DE188189C - - Google Patents
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- DE188189C DE188189C DENDAT188189D DE188189DA DE188189C DE 188189 C DE188189 C DE 188189C DE NDAT188189 D DENDAT188189 D DE NDAT188189D DE 188189D A DE188189D A DE 188189DA DE 188189 C DE188189 C DE 188189C
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Description
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|
| Sa/n | |
| ng | |
KAISERLICHES
PATENTAMT,
PATENTSCHRIFT
- JVl 188189 KLASSE 12#. GRUPPE
FARBWERKE vorm. MEISTER LUCIUS & BRÜNING in HÖCHST a. M.
Verfahren zur Darstellung stickstoffhaltiger Derivate der Anthrachinonreihe.
Läßt man auf Anthrachryson Formaldehyd in Gegenwart von Ammoniak oder in Gegenwart
eines primären oder sekundären Amins der Fettreihe einwirken, so erhält man stickstoffhaltige
Derivate von ausgesprochen basischem Charakter. Aus den Ergebnissen der Elementaranalyse ist zu schließen, daß diese
Verbindungen durch Wechselwirkung von ι Molekül Anthrachryson, 2 Molekülen
Formaldehyd und 2 Molekülen Ammoniak bezw. Amin unter Austritt von 2 Molekülen Wasser entstehen. Aus dem chemischen Verhalten
der Reaktionsprodukte ergibt sich mit großer Wahrscheinlichkeit für das mittels Ammoniak
erhaltene Produkt nachfolgende Konstitution :
OH
OH
NH2-CH/
T
NH9
^OH
OH
und demgemäß für die mittels eines Monoalkyl- bezw. Dialkylamins erhaltenen Verbindungen
die nachfolgenden Formeln:
OH
R—HN-CH
H2 — NH- R
OH
OH
OH
R2N-C
CH-NR0
OH
worin »R« gleich »Alkyla zu setzen.
Die allgemeine Darstellungsweise der erwähnten Verbindungen ist in allen Fällen die
gleiche. Man löst das Anthrachryson in Ammoniak oder in der wäßrigen Lösung des Amins auf und fügt die berechnete Menge
Formaldehyd hinzu. Die Reaktion vollzieht sich bei gewöhnlicher Temperatur, das Reaktionsprodukt
scheidet sich — meist in Form prächtiger Kristalle — aus; es wird abfiltriert,
ίο mit Wasser gewaschen und getrocknet.
Beispiel: Zu einer Lösung von no Teilen Anthrachryson in 180 Teilen einer 33 prozentigen
Diäthylaminlösung und 1500 Teilen Wasser fügt man 60 Teile Formaldehyd von
40 Prozent. Dieses Gemenge läßt man unter Rühren bei Zimmertemperatur stehen, wobei
es rasch zu einem Brei bläulich schillernder, orangeroter Kristalle des Reaktionsprodukts
erstarrt. Man filtriert, wäscht mit kaltem Wasser und trocknet. Zum Zweck der Reini-.
gung kann man das so gewonnene Rohprodukt in verdünnter Salzsäure lösen, von geringen Mengen ungelöster Substanz abfiltrieren
und mit Soda wieder ausfällen.
Nach dem gleichen Verfahren wurden analoge Verbindungen hergestellt mit Ammoniak,
ferner mit folgenden Aminen: Monomethylamin , Monoäthylamin, Dimethylamin,
Benzylamin.
In ihren physikalischen und chemischen Eigenschaften stimmen alle diese Produkte
miteinander überein. Sie stellen orangerote Kristallpulver dar, unlöslich in Wasser, kaum
löslich in den gebräuchlichen organischen Lösungsmitteln, in der Wärme ziemlich reichlieh
löslich in hochsiedenden Lösungsmitteln, z. B. in Chlorbenzol, aus welchen sie prächtig
kristallisieren. In verdünnten Ätzalkalien lösen sich die Verbindungen mit orangegelber, in
verdünnter Salzsäure mit gelber Farbe; aus letzterer Lösung wird durch einen Überschuß
von Salzsäure das salzsaure Salz in gelben Kristallen gefällt. In konzentrierter Schwefelsäure
lösen sich die Verbindungen mit orangegelber, in schwach rauchender (20 prozentiger)
Schwefelsäure mit roter Farbe. Sämtliche sind nicht unzersetzt schmelzbar.
Die beschriebenen Verbindungen sollen als Ausgangsmaterial zur Herstellung von Anthrachinonfarbstoffen
Verwendung finden.
Claims (1)
- Patent-An speuch:
Verfahren zur Darstellung stickstoffhaltiger Derivate der Anthrachinonreihe, dadurch gekennzeichet, daß man Formaldehyd in Gegenwart von Ammoniak oder von primären oder sekundären Alkylaminen auf Anthrachryson einwirken läßt.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE188189C true DE188189C (de) |
Family
ID=451821
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT188189D Active DE188189C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE188189C (de) |
-
0
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