DE147652C - - Google Patents

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DE147652C
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carbonic acid
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F1/00Treatment of water, waste water, or sewage
    • C02F1/68Treatment of water, waste water, or sewage by addition of specified substances, e.g. trace elements, for ameliorating potable water
    • C02F1/685Devices for dosing the additives
    • C02F1/687Devices for dosing solid compounds

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Hydrology & Water Resources (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die bisher bekannten Verfahren zur Lösung von Kalk oder anderen Chemikalien mittels Druckluft leiden an dem Übelstand,
. daß durch die in der Druckluft enthaltene Kohlensäure ein großer Teil des Ätzkalkes in kohlensauren Kalk übergeführt wird, also für die Zwecke der Wasserreinigung verloren geht. Auch laugt sich der Ätzkalk schlechter aus, indem sich durch die Kohlensäure um
ίο jedes Ätzkalkpartikelchen herum eine Rinde von unlöslichem kohlensauren Kalk bildet, welche den Zutritt des Lösungswassers zum Ätzkalk verhindert und so die Lösung erschwert.
Vorliegende Erfindung bezweckt, diesen Übelstand zu beseitigen.
Der hierbei zur Verwendung kommende Apparat besteht im wesentlichen aus einem Lösungsbehälter, in welchem ein von oben einragender Trichter g angebracht ist. In der oberhalb des Trichters g befindlichen Erweiterung ist ein Sieb α zur Zerteilung des aufzulösenden Ätzkalkes sowie eine, einen er-, weiterten Rand h aufweisende Glocke i angeordnet.
Durch die Glocke i
durch führt ein bis nahe zum kegelförmigen Boden des Lösungsbehälters reichendes Rohr b, welches, oberhalb des Behälters eine Schlaufe bildend, mit einem zweiten, oberhalb der Glocke angeschlossenen Rohr d sich verbindet und an dieser Stelle c mit der Abfluß-
und Trichter g hinleitung des, das Lösungswasser enthaltenden "Bassins verbunden ist.
Der aufzulösende Ätzkalk wird durch den Siebboden α zerteilt und fällt in die unterste Spitze des Behälters. Durch Rohr b wird das Lösungswasser an der untersten, von Kalk umlagerten Stelle zugeführt.
Das Lösungswasser tritt bei c in das Rohr b langsam ein, und zwar so, daß weniger Wasser zugeführt wird, als durch das Rohr b abfließen kann, so daß es der Luft aus dem Rohrstrang d ermöglicht ist, auch in das Rohr b eintreten zu können.
Das Lösungswasser sammelt sich in der Rohrbiegung f und schließt die Luft, die in dem Rohr b enthalten ist, ab. Das Wasser bildet an dieser Stelle ein flüssiges Ventil. Durch das fortwährend nachrieselnde Wasser wird die eingeschlossene Luft in bekannter Weise zusammengepreßt und nach unten gedrückt. Hat das Wasser das abwärts führende Rohr b so weit gefüllt, daß der Auftrieb der eingeschlossenen Luft dem nachfließenden Wasser nicht mehr das Gleichgewicht halten kann, dann reißt die Wassersäule plötzlich ab und drückt die Luft nach unten. Von hier aus sucht dieselbe energisch wieder an die Oberfläche zu entweichen. Bei der Aufwärtsbestrebung treibt sie den um das Rohrende lagernden Kalk auseinander und nimmt einen großen Teil desselben mit in die Höhe. Die Luft wird durch den Schirm
des Trichters g und die Glocke ζ aufgefangen und sammelt sich in letzterer (i), von wo aus sie durch das von neuem zufließende Wasser durch den Rohrstrang d wieder angesaugt wird.
Dieser Vorgang wiederholt sich in ι Minute mehrmals, je nachdem die Weite der Rohrleitung im Verhältnis zum zufließenden Wasser gewählt wird.
ίο Ist die Luft einige Male durch die Kalkschicht getrieben worden, so hat der Kalk sämtliche Kohlensäure derselben gebunden, so daß die nunmehr kohlensäurefreie Luft keinen schädlichen Einfluß mehr auf die Auslaugung des Ätzkalkes ausüben kann.
Die durch das Rohrstück k nach oben entweichende Luft erzeugt in demselben in bekannter Weise eine Zirkulation in der durch die Pfeile angedeuteten Richtung, woran der aufgewirbelte Kalk teilnimmt. Da letzterer infolge seiner Schwere immer wieder an die Rohrmündung zurückfällt und von neuem durch die zusammengepreßte Luft und das gleichzeitig zufließende Lösungswasser aufgetrieben wird, kommen sämtliche Kalkteilchen in Berührung mit dem Wasser, so daß sie vollständig ausgelaugt werden.
Die ausgelaugten Kalkreste werden durch den Ablaßhahn entfernt.
Das gesättigte Kalkwasser tritt bei / in den Klärraum in ein, wo es infolge der Geschwindigkeitsverringerung sämtlichen noch im Auslaugungsprozeß befindlichen Ätzkalk zurückläßt.
Das klare und gesättigte Kalkwasser fließt bei η aus dem Apparat seiner Verwendungsstelle zu.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren . zur Auflösung von Chemikalien für die Wasserreinigung vornehmlich von Calcium- oder Bariumhydrat oder dergl. mit Hilfe von Druckluft zum Aufwirbeln des zu lösenden Materials, dadurch gekennzeichnet, daß die durch den Ätzkalk usw. hindurchgegangene und dadurch kohlensäurefrei gemachte Druckluft immer wieder aufgefangen und von neuem zum Aufrühren benutzt wird.
2. Zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 ein Apparat, gekennzeichnet durch einen Fangschirm (g) mit übergestülpter Glocke (i) zum Auffangen der durch die am Boden lagernden Chemikalien hindurchgegangenen, nach oben strebenden kohlensäurefreien Luft, welche sodann durch eine mit der Lösungsleitung (b) verbundene Rohrleitung (d) hochgeleitet und, durch erstere (b) von neuem bis nahe zum Boden gedrückt, hierdurch erneut ihrem Verwendungszweck zugeführt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2642393A (en) * 1949-01-29 1953-06-16 Limestone Products Corp Neutralization of liquids
DE974924C (de) * 1944-01-11 1961-05-31 Emil Fischer Verfahren zur Teilenthaertung (Entkarbonisierung) von Wasser mittels Kalk
DE976467C (de) * 1936-09-16 1963-09-19 Margarete Zentner Verfahren zur Beseitigung der Carbonathaerte von Wasser nach dem Kalkverfahren
DE20009961U1 (de) 2000-06-06 2000-10-26 F & P Sortiertechnik GmbH, 95028 Hof Dosierreaktor für die Aufbereitung von Rohwasser und Anlage für die Aufbereitung von Trinkwasser
US6845602B2 (en) 2000-06-28 2005-01-25 GVL Gesellschaft für Verpackungs-technik und -logistik mbH Shaping shoulder and a device for producing longitudinally shaped webs

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