DE189659C - - Google Patents

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DE189659C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06BTREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
    • D06B5/00Forcing liquids, gases or vapours through textile materials to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing impregnating
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06BTREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
    • D06B2700/00Treating of textile materials, e.g. bleaching, dyeing, mercerising, impregnating, washing; Fulling of fabrics
    • D06B2700/14Passing liquid through fabrics or linoleum

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 189659 -KLASSE Sa. GRUPPE
Dr. SIEGMUND KAPFF in AACHEN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 18. Oktober 1906 ab.
Das Durchfärben und Egalfärben dichter Stoffe macht bis jetzt große Schwierigkeiten und ist bei vielen Farben — namentlich auch dem äußerst viel gebrauchten Indigo — überhaupt nicht genügend zu erhalten. Um vollständig durchgefärbte Stoffe zu erhalten, stellt man solche entweder aus in der Wolle gefärbten Garnen her — was sehr teuer ist — oder man ist zu verschiedenen kostspieligen,
ίο umständlichen, die Ware oft schädigenden Kunstgriffen gezwungen. So schreiben z. B. die Farbenfabriken zum Durch- und Egalfärben mittels Alizarinfarben den Zusatz von essigsaurem Ammoniak, sehr langsames Erwärmen der Farbflotte, ganz allmähliches Zugeben von Säure und Farbstoff und stundenlanges Kochen vor, ohne selbst durch solche langwierige, zu verdorbener Ware oft Veranlassung gebenden Manipulationen völlig durchgefärbte Stoffe zu erhalten, wie man sich leicht beim Durchschneiden der Stoffe überzeugen kann; die Schnittfläche zeigt nach innen zu eine viel hellere Farbe. Aus demselben Grunde färbt, man auch dichte Stoffe nicht in der Hydrosulfitküpe, und selbst das , langdauernde Färben in. der Gärungsküpe liefert keine völlig durchgefärbten Stücke.
Nur weil dies bis jetzt überhaupt nicht zu erhalten war, nimmt der Handel solche Ware auf. Praktisch macht sich der Übelstand dadurch bemerkbar, daß beim Tragen und Abscheuern solcher Stoffe (z. B. der Uniformstoffe) die helleren, weniger gefärbten inneren Schichten zum Vorschein kommen, die Farben sind nicht so echt, und die Schnittstellen erscheinen hell.
Diese Übelstände sollen durch die vorliegende Erfindung behoben oder wenigstens wesentlich gebessert werden. Man imprägniert die Ware auf einer Klotz-, Breitfärbe- oder sonstigen Maschine mit der betreffenden Lösung, führt sie dann in ganzer Breite über eine Absaugemaschine, wodurch , die Lösung durch die ganze Dicke der Ware hindurchgesaügt und jede Faser auch im Innern mit der Lösung durchtränkt wird. Hierauf erst beginnt der eigentliche Färbe- und Fixierungsprozeß, indem man die Ware auf den üblichen Stückfärbemaschinen kocht, eventuell auch durch Dämpfen oder Trocknen die Farbe, Beize usw. fixiert oder eventuell auch durch folgendes Durchsaugen des Fixierungsmittels. Beim Färben mit Indigo wird schon durch das Durchsaugen der Küpe so viel Luft mit hindurchgehen, daß der Vergrünungsprozeß gleichzeitig erfolgt, auch kann man nach dem Säuren und Spülen nochmals durchsaugen.
Das Verfahren kann auch so ausgeführt werden, daß die Durchsaugung der Flotte in- und außerhalb der Flotte erfolgt.
Das beschriebene Verfahren ist wesentlich verschieden von dem Färben auf sogenannten mechanischen Färbeapparaten, wobei zwar ebenfalls die Farblösung durch die Ware hindurchgepreßt bzw. gesaugt wird, allein das wesentlich unterscheidende Merkmal liegt darin, daß auf diesen Maschinen der ganze Färbeprozeß vorgenommen wird. Es dauert dies sehr lange, und die Produktion könnte bei Stückware nur eine sehr kleine sein, da höchstens ein Stück gleichzeitig vorgenommen werden könnte. Diese Art von Färben würde
(2. Auflage, ausgegeben am 8. Mär% igio.J
sich also sehr teuer stellen, abgesehen davon, daß eine gleichmäßige Färbung des etwa auf einer perforierten Walze aufgewickelten Stückes in seiner ganzen Länge selbst dann nicht zu erzielen ist, wenn auch nur ein Stück allein derart behandelt wird. Das Färben von Stücken auf mechanischen Färbeapparaten wird deshalb auch wohl nirgends ausgeführt; sollte dies dennoch der Fall sein, so berührt
ίο dies die vorliegende Erfindung nicht, da deren Wesen eben das getrennte Imprägnieren und Durchsaugen einerseits und das Färben bzw. Entwickeln und Befestigen andererseits ist. Weiter unterscheidet sich dieses Verfahren wesentlich von dem Färben auf mechanischen Färbeapparaten, indem bei letzteren die Ware fest aufgewickelt bzw. fest gepackt ruht, während bei dem beschriebenen Verfahren die Ware offen und kontinuierlich behandelt wird.
Beispiele :
i. Man imprägniert auf einer gewöhnlichen Klotz- oder Breitfärbemaschine ein Stück Uniformtuch, Eskimo, Paletotstoff oder Filz mit einer Lösung von Chromkali unter Zufügung einer Hilfsbeize, wie Ameisensäure, Laktolin, Weinstein usw., und passiert dann eine Absaugemaschine. Die Konzentration der Chromkalibeize wird so gehalten, daß nach dem Absaugen z. B. 1V2 Prozent Chromkali und i1/, Prozent Ameisensäure sich auf dem Stoff befinden. ' Hierauf kocht man das Stück zur Fixierung der Beize auf einer gewöhnlichen Stückfärbemaschine etwa 1Y2 Stunde oder man dämpft. Zum Färben wird das Stück mit einer Lösung eines Alizarin- oder Holzfarbstoffes imprägniert, abgesaugt und dann wie oben weiter verfahren.
2. Zum Durchfärben von Küpenblau imprägniert man wie oben mit einer Indigoküpe, saugt sofort hinterher durch, entwickelt in einem Säurebad und saugt wieder ab. Diese Manipulation kann für dunkle Farben wiederholt werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zum Durchfärben von dichten Geweben oder von Filzen, dadurch gekennzeichnet, daß das Arbeitsgut erst mit der betreffenden Färb- oder Beizlösung getränkt, und daß dann diese Lösung vor dem in bekannter Weise stattfindenden Fixieren der Farbe durch den Stoff hindurchgesaugt wird.
DE1906189659D 1906-10-17 1906-10-17 Expired - Lifetime DE189659C (de)

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AT35271D AT35271B (de) 1906-10-17 1907-10-05 Verfahren zum Durchfärben von dichten Geweben oder von Filzen.

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US5367737A (en) * 1993-02-23 1994-11-29 Quickie Manufacturing Corporation Locking hinged dust pan

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FR382658A (fr) 1908-02-13

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