DE188783C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE188783C DE188783C DENDAT188783D DE188783DA DE188783C DE 188783 C DE188783 C DE 188783C DE NDAT188783 D DENDAT188783 D DE NDAT188783D DE 188783D A DE188783D A DE 188783DA DE 188783 C DE188783 C DE 188783C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- container
- chamber
- containers
- melting furnace
- glass
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 claims description 19
- 230000008018 melting Effects 0.000 claims description 19
- 238000002844 melting Methods 0.000 claims description 19
- 239000011521 glass Substances 0.000 claims description 13
- 239000006060 molten glass Substances 0.000 claims description 6
- 238000007670 refining Methods 0.000 description 6
- 206010022000 influenza Diseases 0.000 description 2
- 238000009412 basement excavation Methods 0.000 description 1
- 239000000156 glass melt Substances 0.000 description 1
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 1
- 238000005192 partition Methods 0.000 description 1
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C03—GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
- C03B—MANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
- C03B5/00—Melting in furnaces; Furnaces so far as specially adapted for glass manufacture
- C03B5/16—Special features of the melting process; Auxiliary means specially adapted for glass-melting furnaces
- C03B5/26—Outlets, e.g. drains, siphons; Overflows, e.g. for supplying the float tank, tweels
- C03B5/265—Overflows; Lips; Tweels
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Processing Of Solid Wastes (AREA)
Description
I ' ί ι
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 188783 KLASSE 32 β. GRUPPE
Die Erfindung bezieht sich auf Glasschmelzöfen jener Art, bei denen die zu füllenden
Behälter in einer an den Schmelzofen anschließenden Behälterkammer auf einer als
Drehscheibe ausgebildeten Kammersohle nacheinander an dem Überlauf des Schmelzofens
vorbeibewegt werden. Gemäß der Erfindung werden die Behälter vor dem Eintritt in die
Behälterkammer durch eine an die Behälterkammer anstoßende, jedoch von ihr getrennte
und mit besonderer Heizvorrichtung ausgestattete Heizkammer hindurchgeführt, in welcher
die erstarrten Rückstände so rasch geschmolzen werden, daß sie bei der Wiederfüllung
sicher flüssig genug geworden sind, um mit der frisch zulaufenden Glasschmelze eine gleichmäßige Masse zu bilden. Die gefüllten
Behälter können, wie bei den bekannten Vorrichtungen, durch eine Öffnung der Behälterkammer
entnommen werden, oder sie können auf der Sohle stehen bleiben und so nach dem Austritt aus der Behälterkammer
an eine zwischen der Behälterkammer und der Heizkammer befindliche Stelle gelangen,
an welcher das Ausheben von Glaskörpern aus den gefüllten Behältern, ohne daß sie
von der Drehscheibe entfernt werden, vorgenommen wird, während gleichzeitig die zunächst
auszuarbeitenden Behälter gefüllt und die ausgearbeiteten Behälter in der Heizkammer
erhitzt werden. Die Behälter werden am besten als Vertiefungen in der Sohle ausgebildet
und gruppenweise verbunden, so daß mehrere Behälter gleichzeitig gefüllt und sodann
an die Ziehstelle befördert werden.
In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung dargestellt. Fig. r ist ein
Längsschnitt durch den kombinierten Schmelz- und Heizofen, Fig. 2 ein wagerechter Schnitt,
Fig. 3 eine Endansicht, teilweise Schnitt nach III-III in Fig. 2; Fig. 4 bis 6 zeigen im
Längsschnitt, wagerechten Schnitt und Endansicht (teilweise ausgebrochen) eine andere
Ausführungsform des Ofens; Fig. 7 stellt in Oberansicht eine andere Ausführungsform der
drehbaren Tragscheibe dar; Fig. 8 ist ein zugehöriger lotrechter Schnitt.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 bis 3 stellt 2 die Schmelzkammer und 3 die Läuterungskammer
eines Wannenofens α dar. Diese Kammern oder Abteilungen des Ofens sind
durch eine Scheidewand 4 getrennt, in welcher sich eine Durchgangsöffnung 5 befindet.
