DE187758C - - Google Patents

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DE187758C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F1/00Platen presses, i.e. presses in which printing is effected by at least one essentially-flat pressure-applying member co-operating with a flat type-bed
    • B41F1/26Details
    • B41F1/40Inking units

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Inking, Control Or Cleaning Of Printing Machines (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVs 187758 -KLASSE \5d. GRUPPE-44.
HERMAN J. SCHOEN in BROOKLYN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 17. Januar 1906 ab.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Platteiidruckpresse mit Wisch- und Poliervorrichtung, bei welcher die letztere aus mehreren sich drehenden Polierscheiben besteht, deren Polierfiächen in einer Ebene liegen. Die Achsen, um welche sich die Scheiben drehen, liegen senkrecht zur Bahn des die Druckform tragenden Schlittens und sind gelagert in einem Schlitten, der mit dem ίο die Abwischvorrichtung tragenden Schlitten durch einen drehbar gelagerten Gabelarm verbunden ist. Infolge dieser -Verbindung des die Abwischvorrichtung· und des die Poliervorrichtung tragenden Schlittens können beide Schlitten durch eine einzige Hubscheibe, die auf den Gabelarm- wirkt, aus der Bahn der Druckform entfernt und durch eine einzige Feder, die auf' den die Abwischvorrichtung tragenden Schlitten wirkt, gegen die Druckform angedrückt werden. Die Presse wird infolge dieser Anordnung wesentlich vereinfacht und durch die Drehung der Polierscheiben wird eine sehr gleichmäßige und intensive Politur der Druckform erzielt.
In der Zeichnung ist:
Fig. ι eine Seitenansicht und
Fig. 2 eine Rückansicht der Plattendruckpr.esse,
Fig. 3 ein teilweiser senkrechter Schnitt in größerem Maßstabe,
Fig. 4 ein Schnitt nach Linie 4-4 der Fig. 3 in der Richtung des Pfeiles gesehen,
Fig. 5 ein Schnitt nach Linie 5-5 der Fig. 4, Fig. 6 eine schematische und
Fig. 7 eine schaubildliche Ansicht einer Einzelheit,
Fig. 8 ein Schnitt nach Linie 8-8 der Fig. i, vorwärts, d. h. in Richtung des Pfeiles gesehen, in größerem Maßstabe und
Fig. 9 ein Schnitt nach Linie 9-9 der Fig. 1, ebenfalls in größerem Maßstabe.
Das Maschinengestell 1 (Fig. 1 bis 3) besteht aus einer Grundplatte 2 mit vorderen Seitenwänden 3 und hinteren Seitenwänden 4. Die Antriebswelle 5 ist in einer der Seitenwände 3 und dem Vorgelegeständer 6 gelagert und trägt, wie üblich, die Festscheibe 7, die Losscheibe 8 und das Schwungrad 9. Auf dem inneren Ende der Antriebswelle 5 sitzt ein Triebrad 10, welches mit größeren Stirnrädern 11 und 12 in Eingriff steht. Das Stirnrad 11 ist auf der wagerechten Querwelle na befestigt, auf deren anderem Ende ein ähnliches Stirnrad 13 sitzt, welches die Kraft durch ein Zwischenrad 14 auf einem Zapfen 14* auf das Stirnrad 15, ein Gegenstück zum Rad 12, überträgt (Fig. 2). Hiernach kufen die Stirnräder 12 und 15 in gleichem Sinne und mit derselben Geschwindigkeit um, so daß auch die mit den Rädern 12 und 15 auf denselben AVellen 18 und 19 be- , festigten Hubkurvenscheibenio und 17 gleiche Drehrichtung und gleiche Geschwindigkeit besitzen. In: den Kurvennuten der Hubkurvenscheiben 16 und 17 laufen Rollen 20 und 21, welche auf seitlichen Zapfen 22 an einem Hebel 24 drehbar sind (Fig. 1 und 2).. Das vordere Ende des letzteren ist um einen feststehenden Zapfen 25 drehbar, während am hinteren Ende eine Gelenkstange 27 angreift, die andererseits mit einer Schwinge 29 verbunden ist (Fig. 2). Letztere besitzt am
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freien Ende einen Schlitz 29", in welchen ein feststehender Zapfen 30 an der Seitenwand 3 eingreift. Das andere ,Schwingenende ist mittels eines Bolzens 31 an dem in Führungen der Seiten wände 3 hin- und herbeweglichen* Schlitten 32 (s. auch Fig. 9) verbunden. Durch die Umdrehung der Hubkurvenscheiben 16 und 17 erhält der Hebel 24 eine Schwingbewegung, die er durch die Gelenkstange 27 auf die Schwinge 29 und durch diese auf den die Druckform tragenden Schlitten 32 überträgt, so daß dieser eine Verschiebung in senkrecht stehender Bahn erfährt. Die Stirnräder 11 und 13 besitzen
1S Kurbelzapfen 33, an welchen Pleuelstangen 34 angreifen, die andererseits gelenkig mit dem schwingbar angeordneten Druckwiderlager 37 verbunden sind.
