DE147652C - - Google Patents
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- DE147652C DE147652C DENDAT147652D DE147652DA DE147652C DE 147652 C DE147652 C DE 147652C DE NDAT147652 D DENDAT147652 D DE NDAT147652D DE 147652D A DE147652D A DE 147652DA DE 147652 C DE147652 C DE 147652C
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Classifications
-
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die bisher bekannten Verfahren zur Lösung von Kalk oder anderen Chemikalien
mittels Druckluft leiden an dem Übelstand,
. daß durch die in der Druckluft enthaltene Kohlensäure ein großer Teil des Ätzkalkes
in kohlensauren Kalk übergeführt wird, also für die Zwecke der Wasserreinigung verloren
geht. Auch laugt sich der Ätzkalk schlechter aus, indem sich durch die Kohlensäure um
ίο jedes Ätzkalkpartikelchen herum eine Rinde
von unlöslichem kohlensauren Kalk bildet, welche den Zutritt des Lösungswassers zum
Ätzkalk verhindert und so die Lösung erschwert.
Vorliegende Erfindung bezweckt, diesen Übelstand zu beseitigen.
Der hierbei zur Verwendung kommende Apparat besteht im wesentlichen aus einem
Lösungsbehälter, in welchem ein von oben einragender Trichter g angebracht ist. In
der oberhalb des Trichters g befindlichen Erweiterung ist ein Sieb α zur Zerteilung des
aufzulösenden Ätzkalkes sowie eine, einen er-, weiterten Rand h aufweisende Glocke i angeordnet.
Durch die Glocke i
durch führt ein bis nahe zum kegelförmigen Boden des Lösungsbehälters reichendes Rohr b, welches, oberhalb des Behälters eine Schlaufe bildend, mit einem zweiten, oberhalb der Glocke angeschlossenen Rohr d sich verbindet und an dieser Stelle c mit der Abfluß-
durch führt ein bis nahe zum kegelförmigen Boden des Lösungsbehälters reichendes Rohr b, welches, oberhalb des Behälters eine Schlaufe bildend, mit einem zweiten, oberhalb der Glocke angeschlossenen Rohr d sich verbindet und an dieser Stelle c mit der Abfluß-
und Trichter g hinleitung des, das Lösungswasser enthaltenden
"Bassins verbunden ist.
Der aufzulösende Ätzkalk wird durch den Siebboden α zerteilt und fällt in die unterste
Spitze des Behälters. Durch Rohr b wird das Lösungswasser an der untersten, von
Kalk umlagerten Stelle zugeführt.
Das Lösungswasser tritt bei c in das Rohr b langsam ein, und zwar so, daß
weniger Wasser zugeführt wird, als durch das Rohr b abfließen kann, so daß es der
Luft aus dem Rohrstrang d ermöglicht ist, auch in das Rohr b eintreten zu können.
Das Lösungswasser sammelt sich in der Rohrbiegung f und schließt die Luft, die in
dem Rohr b enthalten ist, ab. Das Wasser bildet an dieser Stelle ein flüssiges Ventil.
Durch das fortwährend nachrieselnde Wasser wird die eingeschlossene Luft in bekannter
Weise zusammengepreßt und nach unten gedrückt. Hat das Wasser das abwärts führende
Rohr b so weit gefüllt, daß der Auftrieb der eingeschlossenen Luft dem nachfließenden
Wasser nicht mehr das Gleichgewicht halten kann, dann reißt die Wassersäule
plötzlich ab und drückt die Luft nach unten. Von hier aus sucht dieselbe energisch
wieder an die Oberfläche zu entweichen. Bei der Aufwärtsbestrebung treibt sie den um
das Rohrende lagernden Kalk auseinander und nimmt einen großen Teil desselben mit
in die Höhe. Die Luft wird durch den Schirm
des Trichters g und die Glocke ζ aufgefangen und sammelt sich in letzterer (i), von wo aus
sie durch das von neuem zufließende Wasser durch den Rohrstrang d wieder angesaugt
wird.
Dieser Vorgang wiederholt sich in ι Minute mehrmals, je nachdem die Weite der
Rohrleitung im Verhältnis zum zufließenden Wasser gewählt wird.
ίο Ist die Luft einige Male durch die Kalkschicht
getrieben worden, so hat der Kalk sämtliche Kohlensäure derselben gebunden, so daß die nunmehr kohlensäurefreie Luft
keinen schädlichen Einfluß mehr auf die Auslaugung des Ätzkalkes ausüben kann.