An dem äußeren Ende der Läuterungskammer 3 ist ein Auslauf 6 angeordnet, der sich
durch einen die Läuterungskammer 3 mit dem anstoßenden Behälterheizofen b verbindenden
Kanal 7 erstreckt. Der Behälterofen b ist durch eine Wand 8 in zwei Abteilungen
zerlegt, die Füllabteilung 9, in welche der Kanal 7 und der Schmelzofenauslauf 6 münden,
und die Behälterheizkammer io, in welcher die leeren Behälter erhitzt werden, um
die zurückgebliebene erstarrte Masse vollständig zu schmelzen. Die Sohle der Kammern
9 und 10 ist als Drehscheibe 11 ausgebildet,
deren Welle 12 mittels eines in der Grube 13 untergebrachten Getriebes 14 bewegt
wird. Auf der Drehscheibe ist eine größere Anzahl von Behältern, Pfannen oder For-
men 15 im Kreise angeordnet. In den Wänden
der Schmelz- und der Läuterungsabteilung 2 bezw. 3 sind in entsprechenden Abständen
Heizzüge 16 ausgebildet. Zur Heizung der Kammer 10 sind in deren Wänden Züge 17
angeordnet, durch welche die Temperatur der Kammer so hoch gehalten wird, daß ein
rasches Schmelzen der Glasrückstände in den Behältern stattfindet. Die die Kammern 9
und 10 trennende Wand 8 reicht von der Decke bis dicht zu den oberen Enden der
Behälter, so daß gerade genügend Raum vorhanden ist, um die Behälter an dem unteren
Ende der Wand vorbeizubewegen. In einer Wand der Behälterkammer 9 ist eine Tür 18
angeordnet, durch welche die vollen Behälter aus der Kammer entfernt und leere Behälter
eingebracht werden.
Die Wirkungsweise ist folgende:
Der Glassatz wird an dem einen Ende in den Wannenofen eingeführt und geschmolzen.
Das geschmolzene Glas fließt in die Läuterungsabteilung 3 und aus dieser durch den
Auslauf 6 in die Behälter 15, die nacheinander an dem Auslauf vorbeibewegt werden
und sodann zur öffnung 18 gelangen, wo sie einzeln herausgenommen und durch leere Behälter
ersetzt werden. Infolge der Drehung der Sohle 11 gelangen die leeren Behälter in
die Heizkammer 10, und die in den Behältern enthaltenen Glasrückstände werden durch die
kräftige Heizung der Kammer vollkommen geschmolzen. Bei weiterer Drehung gelangen
die Behälter wieder in die Kammer 9 und unter den Auslauf 6, wo sie von neuem gefüllt
werden.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 4, 5 und 6 ist die Einrichtung so getroffen, daß
aus den gefüllten Behältern Glaskörper gezogen werden können, ohne daß die Behälter
von der Drehscheibe entfernt zu werden brauchen. Der Ofen ist wie früher mit einer
Schmelz- und mit einer Läuterungsabteilung 2' bezw. 3' versehen und hat einen im Verbindungskanal
7' angeordneten Auslauf 6', der in die Behälterkammer 9' mündet. Der Behälterofen
b' ist durch die Wände 8' und 20 in drei Abteilungen zerlegt. Die Wand 8'
trennt die Behälterkanimer 9' von der Heizkammer 10' und letztere von der Ziehstelle 21.
Die Behälterkammer 9' ist von der Ziehstelle 21 durch die Wand 20 geschieden. Nachdem
die Behälter in der beschriebenen Weise in der Kammer 9' gefüllt worden sind, werden
vier Behälter durch Drehen der Sohle 11' zur
Ziehstelle befördert, wo gleichzeitig vier Zylinder 22 aus den Behältern gezogen werden.
Selbstverständlich kann die Zahl der Behälter, aus denen gleichzeitig gezogen wird, nach
Belieben geändert werden. Nach Vollendung , der Zieharbeit werden die Behälter durch
weitere Drehung der Sohle in die Heizkammer 10' eingeführt, wo sie zwecks Schmelzung
der Rückstände einer starken Hitze ausgesetzt werden.
Um eine Abkühlung des geschmolzenen Glases beim Übergang der Behälter an die
Ziehstelle und während des Ziehens zu verhüten, sind unterhalb der Sohle 11' Heizzüge
25 angeordnet, durch welche die Sohle und die Behälterboden geheizt werden.
Fig. 7 und 8 veranschaulichen eine Ausführungsform
, bei welcher die Behälter 23 durch Vertiefungen in der drehbaren Sohle 11" gebildet werden. Je eine Anzahl von
aufeinander folgenden Behältern, hier z. B. vier, ist durch Kanäle 24 verbunden, so daß
das geschmolzene Glas in ihnen gleich hoch steht.
Der Durchgang des geschmolzenen Glases durch den Auslauf 6 kann durch entsprechende
Mittel geregelt werden.
Das Wesen der Erfindung liegt in der Vereinigung von Schmelzofen mit Überlauf, anstoßender
Behälterkammer und anstoßender, getrennter und besonders beheizter Heizkammer mit beweglicher Sohle, durch welche in
einfacherer Weise als bisher das Schmelzen der Rückstände bei ununterbrochenem Füllen
der Behälter aus dem Ofen ermöglicht wird. Bei. der Ausführungsform nach Fig. 4 bis 6
tritt noch der Vorteil hinzu, daß das Füllen der Behälter, das Ausheben der Glaskörper
und das Schmelzen der Rückstände nacheinander stattfindet, ohne daß die Formen von
der Sohle entfernt werden.
