DE676010C - Verfahren zur Herstellung von Eisengarn - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Eisengarn

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DE676010C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M15/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, with macromolecular compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
    • D06M15/01Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, with macromolecular compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with natural macromolecular compounds or derivatives thereof
    • D06M15/15Proteins or derivatives thereof

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Eisengarn Die Herstellung von Eisengarn geschieht bisher in der Weise, daß man rohes oder gebleichtes Baumwollgarn mit einer Stärkelösung tränkt, abwringt und dann auf der Lüstriermaschine trockenbürstet. Um farbige Garne dieser Art zu erhalten, muß das Garn vor dem Tränken mit der Stärkelösung gefärbt werden, da. sich die Stärke bei nachträglicher Naßbehandlung des Garnes oder des daraus bereits geflochtenen oder gewebten Gegenstandes im Färhebad auflöst und somit das Garn wieder matt und ohne Steife aus dem Bad kommt. Es war infolgedessen bisher unmöglich, Eisengarn 'zu färben, ohne es seiner besonderen Eigenschaften, nämlich Glanz und Steifigkeit, zu berauben. Die verbrauchende Textilindustrie verlangt aber seit langem färbbar:es Eisengarn, da es für die Herstellung vieler Artikel, wie z. B. Hutlitzen, wirtschaftlich und modetechnisch von großer Bedeutung ist, wenn man solche Litzen aus rohem Eisengarn herstellen und nachträglich, d. h. am Stück, färben kann.
  • Es wurde nun gefunden, daß diese Forderungen ein Garn erfüllt, das gemäß. der Erfindung mit einer Albuminlösung, der gegebenenfalls noch Stärke, Pflanzengummi, Kolophonium, Leim, Gelatine oder Casein zugesetzt ist, getränkt, abgepreßt, hierauf auf der Lüstriermaschine trockengebürstet und schließlich gedämpft worden ist. Ein solches Eisengarn weist auch nach dem Färben noch seine charakteristischen Eigenschaften, nämlich Glanz und Steifigkeit, auf.
  • Es ist schon die Verwendung von Albumin bei der Appretur von Fäden, die den geknüpften Hanf ersetzen sollen, vorgeschlagen worden, und zwar soll hier das Garn nach dem bekannten Verfahren mit Albumin appretiert, d. h. nach dem Tränken in der Albuminlösung und dem Auswringen durch Hitze getrocknet .und das Albumin zum Koagulieren gebracht werden. Hierbei entsteht aber ein ungleichmäßig gedeckter Faden, der leicht knickt und dadurch zu ungleichmäßigen Färbungen Veranlassung gibt. Außerdem wird hier der schlecht fixierte Überzug bei Weiterverarbeitung des Fadens leicht abgerissen und beschädigt.
  • Demgegenüber wird bei dem Verfahren nach der Erfindung durch das Trockenbürsten des Garnes nicht nur ein gleichmäßiges Eindringen und Durchdringen der Appretur und dadurch die notwendige Glätte und ein hoher Glanz des Fadens ,erreicht, sondern auch eine innige Verbindung der Appretur mit der Faser erzielt und nicht nur, wie bei der bekannten Appretur von Garn mit Albumin, ein bloßer Überzug, der sich ,abschaben läßt, leicht abspringt oder Risse erhält, wodurch die Ware unansehnlich bzw. unbrauchbar wird. Die mit dem Verfahren nach der Erfindung erzielte Wirkung war nicht ohne weiteres vorauszusehen; denn es fehlte bisher die Erkenntnis, daß Albumin lüstrierbär ist und däß z. B. der dabei erzielte Glanz auch nach der _Naßbehandlung des Garnes, beispielsweise nach dem Färben, erhalten bleiben, obgleich mit Rücksicht auf die bekannte Tatsache, daß Roheiweiß glänzender als gekochtes ist, - das Gegenteil angenommen werden mußte. Darin" liegt gerade das überraschende bei der @erzielten Wirkung, daß durch eine Behandlung von Textil--'.en nach dem Verfahren gemäß der Erfindung ein Eisengarn erhalten wird, das farbbar ist, d. h. auch bei der Behandlung im Färbebad weder seinen Glanz noch seine Steifigkeit verliert.
  • Bei Ausübung des Verfahrens nach der Erfindungwird also entweder ein Stärkebad benutzt, das mit einer Lösung von Albumin (Ei- oder Blutalbumin) versetzt ist, oder es wird ein Leim, Pflanzengummi, Kolophonium, Gelatine oder Casein neben Albumin oder Albumin allein (in jedem Falle in einer Konzentration von ro bis roo g im Liter) enthaltendes Bad angewandt. Nach dem Abwringen wird das mit Albuminlösung getränkte Material wie gewöhnliches Eisengarn auf der Lüstriermaschine trockengebürstet und dann in einem Dampfkasten eine Viertelstunde gedämpft. Hierdurch tritt eine Koagu-Tation ein, durch welche das Albumin unlöslich auf der Faser befestigt wird. Dieses mit Albumin hergestellte Eisengarn läßt sich nach der Verarbeitung zu irgend-velchen Stoffen in jedem gewünschten Farbton färben und bleichen; und zwar mit substantiven und sauren Farbstoffen im -essigsauren Bade. Die nach dem Färben getrocknete Ware behält den Glanz und die Steifheit, welche sie bereits als Rohware hatte, und kann ohne weiteres weiterverarbeitet werden. Im Gegensatz zu gewöhnlichem Eisengarn ist dieses Material wasser- und regenfest. Selbstverständlich kann das Material später noch ein oder mehrmals umgefärbt werden, ohne daß die Qualität oder Struktur des Garnes leidet.

Claims (1)

  1. PATRNTANSPRUCFI Verfahren zur Herstellung von Eisengarn, dadurch gekennzeichnet, daß das zu behandelnde Garn mit einer Albuminlösung, der gegebenenfalls noch Stärke, Pflanzengummi, Kolophonium, Leim; Gelatine oder Casein zugesetzt ist, getränkt, abgepreßt, hierauf auf der Lüstriermaschine trockengebürstet und schließlich gedämpft -wird.
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