DE18727C - Fahrbare Amalgamatoren - Google Patents
Fahrbare AmalgamatorenInfo
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Classifications
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- C22B—PRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
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- C22B11/10—Obtaining noble metals by amalgamating
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 40: Hüttenwesen.
Dr. LOUIS THENOT in MACON. Fahrbare Amalgamatoren.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 4. November 1881 ab.
Das Aufbereitungsverfahren zur Gewinnung des Edelmetalles aus den entsprechenden Quarzen
und Sandarten beruht auf dem ein- oder mehrmaligen Durchgang des von einem Wasserstrom
mit fortgerissenen Minerals durch von Wasser bedeckte Quecksilberschichten.
Die Zeichnung stellt theils in Ansicht, theils im Schnitt den zu diesem Zweck benutzten
Apparat dar, der aus einer beliebigen Anzahl von Theilen besteht, deren jeder aus zwei verticalen
Röhren A und B von verschiedenem Durchmesser und Form besteht, welche an
ihrem unteren Theil durch ein, mit zwei Rohrflantschen
versehenes Gefäfs C verbunden sind.
Durch einen Rohrstutzen D wird die Verbindung der Theile von B nach A an deren
oberen Enden hergestellt.
Die verschiedenen Theile selbst können auf Rädern ruhen, um eine bequeme Handhabung
der so gebildeten Wagen zu ermöglichen.
An dem letzten Theil, durch den die Masse geht, sind eine oder mehrere röhrenförmig gestaltete
und unter sich verbundene Theile T angebracht, von denen ein jeder mit Entleerungshähnen
und mit glasbedeckten Schaulöchern versehen ist. Diese Theile T können auch mit
Laufrollen versehen und horizontal oder gegen den Apparat wenig geneigt angeordnet werden.
Der letzte Theil T trägt eine Röhre E mit einem Hahn G, an welchen (bei Verwendung
der Saugwirkung) ein langes Rohr angeschraubt wird.
Die Rohre B tragen einen abnehmbaren Deckel H, der durch eine Prefsschraube / fest
aufsitzt und bei b mit einer Meinen Oeffnung versehen ist, um die Luft aus den constant
mit Wasser gefüllten Theilen entweichen zu lassen.
Jedes Gefäfs C trägt an seinem unteren Theil eine abnehmbare Thür mit einem Entleerungshahn r, der auch am Gefäfs selbst sitzen kann.
Durch die Oeffnung b im Deckel H wird eine gewisse Menge Quecksilber eingeführt, das in
den Röhren A und B bis in die gewünschte , Höhe steigt.
Ein seitlich angebrachtes Schauloch V dient zur Ueberwachung des Ganges der Operation,
während eine Scala die Höhe der Quecksilberschicht und so dessen Menge erkennen läfst.
An den horizontalen Röhren T angebrachte Oeffnungen dienen auch zur Einführung von
Quecksilber. Durch Oeffnung des Hahnes N-wird der Apparat aus einem mehr oder weniger
hochgestellten Reservoir vollständig mit Wasser gefüllt, das, mit dem Sand oder dem gemahlenen
Mineral innig vermischt, durch das Rohr L in den Apparat eintritt (in dem Rohr A
nieder-, im Rohr B aufsteigt) und nach und nach die einzelnen Theile durchströmt; zuletzt
geht es durch die Theile T, in denen es über die Oberfläche eines Quecksilberbades streicht
und durch einen an de.m auf dem letzten Theil T sitzenden Rohr E angebrachten Hahn G
geht. Das punktirte Rohr e ist nur nöthig, wenn der Apparat saugt. Durch den Hahn N
wird der Zuflufs, durch den Hahn G der Abflufs
des aufzubereitenden Materials regulirt. Beide Hähne tragen einen graduirten Bogen mit dem
an dem Schlüssel angebrachten Zeiger, um immer den Durchströmungsquerschnitt anzuzeigen. Beim
Durchgang der Mischung von Wasser und Mineral durch den Apparat geht dieselbe abwechselnd
durch Quecksilber- und Wasserschichten, von denen erstere die metallischen Theile wegen
ihrer relativen Dichte am Boden der Gefäfse C zurückhalten und amalgamiren.