Im folgenden sollen die Mittel zum Auftragen der Druckfarbe, sowie zum Abwischen und Polieren der Druckform, von welcher ein Druck genommen wurde, beschrieben werden. Die Druckform ist auf dem Schlitten 32 sicher befestigt und wird deshalb mit ihm abwärts und aufwärts bewegt. Bei der Abwärtsbewegung kommt sie mit den Mitteln zum Abwischen und Polieren nicht in Berührung. Dies geschieht erst bei der Aufwärtsbewegung, nachdem sie in der tiefsten Stellung von der Einfärbvorrichtung eingefärbt wurde und dieselbe wieder verlassen hat. Die Einfärbe-, Wisch- und Poliervorrichtung werden durch ein kleines Stirnrad 38 (Fig. 1 und 2) angetrieben, welches auf einer kurzen Welle 39 sitzt, die gleichzeitig eine Schnecke 40 trägt. Letztere greift in ein Schneckenrad 41 auf einer wagerechten Welle 42, deren vorderes Ende ein Kegelrad 43 trägt, welches in ein Kegelrad 44 auf einer Welle 45 greift.
Eine senkrechte Welle 47 erhält durch ein Kegelrad 48 Antrieb vom Kegelrad 44 bezw. von der Welle 45 des letzteren. Das Kegelrad 48 sitzt am unteren Ende der Welle 47. Am oberen Ende der letzteren befindet sich ein Doppelkegelrad 49, welches mit Kegelrädern 50 und 51 in Eingriff steht. Das Kegelrad 50 ist auf einer Querwelle 51" befestigt, deren inneres Ende ein Kegelrad 52 trägt (Fig. ι und 8), welches mit einem ähnliehen Kegelrad 53 auf einer Welle 54 in Eingriff steht. Die Welle 54 trägt auf dem inneren Ende ein Stirnrad 55 (Fig. 3 und 4), welches in Stirnräder 56 auf den Enden von Wellen 57 eingreift, die auf einem Schlitten 58 gelagert sind und an den hinteren Enden ■Polierscheiben 59 tragen. Die Polierflächen der Polierscheiben liegen in einer Ebene. Es ist ferner als Träger für eine Abwischvorrichtung ein Schlitten 60 in Führungen 61 der Seitenwände 4 beweglich (Fig. 3, 4 und 5), um jeweils während der Abwärtsbewegung der Druckform aus deren Bahn gebracht werden zu können. Sowohl seine Bewegung" wie die des vorher beschriebenen Schlittens 58 wird durch einen gabelförmigen Hebel 62 bewirkt, welcher um senkrechte Bolzen drehbar ist und dessen einer Gabelarm zwischen Ohren 63 am Schlitten 60 faßt, während der andere Gabelarm durch einen Zapfen 64 mit dem Schlitten 58 verbunden ist. Das äußere Ende des gabelförmigen Hebels 62 trägt zwischen Ohren auf einem Querzapfen eine Rolle 65, welche auf einer Hubscheibe 66 einer Welle 67 läuft. Gelangt die Rolle auf den höchsten Punkt der Hubscheibe, so \verden die Gabelarme abwärts bewegt, um die Schlitten, welche die Polierscheiben und den Wischer tragen, aus der Bahn der Druckform zu ziehen, wenn diese beginnt, sich abwärts zu bewegen. Die Hubscheibe 66 wird durch das Kegelrad 51 auf der Welle 67 bewegt (Fig. 1). Eine Feder 68 (Fig. 3) dient dazu, die Schlitten 58 und 60 in die Bahn der Druckform zu drängen. Als Wischer dient ein Gewebestreifen 69, z. B. aus feinem Nesseltuch, der auf einer Walze 70 aufgewickelt und über geeignet angeordnete Leitwalzen