wiedergibt; Trennen der Prägeform von der Schicht von verformbaren Material und dem Doppel, wodurch die Prägeform unmittelbar als Patritze für die Matritze verwendet werden kann; Zusammenpassen der Matritze und der Patritze, wobei die konischen Vorsprünge an der Oberfläche der Patritze in die konischen Einsenkungen der Matritze passen; Bohren einer Vielzahl von ausgerichteten Ausrichtbohrungen durch die Matritze und die Patritze, während letztere in geeigneter Lage durch die konischen Vorsprünge bzw. durchs die konischen Einsikungen gehalten wird; Anbringen vonAusrichtstiften -p-! ausgerichteten Bohrungen in der Matritze und der Patritze; Entfernen mindestens der Abschnitte der Matritze oder der Patritze, die die konischen Vorsprünge oder konischen Sinsenm kungen aufweisen.
  20. 20. Patritze zur Verwendung mit einer Matritze mit einer modellierten Oberfläche, gekennzeichnet durch: eine Prägeform mit einer Fläche, die im wesentlichen ein Ge-Gegenstück der modellierten Fläche der Matritze wiedergibt und dagegen verwendbar ist, wobei die Prägeform aus ausreichend durchsichtigem Werkstoff gefertigt ist, um dadurch das Muster sehen zu können, das auf einem Blatt aufgedruckt ist, wodurch das Zurichten der Matritze und Patritze als Baueinheit erleichtert wird.
  21. 21. Patritze nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Prägeform aus einem wärmeaushärtbaren Kunstharz besteht.
  22. 22. Patritze nach Anspruch 21, dadurch gkennzeichnet, daß das Kunstharz mit Glasfasergewebe verstärkt ist.
  23. 23. Patritze nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Prägeform mit einer abgetragenen modollierten Fläche versehen ist, um einen Papierzwischenraum zu schaffen.
  24. 24. Patritze zum Gebrauch mit einer Matritze mit einer modellierten Fläche, gekennzeichnet durch eine vorgefertigte Prägeform mit einer Fläche, die im wesentlichen einem Gegenstück der modellierten Fläche der Matritze entspricht und dagegen verwendet werden kann.
  25. 25. Verfahren zur Vereinfachung des Zurichtens von Folienprägmatritzen und -patritzen auf gegenüberliegenden Pressendruckplatten, gekennzeichnet durch die folgenden Verfahrensschritte: Anbringen einer Kopie des gedruckten Blattes, das geprägt werden soll, auf der Patritzendrucktafel; Aufbringen einer Patritze für die Matritze auf der Kopie in genügender usrichtung mit dem darauf gedruckten Muster, wobei die Patritze aus durchsichtigem Werkstoff hergestellt ist, durch den man das auf der Kopie aufgedruckte Muster sehen kann, um die genaue Ausrichtung der Patritze mit dem Muster zu erleichtern; Befestigung der Patritze auf der Patritzendrucktafel in ausgerichteter Lage zu dem Muster auf der Kopie; Anbringen der llatritze in geeigneter ausgerichteter Lage zu der Patritze; Befestigung der tatritze an der Matritzendruckplatte in ausgerichter Lage mit der Patritze, wobei die Drucktafelnim wesentlichen die gleiche relative Lage einnehmen wie in der Presse,
  26. 26. Verfahren nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß die Kopie des gedruckten Blattes mittels Klebstoff an der Patritzendrucktafel befestigt wird und daraufhin die Patritze klebend mit der Kopie verbunden wird.
  27. 27. Verfahren nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, daß ein verhältnismäßig klarer Kontaktklebstoff auf die Kopie und die Patritze aufgebracht wird, um letztere an der Kopie zu befestigen,
  28. 28. Verfahren nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß die Matritze mit der Patritze dadurch ausgerichtet wird, daß die Matritze auf die Patritze aufgesetzt wird und so bewegt, bis die modellierten Flächen darin im wesentlichen übereinstimmen.
  29. 29. Verfahren nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß die Matritze und die Patritze mit einer Anzahl von ausgerichteten Bohrungen und herausnehmbaren Stiften in den jeweils ausgerichteten Bohrungen ausgestattet sind, um die Matritze und die Patritze in geeigneter relativer Ausrichtung zu halten, weiterhin daduich gekennzeichnet, daß die Stifte von den Bohrungen entfernt werden und die Matritze und die Patritze getrennt werden, daraufhin die Patritze an der Patritzendrucktafel befestigt wird und die Matritze auf die Patritze gelegt wird, wobei die Stifte als Führungen,wirken, wenn sie wEler in den ausgerichteten Bohrungen eingesetzt werden, bevor die Matritze mit der Matritzendrucktafel verbunden wird.
  30. 30. Verfahren zum Hersilllen einer Patritze zum Gebrauch mit einer Matritze mit einer modellierten Meisterfläche, die ein Muster darstellt, gekennzeichnet durch die folgenden Verfahrensschritte: Aufbringen einer Schicht von unter Druck verformbarem, verhältnismäßig inkompressiblem Werkstoff auf der modellierten Fläche einer Platte, die das Muster als Relief trägt, wobei der Werkstoff eine Dicke aufweist, die im wesentlichen gleich dem gewünschten Papierzwischenraum für die Patritze ist; Formen einer Prägeform gegen die freiliegende Fläche des verformbaren Werkstoffs unter Druckeinfluß, wodurch der Werkstoff im wesentlichen die Gestalt der modellierten Fläche der Platte abbildet und wodurch die Fläche der Prägeform die bebenachbarte Fläche des verformbaren Werkstoffs abbildet
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