Die leichteren ■ Theilchen gehen durch die Quecksilberschichten hindurch und gelangen in
die Wasserschichten, aus denen sie dann wegen ihres specifischen Gewichtes auf die Quecksilber-Schichten
fallen, wo sich die Amalgamirung vervollständigt.
Dasselbe gilt von den Quecksilberkügelchen, die durch das Quirlen des Sandes im Wasser
mit fortgerissen werden und sich im oberen Theil der Röhren B abscheiden, weil hier
durch den vergröfserten Querschnitt der Röhre der Strom langsamer geht.
Sind die Minerale platinhaltig, so sammelt sich das Platin am Boden der Gefäfse C.
In den Röhren B können nach Belieben kleine, Aufenthalt verursachende Widerstände
angebracht werden.
Bei geeigneten Vorsichtsmafsregeln geht dann die Masse durch die Röhren über die Oberfläche
eines Quecksilberbades, das den Auszug aus dem Sande vervollständigt und die bis in
die Röhren mit fortgerissenen Quecksilberkügelchen auffängt.
Die Theile T können auch zu Gruppen vereinigt werden, die aber dann sämmtlich unter
sich wieder verbunden sein müssen.
Die Höhe, in welchem das Reservoir angebracht ist, bestimmt mit der in diesem angehäuften
Flüssigkeitsmenge die langsame und stetige Fortbewegung der Mischung durch den Apparat, mit Hülfe dessen unter Berücksichtigung
der Zahl und Gröfse der Theile sowie der Oeffnungen in den Hähnen N und G der
aus dem Apparat tretende Sand vollständig erschöpft sein wird.
An Stelle der drückenden Säule L kann man auch mit einer hinter dem Abschlufshahn liegenden
Aspirationssäule F arbeiten.
• Bei Verwendung der Aspiration kann die Röhre JP dem Terrain entsprechend geneigt sein, und mufs ihr unterer Theil geschlossen werden, wodurch man einen Saugheber erhält, der auf die gewöhnliche Weise arbeitet, nachdem der Apparat einmal angesaugt hat.
• Bei Verwendung der Aspiration kann die Röhre JP dem Terrain entsprechend geneigt sein, und mufs ihr unterer Theil geschlossen werden, wodurch man einen Saugheber erhält, der auf die gewöhnliche Weise arbeitet, nachdem der Apparat einmal angesaugt hat.
Auch ist es bei Anwendung der Saugwirkung von Vortheil, auf die Röhre L in einem Trichter
ein sich automatisch schliefsendes Schwimmerventil anzuordnen, damit sich.bei Unterbrechung
des Zuflusses der Mischung der Apparat selbst nicht aussaugt.
Die Aufbereitung kann also durch Druck oder Ansaugen, und zwar durch beide Wirkungen
getrennt oder zusammen verbunden, geschehen; es können hierzu Saug- und Druckpumpen
oder jedes andere für diesen Zweck geeignete Mittel, wie comprimirte Luft, Dampf
u. s. w., verwendet werden.
Arbeitet man mittelst einer Saügcolonne, so mufs das saugende Rohr an seinem unteren Ende
etwas gebogen sein, um Eintritt der Luft zu vermeiden; auch kann man dies Rohr mit
seinem oberen Theil in ein Uebeffallreservoir tauchen, in welchem sich der Sand ablagert;
ist das erste Reservoir gefüllt, so bringt man das Saugrohr in ein benachbartes, mit dem
ersten verbundenes Reservoir, die sämmtlich auf kleinen Wagen stehen können.