Es sei noch bemerkt, daß Glasschmelzofeneinrichtungen bekannt sind, bei welchen Behälter
für geschmolzenes Glas, bevor sie in eine Behälterkammer und unter den Überlauf eines angeschlossenen Glasschmelzofens treten,
von der drehbaren Kammersohle durch eine an die Behälterkammer anstoßende, jedoch
von derselben getrennte Kammer geführt werden. Diese letzte Kammer ist aber von
der Heizkammer gemäß der Erfindung insofern verschieden, als sie keine besondere
Heizvorrichtung aufweist und, da sie als Aushebekammer dient, in der Decke eine entsprechende
Öffnung hat.
Claims (4)
- Patent-An Sprüche:i. Glasschmelzofen mit anschließender Behälterkammer, in welcher Behälter für geschmolzenes Glas auf einer als Drehscheibe ausgebildeten Kammersohle nacheinander an dem zur Füllung der Behälter dienenden Überlauf des Schmelzofens vorbeibewegt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die entleerten Behälter vor dem Eintritt in die Behälterkammer (9) durch eine an die Behälterkammer an-stoßende, jedoch von ihr getrennte und mit besonderer Heizvorrichtung (17) ausgestattete Heizkammer (10) hindurchgeführt werden, in welcher die erstarrten Rückstände in den Behältern völlig geschmolzen werden.
- 2. Glasschmelzofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich zwischen der Behälterkammer (9') und der Heizkammer (10') eine Ziehstelle (21) befindet, an welcher das Ausheben von Glaskörpern aus den in der Behälterkammer (9') gefüllten Behältern, ohne daß sie von der Drehscheibe entfernt werden, vorgenommen werden kann.
- 3. Glasschmelzofen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Behälter gruppenweise verbunden sind, so daß mehrere Behälter gleichzeitig gefüllt und sodann zu gleicher Zeit an die Ziehstelle befördert werden.
- 4. Glasschmelzofen nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Behälter durch Vertiefungen in der Sohle gebildet sind und in bekannter Weise von unten beheizt werden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.Berlin, gedrückt IK öeR reichsdruckerei.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE188783C true DE188783C (de) |
Family
ID=452378
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT188783D Active DE188783C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE188783C (de) |
-
0
- DE DENDAT188783D patent/DE188783C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1596447A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Vorwaermen,Chargieren und Schmelzen von festen Stoffen | |
| DE188783C (de) | ||
| DE609105C (de) | Vorrichtung zum Einfuehren von Gattierungs- oder sonstigen Zusaetzen in im Giessereischachtofen erschmolzenes Eisen | |
| DE1961787B2 (de) | Verfahren und einrichtung zur kontinuierlichen verkokung von kohle | |
| DE518609C (de) | Regenerativschmelzofen mit Gas- und Luftkammern zur Eisen- und Stahlerzeugung | |
| DE669556C (de) | Einrichtung zum Betriebe von stehenden Schwelretorten | |
| DE448534C (de) | Schraegkammerofen mit Ausstossvorrichtung | |
| DE446241C (de) | Glaswannenofen | |
| DE177959C (de) | ||
| DE2915273C2 (de) | Vorrichtung zum dosierten Abfüllen von radioaktive Abfälle enthaltenden Glasschmelzen | |
| DE627941C (de) | Kammerofen zur Erzeugung von Gas und Koks | |
| DE976745C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Koks- und Gaserzeugung in unterbrochen betriebenen Kammeroefen | |
| DE471921C (de) | Maschine zum Abfuellen von duenn-, zaeh- oder dickfluessigem Gut in Buechsen, Glaesero. dgl. Behaelter unter Druck | |
| DE320439C (de) | Verfahren nebst Doppelofen zur Ausnutzung der Abgaswaerme in Kupoloefen | |
| DE472919C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Veredeln, Legieren und Schmelzen von Metallen, insbesondere von Eisen, in mehreren voneinander getrennten Stufen | |
| DE469379C (de) | Schwelofen zur Verarbeitung von Brennstoffen mittels Querdurchspuelung | |
| DE466337C (de) | Vorrichtung zum Entlueften von Bunkern | |
| DE675661C (de) | Ununterbrochen arbeitender ringfoermiger Endenanwaermofen | |
| AT95552B (de) | Anlage zum Gießen und Walzen von Glastafeln unmittelbar aus dem Wannenofen. | |
| CH320832A (de) | Giessverfahren zum Abgiessen von Formen | |
| DE194260C (de) | ||
| DE639573C (de) | Glasschmelzofen | |
| DE14050C (de) | Neuerungen an Gasbereitungs Apparaten | |
| DE1175828B (de) | Drehherdschmelzofen | |
| DE596282C (de) | Vorrichtung zum Einschmelzen von Teilchen aus leicht oxydierbarem Leichtmetall, z. B. Aluminium |