und den Schlitten 60 nach einer Abzugswalze 46 auf der bereits erwähnten Welle 45 geführt ist. Bei jedem Aufwärtsgange der Druckform tritt mit dieser ein sauberes Stück des Gewebestreifens 69 in Berührung, indem die Walze 70 mittels des Kegelrades 44 angetrieben wird, wobei der Gewebestreifen 69 jederzeit durch die Bremsrolle 71 an der Abzugswalze und das regelbare Bremsband 72 straff gehalten wird (Fig. 1). Leit- und Spannwalzen 73, welche in unter Federdruck stehenden Armen 73a gelagert sind, erhalten die Straffheit des Wischertuches 69 während des Rückganges des Schlittens 60. Von einer Schnurscheibe 75 auf der senkrechten Welle 47 (Fig. 1) wird mittels Schnur 74 auf eine Schnurscheibe, die auf dem einen Zapfen der Farbzuführwalze 76 angeordnet ist, getrieben. Letztere erhält Farbe aus einem Behälter yj und verteilt sie auf die unter Federdruck stehende Farbauftragwalze 78.
Auf der wagerechten Welle 42. (Fig. 1 und 6) ist" eine mit einer Vertiefung 79a versehene Hubscheibe 79 befestigt, auf deren Umfang eine Rolle 80 läuft, die am unteren Arme eines zweiarmigen Hebels 81 drehbar angeordnet ist. Letzterer trägt am Ende des oberen Armes ein Puderkissen 82, dessen Reibfläche mit Drahtgaze überzogen ist.
Befindet sich die Rolle 80 vor der Vertiefung 79s, so wird sie durch eine auf den Hebel 81 entsprechend einwirkende Feder 83 (Fig. 7) in die Vertiefung 79" hineingedrängt und das Puderkissen am oberen Arme des Hebels 81 seitwärts geschwungen. Es fährt
dabei über die Polierscheiben 59, Kalk- oder Schlämmkreidepuder über die Polierflächen verteilend. Darauf wird das Puderkissen dadurch, daß die Rolle 80 die Vertiefung yga der Hubscheibe 79 wieder verläßt und auf den vollen Scheibenumfang tritt, wieder in die Ruhestellung zurückgebracht.

Claims (3)

Patent-Ansprüche: 10
1. "Plattendruckpresse mit Wisch- und Poliervorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Polierscheiben mit ihren Polierflächen in einer Ebene liegen und um ihre zur Bahn des die Druckform tragenden Schlittens (32) senkrechte Achsen (75) umlaufen.
2. Plattendruckpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Achsen
(57) der Polierscheiben einen Schlitten
(58) durchsetzen, der mit dem die Abwischvorrichtung tragenden Schlitten (60) durch einen drehbaren Gelenkarm (62) verbunden ist, so daß beide Schlitten (58 und 60) durch eine einzige, auf den Gabelarm (62) wirkende Hubscheibe aus der Bahn der Druckform entfernt und durch eine einzige, auf den Schlitten (60) wirkende Feder (68) gegen die Drückform angedrückt werden.
3. Plattendruckpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Auftragen des Poliermittels auf die Polierscheiben (59) durch ein Puderkissen (82) erfolgt, welches während des Druckes in einer zu den Achsen der Polierscheiben senkrechten Ebene über die Polierscheiben geführt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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