Bei der Aspirationsmethode mufs man auch für die Entfernung der sich aus dem Wasser
ansammelnden Luft in den oberen Theilen des Apparats sorgen, da sonst der Gang der Operation
unterbrochen werden würde. Diesen Uebelstand kann man dadurch beseitigen, dafs man
über dem Apparat ein vollständig mit Wasser angefülltes Gefäfs anbringt, das mit den oberen
Theilen des Apparats durch zwei Röhren in Verbindung steht, von denen die eine die Luft
nach dem oberen Theil des geschlossenen Gefäfses und die andere eine entsprechende Wassermenge
nach dem Amalgamirapparat führt.
Das erste Quecksilberbad, in Verbindung mit dem ankommenden Sand, sättigt sich mehr als
das zweite, das zweite mehr als das dritte u. s. w.
Hat sich der erste Theil genügend gesättigt, so schaltet man ihn aus, bringt den übrigen
Apparat dem Rohr L näher und fügt vor der ersten horizontalen Röhre T einen mit frischem
Quecksilber gefüllten Theil ein.
Auf diese Weise verringert sich von dem Anfang des Apparats nach dem Ende hin die
Reichhaltigkeit des Quecksilbers an Edelmetall immer mehr, so dafs das frische Quecksilber
immer mit dem nahezu erschöpften Sand in Contact kommt.
Ein auf den Apparat geschraubtes Manometer zeigt immer die Gröfse der Druck- oder Saugwirkung
zur Fortbewegung der Massen an. Entgegen der auf der Zeichnung angegebenen Anordnung kann man auch eine Gruppe von
horizontalen Röhren verwenden, die, bis zu einem gewissen Niveau mit Quecksilber gefüllt,
durch an den äufseren Seiten angebrachte Röhren gespeist werden, wodurch man vollständig
von einander unabhängige Quecksilberbäder erhält, auf deren Oberflächen sich ein
durch die Röhren geformter Quarz- und Wasserstrom ausbreiten kann.
Beim Durchlaufen des Stromes durch den ersten Theil· fallen die dichteren Theile zuerst
nieder, während sich das weniger reiche Material in dem zweiten Theil absetzt u. s. f. und sich
in demselben amalgamirt.
Die Fortbewegung und Regulirung des Stromes wird in diesem Fall auf genau dieselbe Weise
wie oben bewerkstelligt.
Die genau wie oben ausgerüsteten Theile können geneigt stehen, oder es kann auch nur
die untere Wand nach den Abflufshähnen hin geneigt angeordnet werden.
Verwendet man getrennt oder combinirt beide Systeme von Theilen, so ist es gut, am Ende
des Apparats den Strom noch über eine amalgamirte Metallplatte gehen zu lassen, durch
welche das bei ungeschickter Behandlung des Apparats entschlüpfende Quecksilber aufgefangen
wird.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:In einem Apparat zur Amalgamation" edelmetallhaltiger Erze die Anwendung einzelner, auf Rollen ruhender Vorrichtungen, die in dem Gefäfs C mit dem verticalen Zuflufsrohr A und dem ausgebauchten Gefäfs B zum Abflufs bestehen, wobei der erste Theil mit seinem Zuflufsrohr A an den mit Stellhahn N, versehenen Zulauftrichter L, die nachfolgenden Theile < aber mittelst dieses Zuflufsrohres an den Stutzen D des vorhergehenden Theiles angeschlossen sind, während der letzte Theil mit seinem Stutzen D entweder an die horizontalen Theile T oder an die mit Stellhahn G versehene Aspirationssäule F anschliefst, zum Zweck, die mit Edelmetall gesättigten Theile einzeln ausschalten und neue mit frischem Quecksilber einschalten zu können, so dafs den frischeren Theilen am Ende des Apparats die fast erschöpften Erze zugeführt werden.Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE18727C true DE18727C (de) |
Family
ID=295589
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT18727D Active DE18727C (de) | Fahrbare Amalgamatoren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE18727C (de) |
-
0
- DE DENDAT18727D patent/DE18727C/de active Active
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