Die durch das Rohrstück k nach oben entweichende Luft erzeugt in demselben in bekannter
Weise eine Zirkulation in der durch die Pfeile angedeuteten Richtung, woran der aufgewirbelte Kalk teilnimmt. Da letzterer
infolge seiner Schwere immer wieder an die Rohrmündung zurückfällt und von neuem
durch die zusammengepreßte Luft und das gleichzeitig zufließende Lösungswasser aufgetrieben
wird, kommen sämtliche Kalkteilchen in Berührung mit dem Wasser, so daß sie vollständig ausgelaugt werden.
Die ausgelaugten Kalkreste werden durch den Ablaßhahn entfernt.
Das gesättigte Kalkwasser tritt bei / in den Klärraum in ein, wo es infolge der Geschwindigkeitsverringerung
sämtlichen noch im Auslaugungsprozeß befindlichen Ätzkalk zurückläßt.
Das klare und gesättigte Kalkwasser fließt bei η aus dem Apparat seiner Verwendungsstelle zu.
Claims (2)
1. Verfahren . zur Auflösung von Chemikalien für die Wasserreinigung vornehmlich
von Calcium- oder Bariumhydrat oder dergl. mit Hilfe von Druckluft zum
Aufwirbeln des zu lösenden Materials, dadurch gekennzeichnet, daß die durch den Ätzkalk usw. hindurchgegangene
und dadurch kohlensäurefrei gemachte Druckluft immer wieder aufgefangen und von neuem zum Aufrühren benutzt wird.
2. Zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 ein Apparat, gekennzeichnet
durch einen Fangschirm (g) mit übergestülpter Glocke (i) zum Auffangen
der durch die am Boden lagernden Chemikalien hindurchgegangenen, nach oben strebenden kohlensäurefreien Luft,
welche sodann durch eine mit der Lösungsleitung (b) verbundene Rohrleitung (d)
hochgeleitet und, durch erstere (b) von neuem bis nahe zum Boden gedrückt,
hierdurch erneut ihrem Verwendungszweck zugeführt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE147652C true DE147652C (de) |
Family
ID=414809
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT147652D Active DE147652C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE147652C (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2642393A (en) * | 1949-01-29 | 1953-06-16 | Limestone Products Corp | Neutralization of liquids |
| DE974924C (de) * | 1944-01-11 | 1961-05-31 | Emil Fischer | Verfahren zur Teilenthaertung (Entkarbonisierung) von Wasser mittels Kalk |
| DE976467C (de) * | 1936-09-16 | 1963-09-19 | Margarete Zentner | Verfahren zur Beseitigung der Carbonathaerte von Wasser nach dem Kalkverfahren |
| DE20009961U1 (de) | 2000-06-06 | 2000-10-26 | F & P Sortiertechnik GmbH, 95028 Hof | Dosierreaktor für die Aufbereitung von Rohwasser und Anlage für die Aufbereitung von Trinkwasser |
| US6845602B2 (en) | 2000-06-28 | 2005-01-25 | GVL Gesellschaft für Verpackungs-technik und -logistik mbH | Shaping shoulder and a device for producing longitudinally shaped webs |
-
0
- DE DENDAT147652D patent/DE147652C/de active Active
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE976467C (de) * | 1936-09-16 | 1963-09-19 | Margarete Zentner | Verfahren zur Beseitigung der Carbonathaerte von Wasser nach dem Kalkverfahren |
| DE974924C (de) * | 1944-01-11 | 1961-05-31 | Emil Fischer | Verfahren zur Teilenthaertung (Entkarbonisierung) von Wasser mittels Kalk |
| US2642393A (en) * | 1949-01-29 | 1953-06-16 | Limestone Products Corp | Neutralization of liquids |
| DE20009961U1 (de) | 2000-06-06 | 2000-10-26 | F & P Sortiertechnik GmbH, 95028 Hof | Dosierreaktor für die Aufbereitung von Rohwasser und Anlage für die Aufbereitung von Trinkwasser |
| US6845602B2 (en) | 2000-06-28 | 2005-01-25 | GVL Gesellschaft für Verpackungs-technik und -logistik mbH | Shaping shoulder and a device for producing longitudinally shaped webs |
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