DE187623C - - Google Patents

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DE187623C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21FPAPER-MAKING MACHINES; METHODS OF PRODUCING PAPER THEREON
    • D21F9/00Complete machines for making continuous webs of paper

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  • Paper (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSESSi/. GRUPPE
HANS SOMMERMEYER in HAMBURG.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 21. November 1905 ab.
Aus mehreren Stofflagen bestehende Pappen werden bisher entweder dadurch gebildet, daß man die noch feuchte Stoffbahn in mehreren Windungen um die Formatwalze wickelt und die Schichten durch eine Walze zusammenpreßt, oder man verleimt mehrere Bahnen von fertigem Papier miteinander. Nach dem ersteren Verfahren hergestellte Pappen bieten den Nachteil, daß sich die einzelnen Schichten
ίο derselben leicht voneinander trennen lassen, wogegen die nach dem zweiten Verfahren erhaltenen die Eigenschaft der Pappe, eine innige Verfilzung der Fasern, des Grundstoffes miteinander, mehr oder weniger vermissen lassen. Es ist ferner auch schon in Betracht gezogen worden, mehrere auf verschiedenen Maschinen erzeugte Stoffbahnen in noch nassem oder halbnassem Zustand unter Vermittlung von Klebstoff zusammen zü™eautsehen; diesesverfahren erscheint ebenfalls insofern unvorteilhaft, als sich nur Pappen bis zu einer gewissen Stärke herstellen lassen.
Nach der Erfindung kann man nun eine
aus mehreren Lagen des Grundstoffes bestehende Pappe beliebiger Dicke in der Weise herstellen, daß man auf die am Abnahmefilz haftende noch nasse Stoffbahn flüssigen Klebstoff aufspritzt, so daß beim Aufwickeln dieser Stoffbahn auf die Formatwalze sich die einzelnen Stofflagen innig miteinander vereinigen. Indem das Klebmittel in die noch weiche, nasse Stoffschicht eindringt, erfolgt eine völlige Verfilzung der Fasern, wie auch beim nachherigen Zusammenpressen der Schichten die Fasern beider völlig miteinander verfilzt und verklebt werden, so daß an der fertigen Pappe durchaus keine einzelnen Schichten mehr vorhanden sind, sondern die Pappe in ihrer ganzen Dicke eine durchaus gleichförmige Masse darstellt. Die hierzu erforderliche Einrichtung kann bei jeder Pappenmaschine nachträglich angebracht werden.
Zweckmäßig geschieht die Herstellung der Pappe in der aus der Zeichnung ersichtlichen Weise, indem der aus der Stoffbütte α dem Siebzylinder b zugeführte" Stoff vom äußeren Umfang des Siebzylinders in gewisser Dicke aufgenommen und auf die endlose Filzbahn c übertragen wird. Die Auftragung des Klebmittels wird am vorteilhaftesten durch eine Walzenbürste d bewirkt, die den flüssigen Klebstoff durch einen Abstreicher e gegen die Stoffschicht spritzt. Um die Wirkung des Klebstoffes zu erhöhen, empfiehlt es sich, den Filz von der ersten Gautschwalze/ senkrecht in die Höhe zu führen und über eine hohle, mit Drahtgewebe überzogene Walze g zu leiten, die mit Saugvorrichtung versehen sein kann. Indem der Klebstoff gegen den senkrecht laufenden Teil der Stoffschicht trifft, findet eine bessere Verteilung des Klebstoffes statt als wie in wagerechter Lage. Von der Walze g aus gelangt der Filz c mit der Stoffbahn nach der Formatwalze, welche die Stoffbahn vom Filz abnimmt; nach Aufwicklung einer gewissen Zahl von Schichten anf die Formatwalze, die hier durch das Klebmittel innig vereint werden, wird die

Claims (2)

Pappe in bekannter Weise durch ein Messer in ihrer ganzen Breite zerschnitten und als Bogen von der Walze entfernt. Als Klebstoff können Mehl- und Stärkekleister, Pflanzen- oder Knochenleim, Kaseinleim und ähnliche Leimarten verwendet werden. Das Verfahren ist nicht nur für Pappen aus gewöhnlichem Stoff, sondern auch z. B. ίο zur Herstellung von künstlichem Leder aus kleingemahlenem Leder oder Hautabfällen o. dgl. anwendbar, indem aus diesen Materialien in bekannter Weise ebenfalls ein Stoff gebildet wird, dieser gemäß der Erfindung mit Klebstoff versehen und auf der Formatwalze zu mehreren Dicken vereinigt wird. Patent-A ν Sprüche:
1. Verfahren zur Herstellung nicht spaltbarer Pappen beliebiger Dicke, dadurch gekennzeichnet, daß auf die am Abnahmefilz haftende noch nasse Stoffbahn flüssiger Klebstoff aufgespritzt wird, so daß beim Aufwickeln dieser Stoffbahn auf die Formatwalze sich die einzelnen Schichten durch Verfilzen und Verkleben innig miteinander verbinden.
2. Verfahren nach Patent-Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufbringung des Klebmittels auf einen senkrecht geführten Teil der Stoffbahn geschieht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Berlin, gedruckt üj büis reichsduüCkErö.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0927790A3 (de) * 1997-12-31 2000-05-17 J.S. STAEDTLER GmbH & Co Verfahren zur Herstellung von Schichtstoffplatten, Bleistiftbrettchen und/oder Schäften für Schreib-, Zeichen- oder Malgeräte

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0927790A3 (de) * 1997-12-31 2000-05-17 J.S. STAEDTLER GmbH & Co Verfahren zur Herstellung von Schichtstoffplatten, Bleistiftbrettchen und/oder Schäften für Schreib-, Zeichen- oder Malgeräte

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