DE189010C - - Google Patents

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DE189010C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03JAUXILIARY WEAVING APPARATUS; WEAVERS' TOOLS; SHUTTLES
    • D03J3/00Weavers' tools, e.g. knot-tying tools

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 86β:. GRUPPE
FREDERIC JACQUEL in NATZWEILER i. Els.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 3. Dezember 1905 ab.
Den Gegenstand der'Erfindung bildet eine an Webstühlen anzubringende Vorrichtung, durch welche die Schußspule durch einen vom Webstuhle aus angetriebenen, in geeigneter Weise ein- und ausschaltbaren Preßbecher fest auf die Schützenspindel aufgesteckt wird.
Das Aufstecken der Schußspulen auf die Schützenspindel wird im Webereibetriebe
ίο meist von Hand ohne irgendwelche Hilfsmittel bewirkt. Zur Erleichterung dieses den Arbeiter sehr ermüdenden Verfahrens sind bereits Vorrichtungen ersonnen worden, mittels derer die Schußspule durch ein von Hand oder mechanisch bewegtes Hebelwerk auf die Schützenspindel aufgetrieben wird. Außerdem sind Vorrichtungen bekannt, welche dazu bestimmt sind, die Fadenlagen der Schußspulen zu verdichten, indem dieselben während des eine gewisse Zeit in Anspruch nehmenden Verdichtungsvorganges ein Festerstecken der Spule bewirken, ohne jedoch dem Arbeiter die gesamte ermüdende Arbeit abzunehmen, da vor Beginn des Verdichtungsvorganges bereits ein Feststecken der Spulen erfolgt sein muß.
Im Gegensatz zu diesen bekannten Verfahren erledigt die vorliegende Erfindung das endgültige Feststecken der Schußspule auf der Webschützenspindel in kürzester Frist und sieht von einer vorher auszuübenden Kraftäußerung des Arbeiters vollständig ab, indem der vom Webstuhl aus bewegte Preßbecher die nur lose aufgesteckte Spule in einem Zuge fest auf die Schützenspindel auftreibt.
Die Zeichnung veranschaulicht die Vorrichtung in Fig. I in seitlicher Ansicht. Die Fig. 2 und 3 stellen einzelne Teile der Vorrichtung in etwas größerem Maßstabe dar.
Am Maschinengestell α ist ein Anlagestück b befestigt und derart geformt und abgemessen, daß es den Webschützen c in wagerechter oder annähernd wagerechter Lage aufnehmen kann. Beim Aufstecken einer Spule wird der Webschützen c mit der lose aufgesteckten Spule von Hand in dieses Anlagestück b eingeführt und in dieser Stellung festgehalten (Fig. 1). Die aufgeklappte Schützenspindel ist auf diese Weise in ihrer Achsenrichtung abgestützt.
Am unteren Teil der Maschine ist ein Hebel e h in wagerechter Lage auf einem Zapfen d drehbar gelagert. Der eine Arm e des Hebels steht im Bereich eines der Trittexzenter, die an fast allen Webstühlen vorhanden sind; sollten diese fehlen, so würde ein auf der unteren Maschinenwelle aufgekeiltes Exzenter/ dem Hebel dauernd eine pendelnde Bewegung erteilen.
Der hintere Arm h des Hebels bewegt die eigentliche Vorrichtung zum Aufstecken der Spule. Dieselbe besteht aus einer senkrecht verschiebbaren Stange z, die an ihrem oberen Ende einen für den gleichen Zweck bereits bekannten konischen, der kegelförmigen Spulenspitze entsprechend geformten Becher k trägt. Der gesamte Hub dieser durch den
Hebel e h bewegten Stange wird zum einmaligen Eintreiben der Spule / auf die Schützenspindel in einem Zuge nutzbar gemacht.
Es ist dafür gesorgt, daß die Bewegung der Stange i nur dann stattfindet, wenn eine Spule eingetrieben werden soll, damit eine Beschädigung des Garnes durch zu frühes Eingreifen des Preßbechers k vermieden werde, • ίο indem das Ein- und Ausschalten der Bewegung durch eine Sperrklinke geschieht. Zu diesem Zwecke befindet sich am unteren Ende der Stange in einer Verdickung m derselben ein vertikal verlaufender Schlitz, weleher eine Führungskulisse des Hebelarmes h bildet, und in welchem eine an einem Zapfen η drehbar aufgehängte Sperrklinke 0 angeordnet ist, an welcher ein beliebiges Zugorgan p, wie Schnur, Kette oder dergl., befestigt ist.
Indem nun der Arbeiter im geeigneten Augenblick die Schnur ρ in einen am oberen Teile der Maschine vorgesehenen Haken einhängt oder aus demselben herausnimmt, bewirkt er nach Wunsch den Stillstand oder die Bewegung des Preßbechers k. Hängt nämlich die Sperrklinke ο innerhalb des Schlitzes frei herunter (Fig. 1), so nimmt der Hebelarm h die Stange i bei seiner Bewegung stets mit, befindet sich jedoch die Klinke in der durch Fig. 2 veranschaulichten Stellung, so bleibt die Stange i mit dem Preßbecher unbeweglich.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Vorrichtung zum Aufstecken von Schußspulen auf die Webschützenspindel mittels eines mechanisch bewegten Preßbechers, dadurch gekennzeichnet, daß die den Preßbecher (k) tragende Stange (i) durch einen vom Webstuhl aus mittels Exzenters (f) dauernd pendelnd angetriebenen Hebel (e h) bewegt und so der ganze Hub der Stange (i) zum festen Aufstecken der Spule in einem Zuge auf die in der Hubrichtung abgestützte Webschützenspindel ausgenutzt wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Ein- und Ausschalten der Bewegung des Preßbechers (k) zwischen dem Hebel (e h) und der Stange (i) eine mittels Schnurzugs (p) umklappbare Sperrklinke (0) angeordnet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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